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Skiservice selber machen

Super Liste! Fast alles, was Du nennst, hat sich bei mir selbst als nützlich oder sogar als unentbehrlich herausgestellt.

Um ein vielleicht von manchen als exotisch beurteiltes Beispiel zu nennen: Der Seitenwangenhobel. Wenn man regelmäßig die Außenseite der Kanten entgratet und nachschleift, stellt man irgendwann fest, dass Feilen und Schleifdiamant oder Keramikstein auf dem Plastikmaterial der Seitenwange aufsitzen und dadurch auch zuschmieren. Dieses Problem "irgendwie" mit dem Schnitzmesser oder freihändig mit einer Raspelfeile zu lösen, klappt nicht besonders gut, sondern man macht dabei leicht die Seitenwange kaputt.
Die Problemlösungen z.B. mit dem Toko Sidewall Planer Pro oder dem Holmenkol Ergo SideWall Planer Seitenwangenabzieher erschrecken erst mal durch ihren Preis, aber dafür hat man das dann ein für allemal vom Hals. Bis man ein Ersatz-Schneidwerkzeug braucht, vergehen bei privatem Gebrauch viele Jahre.
 
so siehts auch. dachte auch erst, so nen seitenwangenhobel brauch ich nicht, bis genau das geschah, was du eben beschrieben hast. die feile ist voller kunststoff und an die kannte kommt man gar nicht mehr richtig ran. ergo muss das unnötige kunstoffzeug irgendwie weg und das geht mit so einem hobel einfach am besten :D
 
Ich glaub euch Experten(keine Ironie) da echt gerne. Doch es ist als Laie da auch nicht so leicht auf die begrenzten Skitage erstmal die Erfahrung zu bekommen, so etwas selbst zu machen. Daher bevorzuge ich persönlich erstmal einen guten Skiservice. Ich selbst habe einen Skiservice in meinen Breitengraden(NRW) gefunden, der aber einen wirklich guten Skiservice macht.

Also die Ski werden Laservermessen und der Anpressdruck auf die Ski wird je nach Breite usw angepasst. Es wird auf die Ski also vorne(125mm) mehr Druck gegeben als in der Mitte(80mm).(Keine Ahnung ob das Standard ist) Ich kann die Ski laut ihm auch alle 1-2Tage abgeben, weil eben immer nur soviel abgenommen(geschliffen) wird wie nötig ist. Das dürfte aber eher bei wenigen Werkstätten der Fall sein.

Als ich ihm zum ersten mal meine Ski in die Hand gedrückt habe, durfte ich mir erstmal ein paar Sprüche anhören was ich denn damit angestellt habe usw. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden. Nach 10Tagen(Sulz bis Kunstschnee) ist der Belag immer noch Satt schwarz und kein Stück faserig und die Kanten sind immer noch in Ordnung(Fingernageltest), wenn sie auch abgebaut haben. Kann bei Bedarf gerne Fotos posten.
 
hutzear schrieb:
Also die Ski werden Laservermessen und der Anpressdruck auf die Ski wird je nach Breite usw angepasst. Es wird auf die Ski also vorne(125mm) mehr Druck gegeben als in der Mitte(80mm).
das würde mich mal näher interessieren, wie man den Anpressdruck anpassen kann
 
Ich habe mich nicht weiter damit auseinander gesetzt. In der Skimitte beispielsweise muss ja weniger Kraft beim plan schleifen des Belags und der Kanten verwendet werden, als an den Enden, um den gleichen Druck zu erzeugen.

Er sagte "Laser vermessen". Kann auch seine, dass es eine simple Software mit entsprechender Kamera ist, die die Breite so vermisst/erkennt. Sinnig ist das Ganze in jedem Fall.
 
Talabfahrer schrieb:
Es gab auch mal einen Bericht Wann sollten Ski gewachst/geschliffen werden?, in dem eine wirklich große Bandbreite von Meinungen dargestellte wurde, wann denn ein Ski Pflege und Instandsetzung benötige, von becks0815' Tourenski (Reparatur vemutlich erst, wenn ein Loch die Oberfläche erreicht hat) bis zu whiteouts Lobeshymnen auf die regelmäßige Maschinenpräparation in der eigenen kommerziellen Skiwerkstatt.

Ich nehme mal die Erwähnung meiner Wenigkeit zum Anlass einer Frage: weiss jemand, ob es bei den Rotationsbürsten bei den Herstellern grosse Qualitätsunterschiede gibt? Wenn ich so eine Bürste mit Achse für einen zweistelligen Betrag finden könnte, würde ich fast schwach werden und die Handbürste rauskegeln.

In Punkto Flicken und Wachsen gabs auch hier zwei Updates. Tiefe Kratzer flicke ich nun mit UHU Endfest 2-Komponentenkleber. Hält bis jetzt, obwohl der Kleber laut Hersteller nicht wirklich für PE geeignet ist. Sollte der kleber scheitern habe ich noch Industriesekundenkleber hier. Alle Wachsgeschichten (ob Tropfkerzen oder Bügelpulver) sind mir nämlich nach kurzer Zeit wieder rausgefallen oder wurden gleich mal vom Kleber der Felle rausgezogen.

Beim Wachsen bin ich fauler geworden. Anstelle das Wachs nach dem Bügeln auskühlen zu lassen und es mit einer Plexiglasklinge abzuziehen (viel Arbeit, viele Wachsspäne und Dreck) wische ich gleich das meiste Wachs im noch flüssigen Zustand vom Belag. Da reicht dann einfaches Nachbürsten mit Nylon aus.

Zum Thema Löcher im belag sage ich sonst besser nichts, meine Ski sehen da recht rüpelhaft unten herum aus. Mancher Skipistenfahrer würde da längst weinen.
 
becks0815 schrieb:
Talabfahrer schrieb:
Es gab auch mal einen Bericht Wann sollten Ski gewachst/geschliffen werden?, in dem eine wirklich große Bandbreite von Meinungen dargestellte wurde, wann denn ein Ski Pflege und Instandsetzung benötige, von becks0815' Tourenski (Reparatur vemutlich erst, wenn ein Loch die Oberfläche erreicht hat) bis zu whiteouts Lobeshymnen auf die regelmäßige Maschinenpräparation in der eigenen kommerziellen Skiwerkstatt.

Ich nehme mal die Erwähnung meiner Wenigkeit zum Anlass einer Frage: weiss jemand, ob es bei den Rotationsbürsten bei den Herstellern grosse Qualitätsunterschiede gibt? Wenn ich so eine Bürste mit Achse für einen zweistelligen Betrag finden könnte, würde ich fast schwach werden und die Handbürste rauskegeln.

Antwort: wenn du nur deinen Ski präparierst brauch so etwas nicht.... wenn du am WE wie ich teilweis 8 bis 10 paar machst lohnt sich so eine Bürste schon, unabhängig ob zweistellig oder nicht ( und ich habe mit Kork gute 4 Bürstenaufsätze.....

In Punkto Flicken und Wachsen gabs auch hier zwei Updates. Tiefe Kratzer flicke ich nun mit UHU Endfest 2-Komponentenkleber. Hält bis jetzt, obwohl der Kleber laut Hersteller nicht wirklich für PE geeignet ist. Sollte der kleber scheitern habe ich noch Industriesekundenkleber hier. Alle Wachsgeschichten (ob Tropfkerzen oder Bügelpulver) sind mir nämlich nach kurzer Zeit wieder rausgefallen oder wurden gleich mal vom Kleber der Felle rausgezogen.

Antwort: Hier würde ich mal einen 20 Euro Scheinin die Hand nehmen und ggfl. mal zu jemanden gehen der sich damit auskennt. Wird sauber ausgestanzt und dann mit einem vernünftigen Kleber wieder eingeklebt.

Beim Wachsen bin ich fauler geworden. Anstelle das Wachs nach dem Bügeln auskühlen zu lassen und es mit einer Plexiglasklinge abzuziehen (viel Arbeit, viele Wachsspäne und Dreck) wische ich gleich das meiste Wachs im noch flüssigen Zustand vom Belag. Da reicht dann einfaches Nachbürsten mit Nylon aus.

Antwort: Der Wachs soll ja erst auskühlen und sitzt dann erst gut in der Struktur, wenn du den warm abziehst wirst du recht wenig erreichen....... wenn ich höre wie deine Ski aussehen könnte ich mir vorstellen das du gar keine Struktur mehr hast wo du üerhaupt Wachs reinbügeln könnte..... wahrscheinlich verwendest du aus Geiz ein normales haushaltsbügeleisen für 14,95 Euro und hast auch noch den Belag verbrannt...... So wie du es beschreibst kannst den Wachs aber auch zum Fester raus werfen, wird dir nicht viel bringen........

PS: Du hörst dich so geizig an dass du mit JDS verwand sein könntest......

Zum Thema Löcher im belag sage ich sonst besser nichts, meine Ski sehen da recht rüpelhaft unten herum aus. Mancher Skipistenfahrer würde da längst weinen.
 
Olli: Nur zitieren und gar nichts antworten? Was soll das? In manchen Foren wird man deswegen verbannt!
 
Ich habe versucht mich in das Thema Kanten schleifen einzulesen und ich möchte erstmal Wachsen ausschließen.

Sehe ich es richtig, dass man eigentlich nur folgende zwei Produkte benötigt, abgesehen von Skihalterungen ?

Kantenschleifer (88° sollte Standard für Pistenski sein)
https://www.amazon.de/Swix-Sport-To...86456130&sr=1-1&keywords=toko+kantenschleifer

Seitenwangenhobel (nur notwendig, wenn man feststellt dass die Feilen auf der Seitenwange aufsitzen und dadurch die Feile mit Plastik zuschmiert)
https://www.amazon.de/Toko-4120-003...=1486456203&sr=1-1&keywords=toko+seitenwangen
 
Hmmm.. weiß nicht, so ein Ding hatte ich auch mal. War nicht so der Burner. Für den jenigen der nur auf der normalen Piste fährt mag es gehen, wenn du etwas mehr machst oder willst passt es nicht mehr. Ich habe ein paar dicke Edelstahlwinkel mit verschiedenen Gradzahlen, dazu 2 gute Feilen ( medium und fein ). nach den Feilen gehe ich aber nochmal mit 2 verschiedenen Diamantfeilen drüer und anschließend noch mit einem Schleifgummi damit ich die ganzen kleinen Grate abbekomme, dann hast du eine richtige Kante.

Über das Ski wachsen müssen wir uns fast nicht unterhalten, da gibt es eh zig verschiedene Methoden ........ :D

@ br403 : was ist falsch an der Art der Antwort ???
 
Dede schrieb:
Ich habe versucht mich in das Thema Kanten schleifen einzulesen und ich möchte erstmal Wachsen ausschließen.

Sehe ich es richtig, dass man eigentlich nur folgende zwei Produkte benötigt, abgesehen von Skihalterungen ?

Kantenschleifer (88° sollte Standard für Pistenski sein)
https://www.amazon.de/Swix-Sport-To...86456130&sr=1-1&keywords=toko+kantenschleifer

Seitenwangenhobel (nur notwendig, wenn man feststellt dass die Feilen auf der Seitenwange aufsitzen und dadurch die Feile mit Plastik zuschmiert)
https://www.amazon.de/Toko-4120-003...=1486456203&sr=1-1&keywords=toko+seitenwangen

servus, das reicht leider nicht aus.

kantenschleifer 88 gad ist schon mal gut, für die seitenkante. dann brauchst du auch noch eine vorrichtung zum einspannen, um die belagsseitige kante abzuhängen. ich verwende dazu 0,5 grad. und dann wären 2 bis 3 diamtfeilen nicht schlecht, um die kante zu polieren. umso feiner die kante gefeilt und geschliffen ist, desto länger hält sie. nach z.b. 3 skitagen auf kunstschnee ist das ding schon so weit runter, dass man nachfeilen muss. wenn man das unterwegs nicht kann, dann sollte man wenigstens den grad entfernen. das geht freihändig mit der feinen diamtfeile.

und wenn du nicht wachsen willst, dann nützt dir das feilen auch nix. erstmal macht man bei feilen den belag teilweise dreckih. das muss ausgebürstet werden und der belag sollte natürlich nach dem feilen auch frisch gewachst werden.
 
freihändig bedeutet bei Skiservice ohne Einspannen des Skis - sprich etwa an Wand anlehnen - und dann mit Tool/Winkel/Feile drübergehen. Damit ist NICHT gemeint die Feile einfach wirklich in der Hand halten und drüberziehen - damit machst du mehr kaputt als gut.

Zum Grat entfernen ist ein Schleifstein zum einspannen auch ziemlich optimal - kostet weniger Kante wie die Feile, aber bringt mehr wie der Diamant an sich. Halt einen eher feinen wählen und keinen zu groben. Und natürlich immer nass bei Schleifstein. Im Prinzip könnte man auf Diamantfeilen auch verzichten durch Kauf von Hartmetallfeile von Vallorbe (kostet hat ein Schweinegeld) und Schleifsteinen zum nachpolieren. Vorher Schäden entfernen muss man ja nicht bei der Hartmetallfeile. Ich finde grad im Urlaub aber die Diamantfeile zum schnell nachpolieren/grat entfernen aber am praktischsten. Geht einfach schneller wie mit Schleifstein - dazu unkomplizierter bezüglich Abnutzung (den Schleifstein muss man von Zeit zu Zeit abziehen - und dass ist kompliziert).
 
extremecarver schrieb:
freihändig bedeutet bei Skiservice ohne Einspannen des Skis - sprich etwa an Wand anlehnen - und dann mit Tool/Winkel/Feile drübergehen. Damit ist NICHT gemeint die Feile einfach wirklich in der Hand halten und drüberziehen - damit machst du mehr kaputt als gut.

Zum Grat entfernen ist ein Schleifstein zum einspannen auch ziemlich optimal - kostet weniger Kante wie die Feile, aber bringt mehr wie der Diamant an sich. Halt einen eher feinen wählen und keinen zu groben. Und natürlich immer nass bei Schleifstein. Im Prinzip könnte man auf Diamantfeilen auch verzichten durch Kauf von Hartmetallfeile von Vallorbe (kostet hat ein Schweinegeld) und Schleifsteinen zum nachpolieren. Vorher Schäden entfernen muss man ja nicht bei der Hartmetallfeile. Ich finde grad im Urlaub aber die Diamantfeile zum schnell nachpolieren/grat entfernen aber am praktischsten. Geht einfach schneller wie mit Schleifstein - dazu unkomplizierter bezüglich Abnutzung (den Schleifstein muss man von Zeit zu Zeit abziehen - und dass ist kompliziert).


Sicherlich ist es besser wenn der Ski eingespannt ist...... Aber beim Rennen nach dem ersten Lauf schleife ich immer die Kanten bei den Kindern mit Diamantfeile nach, geht freihändig mit einer ganz feinen Feile und der richtigen Handhabung super und es geht auch absolut nichts kaputt.
 
du meinst freihändig ohne Winkel? oder freihändig so wie es Service Techniker bezeichnen? Ich hab schon mit mehreren gesprochen - und keiner würde eine Diamantfeile ohne Winkel einfach nur mit Hand gehalten über den Ski ziehen. Nimmt man die Diamantfeile mit, nimmt man halt auch einen Winkel mit. ist ja kaum größer.
 
extremecarver schrieb:
du meinst freihändig ohne Winkel? oder freihändig so wie es Service Techniker bezeichnen? Ich hab schon mit mehreren gesprochen - und keiner würde eine Diamantfeile ohne Winkel einfach nur mit Hand gehalten über den Ski ziehen. Nimmt man die Diamantfeile mit, nimmt man halt auch einen Winkel mit. ist ja kaum größer.


sowohl als auch..... :D
 
extremecarver schrieb:
freihändig bedeutet bei Skiservice ohne Einspannen des Skis - sprich etwa an Wand anlehnen - und dann mit Tool/Winkel/Feile drübergehen. Damit ist NICHT gemeint die Feile einfach wirklich in der Hand halten und drüberziehen - damit machst du mehr kaputt als gut.

Zum Grat entfernen ist ein Schleifstein zum einspannen auch ziemlich optimal - kostet weniger Kante wie die Feile, aber bringt mehr wie der Diamant an sich. Halt einen eher feinen wählen und keinen zu groben. Und natürlich immer nass bei Schleifstein. Im Prinzip könnte man auf Diamantfeilen auch verzichten durch Kauf von Hartmetallfeile von Vallorbe (kostet hat ein Schweinegeld) und Schleifsteinen zum nachpolieren. Vorher Schäden entfernen muss man ja nicht bei der Hartmetallfeile. Ich finde grad im Urlaub aber die Diamantfeile zum schnell nachpolieren/grat entfernen aber am praktischsten. Geht einfach schneller wie mit Schleifstein - dazu unkomplizierter bezüglich Abnutzung (den Schleifstein muss man von Zeit zu Zeit abziehen - und dass ist kompliziert).

du schreibst manchmal echt einen schmarrn zusammen, sorry, aber das ist käse. vielleicht meinst du auch etwas anders. mit einer normalen feile macht man freihändig mehr kaputt. das ist völlig richtig. ich meinte aber nur die entfernung des grates, der nach einen kunstschneetag schon vorhanden ist. den kann man freihändig mit einer feinen diamtfeile wegbekommen. da macht man auch nix kaputt. es gibt auch leute, die verwenden dazu einen schleifgummi. mir wäre der schon zu grob.
 
ich finde auch mit Diamant ohne Winkel zum grat entfernen macht man mehr kaputt als gut. Ist doch kein Aufwand den Diamant in den Winkel einzuspannen. Gut - evtl mit einem extra feinen Diamanten würde ich das noch machen - mit einem gröberen versaust dir die Kante so schon ordentlich. Und Schleifgummi hat einen super Zweck - Rost entfernen wenn man mal nicht aufgepasst hat und der Keller leicht feucht ist etwa. Bzw halt Kante brechen - das geht auch super mit Schleifgummi.
 
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