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Skitourenschuh für die Piste

SkiNoop1234

Massada (5m)
Registriert
29. Dez. 2017
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Hallo Liebes Forum,

kann ich mit einem Skitourenschuh den ganzen Tag auf der Piste verbringen?
Meine bedenken sind nur, da so ein Schuh leichter gebaut ist, bekommt man schneller kalte Füsse.

Was sind eure Erfahrungen?

Danke und Lieben Gruss
 
Habe ich schon ( mit Dynafit vulcan und atomic backland) öfter gemacht. Geht problemlos. Es sollte halt aber eher ein abfahrtsorintierter Tourenschuh sein. Mit ganz leichten Aufstiegsschuhen kann der Spaß bei der Abfahrt sonst schon ein Loch haben. Kalt wird mir in normalen Skischuhen und -10 Grad auch, da ich nur dünne Kompressionssocken fahr.
 
Geht problemlos. Da Skitourenschuhe mitunter ein Ideechen größer sind würde ich meinen dass die Füße eher am idealsten durchblutet und warm sind.

Wenn man an den Füßen friert, kann man nach meiner Erfahrung auch wärmere Unterhosen, Mütze oder Pullover anziehen. Der Körper hat eine einzige komplette Temperaturbilanz. Zieht man dickere Handschuhe und Leibchen an, ist der Popo auch wärmer. Friert man an den Füßen, würde ich unbedingt eine wärmere Unterhose anziehen. Und auf so viel Trockenheit in den Klamotten wie möglich achten. Eventuell auch einmal die Socken oder sonstiges feuchtes Zeug wechseln.
 
Ein wenig Vorsicht sollte auf die Schnittste Sohle zu Bindung zuteil werden jedoch. Knackpunkt ist hier die Gleitfähigkeit des vorderen Schuteils auf der vorderen Bindungsplatte. Die vorne eingestellten Z Werte beziehen sich auf normierte (eher geringe) Reibungswerte zwischen Schuh und Bindungsplatte.
Auch sind Alpinbindungen fuer manche reine Tourenschuhe bzgl. der Höhe der Backen vorne und hinten evtl. ein Problem (Schuh baut zu hoch).


Bin jetzt kein DIN Fetischist, mit rauh abgeackerten (Abnutzung und Aufrauhung) von Gummi- bzw. Plastiksohlen stimmt sowieso kein Z-Wert mehr, Gripwalk etc. hin oder her ist da schon fast nebensächlich (eher wg. Haftungsversicherung für Service relevant, die deshalb jedes mal ein Prüfprotokoll ausdrucken mit real gemessenen Auslösewerten). Ein wenig Aufmerksamkeit und eigene Gedanken mögen jedoch nie schaden.
So jedenfalls meine Herangehensweise.
 
Vorallem wäre für mich die Frage: Was willst du den Tag auf der Piste machen? Mit besagten Tourenschuhen die Piste hochlaufen? Oder wie mit "normalen" Alpin-Schuhen/-Ski liftunterstützt auf der Piste fahren? Oder Freeriden gehen? Oder die TOurenschuhe auf einen Alpinski klemmen?
Was verstehst du unter "Tourenskischuh?

Im weitesten Sinn könnte da viel drunter fallen: Technica Cochise, Scarpa Maestrale, Dynafit TLT oder gar Scarpa Alien (https://de.scarpa.com/product/22945249/alien-4-0-ein-meisterwerk-fur-topathleten-carbon-azure)... erhebliche Unterschiede :wink:
 
Hallo Leute,

danke für eure Antworten.
Ich habe mir Atomic Backland Skitourenschuhe bestellt.
Diesen würde ich dann auch ganz normal auf der Piste nutzen.

Etwas zur Aufklärung:
Ich fahre Snowboard und habe mir ein Splitboard zugelegt.
Mein altes Raceboard (mit Raichle Hardboots gefahren) hat somit ausgedient (wird aber noch einmal mitgenommen)
Ich weiß, dass ein Splitboard für einen Pistendauerbetrieb vielleicht nicht so geeignet ist.
Das Splitboard fahre ich dann mit Skitourenschuhe Atomic Backland (voraus gesetzt die passen).
Ich weiß auch das dies kein ganz optimales Setup, für Pistentage ist.
Mit Skitourenschuhe auf einem Splitboard und dann den ganzen Tag Piste fahren.
Es gibt wesentliche bessere Sachen dafür, ich weiß.
Aber was bedeutet jetzt Pisten fahren, sobald irgend wo neben der Piste schöner Schnee liegt und man kann daher fahren, fahre ich natürlich da.
Desweitern werde ich auch den einen oder anderen Tag eine Tour machen, vieleicht auch eine Geführte, damit ich nicht die Pisten (Talabfahrt) immer hoch und laufen muss.
Aber es werden jetzt zu Ostern die ersten 10 Skiurlaubstage und ich denke das es, für den ersten Urlaub mit neuem Setup schon
irgend wie klappt, sonst habe ich ja noch mein altes Board und muss mein neues Setup für den nächsten Urlaub erweitern.

Wie sagt man so schön Versuch macht klug.

Gruss
SkiNoop
 
Meine Snowboardkarriere ist ja nun schon etwas länger her und ich bin nie Splitboards gefahren. Aber ich da bislang meine ich nur Softboots und entspr. Bindungen gesehen.

Ist das nicht der üblichere Weg?
 
Öhhhhhm….
Ich glaube, du suchst hier die eierlegende wollmilchsau, die es nicht gibt…
Wenn du tourenskischuhe nimmst bleibt das uralte Problem, dass Skischuhe nach vorn und hinten flexen müssen, Snowboard hardboots aber nach links und rechts. Ein tourenschuh ist dabei zwar weicher - das Grundproblem bleibt aber…
Aus der splitboardcommunity weiß ich, dass es keinen aktuellen hardboot gibt, der dieser Problematik vor allem beim abfahren gerecht wird. Deshalb werden da die uralten Koflach Stiefel gebraucht immer noch extrem hoch gehandelt.
Diesen Kompromiss nehmen eigentlich nur solche in Kauf, die für einen extrem eisigen und steinigen aufstieg im Hochgebirge eine ebenso extreme seitenführung der Kante und harscheisen benötigen.
Machst du so was? Bist du in solchem Gelände bei solchen Bedingungen unterwegs?
Wenn nein denke eher über „Soft“Boots nach. Du wirst erstaunt sein, was sich da so getan hat in den letzten Jahren. Deeluxe ist da ganz vorn dabei, Burton (leider) eher weniger wegen der Haltbarkeit.
 
Mittlerweile gibts echt gute Splitboard Boots, auch mit den boards kann man auch mit den aktuellen Systemen ganz gut Piste hobeln.
Vergiss die Sache mit skitourenschuhe, da läufts mir eiskalt den Rücken runter :roll:
 
Ja, wenn ich mir die Konstellation vorstelle (von SB keine Ahnung habend), werden wahrscheinlich kalte Füße die kleinste Sorge sein.
Aber da es vermutlich nicht grad die 600g Version (Analog des Alien) sein wird, sollten die eigentlich "normal warm" wie sportliche Skischuhe halt sein. Halt keine Puschelschuhe oder SB-Softboots...
 
Nur am Rande: in den schön prall gefütterten Alltags-Skischuhen hatte ich dermassen kalte Füsse, dass ich 10 Jahre lang nur mit Sohlenheizung gefahren bin. Seit dem ich eine dünne Rennschale mit einem extrem dünnen Rennliner fahre + Merinosocken, habe ich keine kalten Füße mehr. Der "Trick" besteht halt darin, dass die Schale 100% auf den Fuß angepasst ist und nirgendwo parasitäres Füllmaterial irgendwelche Blutgefäße abdrückt.

Aus meiner Erfahrung sehe ich daher nicht die Notwendigkeit, für warme Füße einen dicken Schuh zu fahren. Allerdings habe ich meine Schuhe auch auf "Pantoffel-Qualität" gedehnt. Sprich, im Gegensatz zum Rennsport, wo solche Schuhe so knapp angepasst sind, dass die Rennfahrer noch im Auslauf die Schnallen öffnen müssen, kann ich den ganzen Tag auch mit geschlossenen Schnallen fahren. Andererseits passen die Schuhe aber so gut, dass ich genau so gut die unteren Schnallen den ganzen Tag offen lassen könnte.
 
Also mit SKItourenschuhen SNOWBOARD zu fahren halte ich auch für gewagt. Sind einfach 2 komplett unterschiedliche Anforderungen!
 
Hallo Leute,

danke für eure konstruktiven Ratschläge.
Welchen Softboot und welche Bindung würdet ihr mir für mein Vorhaben empfehlen?
Als Bindung hätte ich gerne eine, bei der man von hinten einsteigt.
Wenn diese für mein Vorhaben geeignet sein sollte.

Gruß
SkiNoob
 
ich fahre ja nicht snowboard, bin aber immer mal wieder mit Splitnboardern unterwegs und habe da den Eindruck bekommen, dass es in Richtung spezieller Snowboard Hardboots mit Pin-Inserts und auch Pin Bindungen fuer die Boards geht. Als Schuh ist bei meinen Kollegen der Phantom Slipper ausgesprochen beliebt - faehrt mehr als jeder zweite.
 
ich fahre ja nicht snowboard, bin aber immer mal wieder mit Splitnboardern unterwegs und habe da den Eindruck bekommen, dass es in Richtung spezieller Snowboard Hardboots mit Pin-Inserts und auch Pin Bindungen fuer die Boards geht. Als Schuh ist bei meinen Kollegen der Phantom Slipper ausgesprochen beliebt - faehrt mehr als jeder zweite.
 
molotov schrieb:
rush_dc schrieb:
Mittlerweile gibts echt gute Splitboard Boots, auch mit den boards kann man auch mit den aktuellen Systemen ganz gut Piste hobeln.
Vergiss die Sache mit skitourenschuhe, da läufts mir eiskalt den Rücken runter :roll:

https://www.powderguide.com/magazin/equipment/artikel/splitboarden-mit-hardboots-grosser-ueberblick.html

Den Bericht kenne ich, der letzte Satz sagt alles.
Für Hardcore Splitboarder sicher interessant aber für die paarmal die ich gehe, zuviel Arbeit bis das Setup irgendwann passt.
 
Schade, dass es erstespur.de nicht mehr gibt. (Weiß eigentlich wer, warum???)
Da hättest du das geballte Fachwissen vorgefunden. So weit mir bekannt waren auch alle im oben verlinkten Artikel genannten dort aktiv…

Aber sei es drum:
Was die Boots betrifft ist für meine Begriffe immer noch Deeluxe Marktführer. Eigentlich die einzigen, die jemals einen Steigeisenfesten (stichwort: härte) und gleichzeitig dauerhaft haltbaren softboot entwickeln konnten.
Burton spielt zwar auch mit, hat den ruler und den ion.
Zugegeben: den ion in lederversion hab ich grad selber neu - der braucht sich hinter meinem Extra für mich maßgeschneidertem Reaktor hardboot aus den 90ern keine Sekunde zu verstecken. Scheisse - is der hart!!!
Allerdings:
Burton hat es in den letzten 10 Jahren leider nicht gebacken bekommen, ihre Stiefel im Aufstiegsmodus haltbar zu bekommen. Schon binnen einer Saison wurden die weich wie Butter - erntete viel Kritik.
Rein abfahrend besteht das Problem aber nicht. Musst du also sagen, wie viel du tatsächlich aufsteigst…


Bindung:
Gibt eigentlich nur 3 vernünftige Anbieter:
Karakoram, Voile und spark. Der Rest ist gescheitert, weil die interfaces Schrott sind. Karakoram hat da ein eigenes, spark nutzt das von Voile so weit ich weiß.
Hat dein Board schon ein Interface? Dann schränkt das die Auswahl natürlich ein oder kostet extra… lochstich ist inzwischen eigentlich immer gleich, das sollte weniger das Problem sein.

Heckeinstieg: wirst du lange suchen können. Sorry.
2 Gründe:
Kostet gewicht, und bei splitboards wird um jedes Gramm gefeilscht.
Und:
Splitboardbindungen haben (zB. Voile) oft einen notauslöseriemen an den Straps, damit man das Board im Lawinenfall schnell vom Körper bekommt. Ist nicht wirklich kompatibel mit heckeinstieg - aber Sicherheit geht halt vor.😉

Guck mal hier, da hast du etwas Übersicht:
https://www.splitboards.eu/bindungen/?gclid=EAIaIQobChMIic6_pPW__AIVb41oCR2TSgZCEAAYASAAEgL5x_D_BwE
 
freerider13 schrieb:
Bindung:
Gibt eigentlich nur 3 vernünftige Anbieter:
Karakoram, Voile und spark.

du vergisst Dynafit... ein Grossteil der Leute, die ich kenne, die regelmässig viel (> 2-3 hkm / Tag) aufsteigen, sind eigentlich bei Pinbindungen fuer den Aufstieg gelandet.
 
freerider13 schrieb:
Schade, dass es http://www.erstespur.de nicht mehr gibt. (Weiß eigentlich wer, warum???)
Da hättest du das geballte Fachwissen vorgefunden. So weit mir bekannt waren auch alle im oben verlinkten Artikel genannten dort aktiv…
Ja leider ist die Seite down, mein letzter stand schon länger das kein Admin erreicht wurde.
Aber Frag bei http://www.wildschnee.de nach, der war da sehr aktiv und baut auch Splits usw selbst.
 
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