Silva schrieb:
Wir nehmen einen Freund unseres Sohnes mit und sie werden dann 2 Tage einen Skikurs machen, um wieder reinzukommen.
Ich empfehle dringend, vom klassischen Schikurs Abstand zu nehmen. Gerade in den Ferien sind diese Kurse richtig voll und wenn ich mir dann die Größe von der Gruppe anschaue, dann bezweifle ich stark, dass das Preis / Leistungsverhältnis stimmt. Es sind einfach zu viele Schüler pro Skilehrer da, somit ist die Konzentration vom Schilehrer immer etwas, nennen wir es, aufgeteilt. Wenn die Schüler dem Lehrer hinten bei Übungen nachfahren, funktioniert das bei den ersten Vier gut, bei den nächsten 4 halbwegs, und bei den letzten dann nicht mehr.
Ich sehe gerade in der Hochsaison hier doch gewisse Probleme, die aber mit einem Privatlehrer umgehen kann. Hier ist die Konzentration von Lehrer auf Schüler doch deutlich besser und der Lernerfolg wird sich schneller einstellen, des weiteren dürften sich auch deutlich weniger Gewohnheitsfehler einschleichen als bei den letzten Schülern in der Großgruppe. Lieber hier mehr Geld in die Hand nehmen, es ist besser investiert.
chianti schrieb:
Ich habe schon einige 14-jährige unterrichtet und bin mir deshalb sehr sicher, dass ein Anfänger in diesem Alter nach einer einwöchigen Skifreizeit mit vermutlich maximal 2 Stunden Unterricht am Tag für 25 Schüler auf einem Haufen weder einen parallelen Kurzschwung hinbekommt noch kontrolliert carven kann. Der Sportlehrer hat sich mit seiner Aussage mMn kein gutes Fachzeugnis ausgestellt.
In deiner Annahme werden Dinge nicht korrekt berücksichtigt.
- Du sprichst jemanden die Qualifikation ab, ohne Fachkenntnis dieser Person zu kennen
- Du weißt nicht, wie gut der jeweilige Schüler wirklich ist
- Du kennst die Gruppengröße nicht
Unterm Strich kannst du diese Aussage so nicht tätigen und sie ist auch vermutlich nicht haltbar.
Gegenbeispiel: mein Schulschikurs Nr. 1 fand in OT statt. Zwei Klassen mit etwa 40 Schülern wurden von 8 Lehrern (mit entspr. Kenntnis) begleitet. Kamen also etwa 5 Schüler auf einen Lehrer. Das war allemal noch weit besser als das, was so manche Schischule veranstaltet. Die Leute, die damals noch nie auf Ski gestanden sind, konnten damals nach einer Woche wenigstens steilere Pisten im Stemmbogen gut bewältigen, wir, die, die schon passabel Schifahren konnten wurden weiter in Skitechnik geschult und hatten beim freien Fahren auch unseren Spaß. Wenn ein Skikurs so abgehalten wird, dann spricht für Fortgeschrittene nichts dagegen, sich auch mal alleine auf die Schi zu stellen, sofern sie in dieser Zeit ihre Fähigkeiten so weit perfektioniert haben, dass sie die Technik sauber beherrschen.
Einen konkreten Tipp kann ich also nicht geben, da ich die Ausgangssituation nur durch eine vage Beschreibung und der sich in weiterer Folge entwickelten Diskussion kenne. Einzig das kann ich dir mit Sicherheit sagen - wenn ein Teenager was nicht will, dann will er es auch nicht - sprich, wenn er sich weigert, einen Skikurs zu machen oder mit einem Skilehrer zu fahren, dann hat man als Eltern denkbar schlechte Karten - das ist in meinen Augen dann rausgeschmissenes Geld - schließlich hast du auch ein Interesse daran, dass dein Kind einen entsprechenden Gegenwert erhält. Manchmal wollen Kinder ihre Freiheit haben, da kann man es als Elternteil noch so gut mit ihnen meinen.
MFG Dachstein