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Sessellifte mit Förderbandausstieg

Lord-of-Ski

Wildspitze (3774m)
Ja richtig gelesen in der Überschrift: Ausstieg!

Ich bin beim Surfen im Netz zufällig auf eine Poma 4 SB mit Förderbandausstieg gestoßen. Er steht in den USA im Skigebiet Okemo/Vermont. Der Sessel ist aus dem Baujahr 1985. Ob das Förderband erst im Nachgang installiert wurde hab ich leider noch nicht raus gefunden.

Spontan fällt mir kein einziger weiterer Lift mit einem Förderbandausstieg ein.

Kennt wer noch weitere Bahnen?

https://youtu.be/d28_d167HiI

http://www.skilifts.org/old/images/resort_images/vt-okemo/southridge/srb_top.jpg
 
Das Förderband stell ich mir, was "Zwischenfälle" angeht, problematischer vor als die übliche Ausstiegsrampe.
 
Das Förderband stell ich mir, was "Zwischenfälle" angeht, problematischer vor als die übliche Ausstiegsrampe.
Andererseits wenn jemand stürzt wird er zumindest aus dem Gefahrenbereich des Sessels spediert.

Überrascht bin ich aber vom Lärm des Förderbands...
 
Hatte mich früher oft gefragt, weshalb es am Ausstieg kein Förderband gibt.

In dem Video lässt es sich erahnen: Erhebt sich der kurveninnere Passagier zu spät von seinem Sessel, um sich auf das Band zu stellen, so wird ihn der kurvenäussere Teil des Sessels einholen und Worscase zu Marmelade schmieren.

Im Gegensatz zum Ausstieg am gleitenden Schnee ,ist man am Förderband wie eingepflanzt, es lässt sich also auch nicht irgendwie schneller als das Band entfliehen ....

Hingegen, im Vorteil hat das Förderband für zu früh absteigende ..
 
In dem Video lässt es sich erahnen: Erhebt sich der kurveninnere Passagier zu spät von seinem Sessel, um sich auf das Band zu stellen, so wird ihn der kurvenäussere Teil des Sessels einholen und Worscase zu Marmelade schmieren.

Bist Du dir da wirklich sicher, dass man vom Sessel umgemäht werden kann?
Ich denke so spät kann man gar nicht absteigen. Dann wäre man gar nicht mehr in der Lage mit den Skier parallel auf das Band zu stehen und es würde einem grausam auf die Fresse hauen.
Sprich der Liftwart muss vorher den Notaus drücken.
 
TPD schrieb:
Bist Du dir da wirklich sicher, dass man vom Sessel umgemäht werden kann?
Ich denke so spät kann man gar nicht absteigen. Dann wäre man gar nicht mehr in der Lage mit den Skier parallel auf das Band zu stehen und es würde einem grausam auf die Fresse hauen.
Sprich der Liftwart muss vorher den Notaus drücken.

Ist halt eine Frage der Geschwindigkeitsdifferenz. Im Video scheint das Band nur geringfügig schneller als die Bahn zu laufen. Wird dort erst unmittelbar vor der Umlenkung ausgestiegen, so scheint es mir schon, dass einen die Sesselaussenseite einholt. Wobei man das aus der Kameraperspektive schwer beurteilen kann.

Ich denke, dass auch die recht hohe Bandgeschwindigkeit ein Problem darstellt, da der Gleichgewichtssinn etwas durcheinanderkommt, wenn man plötzlich auf einer Fläche steht, die sich gegenüber der Umgebung bewegt.
Wie schnell wird das Band laufen? 3 m/s?

Wohl auch deshalb halten sich viele Menschen auf horizontalen Fahrsteigen (<< 2m/s) mit einer Hand am Handlauf fest, obwohl das ja nicht nötig wäre, zumal des Öfteren recht unappetitlich vom Reinigungsgrad her...
 
In Frankreich gibt es das im Skigebiet Prapoutel Sept Laux. Wenn ich mich recht erinnere, war das der TSD Bouquetins.
 
Lt. Emmegi gibt es wohl 4 Bahnen von ihnen
https://www.emmegibelt.com/produits/unloading

TSD6 de Montissot
https://www.remontees-mecaniques.net/bdd/reportage-tsd6-de-montissot-doppelmayr-7213.html

TSF 4 in Chamrousse
Dazu finde ich leider keine Infos

TSF 4 Emile Allais
https://www.remontees-mecaniques.net/bdd/reportage-tsf4-emile-allais-doppelmayr-3771.html

TSD4 des Bouquetins
Hier wurde der Förderbandausstieg erst 2016 erstellt, leider auf den Bilder noch nicht zu sehen
https://www.remontees-mecaniques.net/bdd/reportage-tsd4-des-bouquetins-doppelmayr-1073.html

TSF 4 South Ridge B
https://liftblog.com/south-ridge-b-okemo-vt/

Dieses Förderband ist entweder von einem anderen Hersteller oder nicht in den Referenzen angeführt
TSF 4 Emile Allais
https://www.remontees-mecaniques.net/bd ... -3771.html
 
Ist halt eine Frage der Geschwindigkeitsdifferenz. Im Video scheint das Band nur geringfügig schneller als die Bahn zu laufen. Wird dort erst unmittelbar vor der Umlenkung ausgestiegen, so scheint es mir schon, dass einen die Sesselaussenseite einholt. Wobei man das aus der Kameraperspektive schwer beurteilen kann.

Wenn man die Fotos der verschiedenen Lifte anschaut hat es im Band entweder ein starker Knick oder es geht über die gesamte Strecke leicht runter.
Somit denke ich dass die Gefahr des zu späten Absteigen eher hypothetisch ist oder man da auch bei einem Lift ohne Förderband den Sessel in die Beine kriegt...

Ich denke, dass auch die recht hohe Bandgeschwindigkeit ein Problem darstellt, da der Gleichgewichtssinn etwas durcheinanderkommt, wenn man plötzlich auf einer Fläche steht, die sich gegenüber der Umgebung bewegt.

Das stimmt.
Das ist wohl die grösste Problem, dass die Leute mit dem bewegten Untergrund nicht umgehen können.


Aber warum zum Teufel braucht es bei einer KSB ein Ausstiegsband???
 
Das erste Mal fand ich es etwas ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell dran. Keine Ahnung, warum die Franzosen das installiert haben. Vielleicht war der Ausstiegsbereich zu flach. Durch das Band bekommt man noch etwas Schwung mit.
 
TPD schrieb:
Aber warum zum Teufel braucht es bei einer KSB ein Ausstiegsband???

Ich denke da geht es eher darum, dass man den Schnee nicht hin schaufeln muss. Kenne genug Bahnen, welche eine etwas aufwendigere Station besitzen und die oft ein Förderband haben. Beim Ausstieg kannte ich es jedoch selbst nicht, kann es mir aber auch nur mit dem Schneeproblem erklären.

Eine weitere Erklärung dafür wäre, dass der Ausstieg eher flach ist und man deswegen nicht wegkommt. Wenn der Schnee dann vielleicht nicht ganz so optimal ist, ist das Förderband sicher eine große Hilfe. Auch wenn man an die Sonneckbahn auf der Planai (fixgeklemmter Sessellift) denkt, dann ist die Idee mit dem Förderband beim Ausstieg schon keine so schlechte mehr.
 
Wenn ich dieses Thema mal wieder ausgraben darf ...

Warum wird dieses Konzept eigentlich nicht bei fixen SB verwendet, um deren Höchstgeschwindigkeit zu maximieren?
Schließlich ist der schwierige Ausstieg aus einer fixen SB die Hauptursache für Betriebsunterbrechungen.
Wenns da ein Förderband gibt, das die Personen mit höherer Geschwindigkeit als die Bahngeschwindigkeit vom Sessel wegtransportiert (soweit, bis der Sessel im Umlauf wegdreht, spart man sich - in Verbindung mit einem Einstiegsförderband - teure Kuppeltechnik.

Die Höchstgeschwindigkeit von SB könnte man ev. noch weiter steigern, in dem die Gehängestangen mittels Rollen auf Schienen im Umlauf geführt werden, um aufgrund der Fliehkraft nicht auszuschwingen.
 
Und dann schießt du die Leute am Ende des Förderbands mit 5 - 6 m/s auf die Piste? Das funktioniert doch nicht.

Der Vorteil von Förderbandeinstiegen ist doch, dass man die Geschwindigkeitsänderung aufteilt. Erst gleitet man auf das Förderband, das langsamer ist als der Lift selbst, und dann hat man eine reduzierte Relativgeschwindigkeit zum Sessel. Das funktioniert eben am Ausstieg nicht.
 
Der Ausstieg ist ja normalerweise nicht das Problem beim fixem SBs.
Mit leichtem Gefälle am Ausstieg kommt man ja gut aus der Lift raus. Auch wenn die SB noch mal etwas schneller fahren würde als aktuell zugelassen würde das noch gehen.
Der Einstieg, wenn einen der Sessel in die Kniekehle knallt und man sich dabei noch punktgenau auf den Sessel platzieren muss, ist die eigentliche Herausforderung.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Und dann schießt du die Leute am Ende des Förderbands mit 5 - 6 m/s auf die Piste? Das funktioniert doch nicht.
Ich hätte gedacht, dass man so vielleicht in einen Bereich von 3-3,5 m/s kommt, der quasi zwischen den normalen KSBen mit 5/6 m/s und den SBen mit 2-2,5 m/s liegt.
Und effektiv laufen manche KSBen ja auch gerne mal nur 3,5 m/s ;-)
 
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