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Solvay braucht Karbach nicht mehr
Betreiber für Steinbruch gesucht
EBENSEE. Mit dem Ende der Sodaproduktion hat der Solvay-Konzern keinen Bedarf mehr für den Karbach-Steinbruch. Jetzt wird ein neuer Betreiber gesucht.
Für die in Ebensee bleibende Füllstoffproduktion kann Solvay das Kalkgestein vom Karbach nicht gebrauchen. Deshalb wird der Steinbruch, der (inklusive Schiffstransport) 14 Mitarbeiter beschäftigt, im nächsten Jahr eingestellt. "Wir hoffen, dass sich ein neuer Betreiber für die Anlage findet", erklärt Solvay-Geschäftsführer Gerhard Eder. "Ein Nachfolger könnte die Verträge mit den Bundesforsten, denen das Areal gehört, problemlos verlängern."
Die Suche nach einem neuen Betreiber dürfte aber nicht einfach werden. Bisher wurden rund 300.000 Tonnen Gestein im Jahr abgebaut. Für diese Menge rentierte sich der Schiffstransport über den See. Geringere Abbaumengen würden einen Transport über den Landweg notwendig machen. Bei den Anrainern der Traunsteinstraße in Gmunden ("Unterm Stein") würde das vermutlich auf Widerstand stoßen.
Mittendorfer will nicht
Mit einem Vorschlag ließ der Ebenseer VP-Landtagsabgeordnete Josef Steinkogler dieser Tage aufhorchen: Angesichts der Akzeptanzprobleme, die das Altmünsterer Steinbruchunternehmen Mittendorfer mit seinem geplanten Steinbruch in Bad Ischl habe, könne es doch darauf verzichten und den Steinbruch in Karbach weiter betreiben, so Steinkogler.
Doch Josef Mittendorfer lehnt dankend ab: "Wir bleiben bei unserem geplanten Werk in der Gemeinde Bad Ischl."
Die Gefahr, dass der Steinbruch am Ostufer des Traunsees bald nur noch Industriegeschichte sein wird, ist hoch.