Ich vermute, dass die Oberflächen der Kanten im Neuzustand etwas anfälliger gegen Korrosion sind. Dass es in der Materialqualität wesentliche Streuungen gibt, kann ich mir nicht vorstellen. Es gibt nämlich weltweit überhaupt nur zwei Hersteller von Skikanten, und zwar die Firmen
Waelzholz International GmbH, die Skikanten in Götzis fertigt, und die Innsbrucker Firma
Metallwerk Friedrich Deutsch GmbH. Die verarbeiten Stahlbleche aus Vergütungs- bzw. Federstahl C60 und C67, und das wird mit sehr engen Toleranzen in großindustriellem Maßstab in Walzwerken hergestellt.
Damit ihr was zum Lachen habt, zeig ich jetzt mal das Ergebnis, das ich als Verpackungskünstler dem Rat von Spezialwidde folgend vorerst mal für meine zwei neuesten Paar Ski fabriziert habe:
Das war der Ski, bei dem ich die Roststellen gezeigt habe. Die hab ich zuerst mit diversen Schleifsteinen und zum Schluss mit dem Schleifgummi weggeschliffen, und die Kanten müssten am Ende dieser Prozedur wirklich blank und leitfähig geworden sein. Damit die Alufolie sicher leitenden Kontakt zu den Kanten bekommt, hab ich die an mehreren Stellen mit ziemlich streng sitzenden Wäscheklammern angedrückt.
Nachdem metallisch blankes Aluminium schneller als man schauen kann auf der Oberfläche eine Oxidschicht bildet, ist es natürlich fraglich, ob der Kontakt zur Kante bestehen bleibt.
Das gleiche hab ich auch noch bei meinem neuesten Ski gemacht, den ich nur ein einziges Mal zum Saisonende gefahren bin. Auch der hatte an einigen Stellen der Kanten beginnende Korrosion, während ich bei allen älteren Ski noch nichts gefunden habe.
Vielleicht nützt es ja wirklich was; einen Versuch ist es mir auf jeden Fall wert.