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SkiArlberg | 19.01.2019 | Enttäuschend

Update 12.01.2019: Nun vollständigen Bericht online, alle Punkte des Vorabberichts wurden integriert.

Am heutigen Tag war ich mit Graubündenfan in SkiArlberg verabredet. Für uns würde das erste Mal sein das nun grösste Skigebiet Österreichs zu entdecken. Die Anfahrt aus Innsbruck war ruhig und tiefsten entspannt. Kaum Verkehr auf der Autobahn. Trotzdem nervt mir der 100er Limit auf der A12 immer wieder aufs neue. Ob die 30 km/h weniger für en PKW-Verkehr der Luft soviel sauberer machen?! Egal, mit viel Freude sah ich die Schneemassen entlang der S16 grösser werden und vor der Arlbergtunnel ging es von der Schnellstrasse runter auf die leicht mit Schneebedeckte Bundesstrasse durch St. Anton zum Arlbergpass. Pünktlich um 8.30 Uhr traf ich am Alpe Rauz ein. Parkplatz hatte es noch satt! Leider dafür an der Kasse eine grosse Warteschlange. Egal, es gibt ja Starjack, also Ticket kaufen und fertig!

Weniger Glück mit der Anfahrt hatte Graubündenfan. Er stand aus der Schweiz kommend auf der A14 bei Bludenz im Stau. Ein Massenansturm Richtung Montafon. Die S16 weiter zum Arlberg war dann wiederum leer. Um Zeit zu sparen kaufte ich für ihm schonmal ein Skiticket. Da ich keinen weiteren Keycard dabei hatte, musste ich mich dann wohl trotzdem in die Warteschlange stellen. Nur zwei geöffnete Kassen oben am Pass ist wohl eher spärlich. An der Kasse fluppte dann doch noch einen weiteren Keycard raus mit original neutralen SkiData-Aufdruck, aber das wird leider fast überall in Österreich verweigert wie auch hier. Begründung: "Ein fremder Skipass funktioniert bei uns nicht." Quatsch! "Nee, nicht Quatsch." laut Kassiererin.

Um 9 Uhr war dann Graubündenfan auch da und wir konnten prompt loslegen. Am Drehkreuz des ersten Liftes kam bei mir dann ein Fehlermeldung "Unbekannte Gesellschaft". Mist! Was soll denn das? Ein schneller Check ob noch alte Karten irgendwo ein Konflikt geben könnten viel Negativ aus. Oh mann... nochmal zur Kasse samt Warteschlange... :roll:

Da tickten die wertvollsten Minuten eines Skitages gnadenlos weg. Als ich endlich dran war konnte die Dame an der Kasse nichts für mich tun. Weder meine Bestellbestätigung von Starjack, noch mein Keycard, noch sonstwas war eine valide Begründung um mich einen kostenlosen Ersatzskipass auszustellen. Sie telefonierte ein wenig mit ihren Chef und daraus kam dann die Meldung, dass ich mich doch ins Verwaltungsgebäude in St. Anton melden sollte. Ja und wie komme ich dann dahin? Eben, über die Skipiste, ich werde sicherlich nicht wieder alles ausziehen und mitm Auto runter nach St. Anton fahren. Nun ja, das ginge nur wenn man einen Skipass kauft. Also nochmal zahlen war angesagt, ansonsten wurde ein ganzen wertvollen Skitag zunichte gehen. Schon war es auch schon kurz nach 9.30...

Unterwegs zur ersten Bahnfahrt des Tages habe ich schnell Starjack-Support angerufen. Dort wurde mitgeteilt, dass man das alles sehr bedauere und ich doch am Abend mal schnell eine E-Mail schreiben sollte, damit die Buchung storniert werden konnte. Pfui... was für ein schlechter Start im Skitag! Aber egal, jetzt können wir uns trotzdem voll auf das Skigebiet konzentrieren. Alle negatieve Erfahrungen werden ausgeblendet und wir freuen uns auf einen schönen Skitag!

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Bergfahrt mit der 6KSB Valfagehr. Unser erstes Tagesziel: St. Anton

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Irgendwie konnten wir die Talabfahrt nach St. Anton nicht finden, oder die Piste 56 war nicht geöffnet, wir kamen ungefragt nach einen Ziehweg unten an der Tanzbödenbahn aus.

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Parallel zum Osthangbahn versuchen wir unser neues Glück um runter nach St. Anton zu kommen...

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...und fahren über die Skiroute 51 endlich ins Tal. Nette Buckelabfahrt.

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Unten angekommen entscheiden wir uns zuerst fürs Rendlgebiet. Während der Bergfahrt bekommt man einen netten Überblick über St. Anton.

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Oben angekommen gehts gleich weiter hoch mit dem Gampberg.

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Da die schwarze 6 vom Lift aus so einladend aussah und wir heute auch noch nach Warth rüber wollten um den Dorfbahn (ehm. Anlage aus Pettneu) zu besichtigen, sind wir spontan direkt runter ins Tal. Leider war die Piste ein wenig unruhig zu fahren, aber ansonsten eine tolle Abfahrt und anschliessend nette Talabfahrt.

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Nach einen kurzen Fussmarsch durchs Dorf fuhren wir gleich wieder mit der Galzigbahn hoch. Die Technik ist schon echt genial! Wahnsinn wie hier alle vorne warten, obwohl man hier hinten direkt einsteigen kann...

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Blick rüber zum Alpe Rauz. Eigentlich wollten wir jetzt hoch auf dem Valluga, jedoch war der Warteschlange vor der Pendelbahn zu Krass, dass wir uns dann für den Schintlergrat entschieden.

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Ungewollt landeten wir zuerst wieder an der Tanzbödenbahn, diesmal mit Warteschlange. Der Lift drehte trotzdem nur 3,2 m/s (berechnet)... Schade. Wiederum oben ging es dann zur Schintlergratbahn, wo auch hier eine Warteschlange stand. 5-10 min.

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Die Strecke der Bahn ist schon nett... Aber eine alte 3KSB ohne Hauben? Hätte ich im "Premiumgebiet" St. Anton nicht mehr erwartet.

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Oben angekommen wollten wir aufgrund der Uhrzeit direkt runter zur Flexenbahn fahren. Die rote 85 ist wirklich eine nette Piste, aber völlig überfüllt, wie auch der anschliessende blaue 100. Hier gehts an der Ulmer Hütte vorbei.

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Ortswechsel. Oben an der Flexenbahn war erstmal unklar wo der Piste nach Zürs runter geht. Oben am Trittkopf war keine Piste präpariert. Doch nach kurze Suche fanden wir dann die präparierte Abfahrt runter nach Zürs. Leider fahren hier einige runter, obwohl der Piste gar nicht zum Skifahrerniveau passen wurde und das blockiert auf engen Stellen.

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Übungshang 6-KSB ohne Fussraster, aber mit Hauben... Komische Kombi. Neben die Bergstation stand ein elektronisches Schild mit der Angabe, dass der Wartezeit am Madloch aktuell 9 minuten beträgt. Das geht ja noch...

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Ausblick von der Bergstation auf die Zürsersee und Seekopfbahn. Drüben scheint es nette Pisten zu geben, aber die Verschmalungen gefallen mir nicht so gut.

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Rückblick zum Flexenpass.

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Auf dem Förderband kurz vor der Zürserseebahn. War hier nicht mal Lockvogel Klaus aktiv um die Leute für "Verstehen Sie Spaß" Geld ab zu zocken? :mrgreen:

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Aufgrund der Zeit ging es oben direkt weiter mit der Madlochbahn, samt Warteschlange. Hier steht man Skier auf Skier und jeder drängt sich unhöflich vor um als erste in den Lift zu sitzen, obwohl die Anlage gefühlt jede 3. Sessel steht. Chaos pur! Wie das wohl in der Hauptsaison aussehen wird?!

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Drüben dreht der Muggengrat derweil leer seine runden. Man kann nur neidisch rüberschauen. So eine schöne KSB-Anlage hätte man besser zuerst am Madloch plaziert.

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Endlich geht es dann nach zirka 15 Minuten Warterei hoch. Ich möchte nicht dran denken wieviel hier in der Hauptsaison los ist... Wahnsinn! Und dann so eine lahme 2er Krücke über 1,3 km als wichtige Verbindung! Von wegen Arlberg das Premiumskigebiet... Sogar in Frankreich hätte man eine derartig wichtige Verbindungslift für was Leistungsfähigeres ersetzt.

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Was dann wiederum nett war, ist die Seilspannung... man berührt mit den Skiern fast den Boden. :)

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Endlich nach einige Stopps oben kann es dann losgehen... Über die präparierte Skiroute 170 runter nach Zug! Warum diesen Abfahrt nicht als Skipiste eingezeichnet ist? Unpräpariert wurde man wohl ab und zu im Tiefschnee stecken bleiben...

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Unterwegs gibt es immer wieder nette Blicke in die Landschaft und nach Lech. Gefällt mir!

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Generell ist die Abfahrt nach Zug runter schön lang und hat eine tolle Streckenführung durch eine hübsche Landschaft. Da kommt richtig Freude auf! Allerdings fahren auch hier einige Leute über ihren können, welche aber geschickt überholt werden können.

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Rüberblick zum Zugerberg.

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Schnee hats auch an der Talstation in Zug mehr als genug! Hübsch! 8-)

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Die Zugerbergbahn startet sofort in ein märchenhafte Winterlandschaft. Die Atmosphäre in diese Ecke vom Skigebiet gefällt mir ausgezeichnet...

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...schwebend am malerischen Ort vorbei...

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Dank der ganze hübsche Gegend und das tolle Wetter finde ich es jetzt ausnahmsweise nicht so schlimm erneut in eine weitere lahme Liftanlage zu sitzen. Durch die Dosierung am Madloch muss man unten in Zug auch kaum warten. Allerdings ist es natürlich traurig zu wissen, dass diese Lift wiederum mal Pflichtprogramm ist um von Zürs ins Skigebiet von Lech zu kommen. Es gibt zwar noch eine separate Skiroute runter nach Lech, kommt aber nicht im restlichen Skigebiet raus. Wenn dann das Madloch endlich ersetzt wird, musste man gleichzeitig auch diese Bahn ersetzten oder was anderes einfallen lassen, ansonsten wird hierunten das Chaos komplett sein.

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Man muss Poma in Frankreich doch was lassen... Ziemlich früh haben die schon gepolsterte Sessellifte gebaut, während Doppelmayr und Leitner noch fröhlich weiterhin unkomfortabele harte Sessel gebaut haben. Diese Lift ist wie die andere alte DM-Anlagen im Gebiet auch nicht grad komfortabel...

Endlich oben angekommen folgt auf dem Balmengrat ein... Seillift. Tja, was es alles nicht gibt hier im SkiArlberg.

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Wir entscheiden uns runter zum Steinmähderbahn zu fahren um von dort aus direkt rüber zum Auenfeldjet zu kommen. Irgendwie komisch nach 2x DSB gefahren zu sein dann ein 8KSB mit Hauben wieder zu treffen. Aber klar, als Wiederholungsbahn und mit weitere Zubringer aus Lech macht das auch Sinn. Hier keine Wartezeiten.

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Ankunft an der Auenfeldjet.

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Hier wird auch klar warum es keine Piste zwischen Warth-Schröcken und Lech gibt... Dafür kommt mit dem Blick auf der Saloberkopf samt Sonnenjet schon richtig Vorfreude auf.

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Vom Saloberkopf fahren wir zuerst runter zur Jägeralp-Express. Nette Pisten, nette Landschaft, nicht zuviele Leute... so kommen wir richtig in Schwung!

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Bergstation. Hier merkt man die schattige Lage, es wird gleich ein wenig frischer.

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Hier gibt es wenigstens auch gute Pistenbeschilderung und der reine Pistenplan von Warth-Schröcken, welche deutlich überschaubarer ist als den Gesamtplan von SkiArlberg.

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Abfahrt runter nach Warth leider schon zerfahren aber nicht überfüllt, von daher kann man hier noch prima fahren. Auch hier wiederum eine hübsche Landschaft!

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Da ist das gute Stück aus Pettneu! Die Bergstation der kürzeste Gondelbahn Österreichs. Müssen wir natürlich fahren!

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Ankunft in Warth mit noch eine bezauberende frische Piste, entsprechend ohne Leute. Leider ist die Abfahrt so kurz. Ski-In, Ski-Out wirds hier wohl auch geben. Nach den ganzen eher mässige Erfahrungen in St. Anton und Verbindung nach Lech, finde ich dieses Skigebietsteil doch ganz sympathisch.

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Bergstation der Dorfbahn. Sie wird wohl eher fürs Rodeln statt Skifahren genutzt. Aber hätte man ohne die brandneue Occasionbahn aus Pettneu trotzdem hier eine Gondelbahn gebaut?! Der Durchschnittsfahrer wird wohl denken, dass die Bahn ab Werk hier geliefert wurde, so gut und neu schaut alles noch aus...

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Wir fahren zurück zum Steffisalp-Express und geniessen die Ruhe im Vergleich zu St. Anton und Lech/Zürs.

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Ausblicke wie es immer wieder in Warth-Schröcken gibt. Wir fahren hier und da noch ein paar Wiederholungsfahrten.

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Auch in Warth-Schröcken müssen wir natürlich einmal fix fahren... mit der Hochalpbahn. Fast wie in Frankreich. Zum Glück fährt sie ein ganzes Stück komfortabeler als die alte fixe Bahnen von vorhin.

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Abfahrt zum Saloberjet gehört natürlich auch zum Pflichtprogramm wenn man in Warth-Schröcken ist. Leider auch alles schon zerfahren.

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Nun geht es wieder zurück nach Lech. Eine nette Abfahrt wartet noch auf uns runter zum Auenfeldjet.

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Es bleibt ein cooler Effekt die Kombibahnen. Insbesondere da der Auenfeldjet nur aus Gondeln existiert und dann anschliessend in der Mittelstation Sessel dazu gemischt werden, wenn sie als Weibermahdbahn weiterführt.

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Lange ist es her... Diese Bahn bin ich als Kind im Sommer 1997 mal im strömenden Regen gefahren. Das waren noch Zeiten... Ein Wunder, dass die Schlegelkopfbahn immer noch so da steht und nicht ersetzt wurde. Zeit zum einmal fahren haben wir aber trotzdem nicht...

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...trotzdem kommen wir ins Vergnügen diese herrliche breite Abfahrt fahren zu dürfen. Keine Buckel, also nochmal Vollgas durchtreten!

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Baldige Ankunft in Lech mit Blick auf der Rüfikopfbahnen. Ein Heissluftballon schmuckt derweil die Landschaft... abheben wird sie wahrscheinlich wohl nicht da im Dorf.

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Inmitten von Lech ist es dann Feierabend und man muss ein kurzes Stück zu den Rüfikopfbahnen rüberlaufen, wie quasi in St. Anton zwischen Galzig und Rendl. Nicht optimal, aber das Dorf Lech ist nett.

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Da beide Pendelbahnen liefen gab es quasi keine Wartezeiten und durften direkt aufs Plattform, wonach die Kabine auch schon eintraf.

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Von der Pendelbahn aus bekommt man einen netten Überblick über Lech... Bestimmt hier im Forum öfters besser und schöner fotografiert, aber obligatorisch für diesen Bericht. Markant zu erkennen die breite Schlegelkopfpiste, welche wie ein Trichter unten ins Dorf läuft.

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Vom Rüfikopf führt sowohl eine Skipiste als eine (präparierte) Skiroute rüber zum nächsten Verbindungslift: Schüttboden. Wir fählen die Skiroute.

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Ernsthaft?! Der einzigste Verbindung von Lech nach Zürs beinhaltet ein Ankerlift?! Auch hier dürften wir einige Minuten warten und auch hier möchte ich nicht wissen, wie das in der Hauptsaison aussieht!

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Rüberfahrt zur Trittalp.

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Kaum ist man wieder in Zürs, werden die Pisten auch wieder voller. Zürs scheint wohl komplett zum Durchgangsgebiet geworden zu sein, wo auch Anfänger schwierigere Pisten runterkämpfen. Zugegeben, wir sind Zürs auch mehr oder weniger durchgebrettert, aber das macht die Gegend nicht gerade besser.

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Über den Übungshang gelangen wir wieder zum Trittkopfbahn. Für den kompletten Bahn und zum Flexenbahn gibt es separate Einstiege, doch was nutzen diese? In der Mittelstation führen beide Gondeln weiter hoch zum Trittkopf. Während unten zum Trittkopf kein Mensch stand, musste man bei den Einstieg zum Flexen warten. Es leuchtet ein, dass man in der Mittelstation dann nicht erneut warten muss, vorausgesetzt das jeder sich an den Regeln hält, aber das passierte eben nicht, was wiederum zu Wartezeiten in der Mittelstation führte. Hmmpff... sowieso schade, dass der Flexenbahn keine Piste bietet und man die Gondelbahn talwärts nutzen muss.

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Unten am Alpe Rauz fahren wir dann noch die Talabfahrt nach Stuben runter. Ganz nett und noch nicht zerfahren.

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Albonabahn 1... wieder mal eine alte Krüppelsessellift.

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Rückblick auf Stuben. Der Übungshang am Raus sieht am späten Nachmittag immer noch quasi unberührt aus. Wer da wohl eine Runde fährt?!

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Erneute Ankunft am Alpe Rauz. Nun fahren wir die erheblich modernere Albonabahn 2.

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Oben angekommen fahren wir auch einmal die Albonagratbahn. Viel Spass machte es am Nachmittag im schatten auch nicht mehr. Zudem waren zwar die Pisten nicht komplett zerfahren, fuhren aber trotzdem unruhig. Dazu wieder mal eine lahme Krücke... es reicht für heute. Stattdessen wären wir lieber pünktlich am Vormittag auf frisch präparierten Pisten unterwegs gewesen, aber eben dieses Vergnügen wurde uns mehr oder weniger geklaut.

Nachdem wir die letzte Abfahrt nach Alpe Rauz runtergefahren hatten und am Parkplatz ankamen zogen wir die Tagesbillanz. Einen schlechten Start dank nicht funtionierender Skipass und unhilfreiches Personal, über volle Pisten in St. Anton (ausser Rendl), schlechte Verbindung zwischen Zürs und Lech (und zurück) bis spassige und schöne Abfahrten in Zug, Lech und Warth-Schröcken. Generell hat uns auch die letzte Teilgebiete am besten gefallen. Insgesamt bekommt der Skitag von uns immerhin 3 von 5 Punkten.

Wenn es an uns liegen würde, wird der Flexenbahn am besten gleich wieder abgerissen. Der Auenfeldjet ist sicherlich ein Mehrwert für Warth-Schröcken und Lech, aber die massen aus St. Anton machen das Skigebiet kaputt. Normalerweise bin ich für sinnvolle Verbindungen, aber hier hat man nicht weit genug nachgedacht. Irgendwie kann man ganz toll von St. Anton bis nach Warth und zurück rüberfahren, aber nicht um jeden Preis. Ich würde generell gerne Warth-Lech-Zürs-Zug nochmal besuchen wollen, ohne die entsprechende Massen.

Zum Schluss kam noch der Hammer als ich unsere Skipässe, mit lächerliche 5€ (!) Depot pro Karte, am Ende des Tages wieder zurück geben wollte. An der Kasse sassen weiterhin die gleiche Damen wie am Morgen und verkündeten sofort Stolz an mich: "Wir haben nachgeschaut, in unsere AGB steht, dass online Skitickets nur dann gültig sind, wenn sie mindestens einer Stunde vor Betriebsbeginn gebucht worden sind." Schön, dachte ich, und wo steht das?! Auf Starjack ist darüber nichts zu lesen und ausserdem dürfte man (egal was in der AGB steht) dann auch kurzfristig keine Tageskarte mehr anbieten. Dafür gibt es auch in Österreich Konsumentenschutz. Aber beide Damen beruften sich darauf, dass ich kein Recht auf Rückerstattung habe und dachten wohl, dass damit alles rechtens abgewickelt war. Nun ja, ich hatte keinen Bock weiter mit denen Sinnloss zu diskutieren und wünschte stattdessen beiden mal einen schönen Tag. Was für ein Armutszeugniss...

Neben die bereits genannte Minuspunkte, sind uns noch ein paar Sachen aufgefallen:

  • Pistenbeschilderung ist eher mangelhaft. Für ein grosses Skigebiet wo es wichtig ist wo man runter geht um zum anderen Teil zu kommen, ist es doch wichtig, dass man ausgezeichnete Wegweiser hat. Hier wohl Fehlanzeige.

  • Eingeschränkte Öffnungszeiten. Ich habe es schon gesagt im ersten Punkt, aber von 9 bis punkt 16 Uhr finde ich einfach zu kurz. Wenn man schon nicht um 8.30 öffnen kann/will, dann muss man wenigstens mal bis 16.45 durchziehen. Insbesondere wichtige Verbindungsbahnen wie Auenfeld oder Flexenbahn schon um 16.00 bzw. 16.05 zu schließen finde ich einfach daneben.

  • Liftanlagen trotz Warteschlange laufen gedrosselt. Insbesondere im Bereich St. Anton ist uns aufgefallen, dass die kuppelbare Liftanlagen trotz Warteschlangen gedrosselt laufen. Was soll das?! In Warth-Schröcken lief (ausser der Auenfeldjet) zum Glück alles zügig (4,5-5 m/s) und in Frankreich ist es sogar normal, dass auch wenn nix los ist, alles schön mit 5 m/s durchläuft. Warum ist sowas wenigstens nicht bei Warteschlangen möglich? Warum müssen so einige hochmoderne Lifte mit 3-3,5 m/s rumeiern?!

  • Nicht Akzeptanz von Saisonkarten für Vorarlberg und/oder Tirol. Zwar habe ich keine Saisonkarten für beide Regionen, trotzdem find ich die Regelung komisch und sogar arrogant.

Nichtsdestotrotz haben wir das Skigebiet nun eine Chance gegeben und wurden entsprechend enttäuscht, auch wenn es sicherlich sehr schöne Seiten hat. Wir haben schliesslich auch Spaß gehabt, deswegen auch unsere 3 von 5 Bewertung. Trotzdem muss auch mal kritisch berichtet werden, weil alle Kritikpunkte zu viel für ein Skigebiet sind, das gerne hochgehyped wird und wovon wir viel besseres erwartet hatten. Für uns war es definitiv kein "Premiumskigebiet".

Stammdaten
Wertung des Skitages: 3 von 5 Punkten
Gesamtzeit: 06:43 h
Abstand: 103 km
Höhenmeter: 12.003 hm

Positiv
:) Grosses Skigebiet
:) Zug, Lech und Warth
:) Pistenauswahl
:) Wetter

Negativ
:( Katastrophaler Kundenservice
:( Verbindung Zürs-Lech-Zürs (Madloch & Schüttboden)
:( Viele Leute in St. Anton (Galzig) und Zürs
:( Zuviele alte, lahme und unkomfortabele Liftanlagen
:( Mangelhafte Pistenbeschilderung
:( Frühe Schliessung wichtige Verbindungsbahnen
:( Flexenbahn (Massenansturm aus St. Anton nach Zürs)

Ein Update über die Beschwerde bzgl. die Abwicklung des online gekauften Skitickets habe ich hier gepostet.
 
Pancho schrieb:
Richtig ist, dass sie öfter vorher anfangen. Aber nicht immer, nicht immer zur selben Uhrzeit und nicht verbindlich.



Doch, sie fangen wirkllich immer früher an.

Jägeralpe kommst du ab 5 nach halb immer hoch, wenn viel los auch schon ein paar minuten vorher
Salober und Warherseite geht es um 40 los.
Nur haben dann die Lifte oben teilweise noch zu die machen wirklich erst um 9 auf, Wartherhorn manchmal auch ein paar Minuten früher. Bringt einem also nix wenn man irgendwohin will sondern nur wenn man wegen dem Skifahren da ist.

Ansonsten, Arlberg halt. :nixweiss:
 
zu Öffnungszeiten: In den letzten Jahren ging es ab dem 01.02 immer schon um 8:30 Uhr auf, jedenfalls in Lech/Zürs, vor 10 oder 11 Jahren Jahren übrigens schon zu Saisonbeginn,

Gruß,
Markman
 
Wie gesagt: geschenkt was die Öffnungszeiten angeht, solang sie die Flexenbahn wieder abreißen. :mrgreen:
 
Pancho schrieb:
Wie gesagt: geschenkt was die Öffnungszeiten angeht, solang sie die Flexenbahn wieder abreißen. :mrgreen:

dann lieber der Auenfeldjet, mir geht/ging immer das Gewusel der Stress-Fahrer aus Warth auf den Keks,

Gruß,
Markman
 
markman schrieb:
Pancho schrieb:
Wie gesagt: geschenkt was die Öffnungszeiten angeht, solang sie die Flexenbahn wieder abreißen. :mrgreen:

dann lieber der Auenfeldjet, mir geht/ging immer das Gewusel der Stress-Fahrer aus Warth auf den Keks,

Gruß,
Markman

Ernsthaft, ich glaub dir das absolut. Die Zusammenschlüsse zum heutigen Ski-Arlberg-Verbund über Auefeld und Flexen zeigen für mich anschaulich, wie es nicht gehen sollte und das einfach nur größer werden nicht zwangsweise besser werden bedeutet.
 
Pancho schrieb:
Meinetwegen beides. :ja:

dann sollten wir eine Petiion starten, vielleicht gibt es ja einen seltenen Berghamster unter beiden Liften, der bis dato unbekannt war und definitiv schützenswert wäre :-)

Gruß,
Markman
 
Wo sind sie, die Hamster, wenn man sie wirklich braucht? :mrgreen:
 
Flexenbahn ja, aber der Auenfeldjet wertet mit der Verbindung nach Warth den Arlberg West Teil meiner Meinung nach auf.
 
schneeberglift schrieb:
Flexenbahn ja, aber der Auenfeldjet wertet mit der Verbindung nach Warth den Arlberg West Teil meiner Meinung nach auf.

Übel wurde es zum Schluss mit der Flexenbahn, das stimmt wohl.
 
Ich mag den Arlberg, kann die Kritikpunkte aber durchaus verstehen. Das Gebiet ist ausgedehnt, was sich offenbar gut vermarkten lässt ("meins ist größer..."). Haken an der Sache sind natürlich die Engpässe im Transport (Madloch, Zug, Rüfikopf), was den Nutzen durchaus einschränkt. Es hilft eben nichts, möglichst ausgedehnte Gebiete anlagentechnisch verbunden zu haben, wenn es zu zeitraubend ist, bestimmte Teilgebiete zu erreichen. Für Gäste wichtig ist doch die effektiv nutzbare (=erreichbare) Pistenlänge, nicht die Gesamtpistenlänge.

Größtes Problem (nicht nur) aus meiner Sicht ist die Überfüllung. Ein weiterer Anlagenausbau wird wohl kommen, verlagert die Probleme aber nur, weil ein adäquater Ausbau der Pistenfläche unwahrscheinlich (und vielleicht auch nicht wünschenswert) scheint. Die neuen Bahnen Albona/Trittkopf/Flexenbahn finde ich eigentlich recht gelungen (ich hab' die Busse immer gehasst). Aber: Wenn die Qualität stimmen soll, hilft dort aus meiner Sicht nur eine deutliche Limitierung für das Gesamtgebiet (und damit meine ich eine ganz andere Größenordnung als die zeitweise praktizierten Tagesgäste-Beschränkungen für Lech/Zürs).

Der Mythos ist mir übrigens relativ egal. Was ich am Gebiet mag, ist die geniale Landschaft mit markanten Gebirgsformationen (Patteriol, Schindlergrat, Karhorn, Rüfispitze), schönem Baumbestand, weiten Talöffnungen, jeweils mit ganz eigenem Charakter. Im Vergleich kommt mir Ischgl mit Ausnahme des Samnauner Tals eher langweilig vor, wie eine Mondlandschaft, wo eine Geländekammer der anderen gleicht. Weiterer Vorteil am Arlberg für die Optik: Die Nordstaulage nebst entsprechenden Naturschneemengen. Wäre auch schön fürs Freeriden, aber bei der üblichen Überfüllung bleibt das oft eher Theorie.

Von den Pisten und Routen her kommt's stark darauf an, was man mag. Carver werden sich eher in Lech und Zürs wohlfühlen, für mich sind die dortigen Autobahnen etwas langweilig. Zu meinen Favoriten (ohne Reihenfolge) zählen in St. Anton/Stuben: Rendl Talabfahrt, Kandahar Galzig (vormittags), Mattunjoch, Valfagehrjoch, Valfagehr. Lech/Zürs: Trittkopf (aber nur leer), Täli, Madloch, Langer Zug, Pazieltal. Warth: Salober, Ochsakopf.

Fazit für mich: Eigentlich ein tolles Gebiet, nur leider aktuell übervermarktet.
 
Mir gehts da ähnlich - es war Anfang der 00er Jahre immer mein Traumgebiet - aber damals war halb so viel los - und Pisten gibt es kaum neue seitdem - aber zig kapazitätsstarke Bahnen. Panorama und Weitläufigkeit ist so in AT für mich Einzigartig. Inzwischen würde ich nur noch bei viel Schnee im Dezember oder April hin - hab 2 Jahre lang nicht mal die 3 Tage gratis mit Freizeitticket ausgenutzt. Und Pistenpräparation im Ostteil auch eher mau.
Dabei - der Arlberg würde sich wirklich anbieten für ein Premium Konzept - sprich nix mehr Liftausbau, Kartenausgabe stark reduzieren - 100€ pro Tag Ticket, aber Tickets zum bisherigen Preis mit Gästekarte. In Österreich gibts genau ein Gebiet wo das funktionieren kann - und dass ist der Arlberg. Im Dezember/April bleibt man bei bisherigen Tarifen - und per Gästekarte dann 35€ - also etwa analog zu St. Moritz bis dieses Jahr vom Preis. Warth-Schröcken kann halt nicht rauf mit den Preisen fürs eigene Gebiet - ist dann aber auch keine reine Anfahrststation mehr.

Wenn sie sowas machen - gibts einen medialen Aufschrei, die Zweitwohnungsbesitzer werden maulen - aber die braucht eh keiner, die Vermieter werden sich freuen (die können nochmal rauf mit ihren eh schon teuren Preisen) - man muss halt überlegen bis wohin man dann die Gästekarte zulässt, die derzeitige Skibusregion ist ja ziemlich groß - schließt man da die Satellitenorte aus, dann wirds deutlich leerer. Macht man es nicht wirds immerhin wieder ertragbar.
 
Das wär dann wenigstens ehrlich und konsequent. Im Moment wollen sie bei immer größeren Massen immer höhere Premiumpreise bei nicht verbessertem Angebot. Das crasht halt irgendwann :rolleyes:
 
Also ich verstehe das allgemeine Arlbergbashing keineswegs. Durch die Verbindungen bin ich doch total flexible. Ich kenn mich ganz gut aus im Gebiet und wenn man ein wenig das Hirn einschaltet ist ein langes Anstehen absolut vermeidbar. Das war früher wesentlich schwieriger. Ich meine mich erinnern zu können, vor dem zusammenschluss wesentlich länger in Zürs gestanden zu sein. Und dann die Premiumpreise, die gibt es doch nur in der Gastronomie auf der Lecher Seite. Sonst sind doch die Preise identisch mit dem anderen Gebieten. Wo soll es denn billiger sein? Ischgl, Montafon, Saalbach oder Sölden? Also gerne nehme ich Tips entgegen. Da meine Erwachsene Kids noch zur Jugend gehören, fahre ich als Familie nicht gar so schlecht.
 
frechalb schrieb:
Ich kenn mich ganz gut aus im Gebiet und wenn man ein wenig das Hirn einschaltet ist ein langes Anstehen absolut vermeidbar. Das war früher wesentlich schwieriger. Ich meine mich erinnern zu können, vor dem zusammenschluss wesentlich länger in Zürs gestanden zu sein.
Kann ich nicht bestätigen. Es geht mir auch nicht in erster Linie um das Anstehen sondern darum, dass (u.a. im Bereich Trittkopf, aber nicht nur da...) die Pisteninfrastruktur nicht mehr dem Ansturm gewachsen ist. Zu Zeiten, da man auf der Rauz den Bus nehmen musste, vermieden es meiner Beobachtung nach viele Gäste aus St. Anton, "ihren" Bereich zu verlassen und nach Zürs/Lech zu wechseln (Bequemlichkeit?).
Das sieht nun völlig anders aus. Die Flexen/Trittkopf II schaufelt schon am frühen Morgen solche Massen hinüber, dass a) der Trittkopfbereich mit seinem nicht gerade üppigen Pistenangebot völlig überlastet ist und b) bisweilen schon ab 10.15 die Schlange an der alten Madloch abenteuerliche Längen annimmt. Ich kann mich nicht erinnern, vor sagen wir 10 Jahren morgens um 10.30 im Madloch regelrecht Angst ums Leben gehabt zu haben, weil sich dort hordenweise Leute hinunterquälen, die das vielleicht besser lassen sollten. Dito Täli.
Klar, wenn man sich völlig antizyklisch verhält kann man selbst an den Tagen, an denen das Gebiet rappelvoll ist, einen entspannten Vormittag mit leeren Pisten am Rendl erleben (was halt am Arlberg eben noch so als "leer" durchgeht). Oder man sieht zu, am frühen Morgen mit dem Auenfeld nach Schröcken/Warth rüberzurutschen (aber niemals am Samstag/Sonntag) um am Körbersee Mittag zu essen. Geht einigermaßen entspannt, zugegeben.
Aber wehe, man muss am Nachmittag wieder retour (bspw. nach Stuben), das artet dann gerne mal zu einer echten Odyssee aus, incl. 1h Steherei an der Rüfikopf und mitunter irrwitzigem Gewimmel Monzabon/Schüttboden.
Und ... nein....die blauen Busse in Lech sind für mich keine Alternative.
Und ... ja, ich weiß, Albona....ist immer noch relativ leer, ist mmer noch etwas ab vom Schuss. Das wird aber, wenn man nach vielen Jahren dort jede Schneeflocke mit Namen kennt, auch mal fad. :biggrin:

K.
 
Oliver.O schrieb:
...
Größtes Problem (nicht nur) aus meiner Sicht ist die Überfüllung. Ein weiterer Anlagenausbau wird wohl kommen, verlagert die Probleme aber nur, weil ein adäquater Ausbau der Pistenfläche unwahrscheinlich (und vielleicht auch nicht wünschenswert) scheint. Die neuen Bahnen Albona/Trittkopf/Flexenbahn finde ich eigentlich recht gelungen (ich hab' die Busse immer gehasst). Aber: Wenn die Qualität stimmen soll, hilft dort aus meiner Sicht nur eine deutliche Limitierung für das Gesamtgebiet (und damit meine ich eine ganz andere Größenordnung als die zeitweise praktizierten Tagesgäste-Beschränkungen für Lech/Zürs).
....

Ich fahre deshalb schon lange nicht mehr in der Hauptsaison and den Arlberg....

da es in den letzten Jahren am Arlberg über die Saison verteilt, ja immer Schneemassen abgeladen hat, kann man im März und April dort immer noch traumhaft Firnschnee fahren, und hat an fast keinen Liften mehr Wartezeiten... :D
Dann kann man auch ohne Stress von St. Anton bis nach Warth, und wieder zurück fahren, was in dar Hauptsaison fast nicht möglich ist, da es an den bekannten Engstellen immer längere Wartezeiten gibt....
 
Die Unterkünfte sind am Arlberg auch deutlich teurer als sonst in Österreich. Der Skipass noch nicht - und eben den sollten sie mal ordentlich erhöhen - dann wirds wieder etwas leerer, die Bergbahnen dürften gleich viel verdienen, und die Unterkünfte (weil gleicher Skipasspreis wie bisher) können auch noch draufschlagen. WinWin für alle - außer halt die Tagestouristen die deutlich weniger kommen werden. Derzeit ist es Pseudo Premium am Arlberg - aber die Leistung passt einfach nicht mehr.
Und etwa so fahren dass man dauernd im Schatten ist, oder nur Rendl, Albona oder irgendwo am Gebietsrand - dann kann man ja auch gleich woanders hinfahren.

Evtl könnten sie sogar mit Gästekarte noch deutlich draufschlagen und dass halt wirklich auch als Premium vermarkten. IMHO würde es funktionieren - sie müssen halt 20-30% weniger Ersteintritte haben, dann passts immerhin halbwegs. Und die Vermieter können eben nochmal draufschlagen (müssen halt etwas mehr abtreten als derzeit). Und ich glaube nicht dass so ein Konzept irgendwo anders noch funktionieren würde in AT - zumindest nicht biss es sich 2-3 Jahre am Arlberg etabliert hat. Andere Destinationen wo man dass machen könnte (bzw eh schon etwas macht) sind Zermatt oder St. Moritz (da hat man eh Premium im Vergleich zum Arlberg - und es ist ein Bruchteil soviel los).
 
Kapi schrieb:
Zu Zeiten, da man auf der Rauz den Bus nehmen musste, vermieden es meiner Beobachtung nach viele Gäste aus St. Anton, "ihren" Bereich zu verlassen und nach Zürs/Lech zu wechseln (Bequemlichkeit?).

Nicht allein Bequemlichkeit: Schlicht Zeit! Man musste (für meine Verhältnisse) irre früh los und konzentrierte sich dann besser ausschließlich auf den Ausflug nach Lech/Zürs (also nicht so viele Pisten mitnehmen entlang des Wegs). Man war - wenn man noch weiter wollte - unangenehm früh dran fürs Mittagessen auf der Balmalp (mit für Lech ganz brauchbarem Preis-/Leistungsverhältnis und Ambiente). Und man brauchte irre große Zeitreserven, weil auf der Rückfahrt nicht selten 2 oder mehr vollbesetzte Busse in Zürs an einem vorbeifuhren, bis man sich irgendwann auch mal reinquetschen durfte, um die hoffentlich noch letzte Bergfahrt der Valfagehrbahn zu erwischen. Wenn man die verpasst hatte, ging zwar noch der Postbus, aber der saute mit seinem Skiträger hintendran die Ausrüstung immer so elend ein. Also hat man die ganze Odyssee sorgfältig getimed und war oft bei einer Woche Aufenthalt froh, den weißen Ring und ein wenig drumherum wenigstens einmal geschafft zu haben. So ging's mir jedenfalls.

Highlander schrieb:
Ich fahre deshalb schon lange nicht mehr in der Hauptsaison and den Arlberg....

Ich war zuletzt in der 1980ern in der Hauptsaison (Ostern) am Arlberg. :lol: So mit laaaangem Warten an der Galzig-Pendelbahn, oder doch lieber zum Gampen mit der Standseilbahn, mit schön leerem Schindlerkar-Steilhang, Mattun ohne Eisbuckel im unteren Teil, einer komplett unpräparierten Zammermoos-Abfahrt (heute Kandahar Galzig) voll von hüfthohen Buckeln (ich habe sie geliebt). Und mit dem Feldherrnhügellift (langer, steiler Schlepper am Galzig im Wald parallel zur Zammermoosbahn): "Sie können doch Skifahren" und dann knallt er einem ein Kiddie in die Spur und man fährt die ganze Strecke mit dem Bügel in der Kniekehle. Dazu nicht zuletzt: Mit einer komplett unbeschneiten Steißbachtal-Talabfahrt, bei der man die Schneeausläufer sehr sorgfältig wählen musste, um nicht ein paar hundert Meter oberhalb des Pistenendes komplett im Grün/Braunen zu stehen. Von der alten Rendlbahn und der Bahn durch St. Anton mal ganz zu schweigen.

Jedenfalls: Seitdem dort (und anderswo) nur noch, wenn möglichst nirgendwo Ferien sind.

extremecarver schrieb:
Die Unterkünfte sind am Arlberg auch deutlich teurer als sonst in Österreich.

Kann gut sein, da kann ich mangels Überblick nicht so wirklich mitreden. In St. Anton hat mir allerdings auch immer die gute Gegenleistung und Professionalität in den von mir besuchten Hotels gefallen. Und sowohl Tiefgaragenparkplatz als auch (wenn entfernungstechnisch sinnvoll) Skidepot direkt an der Talstation war stets inklusive. Auch gut Preis-/Leistungsmäßig fand ich die SB-Restaurants im Gebiet Ost, sowie die Restaurantauswahl in St. Anton - da sollte jeder was Akzeptables finden.

Ansonsten kann ich die Einschätzungen von @kapi und @extremecarver im Wesentlichen bestätigen/teilen.

frechalb schrieb:
Also ich verstehe das allgemeine Arlbergbashing keineswegs.
Ich finde völlig in Ordnung, wenn du anderer Meinung bist oder einzelne Punkte hinterfragst. Unfair finde ich, Anderen als Motivation "Arlbergbashing" zu unterstellen und deren Beträge dadurch abzuwerten. Es sind doch ebenso legitime Meinungsäußerungen, noch dazu gut begründet und nachvollziehbar.
 
Oliver.O schrieb:
Highlander schrieb:
Ich fahre deshalb schon lange nicht mehr in der Hauptsaison and den Arlberg....

Ich war zuletzt in der 1980ern in der Hauptsaison (Ostern) am Arlberg. :lol: So mit laaaangem Warten an der Galzig-Pendelbahn, oder doch lieber zum Gampen mit der Standseilbahn, mit schön leerem Schindlerkar-Steilhang, Mattun ohne Eisbuckel im unteren Teil, einer komplett unpräparierten Zammermoos-Abfahrt (heute Kandahar Galzig) voll von hüfthohen Buckeln (ich habe sie geliebt). Und mit dem Feldherrnhügellift (langer, steiler Schlepper am Galzig im Wald parallel zur Zammermoosbahn): "Sie können doch Skifahren" und dann knallt er einem ein Kiddie in die Spur und man fährt die ganze Strecke mit dem Bügel in der Kniekehle. Dazu nicht zuletzt: Mit einer komplett unbeschneiten Steißbachtal-Talabfahrt, bei der man die Schneeausläufer sehr sorgfältig wählen musste, um nicht ein paar hundert Meter oberhalb des Pistenendes komplett im Grün/Braunen zu stehen. Von der alten Rendlbahn und der Bahn durch St. Anton mal ganz zu schweigen.

Jedenfalls: Seitdem dort (und anderswo) nur noch, wenn möglichst nirgendwo Ferien sind.

Ja, das waren noch Zeiten in den 80er Jahren.. dort ist man nur mit der Valuga Bahn von der Galzig weiter nach oben gekommen.. als es die Schindlergratbahn noch nicht gegeben hat....
Und für die alte Valuga Gondel musste man Tickets ziehen, und man ist dann solange am Osthang Schlepplift ski gefahren, bis an der Anzeige an der Galzig sichtbar die Gondelnummer 2 Nummern vorher angezeigt wurde... :D
Das hatte einen großen Vorteil... man hat selbst nachmittags im Bereich Mattun und Schindlerkar noch unverspurte Hänge gefunden.. :D
 
frechalb schrieb:
Und dann die Premiumpreise, die gibt es doch nur in der Gastronomie auf der Lecher Seite.

Die Warth-Schröckener holen mit großen Schritten auf. Vielleich sind sie noch nicht ganz da, aber sie geben sich alle Mühe. Bei sonst absolut gleichem Angebot haben manche Lokale und Hütten dieses Jahr so um die 10% aufgeschlagen / Übernachtungsangebote dito.
 
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