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Seildrall

Das ist dann egal. Ob es zu weit innen oder zu weit aussen läuft, einen Drall fährst Du Dir so oder so rein.

Wie schon gesagt; Im Idealfall sollten alle Rollenbatterien genau in der Flucht sein, sowie auch die Flucht und der Seileinlauf bei Umlenk und Antriebsscheibe exakt passen müssen.
Bei Zwirbelkurvenliften ist das natürlich um so komplizierter, da man dort auch wesentlich mehr Umlenkungen hat. Bei unserem Kurvenlift haben wir 5 Umlenkscheiben, und da muss man schon gut dahinter sein, dass die Spur immer passt.

Auch die Scheibeneinlageschnüre sollen nicht zuviel Verschleiß aufweisen.
 
Leider sind die Fakten der großen Lifte nicht auf die Modelle übertragbar.

Im Modellfall wird der Seildrall nicht durch falsch fluchtende Robas etc. verursacht sondern durch das "Setzen" des Seiles unter Zugspannung selbst.
Die einzige Möglichkeit einen Seildrall zumindest größtenteils zu verhindern ist, zunächst das Seil unter der, später vorgesehenen Spannung längere Zeit zu lagern und es dabei ausdrehen zu lassen.
Bei der späteren Montage des Seiles muß dieses zuerst drallfrei über Spannstation und Strecke ausgelegt werden und die Seilverbindung ist anschließend ebenfalls unter dem Einfluß des Spanngewichtes durchzuführen.
Falls sich im Lauf des Betriebes später doch wieder ein Drall aufbauen sollte muß leider die Seilverbindung gelöst, das Seil ausgedreht und erneut zusammengefügt werden.
 
Hallo Markus,

wie werden die Roba's eigentlich ausgerichtet?

Bei Neumontage: erst wenn das Seil aufliegt? oder schon davor mit (Maurer-) schnur oder modern mit Laser?

Später: hier gibt ja das Seil die Richtung vor, bewirkt aber das aufliegende Seil nicht eine Mordreibung auf die Rollenbatterie, so dass man sich mit dem einstellen sakrisch schwer tut?


viele Grüsse nach Reit im Winkl!!!
(habt ihr die Regenfälle ohne Überschwemmungen überstanden?)

uli
 
@Petz, da ich leider keine erfahrung mit Modellliften habe, kann ich nur aus meiner beruflichen Erfahrung sprechen.

Natürlich wiedersprech ich Dir nicht.
 
tigerfishli schrieb:
Hallo Markus,

wie werden die Roba's eigentlich ausgerichtet?

Bei Neumontage: erst wenn das Seil aufliegt? oder schon davor mit (Maurer-) schnur oder modern mit Laser?

Später: hier gibt ja das Seil die Richtung vor, bewirkt aber das aufliegende Seil nicht eine Mordreibung auf die Rollenbatterie, so dass man sich mit dem einstellen sakrisch schwer tut?


viele Grüsse nach Reit im Winkl!!!
(habt ihr die Regenfälle ohne Überschwemmungen überstanden?)

uli

Ich glaube am einfachsten ist es im Betrieb mit Leerseil die Scharuben der Robas leicht zu lösen, so richtet sich alles automatisch aus.
 
tigerfishli schrieb:
wie werden die Roba's eigentlich ausgerichtet?
Bei den Modellen mach ich das rein optisch. Die Stützenfundamentplatten sind ja nur eingebuddelt und können daher durch Klopfen noch in die korrekte Position justiert werden. Dann richte ich die Robas mit nem Helfer optisch in Linie aus. Nachdem das Seil aufgezogen wurde und der Lift läuft, schau ich mir jede Batteriestellung nochmals im Detail an und justiere die nötigenfalls noch nach; beim Modell ist das aufgrund der geringen Auflagekräfte ja kein Thema da der Seilspanngewichtswert je nach Lift nur zwischen 0,5 und etwa 2 Kg liegt.

@seilbahner, ist klar und ich wollte Deine Anmerkungen damit auch nicht kritisieren weil sie für "Deinen Maßstab" natürlich zutreffen.
Im Modell tritt der Seildrall meist vor oder hinter den Umlenkscheiben auf; nachdem ich z. B. keine Umlenkscheibenseilrille verwende die in falscher Höhe liegen könnte und deshalb einen Einfluß ausübte wird der Drall ausschließlich durch die Seilablenkung verursacht bzw. ausgelöst und nachdem die Modellstahlseile im Verhältnis eine wesentlich höhere Steifigkeit als jene der Originale aufweisen, liegt da vornehmlich die Ursache des Übels. Troubles hab ich da auch nur mit Schleppliften weil die aufgrund der sehr geringen Gehängegewichte weitaus anfälliger sind.
Mit Textilseilen treten diese Probleme überhaupt nicht auf, nicht mal bei den Brawabahnen mit ihrer bekanntermaßen ja sehr "rustikalen" Technik.
 
Ich glaube auf mein Modell passen z.T. auch die Regeln der großen Anlagen.

Meine Abspannung hat momentan 30KG und wenn die Anlage fertig ist ca 50-60KG.

Den Drall habe ich nur auf der Talseite, weiß aber leider nicht von was der Drall ausgeht.
Wenn ich die Anlage rückwärts laufen lassen ist der Drall auf der gleichen Seite.
 
jojo2 schrieb:
Ich glaube auf mein Modell passen z.T. auch die Regeln der großen Anlagen.
Meine Abspannung hat momentan 30KG und wenn die Anlage fertig ist ca 50-60KG.
In dem Fall sicher aber trotzdem würd ich eher das Seil selbst als Übeltäter verdächtigen und bei diesem Spanngewicht würd ich nicht nur zuerst das Seil mal einige Zeit unter eventuell auch höherer Zugbelastung "vorrecken" lassen sondern dieses dann unbedingt unter Spannung spleißen denn 30 Kg Zug verändern da sicherlich den Seildrall.
 
Ja momentan ist das ja eh nur das Testseil.
Wenn die Anlage im Garten auf der geplanten Trasse steht ist das Seil ja 32m lang.

Also werde ich das Problem Seildrall erstmal ignorieren und hoffe das es beim neuen Seil weg ist.

Momentan fallen mir immer die Gondeln ab, die Klemme kommt gegen den Drall nicht an.
 
jojo2 schrieb:
Momentan fallen mir immer die Gondeln ab, die Klemme kommt gegen den Drall nicht an.
Sowas nennt man das "Schwarze Schneid Syndrom"..... :mrgreen:

Notfalls in einen der Klemmbacken ein Stückchen eines zugespitzten kleinen Bohrers etc. einsetzen und minimal aus der Klemmenoberfläche rausgucken lassen oder so beschleifen, daß an einer Stelle eine kleine Spitze entsteht sodaß sich die zwischen den Seildrähten verkeilen kann. Bei meiner Klemme ist die federnd angepreßte Klemmschraube (zweiten Backen gibts bei mir aufgrund der Größe ja nicht) aus diesem Grunde auch zugespitzt um möglichst große Arretierung am Seil zu erreichen.
Auch bei den fixen Klemmen ist die Schraube angespitzt.
 
So einfach ist das mit dem Fluchten nicht, wie Du geschrieben hast.
Bei einem richtigen Schlepper nimmst Du einen schweren Hammer, steigst auf die Stütze, lässt den Lift langsam fahren und klopfst die Batterie an den Brieden in die Richtige flucht. Meisten geht das einwandfrei.
Wenn einem das zu Brutal ist, der kann die Schrauben natürlich leicht lockern und dann die Batterie mit klopfen so hindrehen wie es braucht.

Bei Neuanlagen wird die Flucht von einem Vermesser genau ausgerichtet, bevor das Seil gezogen wird.
in der Regel geht das von der Bergstation aus über die Stützen zur Talstation.
Dabei wird erst die Bergstation zur Bahnachse ausgerichtet, und dann geht man die Stützen durch bis Tal.
Man misst dabei aber nur eine Seite ein, denn der Vermesser ist Teuer und misst dann mit einem Massband die Gegenseite selber auf die Seilspur dazu.

Natürlich müssen auch die Stützen richtig eingemessen werden, denn die stehen auch nicht richtig da, nachdem sie aufgestellt wurden. Auch das wird im Zuge des Vermessens mitgemacht.

Wenn dann alles richtig eingemessen ist, werden die Schrauben festgezogen, dann kann man das Seil ziehen.
Wenn dann die Anlage fahrbereit ist muss man nochmals durchgehen und Feinspuren. Das wird dann aber mit Augenmass gemacht.

Bei Bahnen sind an den Batterien Stellschrauben, mit denen man die Batterien ausrichten kann, da klopft man in der Regel nicht mit dem Schlegel drauf rum.
 
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