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So wird Wintersport zur besten Sendezeit dargestellt

NeusserGletscher

Jungfrau (4161m)
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01. Apr. 2010
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Das ZDF berichtete in den Heute-Nachrichten von 19:00 über den Saisonstart in Ischgl (ab 7:50). Eine knappe Minute nimmt der Bericht eine unschöne Wendung. Ein Rettungshubschrauber wir gezeigt, es folgen die üblichen Bilder aus Intensivstationen, garniert mit den neuesten Corona Zahlen. Die Botschaft der Bilder ist eindeutig konnotiert.

In der gleichen Sendung wird dann ab 18:20 das Bedauern darüber ausgedrückt, dass das morgige Topspiel Dortmund gegen Bayern aus bekannten Gründen vor "lediglich" 15.000 Zuschauern stattfinden könne.

Zwei Berichte, unterschiedliche Maßstäbe.

Das ZDF ist per Rundfunkstaatsvertrag zu einer objektiven, ausgewogenen und unparteilichen Berichterstattung verpflichtet.

Angesicht solcher manipulativer Machwerke ist es kein Wunder, dass Wintersport in der Öffentlichkeit und der Politik ein so schlechtes Standing hat.
 
NeusserGletscher schrieb:
Angesicht solcher manipulativer Machwerke ist es kein Wunder, dass Wintersport in der Öffentlichkeit und der Politik ein so schlechtes Standing hat.

Hör doch endlich auf mit deiner jammervollen Plärrerei ... man könnte meinen du bist 3 Jahre alt und jemand hat dir deine Schokolade weggenommen.

"Der Wintersport" hat genauso ein schlechtes oder gutes "Standing" wie fast alle Sportarten, die auch alle gleichermaßen und der Pandemie und den Maßnahmen leiden ... ob man das jetzt befürwortet oder nicht. Und auch als Skifahrer kann man in der Lage sein, manche Auswüchse unseres Sports kritisch zu sehen.

Sonst sind wir nämlich keinen Deut besser als die Fußballfans und die Industrie die dahinter hängt ... die leiten nämlich aus ihren Popularität ab, und aus den Gewinnmargen, das sie machen können was sie wollen ... und es wird ihnen auch meistens gewährt. Und ja, auch der öffentliche Rundfunk zeigt lieber UEFA-Cup als Bogenschießen. Macht einfach eine bessere Quote ... allerdings muss man sagen, das viele "Randsportarten" trotzdem wenn überhaupt noch bei den Öffentlich-Rechtlichen vorkommen, wenn auch oft nur in den dritten Programmen ... aber dann auch oft ausführlich.

Wenn du König Skifahren haben willst zieh nach Norwegen ... ich kann mit Fußball überhaupt nichts anfangen, und muss mir trotzdem jeden Tag dieses elende Bundesliegacheftrainergelaber anhören ... man gewöhnt sich dran. Aber hört auf mit dieser Mär das Politiker "das Skifahren" hassen, bloß weil ihr Einschränkungen habt ... die haben alle anderen auch !!
 
Ich gaube nicht, dass ich einer "großen Sache" auf der Spur bin. Aber ich empfinde die hier angewendete Schnitttechnik als hochgradig manipulativ und außerdem aus historischen Gründen einer seriösen Sendeanstalt wie dem ZDF nicht würdig. Wir haben bereits an andere Stelle darüber diskutiert, dass Wintersport mit entsprechenden Vorkehrungen sicher ist, es gibt genügend Länder, die dies gezeigt haben. Außerdem habe ich an Nachrichten den Anspruch, dass sie objektiv, neutral, wahrheitsgetreu aufbereitet werden und den Adressaten in die Lage versetzen, sich selbst eine Meinung zu bilden. Machwerke dieser Art sind von diesem Anspruch so weit entfernt wie die Erde vom Mars. Und sie sind leider keine Ausnahme.

Wooly schrieb:
auch als Skifahrer kann man in der Lage sein, manche Auswüchse unseres Sports kritisch zu sehen.
Da stimme ich Dir vollkommen zu. Welche Auswüchse hast Du denn in dem Sendebeitrag gesehen, über die es sich lohnen würde, sie einem kritischen Blick zu unterziehen?

Wooly schrieb:
Und ja, auch der öffentliche Rundfunk zeigt lieber UEFA-Cup als Bogenschießen.
Da reden wir aber von Profisport. Und der generiert Werbeeinnahmen.
 
Ich gehe mal stark davon aus, dass du dem ZDF eine entsprechende, natürlich äußerst sachliche und objektive, Nachricht geschickt hast und um eine Stellungnahme gebeten hast. Lass es uns wissen, wenn die Antwort da ist und was sie geschrieben haben.

Nur in einem Alpinforum sich anonym über die bösen öffentlichen aufzuregen macht wenig Sinn und man ändert nichts.

/edit: Du schreibst, bei Profisport mit entsprechenden Einnahmen ist es verständlich....ich weiß nicht, wie man ein Topspiel Dortmund - Bayern aktuell toppen könnte. Also meines Erachtens bist du auch nicht konsequent bei deiner Argumentation oder ich habe es nicht verstanden.
 
scratch schrieb:
/edit: Du schreibst, bei Profisport mit entsprechenden Einnahmen ist es verständlich....ich weiß nicht, wie man ein Topspiel Dortmund - Bayern aktuell toppen könnte. Also meines Erachtens bist du auch nicht konsequent bei deiner Argumentation oder ich habe es nicht verstanden.
.... oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Wo genau siehst Du den Widerspruch?
 
Erst schreibst du, dass beim ZDF bedauert wurde, dass nur 15.000 beim Topspiel zugelassen werden (ob das jetzt sinnvoll ist oder für die Werte in NRW im Gegensatz zu anderen Bundesländern akzeptabel ist, lass ich mal außen vor).
Dann wurde von @Wooly geschrieben, dass ZDF oft auch Randsportarten überträgt aber es logisch sei, dass sie auf Einschaltquoten achten müssen und deshalb manche Disziplinen bevorzugt werden.
Darauf meintest du, dass wir hier von Profisport reden, der Werbeeinnahmen generiert.

Das also ein Top-Fußballbundesligaspiel (Profisport) anders betrachtet wird, wie ein herum rutschen von Hobbyskifahrern ist für mich nachvollziehbar. Warum also deshalb ein Fass aufmachen?
 
Ich glaub, du machst da ein zu großes Fass auf.
Klar hängt das ganze zusammen: ich mein, wenn ich jetzt beim Skifahren von irgendeinem depperten bsoffenen engländer übelst übern Haufen gesemmelt werd und ich am Ende zum ersten mal im Leben an heli brauch - dann mach ich mir schon Gedanken, ob der überhaupt Zeit hat oder ob der grad nen coronapatienten nach Wien ausfliegt…
Das ist nun mal eine grundproblematik und deshalb gehört das auch in den Bericht. Eine negative Konnotation sehe ich nicht, da in irgendeiner Art ein bashing gegens Skifahren zu erkennen finde ich etwas überempfindlich.
 
scratch schrieb:
Dann wurde von @Wooly geschrieben, dass ZDF oft auch Randsportarten überträgt

Den Satz habe ich anders verstanden

Wooly schrieb:
Und ja, auch der öffentliche Rundfunk zeigt lieber UEFA-Cup als Bogenschießen. Macht einfach eine bessere Quote ... allerdings muss man sagen, das viele "Randsportarten" trotzdem wenn überhaupt noch bei den Öffentlich-Rechtlichen vorkommen, wenn auch oft nur in den dritten Programmen ... aber dann auch oft ausführlich.

freerider13 schrieb:
Eine negative Konnotation sehe ich nicht

Wörtlich heisst es in dem Beitrag

Der Lust am Skifahren steht die Not in den Krankenhäusern gegenüber

Offenbar sieht die Mehrheit hier im Thread in dieser Überleitung keine negative Konnotion. Dann ist ja alles bestens und ich bin einfach nur zu empfindlich.
 
Grüss euch was man sagen muss ist das Skigebiete zu kritisch gesehen werden wie Grasgehren/ Balderschwang, Grünten, Höllwies. Und komisch ist das Skitouren nicht kritisch gesehen im Zusammenhang mit Ruhezeiten für Tiere usw.

Freundlichen Gruss :D
 
Es kommen beim Skifahren eben mehrere Faktoren zusammen.

Durch diesen Massentourismus ist die Gefahr eben auch höher, dass es zu Unfällen bei der Reise an sich kommt. Hinzu dann die häufigeren Begegnungen von Menschen auf der Rast, in Hotels, Restaurants, Disco, Warteschlange an den Bergbahnen und somit das höhere Risiko einer Ansteckung. Und oben drauf kommen dann auch noch die Verletzten vom Skifahren selber. Wie sehr diese welche Krankenhäuser wirklich belasten, kann ich nicht Beurteilen. Aber im Prinzip ist zumindest aktuell so gut wie jeder Intensivpatient einer zu viel.

Von dem her überlege ich auch aktuell beim Radfahren, wo ich wie fahre. Letztendlich setze ich mich ja auch selbst einem Risiko aus, wenn ich vielleicht nicht (schnell genug) behandelt werden kann. Dass ich deswegen nicht die notwendigen Arbeit im Haushalt/Haus liegen lassen kann, versteht sich ja von selbst (nur um ein Whataboutism vorweg zu nehmen).

Menschen, die für die ganze Situation immer noch nicht ein entsprechendes Verständnis aufbringen wollen/können und generell alles äußerst kritisch sehen, was der Staat macht und die öffentlich-rechtlichen Sender bringen, reagieren dann wohl bei solchen Beiträgen auch empfindlicher.
Das heißt nicht, dass ich alle Medienberichte bzw. eine einseitige Berichterstattung gut finde. Immerhin wird auch seit einiger Zeit sehr gegen Mountainbiker berichtet, ja teilweise regelrecht gehetzt und das mit nachweislich falschen Fakten.

Aber diesen Bericht hier empfinde ich wirklich als ziemlich harmlos und wüsste nicht, warum ich mich darüber aufregen müsste. Ehrlich gesagt finde ich persönlich, dass der Skimassentourismus dabei noch sehr gut wegkommt.
 
sheridan schrieb:
Finde schon, dass hier ein Zusammenhang zwischen Wintersport und überlasteten Krankenhäusern konstruiert wurde. Das eine hat mit dem anderen ja erstmal nichts zu tun.

Zum Beispiel das Krankenhaus Zams kümmmert sich normlerweise um die verunglückten Skisportler im Tiroler Oberland (Ötz + Pitztal, Paznaun+ Arlberg).
Hier werden an Spitzentagen über 200 Wintersportler betreut, nur gibt es dort im Moment nicht annähernd die Kapazitäten.

Was daran ist konstruiert?
 
L&S schrieb:
Hier werden an Spitzentagen über 200 Wintersportler betreut, nur gibt es dort im Moment nicht annähernd die Kapazitäten.

Was daran ist konstruiert?

Wie viele verunglückte Skifahrer werden denn aktuell dort behandelt?
 
NeusserGletscher schrieb:
L&S schrieb:
Hier werden an Spitzentagen über 200 Wintersportler betreut, nur gibt es dort im Moment nicht annähernd die Kapazitäten.

Was daran ist konstruiert?

Wie viele verunglückte Skifahrer werden denn aktuell dort behandelt?

Ne seriöse Antwort darauf kann man wahrscheinlich erst nach dem WE geben, aber noch geht es sich ohne Tirage aus.

Wie das dann im weitern Verlauf der Saison(, ins besondere bis ins neue Jahr) gehen soll kann dir wohl nur sheridan beantworten.
 
NeusserGletscher schrieb:
L&S schrieb:
Hier werden an Spitzentagen über 200 Wintersportler betreut, nur gibt es dort im Moment nicht annähernd die Kapazitäten.

Was daran ist konstruiert?

Wie viele verunglückte Skifahrer werden denn aktuell dort behandelt?

Ich weiß zwar auch keine Antwort auf diese Frage - das ist aber glaub ich ja nicht so wichtig. Viel interessanter ist doch was passiert, wenn die Krankenhäuser jetzt schon an der kapazitätsgrenze arbeiten - und in ein paar Wochen diese Wintersportler noch oben drauf kommen…
Falls es blöd läuft und die Krankenhäuser zusammenbrechen könnte alles wieder zugemacht werden. Und Touristen wird man aus den Krankenhäusern halt schneller wieder los als coronapatienten.

Aus dem Grund ist - gerade für uns, die wir Ski fahren wollen - eine genaue Beobachtung der krankenhausbelegungen unerlässlich und gehört auch in jeden Fernsehbericht. Wie schon gesagt um einen selbst Willen falls man Versorgung braucht, aber auch um abzuschätzen, wie sich die Lage gerade entwickelt. Stichwort Urlaubsplanung, Auswahl der Destination, etc. Pp.

Das Thema nervt zwar, aber es gehört in unserer heutigen Zeit dazu und wir werden uns daran gewöhnen müssen… hilft halt nix.
 
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Reaktionen: TPD
L&S schrieb:
Was daran ist konstruiert?
Das verunglückte Skifahrer die Ursache für eine Überlastung wären. Im Beitrag wird ja an anderer Stelle erwähnt, dass die Gästezahl 20% des normalen Niveaus beträgt. Die Anzahl der Unfälle dürfte damit korrelieren, d.h. auch um 80% gesunken sein.
 
sheridan schrieb:
L&S schrieb:
Was daran ist konstruiert?
Das verunglückte Skifahrer die Ursache für eine Überlastung wären. Im Beitrag wird ja an anderer Stelle erwähnt, dass die Gästezahl 20% des normalen Niveaus beträgt. Die Anzahl der Unfälle dürfte damit korrelieren, d.h. auch um 80% gesunken sein.

Ok da geb ich dir recht, aber in Ö wären derzeit auch diese 20% zu viel.
Aktuell sind wir im Einzugsgebiet des KH Zams wohl bei unter 5% der Skifahrer in einer nicht Covid-Saison.
Ohne den Lockdown würde es ganz anders aussehen...und bei gutem Wetter könnte es auch so schon knapp werden.

Daher erscheint mir die Öffnung der Unterkünfte vor Weihnachten unwahrscheinlich, ab Weihnachten seh ich nur ne 1:2 Chance auf ne Wiedereroffnung.
Wirklich entspannen wird es sich erst Mitte Jänner...
 
Wooly schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Angesicht solcher manipulativer Machwerke ist es kein Wunder, dass Wintersport in der Öffentlichkeit und der Politik ein so schlechtes Standing hat.

Hör doch endlich auf mit deiner jammervollen Plärrerei ... man könnte meinen du bist 3 Jahre alt und jemand hat dir deine Schokolade weggenommen.
Mich stört vor allem Deine permanent sehr agressive Ausdrucksweise in verschiedenen Topics.

Dass trotz angespannter Situation in den Spitälern Skibetrieb möglich ist und nicht zu einer massiven Zusatzbelastung führt, hat die Schweiz doch letzten Winter bewiesen. Die Bündner Regierung verteidigte ihr Offenhalten der Skigebiete mit der Aussage, dass Skifahrer selten in der IPS landen würden. Sie bekamen damit Recht und mussten nie schliessen, obwohl der Bundesrat entsprechende Vorgaben machte. Und die Zentralschweiz, die aus demselben Grund die Skigebiete mal für eine Woche schlossen, merkten umgekehrt, dass dies keine Entspannung bringt. Luzern hatte dann die Gefährlichkeit von schwarzen Pisten noch an die Wand gemalt und diese verboten, aber auch das brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Eine solche Berichterstattung dünkt mich auch sehr reisserisch und passt nicht zu einem öffentlich-rechtlichen Sender, aber ich verstehe, dass man das anders sehen kann.

ich kann mit Fußball überhaupt nichts anfangen, und muss mir trotzdem jeden Tag dieses elende Bundesliegacheftrainergelaber anhören ...
Gut gibt es heute TV on demand. Da kann man den Fussball einfach wegklicken.
 
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