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Skyfall-Tour - Teil 3: Morgins-Châtel-Torgon (Evasion)

--- Skyfall-Tour ---


2. bis 6. Februar 2013


I. Charmey


Eigentlich wollte ich an diesem Schlechtwetter-Tag ins Saannenland bei Gstaad fahren. Bei Wind, Schneefall und Nebel wäre ein solches Waldgebiet akzeptabel gewesen. Am Vorabend stellte sich heraus, dass rund um den Saanerslochgrat viele Lifte, insbesondere Verbindungen, geschlossen waren. Ne, dann lieber wo anders hin. Daraus ergab sich dann die Idee, nach Charmey zu fahren: Ein kleines, aber mittlerweile modernes Skigebiet in den Freiburger Alpen, welches mich bis anhin nur mässig interessierte. Bis ins Dorf hinunter hatte es geschneit, doch zuwenig für eine sinnvolle Talabfahrt, soviel war jetzt schon klar.

Pistenplan Charmey

Hauptanlage ist die 1998 gebaute 8er-Gondelbahn "Rapido Sky", die ihn zwei Sektionen vom Dorf auf 875m.ü.M. aus den Aussichtsberg Vounetz erschliesst. Während der Bergfahrt blieben die Türen bei der Mittelstation zu, also war die Piste dorthin schon mal geschlossen (genauso wie die beiden gelben Abfahrtsrouten bis ganz hinunter), was das Skigebiet erheblich verkleinerte. Übrig blieben somit noch die rückseitigen Hänge: Dort bedient die 2011 neu gebaute Sesselbahn La Scie eine handvoll Pisten, oben gibt es noch zwei kurze Skilifte am Haupthang. That's it.

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Startstrecke der Gondelbahn

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Haupthang am Vounetz

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rote Piste 7

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Ziehweg unten auf Plan Paccot zum Sessellift hinüber

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Talstation der 4KSB La Scie

Die erste Fahrt an der KSB war sinnbildlich für meinen mässigen Gesamteindruck: Oben gibt es über den Kamm eine flache "Zubringerpiste" zu den eigentlichen Pisten. Da am Haupthang irgendein Skirennen stattfand, blieben für Otto Normalskifahrer gerade noch zwei Meter Pistenbreite übrig. Nach den Schiebestücken endlich im steileren Gelände angekommen, waren die frisch verschneiten Pisten ein gefundenes Fressen. Leider enden aber unten alle Pisten ausser der geschlossenen schwarzen 4 nicht bei der Talstation der Sesselbahn, sondern weiter rechts, und es muss am Ende jeder Abfahrt ordentlich geschoben werden. Meiner Meinung nach ein ungünstiger Standort der Talstation. So erinnerte mich dies an die ähnliche Situation der KSB Les Gouilles in Rougemont.

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mittlerer Streckenabschnitt....

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... und weiter oben beim Haupthang mit Nebel

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wieder auf der neuen KSB, die 2011 einen Skilift ersetzte

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rote Piste 6 in winterlicher Umgebung

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einer der zahlreichen Wegabschnitte

Die Skilifte sind beide ein gutes Stück zu kurz. Der Tellerlift gefiel mir mit seinem regelmässigen Gefälle und den beiden Pisten besser als der Ankerlift, wo wegen dem Neuschnee im untern Bereich geschoben werden muss. Nach zwei bis vier Fahrten an allen drei Beschäftigungsanlagen hielt sich die Abwechslung in engen Grenzen, ausserdem hatte ich für den Moment genug vom oben stürmischen Wind und Schneefall. Also mit der Gondelbahn zurück zur Talstation, und weiter ins benachbarte Jaun, um das dortigen Skigebiet zu erkunden.

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Tellerlift Banderettes 1

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kurzer, regelmässiger Skilift, der aber etwas unterhalb des Gipfels endet

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Bergstation der Gondelbahn auf gerade mal 1630 Höhenmetern

Doch während der Talfahrt war zu sehen, wie die Mittelstation geöffnet wurde, somit musste auch die Piste dorthin offen sein. Nun, da das Skigebiet von Jaun bei diesem Wetter auch nicht besser sein würde, entschied ich mich an der Talstation wieder für die Fahrt ganz hinauf zur Vounetz. Und siehe da, die Piste gefiel mir auf Anhieb: Nette, rassige Trassierung durch den Wald, mit einigen Übergängen, Schmalstellen, Schussstücken etc, alles unpräpariert. An einigen Stellen galt es, ein wenig aufzupassen, denn sobald der Neuschnee weggerutscht war, kam der braune Untergrund zum Vorschein.

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auf der blauen Piste zur Mittelstation

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Skilift Banderettes 2

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Talstation Banderettes 2

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Talstation der Sesselbahn mit störender Kindersicherung

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Mittelstation Le Petit Ganet

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Strecke der 2. Sektion

Nachmittags wurde der Wind oben immer stärker. Oben am Kamm hatte sich eine grosse Wächte gebildet, so dass man von den Skiliften fast nicht mehr zurück auf die Pisten kam. Während meiner fünften Fahrt zur Mittelstation galt es dann noch abzuwägen, ob eine Fahrt ganz hinunter nach Charmey sinnvoll sein würde. Eine Pfütze kurz vor der Mittelstation nahm mir die Entscheidung ab. Nein, das wäre kein Vergnügen, also mit der Gondelbahn hinunter. Insgesamt war der Besuch in Charmey nicht nur des Wetter wegens fade. Vermutlich braucht Charmey exzellente Schneeverhältnisse um zu überzeugen - nämlich dann, wenn alle Pisten und Varianten bis ganz hinunter geöffnet sind.

Danach Weiterfahrt ins Wallis nach Sierre, um dort für die nächsten paar Tage die Unterkunft zu beziehen: Bed and Breakfast an zentraler, ruhiger Lage. Nettes Zimmer, freundliche Gastgeber, für den Gast persönlich zusammengestelltes Frühstück, im Eingangsbereich Prospekte inkl. aller Walliser Skigebiete. :wink: All dies für 40 sFr. pro Nacht. :)
 
Harzwinter schrieb:
Oh je, da scheint es ja seit meinem Besuch in Charmey am 13. Januar 2013 kaum noch Neuschnee mehr gegeben zu haben ... und ohne Sonnenschein ist das Gesamterlebnis natürlich nicht so toll.
V.a. hatte ich den Eindruck, dass vor meinem Besuch der Schnee bis weit hinauf weggeschmolzen ist und kaum mehr eine Unterlage vorhanden war.
Wann genau warst Du denn in Charmey? Dem Bericht fehlt noch die Datierung. :D
Habs geändert...
 
II. Aletscharena


Ursprünglich sah der Plan vor, mindestens zwei Tage im Skigebiet der 4 Vallées zu verbringen. Wegen des schlechten Wetters galt es jetzt aber, umzudenken, da von den spannenden hochalpinen Routen nicht besonders viel offen sein würde. Deshalb war an diesem einzigen halbwegs schönen Tag die Aletscharena das Ersatzziel, um dennoch ein grösseres Walliser Skigebiet kennenlernen zu können. Von Mörel aus gings mit der Luftseilbahn hinauf zur Riederalp, um dort in die Aletscharena einzusteigen, und anschliessen von links nach rechts, in Richtung Bettmeralp und Fiescheralp durchzugehen. Dies bringt den Vorteil mit sich, den Tag mit der Talabfahrt nach Fiesch beenden zu können, statt wieder mit einer Luftseilbahn hinunterzufahren.

Pistenplan Aletscharena

Oben auf der Riederalp, auf rund 1900 NN, gabs erfreulicherweise Sonne und eine frisch glitzernde Pulverschicht. Nur wohin? Es war nicht einfach, sich zu orientieren, Wintersportler waren auch noch keine unterwegs. Also nach rechts, wo ich zu einem kleinen Doppellift kam, der auch schon in Betrieb war. Nach zwei kurzen Fahrten begannen auch die anderen Lifte, ihre Runden zu drehen. Über einige 100 Meter Langlaufloipe fand ich den Weg zur 4KSB Hohfluh. Die frisch verzuckerten Hänge waren herrlich zu fahren, nur etwas schade, dass die Piste einige Traversen enthält.

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Dorflifte auf der Riederalp

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Langlaufloipen durch Märchenlandschaften

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Blick über die Parklandschaft

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4KSB Hohfluh

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Winterstimmung

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Blick in Richtung Moosfluh

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durch dieses Felstor führt die Hohfluh-Piste

Bei der zweiten Abfahrt schlug ich dann den Weg zur 4SB Riederfurka ein. Nicht ganz einfach, zwischen allen Winterwanderwegen die richtige Piste zu erwischen. An der Riederfurka gibts eine kurze steile schwarze Piste. Nett. Weniger nett waren die vielen Wolken, die sich bereits jetzt näherten. Später, während der Traverse von der Hohfluh zur Moosfluh-Bahn, herrschte erstmals dicker Nebel. Und mittlerweile waren auch alle Wochenurlauber auf der Piste, so dass an der Moosfluh-Gondel bereits einige Minuten zu warten waren. Wie jeden Sonntag morgen herrschte besonders hoher Betrieb an den Kassen.

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noch herrscht Sonnenschein...

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4SB Riederfurka, gleich darunter die schöne schwarze Piste

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Aussicht von der Riederfurka: Weisshorn und Matterhorn

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ein Stück weiter an der Stehgondelbahn Moosfluh

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4KSB Blausee mit Mittelstation

Wegen des Nebels machte ich zunächst je zwei Fahrten an den Skiliften Golmenegg und Schweibe, wo dank Wald bessere Sicht zu erwarten war. Die Piste Schweibe hätte mir sehr gefallen, wäre nur nicht der Lift so langsam unterwegs. Nebenan ist die KSB Blausee eine typische Anlage für "fortgeschrittene Anfänger" und war entsprechend überlaufen, jeweils 5 bis 10 Minuten Wartezeit.

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Skilift Golmenegg

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Anfängerhang Blausee zwischen den Wolken

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Skilift Schweibe

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Blick zur Bettmeralp

Um auf die andere Seite der Bettmeralp zu kommen, wählte ich den Blausee-Sessel und die Moosfluh-Gondel, stets an der Grenze zwischen Sonne und Nebel. Mit der roten Traverse 54 kommt man dann hinüber zur "Bettmeralp Ost". Hier zeigt sich exemplarisch die Schwäche der Aletscharena: Weniger auf dem Pistenplan denn auf der topographischen Landeskarte ist zu erkennen, dass der Bergrücken, an dem sich das Skigebiet befindet, extrem breit ist und das Skigebiet dementsprechend stark in die Breite angelegt ist. Daraus folgt sofort, dass viele Verbindungen nur aus Ziehwegen und Traversen bestehen. Insofern war ich froh, dass ich den ganzen Weg durchs Skigebiet nur in eine Richtung begehen musste. Zudem wurden z.B. die Gondelbahnen Moosfluh und Bettmerhorn in dieser Exposition gebaut, d.h. ein Teil der Verbindung macht man bereits mit der Liftfahrt.

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auf der zweiten Hälfte der neuen Blausee-Bahn - leider ohne Fussraster

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oben auf der Moosfluh direkt über einer Nebelbank

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flache Pisten an der 6KSB Schönbiel

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relativ anspruchsloser Paradehang der Bettmeralp

Am recht langweiligen Pardehang der Bettmeralp - also an den Sesselbahnen Wurzenbord und Schönbiel - herrschte das grosse Krabbeln. Viel zu viele Leute auf den Pisten. Da ging auch die Idylle von Liften, die mitten im verschneiten Dorf starten, flöten. Die viertelstündige Wartezeit an der 6KSB Schönbiel benutzte ich fürs Mittagessen, damit nicht zu viel Zeit verloren ging. Der oberste Abschnitt am Bettmerhorn gefiel mir noch, danach mündet die Piste aber auch in einen Ziehweg in Richtung überfüllte Schönbiel-Pisten. Leider geschlossen war die schwarze Tunnelpiste, welche mir mit ihrer direkten Trassierung sicher besser gefallen hätte.

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Gipfelpiste am Bettmerhorn

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oben, im Angesicht einer Wolkenwand

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auf dem Bettmerhorn, wieder mit Wolkenschauspiel

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eine Fahrt auf der 4KSB Wurzenbord

Noch ein kritischer Punkt: der Glastunnel am Bettmerhorn. Leute die Restaurant gehen, Leute die von dort kommen, Leute die ihre Skis abstellen, Leute die aufs WC gehen, Leute die von der Gondelbahn auf die Piste wollen - alles kreuzt sich hier, was zu einem riesen Chaos führt. Nein, so funktioniert das nicht. Rasch fuhr ich weiter in Richtung Fiescheralp. Auf dem Weg dorthin nahm ich noch je zwei Fahrten an den beiden Skiliften der Laxeralp mit. Der untere ist doch arg flach, der obere bedient aber eine knackige Piste. Und ich frage mich immer noch, warum mir zuvor in der Bettmerhorn-Gondel von diesen Skiliften abgeraten wurde, weil sie angeblich Rückenschmerzen verursachten???

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auch hier flache Pisten hinunter zur Bettmeralp

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netter Hang am Skilift Laxeralp 2

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Doppelskilift Kühboden, dient als Zu- und Rückbringer zur Station Fiescheralp

An der Fiescheralp erschliessen drei Sesselbahnen rund um den zentralen Knoten Fiescheralp / Kühboden längere Abfahrten, als dies bei den anderen beiden Stationen Rieder- und Bettmeralp der Fall ist. Da am Eggishorn gerade wolkenfrei war, fuhr ich als erstes mit der Gipfelbahn dort hinauf, um das Panorama zu geniessen und insbesondere auch den Aletschgletscher zu sehen, was mir an diesem Tag bis anhin verwehrt war. Leider war die Gipfelabfahrt noch nicht hergerichtet, also war nur eine Talfahrt per Luftseilbahn möglich.

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Panorama vom Eggishorn nach Süden - zu sehen u.a. Weissmies und Laqqinhorn

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Aletschgletscher, der grösste Gletscher der Alpen. Im Hintergrund Jungfrau und Mönch

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Bergstation Eggishorn auf 2879 m.ü.M.

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Pistenbully an der Arbeit

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gegenüber das Skigebiet von Bellwald

Bis ich wieder unten ankam, war der ganze Hang "eingenebelt" mit entsprechenden Sichtverhältnissen. Besonders gravierend war das auf der stark verbuckelten Route Talegga, wo mit null Bodensicht die Buckel nicht zu erkennen waren, was auf dem Snowboard extrem unangenehm ist. Unten an der 4KSB Heimatt dann leicht bessere Sichtverhältnisse, dafür war die (steile) Piste schon sehr abgefahren, flüssiges Fahren war deswegen auch hier nicht möglich. Nach und nach wurde es etwas heller, dafür auch windiger - besonders im Bereich der 4KSB Flesch.

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auf der 4KSB Heimatt

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dichter Nebel an der Bergstation Flesch

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Blick von der Hauptpiste zur Fiescheralp, links der Komplex mit den Luftseilbahnen

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die 45PB zum Eggishorn und rechts die neue 6KSB Talegga

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Blick von der schwarzen 72 zur Fiescheralp. Mit dem kleinen Doppellift in der Bildmitte kommt man zurück zu den Stationen

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6KSB Talegga. Baujahr 2010, 520 Höhenmeter. Gebaut im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung des Skigebiets.

Auf einmal riss bei der Bergstation Talegga der Nebel auf, und blauer Himmel kam hervor. So gab es doch noch einige schöne Abfahrten an der Sonne. Es war auch festzustellen, dass auf der Fiescheralp viel weniger los war als nebenan auf der Bettmeralp - Wartezeiten hatte ich so gut wie keine erlebt. Erstaunlich oft fuhr ich mit der Talegga-Bahn, hatte ich im Vorfeld doch gedacht, dass sie nur einen Ziehweg erschliesst. Dem war aber nicht so, das Startstück ist schön, und danach sich entweder für die lange Route entscheiden oder für den gut und schnell zu fahrenden Weg, der in die Hauptpisten an der Fiescheralp mündet, wo sich viele Möglichkeiten auftun.

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endlich wieder Sonne

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Startstück Talegga

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Stimmungsbild

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die lange Abfahrtsvariante - gegenüber das LSAP Gebiet Ernergalen

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nochmals die 6KSB an der Sonne

Hier an der Fiescheralp kam unabhängig der äusseren Bedingungen wesentlich mehr Fahrfluss auf als in den anderen Sektoren: kaum Wegstücke, kaum Traversen auf den Pisten. Man kann nach jeder Abfahrt spontan entscheiden, wohin es als Nächstes gehen soll. Sowas wie die Hauptanlage ist dabei die 4KSB Flesch: rechterhand erschliesst sie zusammen mit der Talegga-Bahn einige "Standard"-Pisten, linkerhand die Verbindung in Richtung Bettmeralp sowie die schön trassierte schwarze 72, welche auch am Nachmittag noch gut zu fahren war.

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Talstation der steilen 4KSB Heimatt

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Hauptpiste zwischen den beiden Sesselbahnen Flesch und Talegga, sowie die Luftseilbahn hinauf zum Eggishorn

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auf der 4KSB Flesch

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noch eine Fahrt auf der Talegga, zu sehen der längere Ziehweg zurück zu den Hauptpisten

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Panorama nach Süden

Irgendwann war es dann vier Uhr, und ich etwas müde vom langen Tag. Also eine letzte Bergfahrt, und dann ganz hinunter nach Fiesch. Unterhalb der 4KSB Heimatt ist es keine Piste mehr, sondern nur noch eine unpräparierte Abfahrtsroute. Einige unregelmässige Steilhänge mit schwerem Nassschnee, die an die Terza-Abfahrt der Flumserberge erinnerten, zwei längere Wegstücke, und zuunterst fast kein Schnee mehr, nur noch etwas Eis. Unten angekommen schliesslich noch 5 bis 10 Minuten Fussmarsch zur Talstation. Insgesamt mit Abstand die anspruchsvollste Abfahrt des Tages.

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die letzten Sonnenstrahlen des Tages

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Startstück der schwarzen 72

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noch ein Blick nach Osten ins Goms

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eines der Steilstücke der Abfahtsroute nach Fiesch

Die Bilder mögen ein wenig täuschen, sicher die Hälfte der Zeit war ich Nebel unterwegs. Bei richtig schönem Wetter wäre das 360°-Panorama vom Eggishorn mitsamt Gipfelabfahrt alleine einen Besuch wert. Die Fiescheralp hat mir doch ein Stück besser gefallen als ihre Kollegen, denn auf der Rieder- und Bettmeralp ist das Skigebiet ist teilweise fast nicht als solches wahrzunehmen, mitunter eher als Ansammlung von Einzelanlagen; ganz einfach wegen den zahlreichen flachen Verbindungen, wo selten Fahrfluss aufkommt. Z.B. im landschaftlich ähnlichen Crans-Montana ist dies längst nicht so stark der Fall.
Allerdings ist der Hauptbereich landschaftlich ein wenig gleichförmig, die grosse Pistenvielfalt findet man auch hier nicht. So kann die Aletscharena - meiner Meinung nach - nicht ganz mit den allerschönsten Skigebieten im Wallis mithalten.
 
Schöne Bilder, Danke! Hattest wohl während der Woche nicht unbedingt Glück mit dem Wetter.
Das mit den Ziehwegen sehe ich ähnlich, aber bin trotzdem immer wieder gerne im Aletschgebiet...
 
piano schrieb:
Später, während der Traverse von der Hohfluh zur Moosfluh-Bahn, herrschte erstmals dicker Nebel. [...] Wegen des Nebels machte ich zunächst je zwei Fahrten an den Skiliften Golmenegg und Schweibe, wo dank Wald bessere Sicht zu erwarten war. [...] Bis ich wieder unten ankam, war der ganze Hang "eingenebelt" mit entsprechenden Sichtverhältnissen. Besonders gravierend war das auf der stark verbuckelten Route Talegga, wo mit null Bodensicht die Buckel nicht zu erkennen waren [...] Die Bilder mögen ein wenig täuschen, sicher die Hälfte der Zeit war ich Nebel unterwegs.
Tja, Nebel kann das Aletschgebiet leider nur all zu gut ... bis 1985 waren wir mit der Familie insgesamt 8 mal zum Skifahren dort. Rekord: 11 Tage Nebel von 14 Tagen Skiurlaub. :(

piano schrieb:
Am recht langweiligen Paradehang der Bettmeralp - also an den Sesselbahnen Wurzenbord und Schönbiel - herrschte das grosse Krabbeln. Viel zu viele Leute auf den Pisten.
Nach dem Lesen diverser Alpinforum-Berichte über das Aletschgebiet fühle ich mich nach Deinem Statement in meiner Haltung zum Aletschgebiet bestätigt: Hier hat man über die Jahre aus einer Schweizer Wintersportidylle ein Stück Tirol gemacht. Man hat wirklich maßlos gebaut, die Bettenkapazität vervielfacht und schaufelt nun mit KSBn Massen auf Pisten, die schon 1985 nicht mehr leer waren. Ich denke, damit hat man sich im Aletschgebiet keinen Gefallen getan.
 
Hast du noch Bilder von den Warteschlangen an den Liften?
Ich war letzte Woche dort oben, und mich würde es interessieren, ob es jetzt noch mehr Menschen in der Aletsch Arena hat. Die Pisten waren schon letzte Woche besonderes auf der Bettmeralp überfüllt, am Blausee-4er bin ich fast immer angestanden.
 
Schöner Bericht! Danke.
Hast Du zufällig weitere Bilder der Talegga-Route?! Diese sieht auf Deinem Bild schon (grund)präpariert aus oder irre ich mich da?!
Und die alte Trasse des Skilift "Elsenlücke" wird nun anscheinend für neue Pistenabschnitte genutzt, so wie es aussieht!
 
iSwitzerland schrieb:
Hast du noch Bilder von den Warteschlangen an den Liften?
Ich war letzte Woche dort oben, und mich würde es interessieren, ob es jetzt noch mehr Menschen in der Aletsch Arena hat. Die Pisten waren schon letzte Woche besonderes auf der Bettmeralp überfüllt, am Blausee-4er bin ich fast immer angestanden.
Nicht wirklich, das ist das einzige was ich habe: http://s7.directupload.net/file/d/3168/9zs9bs3j_jpg.htm (stehe etwa in der Mitte der Warteschlange) Am Schönbiel-Sessel stand ich ca. 15 Minuten an.

Harzwinter schrieb:
piano schrieb:
Am recht langweiligen Paradehang der Bettmeralp - also an den Sesselbahnen Wurzenbord und Schönbiel - herrschte das grosse Krabbeln. Viel zu viele Leute auf den Pisten.
Nach dem Lesen diverser Alpinforum-Berichte über das Aletschgebiet fühle ich mich nach Deinem Statement in meiner Haltung zum Aletschgebiet bestätigt: Hier hat man über die Jahre aus einer Schweizer Wintersportidylle ein Stück Tirol gemacht. Man hat wirklich maßlos gebaut, die Bettenkapazität vervielfacht und schaufelt nun mit KSBn Massen auf Pisten, die schon 1985 nicht mehr leer waren. Ich denke, damit hat man sich im Aletschgebiet keinen Gefallen getan.
Habe auch den Eindruck, dass auf der Rieder- und Bettmeralp das Verhältnis zwischen Gästebetten und Skigebietsgrösse nicht stimmt. Natürlich hatte es auf den Pisten Blausee, Schönbiel und Wurzenbord zu viele Leute, allerdings ist es ja so, dass dies zu 80% "fortgeschrittene Anfänger" sind, d.h. Leute, die langsam unterwegs sind. Und für langsames Fahren war sicher genug Platz auf der Piste.

Jojo schrieb:
Hast Du zufällig weitere Bilder der Talegga-Route?! Diese sieht auf Deinem Bild schon (grund)präpariert aus oder irre ich mich da?!
Habe leider keine weiteren Bilder mehr. Ich denke aber auch, dass man sie grundpräpariert hat.
 
Danke für das Bild!
Dann waren diese Woche doch noch ein bisschen mehr Leute unterwegs. Letzte Woche war dein Standort meistens das hintere Ende der Schlange.

Allerdings hat mich bei meinem Besuch unglaublich gestört, dass Sessel sogar nur mit einer oder zwei Personen hochfuhren, obwohl man an der Station warten musste. Da fehlt defintiv die Single-Line.
 
Hallo piano,

nette Berichte (auch wenn die Skitage nicht immer perfekt waren). Aber Dein Schreibstil gefällt mir.


Gruß, Matze :)
 
III. Morgins - Châtel - Torgon (Evasion)


Wieder mal waren die Portes du Soleil das Ziel, das riesige Skigebiet an der schweiz-französischen Grenze. Diesmal aber nicht Champéry, sondern Morgins. Von Morgins aus hat man entweder Zugriff in den Bereich um Champoussin und Les Crosets, oder aber in den Sektor "Evasion", der mit seinen relativ tief liegenden Hängen ein sinnvolles Ziel an diesem Schlechtwetter-Tag war. Zwischen Châtel und La Chapelle d'Abondance auf der französischen Seite sowie Torgon und eben Morgins auf der schweizer Seite wird das Gelände mit einer Vielzahl von Liften bis auf knapp 2000 m.ü.M. hinauf erschlossen. In der Deutschschweiz kaum bekannt, und hier im Forum gibts auch kaum was dazu.

Pistenplan Portes du Soleil

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Dorfplatz in Morgins

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4SB Corbeau - Zubringer von Morgins in den Sektor Evasion

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gegenüber die Sesselbahn Foilleuse - der Zubringer von Morgins in Richtung Champoussin

Die Region hat diesen Winter extrem viel Niederschlag abbekommen: die Schneehöhe war mehr als doppelt so hoch wie üblich, Morgins versank schon fast im Schnee. Über Nacht gab es auch nochmals 30cm Neuschnee, der aber recht nass und schwer war. Vom Neuschnee waren denn auch die ersten Abfahrten - zuerst einmal die Talabfahrt nach Morgins, dann an den angrenzen Skiliften - geprägt. Die Lifte sind hier quasi in einem Zickzack-Muster angelegt, immer zwei benachbarte Lifte haben entweder eine gemeinsame Berg- oder eine gemeinsame Talstation.

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Strecke der Sesselbahn Corbeau

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blaue Abfahrt am Stangenschlepper Ecotis

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Skilift Ecotis in tief verschneiter Winterlandschaft

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Doppelskilift Culet, nur der rechte war in Betrieb

Flache, gemütliche Pisten im Wald, zahlreiche Skilifte, voralpiner Geländecharakter. Nach dem ersten Eindruck war das Skigebiet für mich sowas wie eine Mythreregion der Westschweiz. Dank der tiefen Lage und den bewaldeten Hängen war die Sicht viel besser als befürchtet, der Nebel war weiter oben. So liess es sich gut fahren, offenbar hatte ich die richtige Wahl getroffen. Auch die schwach frequentierten Pisten durch tiefverschneite Wälder hatten ihren Reiz.

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gemütliche Pisten am Skilift Culet

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unten sind die Talstationen Culet und Ecotis zu sehen

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für einen Moment drückt fast die Sonne durch

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Doppelskilift Châlet Neuf mit blauer Piste

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auf der Piste Lac in Richtung Super Châtel, dicht unter der Nebeldecke

In Super-Châtel, dem zentralne Berich, gibt es keine grosse Station, sondern einfach eine grosse Anzahl von Liften, die gebaut wurden. Sehr unübersichtlich das Ganze, wie so oft in den Portes du Soleil muss man den Pistenplan zur Hand nehmen, um sich zu orientieren. Hier war spürbar mehr los als bei Morgins. Viele Anfängerlifte stehen hier, dementsprechend waren auch viele Anfänger unterwegs. Zunächst entschied ich mich für je eine Fahrt mit den flachen Skiliften Coqs und Bossons. Der steile und interessante Skilift Corbeau hatte einen technischen Defekt und war deshalb ausser Betrieb.

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in Super Châtel - hier gilt es zuerst, sich eine Übersicht zu schaffen

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im Doppelskilift Coqs

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Stangenschlepper Bossons, bedient hauptsächlich einen Funpark

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weiter oben, auch hier tief verschneite Tannenwälder

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Piste an den Skiliften Coqs, unten ist die Gondelbahn zu sehen

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auf der kurzen Talabfahrt hinunter zur Talstation in Châtel

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Startstück der Stehgondelbahn Super Châtel

Die Talabfahrt nach Châtel war viel kürzer als ich das erwartet hatte, unterhalb der Sesselbahn Conche (wichtigste Beschäftigungsanlage bei Super-Châtel) ist es nur noch ein kurzes Wegstück weit nach unten. Trotz der zahlreichen Skilifte gibt der Bereich fahrerisch nicht viel her. So entschied ich mich einfach dafür, mit jeder grösseren Anlage einmal zu fahren. Dies beinhaltete auch je eine Fahrt mit den beiden Skiliften Chermillon und Chermeu, die zusammen eine Mini-Skischaukel bilden. Unten von Chermeu aus käme man mit den Liften Pré-la-Ville (bin ich nicht gefahren) und Châlet Neuf wieder zurück in Richtung Morgins.

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offenbar beliebte Piste an der 3SB Conche

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Strecke des Sessellifts Conche, mit 1100 Metern Länge an der Schmerzgrenze

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Stangenschlepper Chermillon

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Piste Chermeu durch Märchenwald

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Skilift Chermeu - für einmal kein Stangenschlepper

Dann war es Zeit, den Liftverhau hinter mir zu lassen und in Richtung Torgon weiter zu fahren. Während mir die Pisten in der Nähe von Morgins mit ihrem gemütlichen Charakter noch gefallen hatten, waren jene rund um Super-Châtel insgesamt ziemlich langweilig, ausser der Talabfahrt fand ich hier nichts auch nur halbwegs interessantes vor. Immerhin konnte ich hier wieder einmal ausgiebig Stangenschlepper fahren, und die Sichtverhältnisse waren akzeptabel. Etwas, was sich nachmittags ändern sollte...

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3SB Morclan - Verbindungsanlage in Richtung Torgon

Das Gelände zwischen Torgon, Chapelle d'Abondance und Super-Châtel ist deutlich rauher als jenes in Richtung Morgins, dementsprechend gibt es auch einige anspruchsvollere Pisten und Routen. Im Wesentlichen dienen sämtliche Anlagen als Verbindung zwischen den Stationen. Das Gebiet macht einen heruntergekommenen Eindruck: In den letzten Jahren wurde so gut wie nichts investiert, dementsprechend besteht auch der Anlagenpark aus fixgeklemmten Sesselbahnen und langsameren Skiliften, keine Stangenschlepper. Schon erstaunlich dieser Kontrast innerhalb desselben Skigebiets, wenn man dies etwa mit Avoriaz vergleicht.

Meine Idee bestand eigentlich darin, auf der längeren schwarzen Piste vom Morclan hinunter nach Barbossine zu fahren, um zur Abwechslung mal eine anspruchsvolle Abfahrt zu haben. Doch oben auf dem Col de la Folière herrschte Schneesturm, es wurde eindringlich vor Lawinengefahr gewarnt und der Pistenverlauf war nicht zu erahnen. Dann halt über die Rote zum Skilift Onnaz. Schon das war genug schwer, Windböen bliesen nicht nur mich von der Piste weg, an Bodensicht war sowieso nicht zu denken. Trotzdem machte ich dann eine Wiederholungsfahrt am Skilift Onnaz, da der Hang etwas windgeschützt war. Weiter oben am Tour de Don war dann wieder nichts mehr zu sehen, also so schnell wie möglich mit der Skiliftkette (Chaux Longe, Tour de Don, Contrebandiers) weiter in Richtung Plan de Croix. Schade, denn denn der Tour de Don wäre eigentlich ein Aussichtsgipfel.

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Tellerlift Onnaz

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zuoberst auf dem Tour de Don, zu sehen die beiden kurzen Gipfellifte

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hier kreuzt man auf dem Ziehweg der Piste Epervier die Sesselbahn Barbossine

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Blick hinunter in den Kessel Plan de Croix oberhalb Torgon

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unten in Plan de Croix: im Vordergrund der Verbindungssessel Grands Places, im Hintergrund der Skilift Dieu des Têtes

Im Kessel Plan de Croix starten drei Lifte in drei verschiedene Richtungen. Darunter die 4KSB Tronchey, gebaut von Von Roll und baugleich mit der Sesselbahn von Airolo. Sie ist allerdings auch in die Jahre gekommen. Und irgendwie passt es zum zwiespältigen Eindruck, dass sie keine eigene Piste bedient. Oben kam man nur per Ziehweg bei null Bodensicht und Schneesturm zu den Skiliften Tour de Don und Contrebandiers. Diesmal fuhr ich nach dem Verbindungslift Contrebandiers auf der roten 28 "Epervier" hinunter nach Barbossine. Dies ist die zweite Sektion der Liftkette von Petit Châtel. Mittlerweile waren alle Pisten ausgebeult und vom schweren Nassschnee aufgweicht, was bei den äusseren Bedinungung nicht mehr spassig war.

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auf der langen 4KSB Tronchey - die einzige KSB im ganzen Sektor

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trostlose Bergstation an der Tête du Tronchey

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rote Piste Epervier in Richtung Petit Châtel

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Station Barbossine mit den beiden baugleichen Sesselliften. Der untere ist nur Zubringer und verfügt über keine eigene Piste.

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ewig lange Fahrt auf der 4SB Barbossine

Zurück in Plan de Croix dann kurze Rast im ebenfalls heruntergekommenen Restaurant Tseudron, welches den Charme einer Militärunterkunft besitzt. Mittlerweile hat sich hier unten der Schneefall in Regen gewandelt. Also noch eine Fahrt mit dem Skilift Dieu des Têtes, dann per 2SB Grands Places in Richtung Torgon. Bis zur Abfahrt des Postautos fuhr ich noch zweieinhalb mal am Haupthang Jorette, der in der unteren Hälfte auch vom Skilift Fignard bedient wird. Just nach der letzten Abfahrt drückte dann die Sonne immer mehr durch die Wolken hindurch.

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Skilift Dieu des Têtes: Teller- und Bügelgehänge bunt gemischt

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genau gegenüber die 2SB Grands Places, quasi der Rückbringer nach Torgon

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auf der 2SB Grands Places

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oberstes Stück der 2SB Jorette

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Standardhang oberhalb Torgon

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Bergstation der Zwillingsbahnen Jorette und Grands Places

Immerhin besteht in Torgon ein Masterplan, wie das Skigebiet aufgewertet werden soll. Ist auch bitter nötig. Ingesamt hatte ich die Ausdehnung der "Evasion" ein wenig unterschätzt. Das ganze zieht sich doch ziemlich. Die Zeit ging recht schnell vorbei, so dass keine Zeit mehr verblieb, um weiter in Richtung Chapelle d'Abondance zu fahren, was ich eigentlich geplant hatte. Naja, an anderen Orten im Wallis war es an diesem Tag auch nicht besser, und so war er halt geprägt vom "Lifte abklappern". Insofern auch Kontrastprogramm zu den beiden folgenden Tagen.
 
Danke gefällt mir gut Dein Bericht. Bist dann nochmal dagewesen dieses Jahr?
 
Danke piano

Ich war zweimal je eine Woche in Torgon in den Skiferien. Das die Anlagen ziemlich heruntergewirtschaftet sind kann ich voll und ganz bestätigen. Ganz schlimm steht es um den 4er KSL von Von Roll. So eine tolle Anlage in so einem schlechten Zustand. Schade.
 
Vielen Dank für den Bericht. Bin da auch schon durch den Nebel geirrt, hatte aber das Glück dass man im oberen Bereich der Bahnen z.T. die Nebedecke durchstiess. Der Skigebietsteil zwischen Super Châtel und Torgon fand ich eigentlich sehr toll, der Teil von Morgins ist seit dem Abriss des Sessellifts auf den Corbeau in den 1980er Jahren aber ziemlich lahm.

Die Skilifte in dem Gebiet finde ich eigentlich ganz ok, würde man die lahmen Poma-Sessellifte (Conche, Morclan, Barbossine, Braitaz) durch 4-KSB ersetzen, dann wäre das eigentlich ein echt tolles Skigebiet.

Sie ist allerdings auch in die Jahre gekommen. Und irgendwie passt es zum zwiespältigen Eindruck, dass sie keine eigene Piste bedient.

Das kann man aber so nicht sagen? Es gibt eine direkte Abfahrtsroute unter der Sesselbahn und eine Piste via Col du Croix, die halt am Anfang ein simpler Ziehweg ist?

In La Chappelle warst du nicht? An der 4SB Braitaz hätte es noch eine echt nette Carvingpiste...!
 
Sport2008 schrieb:
Danke gefällt mir gut Dein Bericht. Bist dann nochmal dagewesen dieses Jahr?
Nein.

Pilatus schrieb:
Die Skilifte in dem Gebiet finde ich eigentlich ganz ok, würde man die lahmen Poma-Sessellifte (Conche, Morclan, Barbossine, Braitaz) durch 4-KSB ersetzen, dann wäre das eigentlich ein echt tolles Skigebiet.
Finde ich auch. Die Skilifte sind halt etwas langsamer als die Stangenschlepper, aber immer noch besser als all die fixgeklemmten Sesselbahnen.

Pilatus schrieb:
Sie ist allerdings auch in die Jahre gekommen. Und irgendwie passt es zum zwiespältigen Eindruck, dass sie keine eigene Piste bedient.

Das kann man aber so nicht sagen? Es gibt eine direkte Abfahrtsroute unter der Sesselbahn und eine Piste via Col du Croix, die halt am Anfang ein simpler Ziehweg ist?
Die Abfahrtsroute war geschlossen, und bei der Piste via Col du Croix muss man eben zwischendrin noch den SL Contrebandiers nehmen, zumindest habe ich nichts anderes gesehen.

Pilatus schrieb:
In La Chappelle warst du nicht?
Leider keine Zeit mehr. Im Nebel und teilweise Schneesturm kommt man halt nicht so schnell vorwärts. :wink:
 
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