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Skigebiet Sonnenwald (D), 9. Juli 2006

Eigentlich war ich nach der letztjährigen Alpinforum-Sommertour in St. Englmar davon ausgegangen, dass es im Bayerischen Wald bis auf ein paar verstreute Einzellifte kein „größeres“ Skigebiet mehr gibt. Doch glücklicherweise lag ich falsch ;). Eher zufällig entdeckte ich vor längerem auf einer älteren Wanderkarte im Bereich des Brotjackelriegel (1014m, im unteren Bayerischen Wald) eine Ansammlung von Liften. Recherchen im Internet förderten aber nichts Brauchbares zu Tage. Es sah alles so aus, als würde das Skigebiet – bis auf einen einzigen Schlepper - geschlossen worden sein. Vor ein paar Tagen bot sich mir die Möglichkeit an, da ich in der Gegend unterwegs war, das Gebiet näher unter die Lupe zu nehmen. Zunächst war ich enttäuscht, da auf Anhieb tatsächlich nur ein einziger Lift zu finden war (was sich auch mit den Angaben im Internet deckte). Dieser lag unübersehbar direkt an der Durchgangsstraße:

Als ich mit Kamera bewaffnet begann den Lift aus sämtlichen Perspektiven abzulichten erntete ich komische und verständnislose Blicke aus einer angrenzenden Werkstatt :lol:

Nun aber zum Lift – ein alter Leitner:

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Die Ein- und Ausfahrrobas besitzen keine Seillageüberwachung. Ist sowas überhaupt in D erlaubt?

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Der ca. 400m lange Hang, der immerhin mit Flutlicht und einer Beschneiungsanlage ausgestattet ist.

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Die Aufnahme aus dem Rateforum

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Typische Leitner Stützenkonstruktion, wie sie in den 70er Jahren verwendet wurde.

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Da der Lift mit Langbügeln betrieben wird, aber keinen zusätzlichen Einstiegsniederhalter besitzt wurde wahrscheinlich als Ersatz die Roba auf der Bergaufseite an der 1. Stütze um gut einen Meter nach unten versetzt.

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Könnte im Winter eine schöne Carvingpiste sein.

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Und – zu meiner Überraschung – besitzt man ein Zugangssystem. Allerdings erst seit einem Jahr, wie sich später herausstellte.


Angespornt von diesem kleinen „Erfolg“ ging die Suche weiter.
Und das nächste Fotomotiv ließ nicht lange auf sich warten.

Keine 2km weiter stand der nächste Leitner direkt an der Straße.

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Die Bergstation befindet sich an der Straße; im Hintergrund mit Sendeturm ist der Brotjacklriegel.

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Das Seil hat in der Umlenkscheibe sehr viel Spiel nach oben

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Eine gewisse Ähnlichkeit zu älteren Doppelmayr-Rollen gibt es schon

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Die Wartungspodeste scheinen auch bei diesem Lift nachgerüstet worden zu sein.

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Zoom zur Talstation

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Noch aus einer Zeit, in der es keine Wechsellastrobas gab.

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Sender am Brotjacklriegel. Die Anlage soll in den kommenden Monaten DVB-T tauglich gemacht werden.

Fortsetzung folgt....
 
Teil 2:

Mittlerweile konnte ich mich schon ganz gut orientieren. Demnach mussten die anderen Anlagen, die in der Wanderkarte eingezeichnet waren, direkt in Langfurth selbst liegen.
An einem Hotel befand sich, was ich lange gesucht hatte:

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Kurz zur Übersicht: der 1. Leitner war der Steinberglift, der 2. Leitner der Kerschbaumlift. Fehlten also noch der Brotjackrriegellift und der Sturmriegellift. Alle anderen Anlagen (Berglift, Tallift, Feuerwehrhauslift, Droidkostnlift, Skischulliftt) sind Multerer Seillift, die während des Sommers abgebaut wurden. Ein Problem gabs aber noch. Auf meiner Uraltkarte war noch ein weiterer Lift unterhalb der Straße durch Langfurth eingezeichnet, der fehlte aber auf dem Pistenplan…. Jetzt aber der Reihe nach. Der Brotjacklriegellift war gleich um die Ecke:

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seilbahner hat es richtig vermutet warum die Gehänge z.T. falsch herum montiert wurden. Hier ist der Fotobeweis :wink:

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An diesem Heuss scheint noch vieles original zu sein

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So z.B. die Gehänge, die noch original sind.
Ob diese Art der Befestigung fürs Seil wirklich optimal ist sei dahingestellt.

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Wäre doch auch ein nettes Foto fürs Rateforum gewesen :D

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oder das hier

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Zugangsbereich


Der Sturmriegellift konnte dann auch nicht mehr weit sein:

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Der Lift überquert u.a. eine Nebenstraße. Wie das im Winter mit den Pisten und der Lifttrasse geregelt ist kann ich mir nicht so richtig erklären.

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Doppelmayr Typ A: alles sieht auch hier noch original aus

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Diesmal Blick von der anderen Straßenseite nach Langfurth mit dem „hinteren“ Bayerischen Wald. Leider war die Fernsicht alles andere als gut (Gewitter!).

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Der Sturmriegellift ist mit gut 800m der Längste im Skigebiet.

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Die Talstation befindet sich direkt hinterm Friedhof.

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Auch vom Gefälle her ist der Hang recht ordentlich


Jetzt fehlte nur noch der Lift unterhalb der Straße, der nicht auf dem Pistenplan eingezeichnet war. Wie erwartet, war davon so gut wie nichts mehr zu sehen. Der Lift musste scheinbar einem Baugebiet weichen. Vermutlich war der Lift unrentabel, da es ein steiler Südhang ist. Ohne Beschneiung dürfte der Schnee wohl kaum lange gehalten haben. Auch gab es keinen eigenen Parkplatz. Die Parkplätze sind meiner Meinung ein weiteres Problem für das ganze Gebiet. Bis auf ca. 100 Stellplätze in der Nähe des Brotjacklriegelliftes gibt es keine größeren Parkmöglichkeiten.

Abschließend noch etwas „Fundamenti-Feeling“ :wink:

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Teil der Bergstation des Doppelmayr-Schleppers (jetzt in einem Vorgarten)

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Ein Stück davon entfernt das Fundament der dritten Stütze der Umlenkung. Wenn man sich die Spuren ansieht könnte man meinen, der Lift sei erst vor kurzem demontiert worden.


Fazit: interessantes Gebiet, das evtl. einen Besuch im Winter wert wäre
 
Das mit der Seillageüberwachung nach der Antriebsscheibe ist in Deutschland erlaubt, da das Seil ja praktisch nicht aus den Robas entgleisen Kann. Die Robas vor der antriebsscheibe Dienen ja als einfluchthilfe in die Scheibe. Und Solche aufmontierten Antriebsscheiben Fallen ja nicht herunter,bzw. das Seil kann nicht entgleisen.
Wir haben bei unseren DM Schleppern auch nirgends nach dem Antrieb Bruchstäbe.
Das kann man handhaben wie man will.
 
^^ Komisch. Der Ordner (und nur dieser) mit allen Fotos ist komplett vom Server verschwunden.
Jetzt sollte es aber wieder funktionieren.
 
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