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Skiwinter im Allgäu dauerte fünf Monate

Jay

Mt. Blanc (4807m)
Allgäuer Zeitung:

Skiwinter dauerte fünf Monate
Zum Saisonschluss zufriedene Gesichter bei Liftbetreibern - Nebelhorn: Liftbetrieb bis 1. Mai
Allgäu (mun). - Jetzt sind es nur noch die nimmermüden Skifahrer, die die letzten Schwünge im Frühjahrsfirn ziehen. Hatten in den vergangenen Wochen schon die meisten weniger hoch gelegenen Skigebiete im Allgäu die Saison beendet, so stellten gestern Nachmittag auch viele weitere Betreiber ihre Liftanlagen ab. Teils dauert die Saison allerdings noch bis zum nächsten Wochenende, auf dem Nebelhorn sogar bis zum 1. Mai. In der Tourismusbranche spricht man von der besten Wintersaion seit Jahrzehnten.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass es einmal in einem Winter so lange durchgehend kalt war“, sagt Bergbahn Chef Augustin Kröll (Fellhorn, Kanzelwand und Walmendingerhorn). Für die Meteorologen liegt die Erklärung auf der Hand: Zumeist hatte eine nord- bis nordöstliche Strömung für Kaltluft-Transport aus Norden gesorgt, längere Westwetterlagen mit tagelangem Tauwetter gab es im Winter 2005/2006 praktisch nicht.
Profitiert davon haben vor allem die weniger hoch gelegenen Wintersportgebiete, die teilweise rekordverdächtig lange Saisonzeiten verbuchen konnten. So beispielsweise der Buron-Lift bei Wertach (Oberallgäu), wo kein Kunstschnee produziert wird.

Gegen Ende unbeständig

So gut die Saison allerdings begonnen hatte, so mäßig war das Ende: Laut Kröll sorgte ab Mitte März unbeständiges Wetter dafür, dass der traditionelle Sonnen-Skilauf zum Frühjahr nicht mehr so recht in Fahrt kam: „Viele Leute waren dann irgendwann den Schnee auch leid, wollten nicht mehr zum Skifahren“.
Wer aber dennoch nach einer kalten Nacht am Vormittag Sonne und Schnee genießen will, kann dies beispielsweise noch bis zum kommenden Sonntag, 23. April, in folgenden Skigebieten:
Fellhorn/Kanzelwand
Grasgehren
Nebelhorn
Auf dem Nebelhorn, dem höchstgelegenen Skigebiet des Allgäus, laufen die Lifte im oberen Bereich sogar noch bis einschließlich 1. Mai. Und dann dauert es erfahrungsgemäß etwa gute sechs Monate, bis am Grasgehren oberhalb des Riedbergpasses im Oberallgäu die ersten Liftanlagen wieder in Betrieb gehen und den neuen Skiwinter einläuten.
Die größeren Bergbahnen im Allgäu müssen vor Beginn der Sommer-Wandersaison die behördlich vorgeschriebenen Revisionsarbeiten durchführen. Die Stillstandszeiten im Einzelnen nach Angaben des Deutschen Seilbanverbandes:
Gunzesried-Ofterschwang: bis 12. Mai
Breitenbergbahn: 24. April bis 28. April
Fellhornbahn: 24. April bis 12. Mai
Hornbahn Hindelang: bis 29. April
Hörnerbahn, Bolsterlang: bis 28. April
Kanzelwandbahn: 24. April bis 24. Mai
Nebelhornbahn: 8. Mai bis 24. Mai
Söllereckbahn: bis 19. Mai
Walmendingerhornbahn: bis 12. Mai
 
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