• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Skilift Abbügler der Traumjob

ATV

Chimborazo (6310m)
Registriert
01. Feb. 2009
Beiträge
6.520
Reaktionspunkte
1.050
Das bei Schleppliften in der Talstation die Bügel unter den Hintern gegeben werden ist man sich ja von vielen Anlagen gewohnt. Jetzt bin ich aber vermehrt über Schlepplifte gestolpert bei denen in der Bergstation der Bügel vom Personal übernommen und abgebügelt wird.
Muss ein echter Traumjob sein. Ab und zu wieder ein ungeübter den Bügel anstatt wie vorgeschrieben dem Personal übergeben einfach in Richtung Liftwart zu werfen. Mindestens Helm und Schutzbrille sowie Kevlarweste währen da angebracht. :wink: Habe kurz mit dem Abbügler gesprochen. Er hat nur gemeint, dass sich um diese Ablösung am Skilift keiner reisst. m :lach:
Hat das sonst schon jemand gesehen. Bis jetzt mindestens 5 Skilifte mit solchen Systemen gesehen.
 
Hier sieht man kurz sowas in Aktion:
 
Der grund für das Abnehmen der Bügel liegt an der Bergstation. Wenn man dort den Bügel loslässt, ist das Gehänge schon auf der Seilscheibe. Das gehänge würde herumschlingern und irgendwo dagegenstoßen. Der Angestellt hält den Bügel, bis das Gehänge wieder auf dem Weg nach unten ist. Dann lässt er den Bügel los. So schlägt der dann nirgends an! :D
 
Ja das nennt man Totpunktausstieg. Normalerweise macht man das aber selber. Für die Zürcher brauchts aber Hilfe. :lach:
Hier für diejenigen die es selber können:

 
ein recht heftigen totpunktaustieg hatte damals der skilift tannenboden-kreuz, nach einem deftigen steilstück den bügel abzugeben war nicht jedermanns sache, der liftler oben hatte sich eine dementsprechende bretterwand gebaut :D
 
ATV schrieb:
Ja das nennt man Totpunktausstieg. Normalerweise macht man das aber selber. Für die Zürcher brauchts aber Hilfe. :lach:
Hier für diejenigen die es selber können:
Auch Basler Skizwerge wären bei so einem Anfängerlift wie im Video um eine Hilfe froh!
 
ATV schrieb:
Normalerweise macht man das aber selber. Für die Zürcher braucht´s aber Hilfe. :lach:
Sowas würde man dann aber eigentlich innerschweizer "Rassendiskriminierung" nennen :wink: und wenn Du mal z. B. aus beruflichen oder privaten Gründen nach Zürich übersiedeln müßtest wärst Du auch davon betroffen...:ja: :lach:

Ich denke den Mitarbeiter hat man aus Sicherheitsgründen für Lift und Passagiere eingesetzt. Ich kenne Lifte mit Totpunktausstieg eigentlich nur aus der Schweiz und vermute deshalb, daß die aus Gründen der potentiellen Gefährlichkeit in anderen Ländern gar nicht genehmigungsfähig waren bzw. sind.
Meiner Meinung nach sollte man nen Liftbau besser lassen wenn man das Geld für 40 Meter mehr Seillänge nicht aufbringen will; außerdem werden diese erzielten Einsparungen durch erhöhte Abnützung der Umlenkscheibeneinlage kompensiert die durch die leicht während des Umlenkvorgangs drehende Klemme stärker abgenutzt werden.
 
Meinst Du wirklich man hat das so gebaut, weil man Seil sparen wollte?
Der Totpunktausstieg wird meistens. Tramelan mal ausgeschlossen, da eingesetzt wo es an der Bergstation nicht genügend Platz hat für die gängigen Ausstiegsysteme. Ich finde es eine sehr elegante Lösung damit man so auch den Lift bis auf den Berggrat hochbauen kann bis zuoberst auf den Gipfel. Aber das ist ja heute gar nicht mehr in. Die meisten kastrierten Lifte in AT enden ja da wo es interessant wird.

Der Spruch mit den Zürchern ist übrigens nicht von mir sondern von Bügelgoalie. Er meint, früher habe man das bei dem oben gezeigten Lift auch selber gemacht, seit aber alle mit der S-Bahn in die Flumserberge usw. fahren können und dort Schlepper benutzen bei denen man den Bügel einfach wegwerfen kann, gäbe es nur Probleme. Die Leute seien sich gewöhnt den Bügel wegzuwerfen. Folgen, Seilentgleiszungen, abgerissene Bügel, und Verletzungen am Kopf durch herumfliegende Bügel.

Komischerweise funktioniert es aber an andern Orten obwohl da auch viele Schlepper mit dem normalen Wegwerfsystem sind. Zum Beispiel Brüsti der Stupersteile Uraltschlepper am Rämseli sogar mit Antrieb am Totpunkt. funktioniert Tiptop oder all die alten GMD Lifte im Jura. Tramelan, Tavanne, Orvin usw. Auch Wirzweli funktioniert zumindest nach dem Umbau sehr gut. Also muss wirklich was daran liegen, das den Lift Zürcher benutzen. :roll:
 
Mal kurz OT: In den Flumsi hat man den letzen wirklich relevanten Schlepper (Seebli) vor kurzem durch einen Sessel ersetzt. Nun gibt es dort Skilifte nur noch im Anfängerbereich.
 
:lach: Und genau dort lernt man dann das Bügelwegwerfen. Diejenigen die den Seblilift gefahren sind haben auch das abbügeln ohne Hilfe im Griff.
 
In Thyon/Veysonnaz gab es mal einen Übungslift mit Totpunktausstieg, wenn die Skilehrer damit gefahren sind haben die auch immer den Teller festgehalten und erst losgelassen wenn er wieder runtergefahren ist.
Einige Jahre später war der Lift dann modernisiert und die Bergstation wurde 20 Meter nach hinten verlegt, dann hatte der Lift einen normalen Ausstieg. Durch diese Maßnahme war dann aber eine zusätzliche Stütze notwendig, vorher hatte der Lift auf der Strecke gar keine Stütze (meine ich zumindest, ist bestimmt schon über 10 Jahre her...).

Da war aber nie jemand der den Bügel angenommen hat.

Es handelt sich übrigens um den Lift "Bambino" heute sind da zwei nebeneinander, früher war da nur einer: http://www.infosnow.ch/~apgmontagne/?lang=de&pid=45&tab=map-wi-veysonnaz
 
OT:

Warum schimpft ihr Schweizer eigentlich über euer eigenes Züricher Gesocks derart anstatt denen das richtige Abbügeln beizubringen? ;D
 
Erstens heisst es Zürcher (Ohne i, du bist schliesslich auch kein Münchener!), und zweitens lässt sich niemand gerne einfach so beleidigen!

Dein Beitrag ist übrigens trotz smiley durchaus grenzwertig!
 
Ich kann mich noch dran erinnern, daß wir anlässlich des ersten Schulschilagers ca. 1972 in einer Vorbereitungsschulstunde noch recht genau darüber instruiert wurden was man bei Liften und Bahnen zu tun und zu lassen hat; offensichtlich besteht da wieder Bedarf danach - und meinen Beobachtungen nach sicher nicht nur auf Zürich beschränkt sondern eher zumindest europaweit...:ja:
 
Übrigens am Zürcher Sternenberg gibts auch einen Seilscheibenausstieg ohn Hilfe. 8O
 


Viele Grüße,
Tobi
 
An so einen Lift kann ich mich aus Kindertagen (70er) auch noch erinnern. War ein Holzportalmastenlift auf der Turracher Höhe.
(Damals schon kultig. Vovo und Münchner wäre das Herz gehüpft :wink: )
Soweit mich meine Erinnerung nicht trübt, hat's dort auch ohne Abbuegler funktioniert. Sogar wir Kinder wussten fast intuitiv was zu tun war.
 
ATV schrieb:
Übrigens am Zürcher Sternenberg gibt es auch einen Seilscheibenausstieg ohne Hilfe. 8O

Tja, sind die Zürcher doch nicht ganz so blöde, wie alle immer tun - aber in Ö ist es ja mit den Mundeln das Gleiche, und nicht vergessen, in Kufstein fängt der Balkan an und es war ein Fehler, den Arlberg mit einem Tunnel durchlöchert zu haben. ;)

Schlussfolgerung: die Ausdrücke basieren auf Klischees, die in keinster Weise stimmen - nur irgendwer muss ja immer die Backe hinhalten, sonst ist das Leben ja fad. Übrigens, auch in Österreich gibt's - östlich von Kufstein, also im Jargon mancher Tiroler Balkan - Totpunktausstiege und sinnigerweise habe ich an den mir bekannten noch nie Probleme gesehen.

MFG Dachstein
 
Und wie viele Seilscheiben ausstiege gibt es in Österreich? Mir kommt grad keiner in den Sinn. Ahh doch in Fieberbrunn einer von Leitner.
 
Zurück
Oben