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Skipassentzug Diskussion

Ein tatsächlich höchst amüsanter thread.
Immerhin ist die Diskussion auf den letzten Seiten deutlich vernünftiger geworden. Tatsächlich ist aus Betreibersicht nachvollziehbar, dass man gewisse Strecken eher vorsorglich und frühzeitig sperrt, Stichwort Haftung. Wenn man dann etwas Augenmaß walten lässt, kann man schon abschätzen, ob man eine Piste noch fahren kann oder nicht. Schauen wo etwa die ein oder andere Skischule fährt oder auch mal einen Angestellten zu fragen hilft u. a weiter :D

Krass finde ich die Aussagen auf den ersten Seiten des threads, etwa so nach dem Motto 'ich bin eh der Geilste und lass mir nix sagen.' Um dann noch mit russischen Anarchisten als Rechtfertigung dafür zu kommen, auch auf den letzten Winkel des Berges fahren zu können. Vernunft und Verantwortungsbewussten ist wohl doch nicht mit der Fähigkeit zu schreiben korreliert wie ich mal dachte^^

Warum ich das Thema jetzt wieder ausgrabe? Weil ich auf 11 Seiten nicht gelesen habe, dass mMn viele Bergbahnen aus Gutmütigkeit und falsch verstandener Kundenfreundlichkeit viel zu selten von ihren AGB Gebrauch machen und Skifahrern die Pässe weg nehmen. Da werden ganze Steilhänge und eindeutig vergletscherte Bereiche auf 3000m+ verspurt und keinen scheint es zu jucken. Selbst an Steilhängen zwischen 2 Skiwegen, an denen ich selbst schon miterlebt habe das dort Skifahrer Schneebretter ausgelöst haben und die Bergrettung dann gebuddelt hat um zu schauen ob es auch verschüttete 'Normalfahrer' gab, konnten im nächsten Jahr wieder ganze Rudel von Idioten abfahren.
Und der Flachlandtiroler der bei nassem Schnee im Frühjahr die ganzen Spuren sieht und glaubt es wäre ja ok da zu fahren wird sich mit etwas Pech ganz schön täuschen.
 
Das Problem wird sich mit der zunehmenden Zahl von Skitourengehern noch verschärfen. Ich vergleiche das mal mit Hobbydrohnen. Jahrzehntelang war es fast ohne Einschränkungen möglich, selbst gebaute (!) Modell-Flugzeuge oder Hubschrauber in Deutschland zu betreiben. Seit dem aber jeder Dödel so eine Drohne flugbereit kaufen und damit in der Einflugschneise von Flughäfen den großen Fliegern Konkurrenz machen kann, hat der Gesetzgeber die Regeln für alle verschärft.

Wie soll also ein (ortsfremder) Skitourengeher, der irgendwo in eine Piste einfährt, feststellen, dass es sich

a) um eine Piste
b) um eine gesperrte Piste
c) um eine gesperrte Piste handelt, auf der gerade mit Sicherungsseil gearbeitet wird?

Die für die Bergbahnen einfachste Lösung besteht darin, einfach den ganzen Berg zu sperren. Betreten verboten. Schön, bequem, für Tourengeher eher unpraktikabel.
Oder man geht hin, und markiert deutlich an den betrefenden Stellen, dass dort mit Seil gearbeitet wird. Kostet Zeit, ist etwas umständlicher. Aber durchaus möglich. Fällt für mich auch unter die Verkehrssicherungspflicht.

Wenn irgendwo auf der Straße der Gehweg aufgerissen wird, dann sperrt man ja auch nur die paar Meter und nicht die ganze Straße, oder?

Im übrigen kann man auch im freien Gelände an einer Baumwurzel hängen bleiben. Wir sollten solchen Unfällen vielleicht auch mit mehr Gelassenheit begegnen und nicht in blindem Aktionismus immer gleich nach schärferen Regeln oder Vorschriften rufen.
 
Ich würde mal sagen deine Frage lässt sich in den meisten Fällen mit einem einzigen Wort beantworten: VORBEREITUNG
 
Also Seefeld und Hochfügen haben nun explizit jeweils die 2 Tage vor Saisonstart zwecks Präparierungsarbeiten für Tourengeher gesperrt und dies auch so verlautbart. Zudem arbeitet Hochfügen wohl gerade an einem generellen Konzept.
 
Ich hab die Lösung.
Nicht mehr präparieren und nur noch sichern vor Lawinen. Damit wäre allen geholfen.

Kann ja wohl nicht angehen, dass manche Gebiete den ganzen Berg sperren. Oder gehört ihnen etwas der Berg persönlich? Wem gehört denn die Natur?
 
Lieber beatle. Mittlerweile weiss wohl jedes AF-Mitglied, dass Du ein Powder-/Offpiste-Fan bist. Und wir mögen es Dir auch gönnen. Aber Deine nicht wirklich sinnvollen dauerpolemischen Posts in bald jedem Topic bringen nun einfach gar nichts. Es ist halt mal so, dass der allergrösste Teil der Skifahrer Pistenfahrer sind. Sei doch froh, dann hast Du weniger Konkurrenz.
 
christopher91 schrieb:
Also Seefeld und Hochfügen haben nun explizit jeweils die 2 Tage vor Saisonstart zwecks Präparierungsarbeiten für Tourengeher gesperrt und dies auch so verlautbart. Zudem arbeitet Hochfügen wohl gerade an einem generellen Konzept.
Das scheint mir ein brauchbarer Ansatz zu sein. Denn ich bezweifle, dass man in vielen Skigebieten als Tourengeher derzeit bei seiner Vorbereitung auf die Frage, wo gerade präpariert wird, eine brauchbare Antwort erhalten wird. In der Regel wird dies schon daran scheitern, dass kein geeigneter Ansprechpartner ausfindig gemacht werden kann oder man die pauschale Auskunft erhält, das Befahren der Pisten sei ausserhalb der Öffnungszeiten generell verboten.
 
Ein richtiger Skitourengeher geht nicht in einem Skigebiet. Das sind alles nur Pseudos....
 
markus schrieb:
Ein richtiger Skitourengeher geht nicht in einem Skigebiet. Das sind alles nur Pseudos....
Es liegt in der Natur der Sache, dass die einfachsten Aufstiege in die Berge dort zu finden sind wo sich die Bergbahnen mit ihren Pisten breit gemacht haben. Außerdem ist es für angehende Skitourengeher so erst mal der einfachste Einstieg in diese Sportart. Als Fortgeschrittener plant man dann seine Skitouren schon deswegen abseits der Skigebiete, weil man den Rummel entgehen möchte. Je nach Schneelage bleibt oft aber gar nichts anders übrig, als auf Almwiesen auszuweichen. Auch, wenn dort Pisten verlaufen.
 
Die Tourengeher die ich kenne (und das sind viele) würden nieeemals aber wirklich nieemals auch nur einen Meter Piste gehen.
 
markus schrieb:
Die Tourengeher die ich kenne (und das sind viele) würden nieeemals aber wirklich nieemals auch nur einen Meter Piste gehen.
Auch die sind nicht mit Ski an den Füßen auf die Welt gekommen und mussten selbst als erfahrene Skifahrer erst einmal üben. Es sollte mich schwer wundern, wenn von denen noch nie jemand mit Tourenski auf einer Piste aufgestiegen oder abgefahren sein sollte. Und sei es einfach nur, um es zu probieren oder zu üben. Frag doch einfach mal in Deinem Bekanntenkreis rum und teile uns dann das Ergebnis mit.
 
markus schrieb:
Die Tourengeher die ich kenne (und das sind viele) würden nieeemals aber wirklich nieemals auch nur einen Meter Piste gehen.

Genau das kann ich auch bestätigen, die sind einhellig der Meinung durch das Tourengehen eben den Massen zu entfliehen und die Ruhe in der Natur zu genießen :lach:
 
Viele die das damals gelernt hatten aus meinem bekanntenkreis ( da sind auch staatliche berg und skiführer dabei falls du si etwas schon mal gehört hast) hatten noch nicht mal skipisten. Und wenn die pistenfahren, dann mit alpinski und skipass.
 
Jetzt, im geschlossenen oder halb geschlossenen Zustand, sehe ich immer mal wieder Tourengeher auf „eigentlichen“ Pisten. Nun haben sie ja da offensichtlich auch Ruhe, so lange die Lifte nicht laufen. Wie das eure Bekannten machen, weiß ich natürlich nicht... ...der verunglückte aus dem Artikel jedenfalls war auch so unterwegs. Auch wenn das „Pseudos“ sind, verunglücken müssen sie ja deswegen nicht.
 
Pancho schrieb:
Auch wenn das „Pseudos“ sind, verunglücken müssen sie ja deswegen nicht.
Du bringst es auf den Punkt. Wer mitten auf einer verscheiten Wiese ein Seil spannt der hat auch so etwas wie eine Verkehrssicherungspflicht. Bislang reichte es, einfach das gesamte Gebiet für einen unbestimmten Zeitraum als gesperrt zu erklären. Künftig wird man sich schon genauer überlegen müssen, wie man die Dauer der Sperrung auf die tatsächlich zur Präparation benötigte Zeit beschränkt und dies auch vor Ort deutlich sichtbar kennzeichnet. In diesem Zusammenhang haben wir etwas früher ja schon mal über ein Schild "In Präparation" diskutiert. Das wäre ein brauchbarer Ansatz und wenn solche Schilder tatsächlich nur dann aufgestellt werden, wenn auch präpariert wird, dann werden sie auch respektiert.
 
Du warst doch immer der, der ganz entschieden auf die Verantwortung des einzelnen und eigenes, individuelles Risikomanagement um jeden Preis gepocht hat?
Jetzt doch nicht? Also wenn es dann durch Mißachtung der vorhandenen Schilder schief geht, sind dann die Schuld, die die Schilder aufgestellt haben, weil sie davon zu viele aufstellen? 8O
Dann wird doch wieder mit Begriffen wie Verkehrssicherungspflicht um sich geschlagen... was denn jetzt? :roll:
 
Quer durchs Forum kann man typischerweise sowas von dir lesen:

NeusserGletscher schrieb:
Whistlercarver schrieb:
Wie kannst du nur eine gesperrte Abfahrt fahren? Konntest du den die Abfahrt komplett einsehen? Was wäre gewesen wenn da eine Pistenmaschine am Seil am arbeiten gewesen wäre? Mal wieder völlig unnötiges Risiko eingegangen.
Was wäre gewesen, wenn dort gerade eine 747 notgelandet wäre? Nicht auszudenken, was beim Befahren einer gesperrten Abfahrt so alles passieren kann. :wink: Risikoabschätzung ist immer eine Frage von Risikobereitschaft, Information, persönlicher Erfahrung, Können und Umsetzung. Was für den einen Risiko bedeutet, ist für den anderen eine Herausforderung oder einfach nur ein Vergnügen mit kalkulierbarem Risiko, was sich durch entsprechende Vorsicht eingrenzen lässt.

Ich würde mir durchaus zutrauen, eine mir bekannte Piste auf Sicht mit moderater Geschwindogkeit zu befahren und dabei notfalls auch auf Seile zu achten. Ich gehöre allerdings halt auch zu den Menschen, die generell auf auch auf vermeintliche Kleinigkeiten achten. Sofern auf dieser Piste überhaupt irgendwo mit Seil präpariert wird, würde ich es aber vermutlich eher lassen.

Und dann heulen, wenn es schief geht oder was und sich in juristischen Prouetten verdehen, also nach Justiz und Staat (also deiner vielzitierten „Obrigkeit“) rufen, um jemandem mangelnde Verkehrssicherung anzuhängen...?
 
Ach, Pancho, tu uns doch den Gefallen und schreib bitte erst was zum Thema, wenn Du sachlich was dazu beizutragen hast. Polemik gibt es hier schon genug.
 
Polemik -? Ich habe dich zitiert... 8)

Das zeigt genau, wieso eher mehr als weniger gesperrt wird.
Freiheit und Eigenverantwortung und „ich weiß genau wo es gefährlich ist weil ich bin der größte Skifahrer“ - so tönt es, bis was passiert. Sollte man dann aber zu Schaden kommen, wird ganz schnell umgeschaltet und dann guckt man mal aber ganz schnell genau, ob da nicht vielleicht so was kleinkariertes wie „Verkehrssicheungspflicht“ vielleicht irgendwo verletzt wurde.

Der Unterschied zwischen freiheitlichem Denken und „ich pfeif auf Normen, weil das ist Obrigkeitshörig und ich leb mich da aus wo es mir passt“ und genauestem Prüfen von eben diesem Normen ob ich nicht vielleicht doch was für mich rausschlagen kann ist genau da, wo selber Schaden genommen wird.

Das ist genau das Thema hier und mit Verlaub, Du hast mir hier sicher nicht mitzuteilen, wann ich weiter schreiben darf und wann nicht.
 
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