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Seilbahnhersteller

Gehört zwar nicht direkt zum Thema,
aber die Magnetbahn hat für den Fall eines Stromausfalls keine Notrollen, sondern eine Pufferbatterie auf dem Fahrzeug. Diese reicht aus, das Fahrzeug bis zum Stillstand in einem schwebenden Zustand zu halten. Richtig beruhigend ist diese Variante für ein Fahrzeug, dass für 500 km/h ausgelegt ist, aber auch nicht.

Noch zu Doppelmayr und Leitner: Die haben mit Firmenübernahmen alles an Patenten und Entwicklungen zusammengekauft, was in den letzten 100 Jahren in der Seilbahntechnik entstanden ist. Das ist es schwer für andere kleinere Hersteller, das kurzfristig nachzuholen oder eigene Ideen zu verwirklichen.
 
@Christoph, danke für die Erklärung, denn das mit den Notlaufrädern kam mir doch ein wenig seltsam vor.

Info: Die Diskussion über Linearantriebe wurde ausgelagert: klick!

Gruss
GMD, Moderator Technisches
 
@seilbahner "so viel ich weis" :wink:
Imho kann ich mir nicht vorstellen, dass das nur einfach abgesichert ist.

Die kleinen Firmen werden aber auch von den Behörden gebremst. Mit den Vorschriften die diese Herausgeben. >Neuste Stand der Technik. Ist mit der Laufzeit der Patente von 20 Jahren, so nicht mal eine Reverse Engineering möglich, weil das nicht mehr der Stand der Technik entspricht.
 
Stellt sich die Frage was alles patentwürdig ist, und inbes. was man dann effektiv vor Gericht durchsetzen kann. In der Praxis kann man total banales patentieren, danach entscheiden die Gerichte.
Beispiel: Wären Pendelbahnkabinen, die sich auf der ganzen Kabinenlänge öffnen (z.B. vertikal verschiebbare Türen) als Konzept patentierbar? Oder die zweistöckigen (Vanoise Express) bzw. rotierenden Kabinen (Titlis)? Sowie Funitels usw. sind dies m.E. keine patentwürdige Ideen.

Fangbremsen, Wagen, kuppelbare Klemmen können vermutlich ohne Patentverletzungen (weiter)entwickelt werden. Wie bereits besprochen sehe ich vielmehr Probleme im Bereiche des Zulassungsaufwandes, insbes. für kuppelbare Klemmen. Zwar sind Berechnungen und Simulationen sicherlich von guten Maschineningenieure durchführbar, das Problem liegt lediglich beim sehr hohen Zeitaufwand. Zudem braucht es dann Prototypen für Tests usw.

Inwieweit noch nicht abgelaufene Patente für Neuentwicklungen effektiv problematisch sind kann ich jedoch nicht näher beurteilen.
 
Also als Laie muss ich sagen versteh ich euch nicht so ganz...anscheinend gibt es doch eine Klemme, auf die man ganz rege zugreifen kann.

Die Wopfnerklemme wird/wurde bereits von 3 kleineren Seilbahnherstellern eigesetzt (LST, BMF, der türkischer Dersteller, sofern der irgendwas Kuppelbares produziert hat, und nicht nur wieder neuaufgebaut.)
Klar, ist die Klemme nicht die neueste, und kann wohl mit den neuen DM/Leitnerklemmen nicht mithalten....aber es ist eine Kuppeltechnik die funktioniert, und am Markt verwendet werden kann. Nur ist dieses Experiment zumindest für LST nicht gerade erfolgreich gelaufen...
 
Wir haben noch von Roll und habegger vergessen.
 
Gibt es die etwa noch im Seilbahnbau?
Hab ich da was verpasst?
 
Die Sparte Seilbahnbau der Maschinenfabrik WIlly Habegger in Thun wurde leider durch Von Roll Transportsysteme übernommen (halt so eine traurige Geschichte). Später wurde Von Roll Transportsysteme von Doppelmayr übernommen.

Was noch besteht ist die Fa. Habegger AG in Thun (http://www.habegger-hit.ch), die noch die weltberühmten Seilzuggeräte baut, sie ist aber nicht im Seilbahnbereich tätig.
 
Dazu käme noch der Protektionismus sowie die Politisierung der Entscheide (man denke daran, dass z.B. in Frankreich gewisse Klemmentypen nicht zugelassen wurden nur um Poma's Markt zu schützen).

Wobei ich diese Reaktion eigentlich ganz ok fand. Gewisse andere Staaten sollen ja ihren Herstellen z.T. sog. Exportgarantien gegeben haben, wodurch es ihnen möglich wurde zu Dumpingpreisen ins Ausland zu exportieren. Kein Wunder ist man schlussendlich bei der heutigen (unbefriedigenden) Situation angelangt.

Die Wopfnerklemme wird/wurde bereits von 3 kleineren Seilbahnherstellern eigesetzt (LST, BMF, der türkischer Dersteller, sofern der irgendwas Kuppelbares produziert hat, und nicht nur wieder neuaufgebaut.)
Klar, ist die Klemme nicht die neueste, und kann wohl mit den neuen DM/Leitnerklemmen nicht mithalten....aber es ist eine Kuppeltechnik die funktioniert, und am Markt verwendet werden kann. Nur ist dieses Experiment zumindest für LST nicht gerade erfolgreich gelaufen...

Also der türkische Hersteller hat ja eine 8-EUB mit der Wopfnerklemme gebaut, glaube kaum das er die vorher irgendwo "abgeräumt" hat. Und was ist denn bei der Bahn von LST nicht so gut gelaufen? Kinderkrankheiten waren zu erwarten. Und dass die Bahn nie die Leistungsfähigkeit einer "normalen" SBK erreichen würde, war das nicht schon vorher klar?

Ich seh auch nicht wo und wieso die Klemme dem Leitner-Poma bzw. den Doppelmayr-Garaventa Produkten nachstehen sollte?! Vielleicht sieht sie etwas undynamischer aus, was aber nichts mit ihrer Funktions zu tun haben muss. Schliesslich hat BMF die Klemme auf CE-Standard gebracht. Die Bahn (6er SBK) die BMF dieses Jahr damit baut wird eine Förderleistung von 3600 P/h haben und erst noch anständig aussehen. Also meiner Meinung nach muss man sich hier nicht vor den grossen Herstellern zu verstecken.
 
Pilatus schrieb:
Gewisse andere Staaten sollen ja ihren Herstellen z.T. sog. Exportgarantien gegeben haben, wodurch es ihnen möglich wurde zu Dumpingpreisen ins Ausland zu exportieren. Kein Wunder ist man schlussendlich bei der heutigen (unbefriedigenden) Situation angelangt.
Bei der Exportgarantie geht es um was ganz anderes. Es ist die Abdeckung des Auftrags, wenn der Auftraggeber nicht Zahlt. Und nur dann fliesst Geld. Es ist also keine Subvention. Sondern eine Risiko Abdeckung.
 
Wombat schrieb:
Pilatus schrieb:
Gewisse andere Staaten sollen ja ihren Herstellen z.T. sog. Exportgarantien gegeben haben, wodurch es ihnen möglich wurde zu Dumpingpreisen ins Ausland zu exportieren. Kein Wunder ist man schlussendlich bei der heutigen (unbefriedigenden) Situation angelangt.
Bei der Exportgarantie geht es um was ganz anderes. Es ist die Abdeckung des Auftrags, wenn der Auftraggeber nicht Zahlt. Und nur dann fliesst Geld. Es ist also keine Subvention. Sondern eine Risiko Abdeckung.

Ok, kann schon sein. Ich hab den Satz auch nicht erfunden sondern so von jemandem übernommen. Gemeint war aber schon eine Art Subvention.
 
Dresdner schrieb:
Bei den heute üblichen Ausschreibungsverfahren wird zuerst auf die Kosten geachtet und wenn dann noch der nachgewiesene qualitative Standard dazukommt
Warum hab ich dann hier in Sölden bisher nur DM Anlagen gesehen? Da wird doch ganz klar Heimatschutz betrieben, oder die Bergbahnen sind hier bereit jeden Preis zu zahlen, weil sie mit DM zufrieden sind.
Und das ist kein Österreicher-Phänomen, in Lake Louise & Sunshine Village sieht man bei Neuanlagen nur Poma und in Panorma DM. Es gibt Betreiber die die Philosophie haben alles von einer Firma zu kaufen. Dabei schneiden sie sich aber in eigene Fleisch, weil sie so den Markt aus hebeln.
 
Wieso hebeln sie den Markt aus?

Warum sollte man sich nicht auf eine Marke festlegen, wenn man damit zu frieden ist?

Auch ein längjähriger Kunde kann mal unzufrieden werden und den Anbieter wechseln.
Also kann man da nicht so einfach den Preis diktieren. Der Kunde verlangt schon, da er langjährig treu ist einen Bonus.


Wenn ich z.B. eine Firma hätte in der die Ware nur von einer Marke gekauft wurden.
Und meine Mitarbeiter geschult sind für diese Ware und Fehler selbst schnell beheben und finden können, würde man sich es doch eher überlegen ein Fremdmodell zu nehmen.
Da müssen dann erst Materialien für Reparaturen extra angeschafft werden, Mitarbeiter geschult werden und sich einarbeiten. Sowas dauert und kostet hinterher vielleicht mehr, als den Rabatt den man hätte bekommen können.
 
In Sölden gibts doch noch den Wopfner Esl... :twisted:
 
Ram-Brand schrieb:
Warum sollte man sich nicht auf eine Marke festlegen, wenn man damit zu frieden ist?
Nichts.
Ram-Brand schrieb:
Auch ein längjähriger Kunde kann mal unzufrieden werden und den Anbieter wechseln.
Also kann man da nicht so einfach den Preis diktieren. Der Kunde verlangt schon, da er langjährig treu ist einen Bonus.
Darin liegt ja die Crux. Wenn ich von vorne herein weis, das ich Rabat gewähren muss, setze ich den Anfangpreis so an, das nach dem Rabatt der Alte Preis wieder Habe. Und als Kunde kann ich so was nicht kontrollieren. Ich kann höchstens mit der Konkurrenz vergleichen, um zu sehen ob ich einen "guten Preis" habe.
Ram-Brand schrieb:
Wenn ich z.B. eine Firma hätte in der die Ware nur von einer Marke gekauft wurden.
Und meine Mitarbeiter geschult sind für diese Ware und Fehler selbst schnell beheben und finden können, würde man sich es doch eher überlegen ein Fremdmodell zu nehmen.
Wenn Du eine Baugleiche Anlage kaufst Ja
Ram-Brand schrieb:
Da müssen dann erst Materialien für Reparaturen extra angeschafft werden, Mitarbeiter geschult werden und sich einarbeiten. Sowas dauert und kostet hinterher vielleicht mehr, als den Rabatt den man hätte bekommen können.
Bei baugleichen Anlagen mag das sein. Aber du kaufst ja nicht jedes Jahr eine Neue Bahn. Und glaub ja nicht das sie bei den Ersatzteilen nicht auch tricksen. Wenn sie eine Anlage günstig verkauft haben, versuchen sie es über diese zu kompensieren.
 
Da muss ich dem Wombat absolut beipflichten, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.
 
Wombat schrieb:
Und glaub ja nicht das sie bei den Ersatzteilen nicht auch tricksen. Wenn sie eine Anlage günstig verkauft haben, versuchen sie es über diese zu kompensieren.
Und sind dann auch noch stinkbeleidigt wenn man es "wagt", sich gegen diese Politik zur Wehr zu setzen und mal durch kreative Suche und Preisvergleich Teile anderer Hersteller zu verwenden.
Wenn DM, wie schon mal geschehen, aus Preisgründen russische Laufrollenkugellager mit teilweise "Zweimeterwurfsitz" verbaute, zieht allerdings das dann so sehr beliebte Qualitätsargument bez. der Originalteile auch nicht mehr wirklich....:P
 
Ersatzteilmässig könnte ich euch über Girak/Dm Geschichten erzählen, da würden euch die Haare zu Berge stehen. Aber das lass ich lieber. :wink:
 
Also dass Sölden "Heimatschutz" betreibt wäre mir neu (Gegenargument: was Gott durch einen Berg getrennt, soll der Mensch nicht durch einen Tunnel verbinden ;-) hey, wir reden hier von Tirol und Vorarlberg...).
Ich kenn Leute, die fahren ihr ganzes Leben lang immer die gleiche Automarke. Sind damit zufrieden und es passt ihnen. Und so ist es bei Skigebieten teilweise auch! Sowohl auf Skifahrerseite (wie viele hier fahren nicht immer ins gleiche Gebiet...) als auch auf Betreiberseite. Man kommt gut mit dem Hersteller aus (meist sogar in Freundschaft), man weiss was man hat (Service, Erstzteilbeschaffung, Reaktionsgeschwindigkeit), hat mit ihm vielleicht schon was "Besonderes" (DLM, Schwarze Schneid Bahn...) geschaffen. Also warum wechseln?
 
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