• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Seilbahnprojekt in Wien

DennisValentino

Großer Müggelberg (115m)
Heute morgen wurde mir die höchst anspruchsvolle Zeitung "Wien Heute" in die Hand gedrückt :D und promt fiel mir doch tatsächlich ein interessanter Artikel auf: http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,749648

Ob was dran ist kann ich nicht beurteilen, interessant wäre es aber allemal. Weiß jemand mehr?

@ Moderatoren & Admins: Falls ich einen überflüssigen Thread geöffnet habe, bitte verschieben oder löschen.
 
Aha.. Spätestens als ich Talstation U4 Heiligenstadt gelesen hab, dachte ich mir, da würde ich viel drauf wetten, dass das nichts wird............

Zuerst gehts nämlich gleich in schwindelerregende Höhen über den Karl Marx Hof!!!, dann weiter am Döblinger Bad vorbei und über die Swimming Pools einiger Villen zum Mayr am Pfarrplatz und an Grinzing vorbei (Stichwort Weltkulturerbe) weiter Richtung Kahlenberg, in die Weinberge, vorbei an Swimming Pools nach größerer Villen, deren Inhaber sich sicher sehr gerne in den Garten schauen lassen, rauf Richtung Sirbu (kann sich jemand vorstellen, seinen G'Spritzten beim Sirbu beim Anblick einer Gondelbahn zu trinken?) und weiter durch Weingärten bis zum Kahlenberg.

Kurz gesagt: Des wird nix.
 
Im Artikel steht nicht welche Art von Seilbahn gebaut werden soll. Da als Referenz auch Zürich genannt wird, könnte es also auch eine Standseilbahn geben, welche innerhalb der Stadt unterirdisch verläuft. Zugegeben, billig ist diese Variante auch nicht!
 
Hier wird höchstens eine Seilbahn über das Sommerloch gebaut, ansonsten ist der Bericht wohl genauso seriös wie die Wortwahl dieses Gratisschundblattes.

Hier wird das ganze ein wenig realistischer betrachtet:
http://diepresse.com/home/panorama/wien/1269176/Seilbahn-fuer-den-Kahlenberg-Ideen-fuer-Wiens-Tourismus

"Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner, etwa, der in der aktuellen Halbjahres-Bilanzpressekonferenz (siehe oben) die Idee als „wunderbar“ bezeichnete, „wenn man einen Finanzier findet.“ Wenn auch eine solche Seilbahn für den Wien Tourismus nicht oberste Priorität habe."

Nona findet das der Tourismus Chef super wenn "ihm" jemand gratis eine weitere Touristenattraktion hinstellen würde, selbst wenn der private Betreiber zwei Jahre später wieder zusperren müsste - er kann ja nicht verlieren. Wieviel Zukunft er selber dem Projekt zuschreibt hört man eigtl eh gut heraus, er selbst will damit jedenfalls nichts zu tun haben. (Finanzier, keine oberste Priorität)
 
GMD: Im Artikel steht nicht welche Art von Seilbahn gebaut werden soll. Da als Referenz auch Zürich genannt wird, könnte es also auch eine Standseilbahn geben, welche innerhalb der Stadt unterirdisch verläuft. Zugegeben, billig ist diese Variante auch nicht!

Stimmt. Wobei wenn, dann wäre ich dafür die alte Zahnradbahn wiederaufzubauen, da stehen zumindest noch einige Viadukte und idyllisch wäre es auch - passend zu Grinzing. Aber wie gesagt, passieren wird weder das eine noch das andere. Und der Tourismus-Chef macht Gratis-Werbung für Wien - und das sogar im Urlaub.
 
In Wien gab es auch mal ein zweites Seilbahnprojekt, nämlich den Bau einer Standseilbahn am neuen Wiener Hauptbahnhof. Allerdings hat sich dieses Projekt zerschlagen.

Aus verkehrsplanerischer Sicht wäre es bei weitem besser, wenn man die U2 vom Karlsplatz zwei Stationen bis Hauptbahnhof verlängern würde und die U1 mit 400 m langen Rollbändern mit dem Hauptbahnhof verbinden würde.
 
Wozu das alles? Der Hauptbahnhof ist mit der U1, den Strassenbahnen und Bussen sowie der gesamten S-Bahn Stammstrecke mit mehreren Linien doch eh perfekt angebunden.
Und ein Förderband oder gar eine Seilbahn für die 330m? Wer das nicht zu Fuß gehen kann wird sich am Bahnsteig aber auch schwer tun, der ist nämlich wesentlich länger. Die dafür nötigen Geldsummen könnten wesentlich effizienter woanders eingesetzt werden.
 
mightyjust schrieb:
Wozu das alles? Der Hauptbahnhof ist mit der U1, den Strassenbahnen und Bussen sowie der gesamten S-Bahn Stammstrecke mit mehreren Linien doch eh perfekt angebunden.
Und ein Förderband oder gar eine Seilbahn für die 330m? Wer das nicht zu Fuß gehen kann wird sich am Bahnsteig aber auch schwer tun, der ist nämlich wesentlich länger. Die dafür nötigen Geldsummen könnten wesentlich effizienter woanders eingesetzt werden.

Das finde ich auch so.

Und in ein paar Jahren weden die gleichen Leute die die U2 beim Hauptbahnhof wollten schreien dass das Gebiet beim Arsenal und Gudronstrasse schlecht angebunden ist an das U Bahn Netz.

Mann kann es eben keinen Recht machen.

Schade ist es das sich die Stadt nicht neuen Verkehrsmitteln aufgeschlossen zeigt.

Noch ein Link der damals geplanten Standseilbahn (Cabelliner)

http://www.vienna.at/hauptbahnhof-erste-ideen-fuer-cable-liner/news-20091103-12124758
 
Heute wurden ein neues Proj, vorgestellt.
Planung hat Fa. Doppelmayer gemacht , die Bahn soll von der Donauinsel mit Mittelstation gebaut werden.
Kosten ca. 30Mio
Zitat:
Die Streckenlänge betrüge sechs Kilometer. Für die Fahrzeit wurden 19 Minuten berechnet. So sei man sehr schnell am Kahlenberg, argumentierte Michael Bitterl von Doppelmayr Seilbahnen: „Das schafft man weder mit den Öffis noch mit dem privaten Pkw.“ Das Konzept sieht 63 Gondeln vor, mit denen 1.000 Personen pro Stunde befördert werden könnten. Die Kapazität wäre bei Bedarf auf 94 Gondeln ausbaubar.

http://wien.orf.at/news/stories/2599593/

http://wien.orf.at/news/stories/2598983/

http://diepresse.com/home/panorama/wien/1443198/Wirtschaftskammer-will-Seilbahn-auf-den-Kahlenberg
 
:/ Also, der Ist-Zustand am Kahlenberg ist folgender:
Es führt die Höhenstraße hinauf. Man kann mit dem PKW hinauffahren. Oben ist ein sehr großer Gratisparkplatz.
Mit dem PKW ist man außerdem noch so flexibel, die anderen Aussichtspunke der Höhenstraße auch zu besuchen (Leopoldsberg, Cobenzl, Dreimarkstein, ...alle mit Gratis-Parkplatz)
Wer den Kahlenberg öffentlich besuchen will nimmt ab der U-Bahn und S-Bahn-Station Heiligenstadt die Buslinie 38A. Diese verkehrt wochentags alle 15 Minuten, am Wochenende, wenn der Ausflugsverkehr höher ist, sogar doppelt so oft. Die Fahrzeit von Heiligenstadt zum Kahlenberg beträgt lt. Fahrplan 25 Minuten. Heiligenstadt ist von der City übrigens mit der U4 ohne Umsteigen zu erreichen. Bus und U-Bahn sind mit den Tickets der Wiener Linien (Einzelfahrten, Wochen-, Monats- und Jahreskarten) benützbar.

Zukunftsmusik:
Von der U-Bahn-Station Neue Donau soll eine Seilbahn auf den Kahlenberg führen. Derzeit sind die Parkmöglichkeiten dort nicht so großzügig, wie am Kahlenberg selbst. Von der City ist die Station Neue Donau nur mit Umsteigen zu erreichen, und zusätzlich zum Fahrschein der Wiener Linien muss man für die Seilbahn auch noch zahlen.

Warum soll man dafür 30Mio ausgeben? Und wie viele Gäste müssen da täglich befördert werden, um positiv bilanzieren zu können? Kommen wirklich wegen einer Seilbahn mehr Gäste auf den Kahlenberg oder gar nach Wien?

Dass Seilbahnen grundsätzlich auch als Transportmittel in eine Stadt passen ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Aber dieses aktuelle Projekt ist völlig sinnlos. Hoffentlich lassen unsere Stadtpolitiker diesen absurden Bau nicht zu.
 
Zurück
Oben