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Ski urlaub in Frankreich

Sehr interessante Grafik von @turms, danke dafür!

Nun ist aber zu bedenken, dass die oben genannte Grafik die Frequenz über alle Länder abbildet. Der Anteil der Deutschen, die nach Frankreich reisen, liegt aber schon seit ewigen Zeiten stabil bei nur 10-15% (eben noch mal per KI gegengecheckt). Hauptgründe sind die weitere Anreise und vor allem die Sprachbarriere (Skischule!). Unter den Polen reisen nur 5-10% der Skifahrer nach F. Die relevante Grafik wäre damit vielmehr diese:

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Jetzt muss man noch wissen, dass die deutschen Frankreichfahrer - Ausländer überhaupt - ganz überwiegend auf die großen Stationen gehen, allen voran die drei im Tarentaise. Sprich, in den Nebenstationen in F ist das Januarloch sehr gleichmäßig ausgeprägt. Unter den Großen gilt das Gleiche, wenn auch bedingt durch die Deutschen minimal höherer Frequenz in der ersten Woche. Di visu merkt man das jedoch nicht.

Und der Umkehrschluss gilt ebenfalls! In Südtirol und Österreich fallen die Frequenzminderungen im Januar wesentlich geringer aus, als es die erstgezeigte Grafik suggeriert.
 
Endmoräne schrieb:
Die relevante Grafik wäre damit vielmehr diese:
Ich bekomme hier nur die Meldung "Bild existiert nicht mehr"
 
Nachdem die Frequenz in eurer Januarwoche ausführlich geklärt ist :wink: , zurück zum Thema:
* Anfang Januar hat es in den letzten Jahren häufig noch nicht viel Schnee. Daher hoch gelegene Gebiete nehmen und/oder auf gute Beschneiung achten
* Tipp Portes du Soleil (wurde schon genannt) mit Chatel als Basis. Dazu gibts auch einen ganz aktuellen Bericht hier von Ende März https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=72257. Im französischen Kerngebiet Rund um Avoriaz (plus Les Crosets) hat es eine sehr gute Beschneiung, das Gebiet ist abwechslungsreich, es gibt viele gut gelegene Wohnungen/Chalets (ggf. in Laufnähe zu Linga, günstig zu buchen über das örtliche Tourismusbüro https://www.chatelreservation.com/) inkl. vergünstigter Skipässe. Und es ist nicht so weit, knapp 2h kürzer als in die Tarentaise und nicht viel länger als an die Sella (Südtirol).
* Tipp: Meribel-Mottaret in den 3V: hoch und sehr zentral gelegen, auch aus den Häusern in zweiter Reihe in kurzer Zeit an der Piste
* Tipp: Tignes - wenn euch die Optik des Orts total egal ist, ihr einfach nur Skifahren wollt und Abends im Appartement bleibt
* Mittagessen wenn ihr Geld sparen wollt: nehmt einen Rucksack mit belegten Baguettes und Getränken mit - wurde auch schon geschrieben. Es gibt in so gut wie allen französischen Skigebieten "Salle hors sac", also Picknickräume. Die sind auch in den Pistenplänen eingezeichnet. Das sind zwar nicht die kuscheligsten Räume, aber wenn ihr mit den Kids Skifahren wollt und nicht zum ausführlichen Mittagessen bis zu 2 Stunden einplant, dann tut's das. Und geht dort VOR 12 rein, danach kommen die französischen Familien....
* Appartement: wurde schon gesagt, immer PLUS 2 Betten rechnen. Minimum. Und auf die Optik schauen, viele Wohnungen sind inzwischen im "Savoyer Stil" schön renoviert worden und sehr kuschelig. Aber es gibt immer noch die günstigen Wohnungen, die seit 35 Jahren genauso aussehen und schwer abgeranzt sind...
Beste Zeit zum Buchen ist der kommende Sommer ab Juli, falls ihr euch da schon entscheiden könnt. Da sollten alle Wohnungen für die Wintersaison buchbar sein.
* Und abschließend nochmals die Empfehlung: fahrt von Sonntag bis Sonntag, wenn das für euch möglich ist. In der Nebensaison machen das viele Vermieter, wenn ihr direkt bei den Tourismusbüros oder über AirBnB und Co. bucht. Die lange Fahrt hin und zurück ist so viel entspannter und ihr habt keinen Stau. Gerade der Transit durch die Schweiz (Zürich sowie der Großraum Härkingen/Bern) und die Strecke in die Gebiete der Tarentaise rein (ab hinter Albertville) sind seit gefühlt 40 Jahren an einem Samstag einfach nur nervig............
 
Als großer Frankreich Fan finde ich eure Entscheidung natürlich prima, auch wenn ich Anfang Januar nicht für die allerallerbeste Zeit halte. Besser wäre es meiner Meinung nach im März, weil viele französische Skigebiet übers sehr viele Nordhänge verfügen. Wenn ihr im Januar fahrt, würde ich neben den genannten, auch noch la Rosière und auch Alpe d‘Huez ins Aufge fassen. In der Regel schneereich und viele Südhänge… aber mit den 3V macht ihr natürlich niemals etwas falsch. Auf keinen Fall würde ich Anfang Januar aber ins val cenis fahren… das ist wirklich ziemlich schattig zu der Zeit.
 
Ps: wenn 3 vallées könnte auch Saint martin de Belleville zu der Zeit schick sein. Ganz schöner Ort und zu der zeit findet man auch was mit ski in ski out- was dort anders als in mottaret oder les menuires nicht (fast) obligatorisch ist.
 
Ich würde euch auch Porte du Soleil empfehlen, speziell die schweizer Seite.
In Le Croset oder Champery findet man sehr schöne große Chalets mit guter Ausstattung.
Die Kids haben ihren Spaß an der schweizer Wand 8) und man spart locker 2 Stunden bei An und Abfahrt.
 
Tom76 schrieb:
* Tipp Portes du Soleil (wurde schon genannt) mit Chatel als Basis.

* Tipp: Meribel-Mottaret in den 3V: hoch und sehr zentral gelegen, auch aus den Häusern in zweiter Reihe in kurzer Zeit an der Piste

* Tipp: Tignes - wenn euch die Optik des Orts total egal ist, ihr einfach nur Skifahren wollt und Abends im Appartement bleibt

* Mittagessen wenn ihr Geld sparen wollt: nehmt einen Rucksack mit belegten Baguettes und Getränken mit - wurde auch schon geschrieben. Es gibt in so gut wie allen französischen Skigebieten "Salle hors sac", also Picknickräume. Die sind auch in den Pistenplänen eingezeichnet. Das sind zwar nicht die kuscheligsten Räume, aber wenn ihr mit den Kids Skifahren wollt und nicht zum ausführlichen Mittagessen bis zu 2 Stunden einplant, dann tut's das. Und geht dort VOR 12 rein, danach kommen die französischen Familien....

* Und abschließend nochmals die Empfehlung: fahrt von Sonntag bis Sonntag, wenn das für euch möglich ist. In der Nebensaison machen das viele Vermieter, wenn ihr direkt bei den Tourismusbüros oder über AirBnB und Co. bucht.

Guter Beitrag!

Meine 2ct als kleine Ergänzung zu den genannten Punkten:

- PdS galt immer schon als Schneeloch - erster Berg im Nordwesten des Alpenbogens. Dementsprechend groß ist das Schlechtwetterrisiko im Januar. Zumal auch nicht mehr so sicher ist wie früher, dass es unten in Châtel noch als Schnee kommt. Landschaftlich aber sehr schön und als Skigebiet überaus abwechslungsreich.

- Mottaret liegt sehr günstig in den 3V, ist aber steil den Hang hochgebaut. Tipp: Lage der Unterkunft zu Bäcker und Supermarkt vorher checken. Val Tho ist da wesentlich besser aufgestellt, aber teurer und nicht jeder kommt mit der Höhe gut zurecht. Günstige Unterkünfte findet man in Les Menuires. Ist halt als Ort nicht so hübsch.

- Tignes finde ich nicht so schlimm. In den beiden oberen Teilen - Le Lac und Val Claret - ist auch einiges los. In den beiden unteren gibt es vergleichsweise günstige, schicke Unterkünfte. Da ist halt nichts los und man muss etwas hochschaukeln. Zu EK sollte man wissen, dass die Pisten verglichen mit anderen Skigebieten ziemlich anspruchsvoll sind. Das gilt insbesondere auch für die Abfahrten nach Val d'Isère, über die sich der nördliche (Tignes - Grande Motte) mit dem südlichen (Col d'Iseran) Skigebietsteil verbindet.

- Ein ganz neuer, loungeartiger Picknickraum befindet sich seit neuestem in Plagne auf dem Roche de Mio im Gebäude der neuen Gletschergondel. Da sitzt man besser als in so manchem Resto. Absolute Ausnahme! Meist handelt es sich nämlich um einen zugigen Kellerraum. In der ersten Januarwoche ist übriigens mit franz. Familien kaum zu rechnen.

- So-So geht selten, am ehesten noch via Airbnb, was zugleich die normalerweise teuerste Variante darstellt. Alternative wäre evtl. Hotel unten von Fr auf Sa und Sa schon Skifahren. Im 6Tg Paradiski-Pass ist der halbe Anfahrtstag übrigens inkludiert (ab 12:30 Uhr). In den kleineren Maurienne-Gebieten kostet der 7. Tag idR wenig Aufpreis. Auch für die Rückreise wäre das zu erwägen.
 
Hallo zusammen,
Vielen Dank für die vielen Informationen und Tipps.
Wir haben den Sommer genutzt nochmals intensiv über Ski fahren in Frankreich zu diskutieren und was wir wirklich wollen.
Als Folge daraus haben wir beschlossen das wir unser erstes Mal Frankreich um ein Jahr verschieben werden (dann sind wir nicht mehr auf Ferienzeiten angewiesen) und das ich mit meinen Jungs alleine ohne meine Frau fahren werde. Die ist dann doch eher die Genuss Skifahrerin mit ausgedehnten Hüttenaufenthalten 😂
Habt ihr Erfahrungen ob es außerhalb der Hauptzeiten möglich ist eine halbe Woche in einem und die restliche Woche in einem anderen Gebiet eine Unterkunft zu bekommen oder ist das schwierig da es immer noch wochenweise vergeben wird?
 
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