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Seilbahnen mit indirektem Wasserrad-Antrieb

Jay

Mt. Blanc (4807m)
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Vom MDR:
Selke-Tal
Seilbahnen mit indirektem Wasserrad-Antrieb

Die Seilbahnen in Thale zum Hexentanzplatz und zur Rosstrappe werden ab sofort von einem Wasserrad mit Strom versorgt. Es ist das größte seiner Art weltweit. Wie das Ländermagazin SACHSEN-ANHALT HEUTE berichtet, wird die Anlage von der Bode angetrieben und hat einen Durchmesser und eine Breite von jeweils sechs Metern. Sie liefert 120 Kilowatt in der Stunde. Dieser Strom reicht aus, um neben den Seilbahnen auch den angrenzenden Erlebnispark mit seiner Sommerrodelbahn und verschiedenen anderen Attraktionen zu betreiben. Alternativ könnten bis zu 160 Haushalte versorgt werden. In das Kraftwerk wurden 700.000 Euro investiert.

Fischaufstiegsanlage und Rohrbypass
Allein das Genehmigungsverfahren für die Anlage, die als Schaukraftwerk angelegt wurde und auch besichtigt werden kann, dauerte vier Jahre. Das Kraftwerk liegt in einem Naturschutzgebiet. Zu den Auflagen des Naturschutzes gehört unter anderen, dass das Wasser zum Betrieb des Generators wieder gereinigt in den Fluss zurückgeführt wird. Dazu wurde eine Wehranlage gebaut. Damit das Kraftwerk keine Fische daran hindert, flussaufwärts zu schwimmen, mussten der Investor, seines Zeichens Eigentümer der Seilbahnen, außerdem eine 22 Meter lange Fischaufstiegsanlage bauen. Für die Gegenrichtung wurde ein so genannter Rohrbypass entwickelt, durch den die Wassertiere am Kraftwerk vorbei ins Tal schwimmen können.

zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2005 | 19:36
 
Toll, dass die Thaler jetzt auch auf den Wasserspargedanken gekommen sind. Trotzdem ist die Bezeichnung "indirekter Wasserradantrieb" doch stark übertrieben.
Bei den österreichischen Anlagen in den hohen Tauern (Kaprun, Reißeck, Ankogel, Mölltaler Gletscher ...) gehört es doch schon lange zu den Selbstverständlichkeiten, die Wasserkraft zum Seilbahnbetrieb zu nutzen.
Pendolino
 
Es gab früher Standseilbahnen, die hatten einen Wassertank. Der wurde in der Bergstation solange gefüllt, bis der Wagen schwerer als der bergwärts fahrende war. Das Funiculair in Fribourg benutzt auch heute noch dieses Prinzip. Später ging man dann dazu über, das Wasser über eine Turbine zu leiten, die über ein Reduziergetriebe mit der Antriebsscheibe gekuppelt war. Die Entwicklung leistungsfähiger Elektromotoren setzte diesen Antrieben ein Ende.
 
Auch in Deutschland gibt es noch eine solche Anlage, die Nerobergbahn.
Ein Porträt ist hier zu finden:
http://www.cable-car.de/nerobergbahn.htm

nero12.jpg

Wagen
nero15.jpg

Wasserablass
Fotos: K. Föhl
Pendolino
 
Die Nerobahn in Wiesbaden iss echt ne coole Bahn :lol:
 
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