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SKI-WM 2011 gerettet

Weiß gar nicht was das Theater soll, der Mann hat alles richtig gemacht. Er hat das Maximum rausgeholt, ich vermute ganz unproblematisch ist so ein Enteignungsverfahren auch nicht...
 
DAB schrieb:
Ich hätte den enteignet.

Enteignen ist imi. immer die schlechteste Variante. Sie schafft unter anderem nur böses Blut und verstärkt Fronten. Je stärker die Fronten sind, desto schwerer lassen sie sich die Fronten wieder brechen. Am besten ist es, man setzt sich zusammen, jeder macht ZUgeständnisse und man trifft sich in der Mitte. Und das dauert manchmal lange. ;)

MFG Dachstein
 
Naja, eine Enteignung stand ja auch nie zur Debatte; es ging ja nur um eine Besitzentziehung für einen beschränkten Zeitraum. Das ist kein ganz unerheblicher Unterschied. ;)

Aber ging es dem Eigentümer des fraglichen Pistenabschnittes nicht ursprünglich um so Sachen wie Wahrung der Natur und des wertvollen Kulturlandes; Sachen die vor ein paar Wochen noch als unverhandelbar und unverkäuflich dargestellt worden sind? Ich meine, zumindest einige solche Hilfsargumentationen gelesen zu haben. Und nun hat man einen Vertrag über die Nutzung aller Veranstaltungen für die nächsten 20 Jahre geschlossen und klammert Olympia ausdrücklich aus ... Das heißt, der Eigentümer hat nicht nur das Maximum für sich rausgeholt, sondern er will noch mehr aus der Sache rausholen. Zumindest kann man sehr schnell diesen Eindruck bekommen.
 
McMaf schrieb:
Das heißt, der Eigentümer hat nicht nur das Maximum für sich rausgeholt, sondern er will noch mehr aus der Sache rausholen. Zumindest kann man sehr schnell diesen Eindruck bekommen.

Habe beim Lesen genau den gleichen Eindruck gewonnen.

@DAB: Und wenn jemand Dich (teil-)enteignen würde, weil man z.B. eine Autobahn durch Deinen Garten bauen will... ?
Der Typ ist einfach nur clever und hat das maximale an Kohle für sich rausgeholt. Da hatte er natürlich immer bessere Perspektiven je zeitlich näher das Großereignis kommt. Das zeigt m.E. jedoch eigentlich nur auf, welche Zwickmühle unser Rechtssystem (für mich als Jura-Laien) auch beinhaltet. Einerseits wollen wir alle (berechtigterweise) das wir über unser Eigentum frei verfügen können, andererseits steht dieses dem Gemeinwohl doch auch häufig im Weg. Dilemma. Das da jeder für sich optimiert ist doch klar.
 
skilinde schrieb:
@DAB: Und wenn jemand Dich (teil-)enteignen würde, weil man z.B. eine Autobahn durch Deinen Garten bauen will... ?

Das kann man ja gar nicht vergleichen, 1. ist es keine Autobahn und 2. nicht sein Garten, ist nur eine Wiese die von der Grösse her nichtmal reicht um 2 Ziegen ein Jahr lange zu ernähren. Jetzt ernährt sie halt die Bauernfamilie wahrscheinlich mehrere Jahre. Immer noch besser als von EU-Agrarsubventionen leben :oops:
Und wenn der Olympiazuschlag kommen sollte geht es von vorne los. Vielleicht muss dann noch ein neuer Trecker mit 180PS her :roll:
 
Rüganer schrieb:
siri schrieb:
Immer noch besser als von EU-Agrarsubventionen leben :oops:
Keine Sorge, die EU-Gelder kommen noch obendrauf .
spricht hier jetzt der Neid, wer von euch hätte das Grundstück denn selbstlos zur Verfügung gestellt?
Wer scharf auf Agrarsubventionen ist dem steht es frei in die Branche zu wechseln, aber eventuell ists dann geschickter sich irgendwo in Ostdeutschland niederzulassen, als in ner Bergregion, wo man lang nicht so gut mechanisieren kann wie auf dem platten Land.
 
Dachstein schrieb:
DAB schrieb:
Ich hätte den enteignet.

Enteignen ist imi. immer die schlechteste Variante. Sie schafft unter anderem nur böses Blut und verstärkt Fronten. Je stärker die Fronten sind, desto schwerer lassen sie sich die Fronten wieder brechen. Am besten ist es, man setzt sich zusammen, jeder macht ZUgeständnisse und man trifft sich in der Mitte. Und das dauert manchmal lange. ;)

MFG Dachstein

Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Aber wenn jemand mutwillig versucht, den Staat zu erpessen, bzw. Forderungen aufstellt, die der rechtliche Rahmen für nicht erfüllbar erklärt, gibt es manchmal SItuationen in denen die von McMaf beschriebene Nutzungsenteignung sinnvoll ist. Ich habe auch wenig Verständnis dafür, dass wir als Bevölkerung, stellvertrend der Markt Garmisch, die Anwaltskosten für diesen Herren bezahlen sollen. Auch dass der Herr jetzt von der Kanalisationsgebühr befreit bleibt, ist ein Unding! Gegen finanzielle Ausgleichszahlungen in solchen Fällen habe ich nichts, wenn aber Menschen von Dingen befreit werden, die die Allgemeinheit auch zu zahlen hat, dann passt was nicht. Vor allem dann nicht, wenn, gemäß Medienberichten hier gegeben, diese "Besserstellung" als Druckmittel eingesetzt wird. Aber wenigstens hat man sich ja noch zwei seiner Forderungen für Olympia aufgehoben :roll:

@ Skilinde: Die Autobahn wäre dann ja was völlig Neues. Die WeltcupRennen finden auf der Kandahar seit 1954 statt. Also ich denke, da besteht ein Unterschied, zumal es sich hier um maximal vielleicht 60 Tage handelt, an denen auf seinem Grundstück etwas passiert!
 
DAB schrieb:
Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Aber wenn jemand mutwillig versucht, den Staat zu erpessen, bzw. Forderungen aufstellt, die der rechtliche Rahmen für nicht erfüllbar erklärt, gibt es manchmal SItuationen in denen die von McMaf beschriebene Nutzungsenteignung sinnvoll ist. Ich habe auch wenig Verständnis dafür, dass wir als Bevölkerung, stellvertrend der Markt Garmisch, die Anwaltskosten für diesen Herren bezahlen sollen. Auch dass der Herr jetzt von der Kanalisationsgebühr befreit bleibt, ist ein Unding! Gegen finanzielle Ausgleichszahlungen in solchen Fällen habe ich nichts, wenn aber Menschen von Dingen befreit werden, die die Allgemeinheit auch zu zahlen hat, dann passt was nicht. Vor allem dann nicht, wenn, gemäß Medienberichten hier gegeben, diese "Besserstellung" als Druckmittel eingesetzt wird. Aber wenigstens hat man sich ja noch zwei seiner Forderungen für Olympia aufgehoben :roll:

Und was, wenn das Schule macht und jeder Grundstücksbesitzer auf die Idee kommt diese zu vergolden? Es gibt ja ausser Garmisch auch noch andere Gemeinden wo Wettkämpfe auf teilweise Privatgrund abgehalten werden oder Parkmöglichkeiten gebraucht werden, auch in anderen Sportarten :boese:
 
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