Hey Schneejäger, dein Post ist wieder bei mir in der Liste aufgetaucht. Erst Mal schön, dass du weiterhin begeistert bist wahrscheinlich ja leider letztes Jahr ohne weitere Praxis.
Also der Unterschied bei den höheren Kategorien ist in erster Linie die Torsionssteifigkeit, Kurven-Radius und Drehfreudigkeit. Wenn du schnell oder sogar sehr schnell unterwegs bist, dann fangen Skier aus der Einsteiger Kategorie aufgrund des weichen Aufbaus an, zu flattern. Auch verdreht sich der Ski auf vereister Piste leichter, so dass die Kante irgendwann nicht mehr richtig greift.
Ein guter Skifahrer will aber auch auf harter Piste eine Kurve ggf. nur auf der Kante fahren und eben nicht weg rutschen. Das soll etwa so sein, wie auf Schlittschuhen. Diese Anforderung wird im Aufbau des Ski durch Holzkern, Carbon Schichten oder Titan Einlagen erreicht. Leider lässt sich so ein harter Ski nicht mehr so leicht drehen. Extremes Beispiel sind FIS-Weltcup-Versionen der im Handel erhältlichen Race-Carver. Die bekommt man als normal Sterblicher fast nicht mehr bewegt, da macht der Ski mit dir, was er will.
Wenn du so weit bist, dass du auch mal gerne auf der Kante stehst, gleichzeitig ein plötzliches Ausbrechen des Skis abfangen kannst, dann holst du dir einen Allround-Carver. Wie gesagt, das Geld würde ich zuerst in weitere Skikurse oder Privatstunde und dann in eigene, gute Skischuhe investieren. Ein zu harter Ski macht keinen Spaß, wenn man den nicht reiten kann. Ich sehe jeden Skitag ein paar Dutzend Leute, die sich aus Prestige-Gründen einen Premium Ski leihen, damit aber überhaupt nicht umgehen können.