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Sesselabstände

Flachlandtiroler schrieb:
Was ist eine Tauchanlage? Der Schrägförderer in den Keller? Oder was wirklich seltsames?

Ist hier zwar OT, aber doch erklärenswert: eine Tauchanlage ist eine spezielle Art von Kellerförderer, der senkrecht die FBMs nach unten in den Bahnhof bringt. Die Alte Steinmähder in Lech hatte einen, die Zürserseebahn in Zürs hat auch eine Tauchanlage.

MFG Dachstein
 
Eine DM regulierung ist in keinster Weise mit der Leitner Regelstrecke zu vergleichen.
Bei dieser Anlage auf dem Bild ist die Regelstrecke im Tal und wird über einen Gleichstrommotor, der 6 Förderreifen in der geraden am Umlauf antreibt angesteuert.
Bei uns gibt es keine Grob und Feinregulierung.
Es gibt nur die Regelstrecke, die ab dem Referenzsessel die abstände jede Runde neu ausregelt.
Die Regelstrecke läuft entweder lansamer, gleich oder schneller und bringt die abstände so in ordnung.
Deshalb ist auch zwischen ersten und letztem Sessel das doppelte Loch.
Deswegen braucht man auch nicht zweischendrinn anfangen Sessel auszuschieben.
Man kann auch manuell in die Steuerung eingreifen und die regelstrecke stoppen, um einen Sessel wie auf dem Bild zurückzuhalten.

Am sichersten ist aber meiner meinung nach die Förderkette wie wir sie an der rossalmbahn haben, die immer die gleichen abstände macht und somit nicht rumzicken kann.
Der Dachstein hat sich das am Samstag selber ansehen können!
 
Danke für die Erklärung seilbahner!

Ich hatte leider noch nie etwas mit einer Leitner Regulierung zu tun. Darum bezog ich mich auf DM, da ich mir dachte das die ungefähr die gleiche Regulierung anwenden.

Aber nun zu deiner Erklärung, mir ist das System einleuchtend von Leitner. Das würde dann heißen das man bei Leitner Anlagen weniger Störungen mit dem Abständen hat wie bei Doppelmayr Anlagen. Oder täusche ich mich da?
 
Das würde ich schon behaupten.
Die Bahnbetreiber die ich so kenne, und die DM und Leitnerbahnen haben sind sehr zufrieden mit der Regulierung von Leitner.
Ich muss aber dazusagen, dass es bei einer Neuanlage schon einige Monate dauert, bis das System richtig läuft.
Meist ist das problem in der Software oder Programmierung zu finden, wenn die Regulierung noch nicht 100% perfekt läuft.
Aber wenn sie geht, dann problemlos.
Die regulierung kann bei normalen KSBs von 0 bis -10 und +12 Impulse ausregeln, und das ist eine ganze Menge.
 
Ich gehe jetzt schon mal davon aus, dass die Bahn mindestens ein wenn nicht mehrere male gestoppt hat bis diese zwei Sessel mit diesem Abstand auf der Strecke waren. Da ist auch egal auf welche seite gefahren wurde.
Ob dann extra so weiter gefahren wurde oder ob man blind einfach weiter gefahrten ist, ohne zu erkennen was da eigentlich los ist, kann man so natürlich nicht sagen.
Das Problem war aber wohl kaum die Abstandsregulierung.

Die beiden Hersteller LP und DM haben bei der Regelstrecke recht unterschiedliche Systeme. Das ist ja auch gut so, wäre ja noch schöner wenn die zwei auch noch das gleiche bauen würden.
Wer besser ist will ich auch gar nicht kommentieren, habe mit LP sowiso zuwenig Erfahrung.
Biede Systeme haben Vorteile und auch Nachteile, ist für den Angestellten reine Gewohnheitssache.

Wenn ein FBM irgendwo hängen bleibt merkt die Steuerung das recht bal.
Bei der Findelbahn haben wir auf einer Seite der Mittelstation nicht weniger als 38 Zeitzonen.
Für den blödesten Fall, dass ein FMB immer genau mit der maximalen Impulszahl durchfährt und das hintere korrekt hat man ja dann noch die Blocküberwachung.

Eine Sache ist bei uns anders als es seilbahner geschrieben hat, der ganze Überwachungsspass funktioniert auch rückwärts, ausgenommen die Regelstrecke, die ist dann synchron.

Das ist aber wohl auch ein bisschen Hersteller und Baujahr abhängig, wie seilbahner schon geschrieben hat.
 
Ja, Du hast absolut recht Theo.
Verallgemeinern kann ich das nicht.
Vor allem ist es baujahrabhängig.
Die bahn in Aminona ist eine relativ alte Anlage.
Bei den meisten bahnen die ich kenne ist die DFS und auch die Abstandsüberwachung beim Retourfahren nicht aktiv, deshalb glaube ich, dass dieser Zwilling beim Retourfahren passiert ist, was natürlich nur eine Mutmassung und meine Erfahrung ist.
Genau das selbe ist mir an der letzten bahn, die ich Montiert habe (Hochalmbahn-Hinterglemm) am Anfang recht oft passiert.

Ich will auch nicht behaupten, dass das überall gleich ist.

Die Regelstrecke, die die Bahn in Aminona hat mit Gleichstrommotor gibt es übrigens schon seit ein paar jahren nicht mehr. Ihr habt eine andere.

Ich bin bei meinen erklärungen von genau diesem Bahntyp in Aminona ausgegangen, da diese Anlagen am weitesten verbaut sind.
SA4 compact und SA4 Standart
 
Seilbahnfreak_23 schrieb:
Ich hatte leider noch nie etwas mit einer Leitner Regulierung zu tun. Darum bezog ich mich auf DM, da ich mir dachte das die ungefähr die gleiche Regulierung anwenden.

Interesant. 16 Jahre alt sein und solche Zeilen schreiben? Etwas seltsam, denn ich kenne viele Seilbahner, welche an kuppelbaren Anlagen arbeiten, aber bis jetzt hab ich noch keinen mit dem Alter kennengelernt. Wie ist das bitte möglich?

Ausserdem drängen sich nun weitere Fragen auf:

- Was wurde an der Regulierung falsch angeschlossen, und an welcher Regulierung(Grob oder Fein)?
- Was genau wurde denn geändert ohne die DM oder Siemens Elektrikter zu konsultieren? Ist nämlich imo. auch etwas komisch, einfach mal so daruf loszuschrauben, ohne einen Fachmann zu konsultieren.
- Und was willst genau mit dem Impulsgeber?

Auf die Antwort bin ich jetzt gespannt.

MFG Dachstein
 
seilbahner schrieb:
Es gibt nur die Regelstrecke, die ab dem Referenzsessel die abstände jede Runde neu ausregelt.
Die Regelstrecke läuft entweder lansamer, gleich oder schneller und bringt die abstände so in ordnung.
Deshalb ist auch zwischen ersten und letztem Sessel das doppelte Loch.
Deswegen braucht man auch nicht zweischendrinn anfangen Sessel auszuschieben.
So wie sich das anhört ist es dann ja egal bei welchem Sessel man anfängt zu Garagieren, oder? Mir ist halt bei der Gampbergbahn in St. Anton aufgefallen, dass die immer beim ersten Sessel anfangen.
Die Bahn hat letzte Woche au etwas gezickt. Da haben se um halb eins die Sessel raus und die Bahn ist erst ab halb drei gelaufen. Hab nur mitbekommen wie der sich Liftler mit nem Skilehrer unterhalten hat. Der dann gemeint hat dass es an der Technik liegt. Kann da au was an der Regelung gewesen sein? Ist immer nur ein paar Meter gelaufen und hat dann wieder angehalten, manchmal auch nicht mal nen halben Meter.
 
Was haben die denn für ein Bahnhof an der Bahn?

Vielleicht wollen die die Nummern der Sessel nicht durcheinander haben?

Und so wird der Bahnhof immer gleich befüllt und geleert.
 
seilbahner schrieb:
Ja, Du hast absolut recht Theo.
Verallgemeinern kann ich das nicht.
Vor allem ist es baujahrabhängig.
Die bahn in Aminona ist eine relativ alte Anlage.
Bei den meisten bahnen die ich kenne ist die DFS und auch die Abstandsüberwachung beim Retourfahren nicht aktiv, deshalb glaube ich, dass dieser Zwilling beim Retourfahren passiert ist, was natürlich nur eine Mutmassung und meine Erfahrung ist.
Genau das selbe ist mir an der letzten bahn, die ich Montiert habe (Hochalmbahn-Hinterglemm) am Anfang recht oft passiert.

Ich will auch nicht behaupten, dass das überall gleich ist.

Die Regelstrecke, die die Bahn in Aminona hat mit Gleichstrommotor gibt es übrigens schon seit ein paar jahren nicht mehr. Ihr habt eine andere.

Ich bin bei meinen erklärungen von genau diesem Bahntyp in Aminona ausgegangen, da diese Anlagen am weitesten verbaut sind.
SA4 compact und SA4 Standart


Bin gerade in Obertauern im Urlaub und habe das erste al ne Leitner SA4 live gesehen.
Haben die evtl. auch eine Start Stau Strecke im Umlauf?

Bei der Seekarspitzbahn ist mir aufgefallen das die Sessel im Umlauf immer kurz abprupt anhalten und dann weiterfahren.
 
Nicht alle Sesselbahnsysteme benötigen einen Referenzsessel zum regulieren der Abstände.
 
Bei uns an der 4 KSB gibt es 2 Regulierungen:

Grobregulierung in der Bergstation:
Der Referenzsessel wird angehalten, Nr 2 bleibt in der Position "Stau 1" stehen und sobald Nr. 3 "Stau 3" erreicht wird Nr. 1 mittels Handstart gestartet. Nr. 2 fährt zum Startrad vor und wartet bis der Abstand erreicht ist, um dann ebenfalls zu starten usw. So stehen immer 2 Sessel in der Bergstation und warten genau mit dem richtigen Abstand auf die Strecke zu gehen. Dieses Schauspiel dauert so lange bis die große Lücke (die Sessel die in der Bergstation im "Stau" stehen fehlen ja gesamt gesehen in der Bahn) vor dem Referenzsessel wieder die Bergstation erreicht. Dann schaltet man die Grobregulierung wieder aus und der Refernzsessel fährt ohne stehen zu bleiben durch die Station. Jetzt sind alle Sessel in einem ziemlich genauen Abstand in der Bahn. Die Grobegulierung wird eigentlich nur nach dem Beschicken der Bahn (Stationsgaragierung) und wenn man irgendwie einen groben Bock reinfährt gebraucht (Zwilling durch Reifenplatzer usw, durch die Durchfahrsicherung fast unmöglich, außer man hält "Infoverlust" und schaut nicht ob irgend ein FBM verhungert ist :twisted: ).

Feinregulierung in der Talstation:
Diese ist immer aktiv und überwacht den Abstand zwischen den Sesseln. Die Regulierungsstrecke ist ein Teil der Reifenförderer, der mit einer Art "Gangschaltung" ausgestattet ist! Ist der Abstand zwischen zwei Sesseln zu groß wird der hintere Sessel schneller nachgefahren und ist der Abstand zu klein wird der nachfolgende Sessel langsamer gefahren! Das ist nötig, da der Abstand sich immer etwas ändert (Schlupf in den Förderern, etc.) Das ist eine sehr einfache Erklärung, das Ganze System ist regelungstechnisch sehr komplex und muss sehr durchdacht sein das es nicht zu einem Überregeln (eine Art "Teufelskreis") kommt!
Diese Feinregulierung gibt es an EUB's bis jetzt nicht, die neue Gaislachkoglbahn soll aber eine bekommen!

lg jack90
 
Gewisse Einzelheiten sind an die Stationstechnik gebunden. Hardwaremässig ist die Steuerungstechnik nicht extrem aufwendig (vergleichbar mit einer Maschine mittlerer Komplexität mit sowas wie ein paar Hundert SPS I/Os (Inputs/Outpus, also Ein-/Ausgänge), i.Vgl. können Grossmaschinen mehrere Tausend I/Os und Prozessanlagen mehere Zehntausend I/Os aufweisen). Sehr aufwendig und vermutlich auf ein einschränkender Faktor punkto Flexibilität in der Bedienung ist die Software. D.h. von der Stationstechnik selbst wäre eine höhere Flexibilität möglich als effektiv von der Software aus zugelassen, insbes. bei Ausnahmesituationen usw.

Die Steuerungssoftwarentwicklung für kuppelbare Umlaufbahnen ist zudem sehr aufwendig, da ein wesentlicher Teil davon sicherheitsorirentiert ist. Der ganze Entwicklungsprozess unterliegt sehr strengen Regeln und muss entsprechend äusserst strikte und genau dokumentiert und überprüft werden. Ganz das Gegenteil von Software(pfusch)entwicklung à la Microsoft.
Typischerweise greift ein Steuerungshersteller auf ein bewährtes und überprüftes Grundprogramm mit entsprechenden Optionen (z.B. Zwischenstationen) zurück und passt es lediglich an das jeweilige Projekt an wobei überprüfte Programmbausteine nicht eigentlich neu programmiert werden wohl aber dabei anlagenspezifische Parameter geladen werden.

ATV kann sicherlich diesbezüglich noch ein paar Infos beisteuern.
 
Lagorce schrieb:
Ganz das Gegenteil von Software(pfusch)entwicklung à la Microsoft.
Also so ein Pfusch kann Windows aber dann doch nicht sein, denn wenn du bei Bahnen von Elin die Steuerung einschaltest startet als erstes Windows 98 (mit riesen Logo) bzw. Windows Nt hoch!
Da währe ein Virus eine ganz interessante Angelegenheit. 8O
Aber windows wird nur für die Bedienung des Touchs gebraucht, die Steuerun läuft meines Wissens auf der Sps und sicherheitsrelevante Sachen sind sowieso direkt verkabelt!
 
Das Thema Steuerungssoftware würde mich persönlich interessieren. Woher bezieht der Steuerungshersteller das von Lagorce angesprochene "Grundprogramm"? Gibt es zugängliche Regelwerke, in denen die Normen für Software festgelegt werden? Erfolgt die Programmierung mit gängigen Tools (Step 7, TwinCat, ...)? Dann würde es mich nicht verwundern, wieso die Flexibilität mancher Steuerung so gering ausfällt.
 
Früher wurde das FBM vor der Beschleunigungsstrecke angehalten und durch eine an den Antriebsstrang gekuppelte Sperre freigegeben. Wie man es dort mit Verspätungen regelte, weiss ich nicht. Eine Möglichkeit wäre, dass nie mit Volllast gefahren wurde und es in den Stationen Reserve für einen verpassten Start hatte.
 
Die Visualisierung läuft meist auf Windows basierten Rechnern.
Aber der kann ruhig abstürzen.

Die Steuerung selbst läuft auf der SPS und wichtige Meldungen werden noch mit Leuchtmeldern angezeigt.


Für meine Modellbahn bin ich ja immer noch am Programmieren der SPS.
Visualisierung wird dann auch über einen Windows Rechner laufen.
 
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