Ein ESL und ein Schlepper – früher hat so was einmal in Sachen Schigebiet gereicht...(in Thial/ Landeck war es ja genauso).
Jedenfalls hätte ich es in Marul leicht einen Nachmittag aushalten können – die Lage dort hinten in einem idyllischen Eck des Großen Walsertals hat etwas, wie ich finde.
Nun – am 26.10.2013 machte ich mich, nachdem ich mir das schon seit 2008 oder so vorgenommen hatte – mal auf den Weg dorthin.
Marul von oben lt. Googleearth...
So verlief der ESL – im Luftbild kann man noch die Stützenfundamente sehen, die mittlerweile bis auf zwei Ausnahmen bereits ebenso abgetragen wurden.
Oben thront noch das Bergstationshäusl und auch bei der Talstation gibt es noch Reste.
Ich wäre den ESL wirklich sehr gerne einmal gefahren – die Auffahrt über die Straßen und an den Häusern vorbei war sicherlich ganz nett.
Hier am Ortseingang bei der Kirche startete oberhalb eines Parkplatzes früher der Sessellift.
Weiter oben scheint er direkt bei den Leuten vor der Haustür vorbei geschwebt zu sein.
So sieht es heute dort aus – die WC-Anlagen sind noch vorhanden. Oben befindet sich nun ein Spielplatz – früher scheint dort die Umlenkstation ihren Platz gehabt zu haben. Der Antrieb war sicherlich oben im massiven Bergstationsgebäude untergebracht. (Normalerweise hatten die alten Sessellifte ihre Antriebe ja meist unten...
...wobei Streifalm II, Resterhöhe, Almkopf (Bichlbach), Reiteralm I, Rohrmoos I, Sonnwendjoch I u. II (Kramsach), ESL Verditz Sekt. 1 oder DSB Sonnwiesen II (BKK) widersprechen diesem spontanen Gedanken...)
So müsste es bergauf gegangen sein...
Nix los in Marul...
Ich lief einfach mal die Strasse den Berg hinauf, spähte zunächst vergebens nach Fundamente, welche die Sache natürlich vereinfacht hätten und war gespannt auf die Bergstation und den langen Schlepper weiter oben.
Hier (ein Stück weiter hinten wie das Haus zur Linken) querte der ESL die Strasse einst...
Ungefähr hier...
Hier ging es weiter – beim Haus oben schwebte man früher anscheinend gleich rechts dran vorbei. (Siehe auch Googleearth-Bild...)
Marul weiter oben – rechts ist wieder in Blau der ESL-Verlauf (so ungefähr) eingezeichnet.
Schnell im Vorbeigehen geschossen, ohne dass die Einheimischen Holzfäller was merkten

– hier kam er herauf – unten wieder das Haus, dessen Anwohner jahrelang den Lift vor der Nase hatten.
Hier sieht man es nochmal – weiter oben schwebte man dann wieder recht nah am Gehöft vorbei, ehe es ein wenig steiler über die Bergwiesen weiter hinauf ging.
Blick nach oben – die Maruler Astsäger hinter mir beachteten mich nicht weiter...
Ungefähr hier kam der Lift oberhalb des nächsten Gehöfts über die Strasse...
Mein Standpunkt vom letzten Bild: Siehe unten, wo im Luftbild das Holz am Wegesrand gestapelt scheint.
Kein Holz mehr anno 2013 vor der Hütte, aber hier scheint man vielleicht ein Fundament ausgegraben zu haben?
Gleicher Ort, Blick nach unten: So etwa kam der Lift herauf. Ganz unten wieder jenes Gebäude, das direkt vom ESL tangiert wurde und dazwischen mein vorheriger Standpunkt bei den sägenden Anwohnern.
Beim Baum am linken Bildrand – direkt rechts davon ging der Lift früher vorbei...
Der nächste Abschnitt ab der nächsten Geländekuppe – auch hier hatten wieder welche den Lift direkt vor der Haustür....
Hier sieht man unten nochmal die Strasse, wo mein vorheriger Standpunkt gewesen ist. Außerdem der im letzten Foto gezeigte Baum – von hier aus gesehen schwebte man früher links davon bergauf...
Hier genau – direkt vor einer Einfahrt zum nächsten Anwesen da oben.
Gleicher Standpunkt bergwärts betrachtet – beim „Knick“ der blauen Linie fand sich noch ein Fundament.
Hier sieht man das Ganze aus der Luft – mein Standpunkt ist bei der unteren Straßenüberquerung des ESL.
Endlich mal ein Fundament! So besteht eine gewisse Sicherheit, den richtigen Verlauf des ESL im Kasten zu haben.
Hier ging es früher zwischen den Bäumen hinauf – das Fundament ist auch noch zu sehen.
Blick zurück – der ESL müsste allerdings NICHT in der Bildmitte, sondern eher weiter links heraufgekommen sein.
Von da oben hat man wirklich einen sehr schönen Ausblick – da hat das Schifahren abseits der Massen sicherlich Spaß gemacht...
Hier das Fundament von oben. So ließ sich der Verlauf gut nachempfinden – unten ging es direkt über die Einfahrt vor dem Anwesen drüber und dazwischen überflog man Nachbars Obstbäume...
Hier, wo heute die Bäume wachsen, schwebte man einst weiter...
Die beiden Fundamente oberhalb und unterhalb der Walddurchquerung sind die einzigen, die ich noch gefunden habe. Das letzte Bild wurde vom oberen Fundament aus geschossen...
Der nächste Abschnitt – mein Standpunkt ist hier ebenfalls zu sehen – das Fundament ganz unten neben der Hütte.
Hier schwebte man irgendwo weiter...
Leider keine weiteren Fundamente – zwischenzeitlich kam ich ordentlich ins Schwitzen...
Nach einer Gestrüppumrundung der Blick auf den nächsten Hangabschnitt – nach dieser Bergwiesen sollte nochmals ein kurzes Waldstück kommen, ehe dann die Wiese unterhalb der Bergstation erreicht sein würde.
Der Verlauf könnte auch weiter rechts als hier eingemalt gewesen sein...
Mein Standpunkt: Unten, wo linker Hand ein Waldstück ist.
Nochmals der hinter mir liegende Abschnitt von oben aus gesehen...
Gleicher Standpunkt noch; Blick nach unten...
Weiter oben kam endlich die Bergstation in Sicht!
Dort muss der Lift heraufgekommen sein...
Wäre schon fast ins Rateforum gewandert...
Leider ohne Innenleben mehr...
Blick zurück vom Ausstieg aus...
Rechts der Bergstation (von oben aus gesehen) müsste früher ein Seillift gewesen sein. Ich fand nichts, suchte aber auch gar nicht richtig danach und wanderte statt dessen lieber weiter zur Trasse des Schlepplifts, der rechts oberhalb verlief.
Hier kam er einst herauf – es soll sich um nen T-Mastenlift (vmtl. DM) gehandelt haben.
Gut 900 m lang soll der Stafelfederlift gewesen sein – hier der Blick nach oben vom gleichen Standpunkt aus betrachtet.
Hier sind noch alle Fundamente da – außerdem kann man bei Googleearth noch wunderbar den Trassenverlauf am Gelände erkennen.
Einsam schwitzend schleppte ich mich selbst nach oben...
Auch hier muss es früher im Winter recht idyllisch gewesen sein...
Weiter oben dann eine Waldschneise und ein noch steilerer Trassenabschnitt. Ich war mittlerweile komplett durchgeschwitzt und froh, die Tour nicht mitten im Sommer unternommen zu haben.
Seitenblick.
Vom Schlepper aus hatte man hier früher einen recht schönen Ausblick nach links..
Der letzte Abschnitt unterhalb des Ausstiegs.
Blick vom Ausstieg auf die Trasse nach unten...
Ausstiegsbereich von der Seite aus...
Da oben war früher vmtl. die Umlenkung. Ich schenkte mir das letzte Stück – zu sehen gibt es sicherlich nichts mehr.
LSAP-Bierbank
LSAP-Schublade...
Was vom Liftlerhäusl übrig blieb...
Beim Abstieg über die ehem. Skiabfahrt fiel mir dieses Holzhäusl auf.
???
Ein Schlepper hier oben hätte wenig Sinn – die Piste ist über den anderen Lift ebenso erreichbar. Für Übungszwecke wäre er ungeeignet, da man erst den steilen Schlepper hätte benutzen müssen, um überhaupt zur Talstation zu gelangen...
So stieg ich noch zur Talstation des Stafelfederlifts hianb.
Zwischendrin hat es noch diesen knackigen Steilhang...
Gleicher Standort; Blick nach unten...
Hier gab es wenigstens dann noch was zu sehen...
Blick auf die Schlepplifttrasse vom ehem. Einstieg aus. Schade....
Unterhalb der Talstation entdeckte ich auf dem Rückweg nach Marul hinunter noch eine ominöse Schneise....
Leider verpasst, kann ich da nur sagen...
Hat wer eigentlich noch Bilder von den beiden Anlagen? Ich hab bisher leider noch keine zu Gesicht bekommen...