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Ski kaufen; wenn ja, welche?

Schuhe würde ich mir selbst kaufen. Da investiert man einmal Zeit, um sich ein Paar herauszusuchen, und kann dann sicher sein, dass sie passen und nicht drücken usw.

Bei den Schi selbst kommt es meiner Meinung nach auch drauf an, unter welchen Rahmenbedingungen man fährt. Grundsätzlich ist Leihen unterm Strich, unter Berücksichtigung von Service, Transport, Abnutzung usw. sicher nicht wesentlich teurer als kaufen. Aber wenn man z.B. am Wochenende spontan einen Tag irgendwo fahren will (z.B. vor allem in Mittelgebirgsregionen), kann man schon mal beim Ausleihen kostbare Pistenzeit verlieren. Wir sind daher dazu übergegangen, Schi, mit denen wir gut zurecht gekommen sind, direkt aus dem Verleih heraus zu kaufen. Natürlich halten die dann nicht so lang wie ein nagelneues Paar, andererseits tut´s dann auch nicht so sehr in der Seele weh, wenn man zum ersten Mal über einen Stein fährt. In der Regel kommen wir dabei bei so einem Viertel bis einem Drittel des Neupreises raus. Oft funktioniert es dabei sogar, dass man während der Woche auch nochmal ein weiteres Paar ausprobieren darf, wenn einem eines nicht so gut gefällt. Funktioniert natürlich gegen Saisonende besser als am Anfang. Am besten gleich zu Beginn beim Verleih ansprechen.
 
Beim Skiservice kommt's natürlich auch ganz auf die Bedingungen und das eingesetzte Material drauf an.
Ein Rennbelag braucht mehr pflege als ein Standardtyp und auf eisigen Kunstschneepisten sollten die Kanten öfters geschärft werden.
Aber zu übertreiben (alle 5 Tage ein grosser Service 8O ) braucht man nicht.

Schuhe unbedingt selber kaufen!
-grössere Auswahl
-individuelle Anpassungen möglich

Und wenn der (Innen)Schuh nach ein paar Jahren ein bisschen ausgeleiert ist, kann man dies ganz einfach mit einer zusätzlichen Einlegesohle unter dem Innenschuch beheben.
Auch hier und dort ein bisschen Gaffertape um den Schaft wirkt teils wunder. 8)

Bei Leihskiern gilt auch zu beachten, dass diese meist ein bisschen schwerer sind als die Kaufmodelle (Leihbindung, stärkerer Kanten, massivere Bauweise etc.) und bei breiteren Typen durch den höheren Stand der Bindung, die Hebelkräfte anders wirken.
Einfach ein günstiges Vor-vor-Jahresmodell suchen und gut ist. :D
 
tafaas schrieb:
Beim Skiservice kommt's natürlich auch ganz auf die Bedingungen und das eingesetzte Material drauf an.
Ein Rennbelag braucht mehr pflege als ein Standardtyp und auf eisigen Kunstschneepisten sollten die Kanten öfters geschärft werden.
Aber zu übertreiben (alle 5 Tage ein grosser Service 8O ) braucht man nicht.

Nö, nen Großen Service braucht man eh nur, wenn zu viel Feindkontakt ;)
Ich rede eigentlich nur von Schleifen und Wachsen, Belag reparieren braucht es ja nur, wenn ein Loch drin ist, Belag schleifen reicht tatsächlich einmal im Jahr, wenn man keine größeren Ambitionen hat.
Aber: Mit wenigen ausnahmen hat man heute nur noch Kunstschneepisten, selbst Naturschnee wird so fest verdichtet (damit die armen Skifahrer, die's nicht mehr gelernt haben um gotteswillen am Nachmittag keinen einzigen "Buckel" zu sehen bekommen), die Kanten lassen bereits nach einem Tag spürbar nach. Die 5 Tage für den Kantenservice sind schon ein Kompromiss.
Und schau mal einen Belag nach 5 Tagen an, der ist grau! Erst recht ein Standard-Belag, der nur (wenn's im schon gut geht) einmal im Jahr ein wenig Wachs sieht...
 
Lohnt es sich denn überhaubt eigene Ski's, Stöcke (und Schuhe?) zu haben und was kommt noch alles dazu (bspw. Skiservice, Transport, etc.)?

Skischuhe müssen immer passen, gerade jetzt mit den anpassbaren über Thermoinnenschuhe ect....
Die würde ich immer kaufen, da bin ich ziemlich stur


Ab Februar/März kann man auch in den Gebieten ganz gute Deals abschließen

Ein Freund von mir hat sich vor 1,5 Jahren im März in Ischgl den (damals Vorjahremodell) Völkl SL Racetiger für € 450 geschossen, dazu konnte er 2 Tage Leihe anrechnen lassen
(und so kostenfrei Länge ausprobieren und ob SL oder RS)

Ich hatte mir gerade den Atomic DD gekauft und hätte dafür € 100 mehr im Skiort bezahlt als im Internet... (ich wusste aber auch genau was ich brauche)

- Gute Skier also €400-500 kaufen, hast Du in 3 Jahren drin im Vergleich zum Verleih
- Gute Schuhe € 300
- Stöcke € 60 gibt es schon Leki mt Schnellverschluss (ist also nicht der Kostenfaktor)
(halten ja ewig, wenn man sie sich nicht, wie ich letzte Saison, am 2. Tag kaputtfährt)

Wenn Du den Service (zumindest das Wachsen) selber machst und dann jedes Mal € 30 sparst, investierst Du € 80 für Wachseisen, Abziehklinge, Bürste und Wachs.

Alles zusammen würde ich schon mit € 1000 rechnen.....
 
Niemand (!) brauche die Leki-Teile mit Schnellverschluss. Bei Stöcken reichen prinzipiell die billigsten Dinger, die man in die Finger bekommen kann. Wobei, teuer machen den Schnellverschluss vor allem die passenden Handschuhe.

Ich habe meine Stöcke seit mind. 10 Jahren. Und nicht einmal die Schlaufen benutzt. Eigentlich hätte ich sie längst abschneiden sollen... Wer keine Gicht hat, kann Stöcke auch halten und sie ohne Schlaufen im Sturzfall wenigstens sofort aus dem Gefahrenbereich schmeißen. Möchte mal sehen, wie man dabei noch den tollen Leki-Verschluss los bekommt... :twisted:
 
thun schrieb:
Niemand (!) brauche die Leki-Teile mit Schnellverschluss. Bei Stöcken reichen prinzipiell die billigsten Dinger, die man in die Finger bekommen kann. Wobei, teuer machen den Schnellverschluss vor allem die passenden Handschuhe.

Wer braucht denn die passenden Handschuhe? Sind ja Schlufen bei, die zu jedem Handschu passen.....

Möchte mal sehen, wie man dabei noch den tollen Leki-Verschluss los bekommt... :twisted:
Meine haben ausgelöst.....


Ich gebe Dir Recht, die braucht man nicht....
Die habe ich auch nur angegeben, als obere Preiskante, ist im Vergleich zu dem Rest halt preiswert
 
Die Leki Stöcke fliegen weg sobald es nötig wird. Da muss man gar nichts machen.

Bezüglich Ski kauf wurde hier schon alles gesagt. Wenn man von jedem etwas nimmt dann wirst auch du das richtige für dich finden.
 
Ich möchte doch noch mal auf das Thema Ski zurückkommen: was ist der große Unterscheid zwischen Sport- und Racecarver? Nur die Länge? Und was ist der Vorteil einer DoubleDeck-Bindung?
 
Double-Deck?? Keine Ahnung, wahrscheinlich Marketing Gag...

Unterschied Sport- / Race-Carver (GS??):
Grundsätzlich würde ich die Sportcarver als etwas vielseitiger sehen. Wendiger, kleinerer Radius (halt zwischen SL und GS). Das ganze kann aber schon etwas verwischen, wenn man einen Sportcarver untypisch lang oder einen Racecarver untypisch kurz wählt. Vom Aufbau her können beides hochwertige Ski sein (z.B. Head Magnum, schöner vielseitiger Ski in Sandwich-Bauart). Wenn man nicht aufpasst kann man unter beiden Bezeichnungen eher einfache Bauarten "angedreht" bekommen...
 
Ok, ich habe jetzt mal Google bemüht, Doubledeck bezeichnet nicht die Bindung sondern den Gesamten Skiaufbau...
Bei meiner pauschalen Behauptung "Marketing-Gag" bleibe ich dennoch! 8)
Siehe auch Chips, Kers, Ufos von diversen anderen Herstellern (wobei ich da dem Doubledeck noch eher eine "Wirkung" zutrauen würde, da tatsächlich eine machanische Komponente)...
 
Snow4Carve schrieb:
Ich möchte doch noch mal auf das Thema Ski zurückkommen: was ist der große Unterscheid zwischen Sport- und Racecarver? Nur die Länge? Und was ist der Vorteil einer DoubleDeck-Bindung?

Eine gute Beschreibung der einzelnen Skitypen findest auf http://www.carving-ski.de/faq/ski-typ.php (etwas runterscrollen).

Racecarver sind neben den Slalomcarvern die sportlichsten Konsumenten-Modelle. Auch wenn "Race" draufsteht, sind diese Ski nicht für Rennen sondern für sportliche Fahrer gedacht. Der Atomic Redster GS zählt auch dazu. Racecarver haben einen relativ großen Radius und sind somit für weite Bögen bei höheren Geschwindigkeiten konstruiert. Dementsprechend sind es auch sehr ruhig laufende Ski mit hervorragendem Kantengriff (auch bei harten Bedingungen). Andererseits brauchen diese Ski auch einen kräftigen Fahrer, denn der Kantendruck kommt ja nicht von ungefähr. Slalomcarver sind ähnlich sportlich und griffig, haben einen wesentlich engeren Radius und werden maximal in einer Länge von 170cm gefahren. Dementsprechend sind sie für enge Bögen geeignet.

Sportcarver sind immer ein bisschen von allem, wobei es je nach Hersteller und Modell mal mehr in Richtung Slalomcarver und mal mehr in Richtung Race- oder Allmountaincarver geht. Mittlerweile ist die Auswahl innerhalb dieser Kategorie schon sehr groß und auch breitbandig, so dass man durchaus den Überblick verlieren kann. Sportcarver spielen vor allem dann ihre Stärken aus, wenn man einen Ski für alles sucht: morgens harte Piste, später aufgeweicht, nachmittags sulzig, am nächsten Morgen Neuschneeauflage. Natürlich muss man dabei auch Kompromisse eingehen: Ein Sportcarver wird nicht die Laufruhe und den Kantengriff eines Racecarvers oder die Wendigkeit eines Slalomcarvers erreichen. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass ein Normalo-Skifahrer diese Bereiche, wo man dann doch das jeweilige Race- oder Slalom-Modell bräuchte, regelmäßig erreicht.

Das Double-Deck von Atomic soll dem Ski einen steiferen Flex verpassen, was heißt, dass mehr Kraft erforderlich ist, um ihn durchzubiegen. Dementsprechend wird der gesamte Druck, den man auf den Ski ausübt, besser verteilt und der Kantengriff wird erhöht. Allerdings gibt es auch interessante Stimmen, dass das Double-Deck-Modell des Slalomcarcers von Atomic weniger sportlich und griffig wie sein Pendant ohne Double-Deck sein soll.

Edit:
EDIT: Übrigens finde ich die Systeme wie KERS usw. gar keinen Marketing-Gag. Gibt ja diverse Materialien welche sich zB versteifen bei einem Schlag (Protektoren), ansonsten aber weich sind. So ähnlich wird es wohl auch bei diesen HEAD Systemen sein. "Laden" Energie auf beim durchbiegen, und geben diese ab um wieder in die Ursprungsform zu kommen.

Richtig. Da steckt durchaus etwas dahinter. Und das lässt sich in "coole Worte" gefasst eben auch gut zu Marketingzwecken nutzen. Man sollte sich aber nicht zu viele Gedanken darüber machen, da jeder Hersteller seine Möglichkeiten hat, Flex und Torsion zu beeinflussen, Vibrationen zu verhindern etc.
 
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