Hehe also man sieht auch hier die Unterschiede in der Risikowahrnehmung und Risikobereitschaft

das erklärt wohl auch zT manche Haltung zur Infektion mit Corona per se (?).
Grundfrage ist auch: Wie sportlich ist man per se, wie gut ist das Körpergefühl. Wer täglich Sport macht im Ausdauerbereich, merkt sehr schnell wenn was nicht stimmt (O2 Sättigung, Puls, Blutdruck etc. lässt sich heutzutage ja bequem tracken und auswerten). Selbst für Laien kann man hier semi-professionell trainieren.
(Allgemein-) Ärzte tendieren oft dazu, sich am Durchschnittsbürger zu orientieren. Schlechte Ärzte geben dann auch pauschale Regenerations- und Pausenphasen an, die individuell aber ganz anders sind. Ich gehe daher mit allen Verletzungen - und eine Infektion ist ja auch eine Verletzung - immer zu Ärzten, die auch Profis betreuen. Die schätzen das meist grundlegend anders ein
Parallele dazu evtl. auch meine Schulterluxation vor rund 10 Jahren: Da habe ich auch hier ins Forum gefragt wie schnell man denn wieder Skifahren sollte und Erfahrungen eingesammelt. Hier war auch die Bandbreite groß von Vorwürfen wie dumm das sei dieses Risiko einzugehen und "tu was dir gut tut". Natürlich hab ich letzteres getan und habe entgegen ärztlichen Rates die Ski angeschnallt
Wobei ich beim Physio in Behandlung war, der auch die Profis der Bundesligamannschaft von Greuther Fürth damals betreut hat. Und der hat immer ans Limit mit mir trainiert, Mobilität etc. hergestellt - TOP. Das hätte ein "normaler" Orthopäde sich niemals getraut im Vollkasko Land Deutschland, weil es war ja deutlich mehr und schneller wie in der offiziellen Empfehlung / Behandlungsplan.
Will sagen: Offizielle Broschüren und an den Durchschnitt angepasste Empfehlungen passen selten auf individuelle Situationen - und persönliches Risikoempfinden. Aber die Ärzte verdienen natürlich gut an bildgebenden Verfahren und Sprechstunden... wenn ich mir meine Arzt Rechnungen so ansehe. Da ist der Physio fast geschenkt :lol: