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Seilbahngondeln im Verband?

schnee_tom

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Hallo,

ich frage mich ob es bei Gondel-Einseilumlaufbahnen Fälle gibt, in dennen mehrere Gondeln in einem Verband fahren (so ähnlich wie bei einer Gruppenumlaufbahn) oder ob dies eher nicht vorkommt. Wenn ich es bisher richtig verstanden habe, fällt bei der Planung einer Bahn einmal die Entscheidung ob die Gondeln im Verband fahren sollen oder nicht. Diese Entscheidung wird dann auch später nicht mehr geändert (?).

Weiß jemand von euch was die jeweiligen Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten sind (Gondeln fahren einzeln/ Gondeln fahren im Verand) und wonach sich die Entscheidung richtet?

Ich habe vor kurzem begonnen mich für die Seilbahntechnik zu interessieren.

Vielen Dank füre Antworten im Voraus.
Viele Grüße
Tom
 
Gerade in den Sommermonaten ist es nichts aussergewöhnliches, dass eine Gondelbahn zu einer GUB umfunktioniert wird. Dadurch kann man bei geringen Passagierfrequenzen nach Fahrplan fahren und Energiekosten einsparen. Und es können auch die Anzahl Kuppelvorgänge minimiert werden, was auch positive Auswirkungen auf die Wartungskosten hat.

Aber es ist natürlich keine echte GUB, wo die Kabinen in einem ziemlich engen Abstand folgen. Sondern man schickt einfach nur ein paar wenige Gondeln auf Reise und innerhalb des Konvois hat man den selben Fahrzeugabstand, wie wenn sämtliche Gondeln am Seil hängen würden.
Sofern eine einigermassen "intelligente" Steuerung verbaut worden ist, sollte man bei einer Gondelbahn eigentlich jederzeit auf "GUB-Betrieb" wechseln können.
Der Maschinist muss einfach die Bahn manuell anhalten, sobald sich alle Fahrzeuge in der Station befinden.
 
In dem Falle müsste man auch bedenken daß, falls mit engerem Kabinenabstand ála einer GUB gefahren würde auch verstärkte Stützen erforderlich sind; durch die enger angeordneten Kabinen würde sich dann in kürzeren Spannfeldern auch die punktuelle Stützenbelastung erhöhen.
 
schnee_tom schrieb:
ich frage mich ob es bei Gondel-Einseilumlaufbahnen Fälle gibt, in dennen mehrere Gondeln in einem Verband fahren (so ähnlich wie bei einer Gruppenumlaufbahn) oder ob dies eher nicht vorkommt.

Ich kenne sogar ein Beispiel: bei der Hössbahn in Hinterstoder hat man (zumindest früher) nach Betriebsschluss alle Gondeln garagiert, außer eine Hand voll. Mit diesen wurden abschließend die letzten Seilbahnbediensteten vom Berg gefahren und die Gondelgruppe abschließend im Umlauf abgestellt. Der Fahrtmodus ist dann Gruppenfahrt. Jedoch mit normalem Fahrbetriebsmittelabstand.

MFG Dachstein
 
Ist bei der Schatzbergbahn in Auffach auch so,Gruppen die Abends ankommen und auf die Schatzbergalm gehen werden mit ein paar Gondeln die im Umlauf stehen hochgefahren wenn dies nötig ist.

Bei uns war es damals so (15+2 Materialgondeln standen damals bereit...war genauestens abgemessen)

Die Kabinen bleiben dann oben (Wo teilweise auch welche drausen hängen) und werden wohl am nächsten morgen einfach wieder losgeschickt und danach die anderen ausgaragiert.
 
Das nennt sich Konvoybetrieb. Grund ist, dass ein einzelnes Fahrzeug nie mit Fahrgästen alleine auf die Strecke darf. Müssen midestens 3 sein und dabei darf das erste und letzte nicht besetzt sein. Bei den Doppelmayr EUB,s werden die Fahrzeuge automatisch auf der Staustrecke aufkoloniert, dazu werden die Pneuräder an der jeweiligen Position mit einer elektromagnetischen Kupplung ausgekuppelt. Die Steuerung macht das automatisch. Aufkolonieren und auch wieder einreihen.
 
^^ Ich denke mal das wird in jedem Skigebiet so gemacht, wo bei der Zubringerbahn am Berg und im Tal garagiert wird.
Auch werden so teilweise in den Skigebieten Nachts die Pistenraupenfahrer wieder ins Tal gebracht.
 
Dachstein schrieb:
schnee_tom schrieb:
ich frage mich ob es bei Gondel-Einseilumlaufbahnen Fälle gibt, in dennen mehrere Gondeln in einem Verband fahren (so ähnlich wie bei einer Gruppenumlaufbahn) oder ob dies eher nicht vorkommt.

Ich kenne sogar ein Beispiel: bei der Hössbahn in Hinterstoder hat man (zumindest früher) nach Betriebsschluss alle Gondeln garagiert, außer eine Hand voll. Mit diesen wurden abschließend die letzten Seilbahnbediensteten vom Berg gefahren und die Gondelgruppe abschließend im Umlauf abgestellt. Der Fahrtmodus ist dann Gruppenfahrt. Jedoch mit normalem Fahrbetriebsmittelabstand.

MFG Dachstein
Das kenne ich von der Fleckalmbahn in Kitz!
 
Dachstein schrieb:
schnee_tom schrieb:
ich frage mich ob es bei Gondel-Einseilumlaufbahnen Fälle gibt, in dennen mehrere Gondeln in einem Verband fahren (so ähnlich wie bei einer Gruppenumlaufbahn) oder ob dies eher nicht vorkommt.

Ich kenne sogar ein Beispiel: bei der Hössbahn in Hinterstoder hat man (zumindest früher) nach Betriebsschluss alle Gondeln garagiert, außer eine Hand voll. Mit diesen wurden abschließend die letzten Seilbahnbediensteten vom Berg gefahren und die Gondelgruppe abschließend im Umlauf abgestellt. Der Fahrtmodus ist dann Gruppenfahrt. Jedoch mit normalem Fahrbetriebsmittelabstand.

MFG Dachstein

Wird dort immer noch so gehandhabt, habe ich bei meinem dortigen Urlaub im Februar erleben dürfen.

Ein weiteres Beispiel ist die MGD Celerina-Marguns von Von Roll (Bj. 95 oder so), die wird im Sommer auch so ähnlich betrieben. Da gibt es Gruppen in der Größenordnung von 4 oder 5 Kabinen, und nach jeder "Gruppe" fährt ein Fahrbetriebsmittel für Fahrradtransport. Abstand ist der normale Abstand vom Winterbetrieb, einzig zwischen dem Fahrrad-FBM einer Gruppe und der ersten Gondel der folgenden Gruppe ergibt sich ein größerer Abstand. ;)
 
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