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Sölden/Rettenbachferner 04.10.2012 – Licht & Schatten

Sölden/Rettenbachferner 04.10.2012 – Bedrückend

Nach dem Saisonstart am Stelvio stand diesmal Sölden auf dem Terminkalender. Da dies mein erster Besuch in Sölden war, möchte ich diesen Bericht in drei Teile gliedern. Im ersten Teil der Skitag als solcher, der zweite Teil einigen Zooms in die umliegenden Gebiete sowie einen dritten mit meinen Eindrücken rund um den Skizirkus von Sölden & der aktuellen Gletschersituation.

Teil 1 – Skilaufen am Rettenbachferner

Zunächst wegen des aktuellen Bezugs, der Skitag ansich.

Quickfacts:
Wetter: Talstation Schwarze Schneid zunächst nach Frost +3°, Bergstation -2°, später wärmer, aber nicht deutlich wärmer werdend.
Schneelage: Wenig, ab der Mittelstation zumindest soviel, dass kein Eis mehr zum Vorschein kam.
Pistenzustand: Im oberen schattigen drittel eisig, in der Sonne griffig, später auffirnend.
Wartezeiten: Weder an der Mittelstation der Schwarzen Schneidbahn noch am Zwischeneinstieg Karleskogel signifikante Wartezeiten.

Da ich sowieso in der Gegend war und meine Ski dringend Schneekontakt benötigten, entschloss ich mich mangels Alternativen zum ersten mal das Tourismusmekka Sölden zu beehren. Für nur 22€ konnte man heute zum letzten mal sowohl die Gletscherstraße, als auch die beiden, für den Skibetrieb geöffneten Anlagen samt ca. 1,5km langen Abfahrt nutzen – nach meinem Ermessen ein fairer Preis

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Anfahrt zum Rettenbachferner über die Gletscherstraße, meiner Meinung nach weit weniger Spektakulär und deutlich weniger Aussichtsreich als die Passstraße zum Stelvio.

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Ankunft am Parkplatz. Schon krass diese riesigen Asphaltierten flächen knapp vor der Gletscherzunge.

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Dann gings rauf, Skibetrieb derzeit nur an der oberen Sektion der Schwarzen Schneidbahn, welche recht langsam unterwegs war.

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Blick auf die Problemstelle am SL Karleskogel. Ich glaub ehrlich gesagt nicht, das der jemals wieder in voller Länge in Betrieb geht, aber wer Weiß! In Sölden geht alles.

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Oben angekommen, von Süden ziehen Wolken auf.

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Rückblick zur Gletscherstraße

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Mittlerer Pistenteil - In der Sonne fuhr es sich sehr gut!

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Rückblick nach oben in den schattigen, eisigen Teil. Schon Enorm, welcher Raum hier den Stangerlfahrern gewährt wird.

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SL Karleskogel, in aktueller, voller Länge.

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Einstiegstelle.

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alt & neu

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Piste rüber zum Seiterjöchl. Hier fehlt noch viel Schnee - aber wen wunderts aktuell.

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Karleskogel vor Herbstkulisse. Wenn man bedenkt, das zur Erhaltung des derzeitigen Gletscherstandes zum Ende des Sommers die Schneegrenze etwa in aktuellen Höhe liegen müsste, ist es schon traurig, das bereits Herbst ist.

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Nochmals Blick ins Skigebiet.

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Starthügel für das Weltcuprennen? Ist die Höhendifferenz etwa das alleinige Resultat des letzte Sommers?

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Blick zur Mittelstation Schwarze Schneid. Hier kann Sölden mit einem Superlativ aufwarten: Die höchste beheizte Seilbahnstütze der Welt! Mit reichlich Matten sorgt man dafür, dass die Mittelstation erreichbar bleibt. Der sowieso schon dürftige Eisnachschub in Richtung Steilhang ist dadurch aber nochmals verringert worden.

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Der Steilhang ist in anbetracht der Schneelage natürlich geschlossen. Schnee ist bitter nötig, in 3 Wochen soll hier der Ski Weltcup starten.

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SL Karleskogel in voller Länge.

http://noisi.bplaced.net/alpinforum/wasserundeis/2012-10-04_Soelden_Rettenbachferner/Ski/2012-10-04_Rettenbachferner_Ski_17.JPG/2012-10-04_SoeldenRettenbachferner35.JPG[/img]
Nochmals das Gletscherloch bei der Stütze 1, Aufgrund von Schneemangel musste man zum Einstieg laufen.
 
Starthügel wird seit Beginn des WC Rennens ( > 10 Jahre) aufgebaut. Bis heute wurde noch nie an der Mittelstation vermattet.

Bin auch der Meinung, dass den Stangenfahrern viel Platz gegeben wird, aber wieviele "private" Skifahrer waren heute wieder oben (retorisch, habe ja selber Augen 8O ) ? waren wohl so etwa 10 und einige davon mit Saisonkarte ...
 
Aha, sehr interessant... Danke für den Zustandsbericht, der mich nich schockiert, da ich das so erwartet hab.

Verglichen mit Tux hats in Sölden aber bessere Bedingungen, dafür aber halt auch nur eine Piste...

@Stangerlfahrer: Noja, in ein paar Wochen wird in Sölden der Weltcup eröffnet... und die paar Stangerl sind noch ned viel... fahr da im November, wenn massig Skifahrer noch oben sind rauf... da gehts ab... :twisted:

Freu mich schon auf den Rest des Berichtes.
 
Foto-Irrer schrieb:
Wie soll die Vermattung dazu führen, dass der WC-Hang an Masse verliert???
Nicht die Vermattung, sondern die beheizte Stütze ist das Problem
Ich kanns jetzt nur Laienhaft beschreiben:
Das Fundament der Stütze wird beheizt = das Eis rundherum schmilzt und führt dann in weiterer Folge dazu, dass sich der Verlauf des Gletschereises weiter unter verändert hat.
Da gabs mal irgendwo nen Bericht, dass man das unterschätzt hat wie sehr sich diese beheizte Stüzte auf den restl. Gletscher auswirkt.
 
Werna76 schrieb:
Da gabs mal irgendwo nen Bericht, dass man das unterschätzt hat wie sehr sich diese beheizte Stüzte auf den restl. Gletscher auswirkt.
weißt ev. noch wo? kann mir nicht vorstellen, dass die zusätzlichen paar kilowatt des heizstrahlers die gletscherschmelze massiv erhöht, aber ich lass mir gerne belehren!
 
Das ist etwas anders gemeint, dabei geht es nicht um den Gesamtmassenverlust des Gletschers an sich, sondern um den Eisfluss speziell in Richtung der EUB-Mittelstation. Das kann man schon ganz gut in dem von Foto-Irrer nochmal zitierten Foto erahnen - von oben gesehen steht die EUB-Stütze eben in Eisflussrichtung so weit vor der Mittelstation, dass dieser Bereich merklich vom eh nur noch kargen Eisnachschub abgeschirmt wird. Folge: Es entsteht langsam eine Mulde im vergletscherten Bereich unmittelbar vor der Mittelstation, sprich man muss Schnee hinschieben/vermatten/massiv beschneien, damit man in Zukunft nicht aufsteigen muss.
 
dass man überhaupt im Sommer Skilauf anbietet... das macht nur die Arbeitsplätze im Wintersport auf der Südhalbkugel kaputt :!:
 
Foto-Irrer schrieb:
dass man überhaupt im Sommer Skilauf anbietet... das macht nur die Arbeitsplätze im Wintersport auf der Südhalbkugel kaputt :!:

Warum sind dann mehr als die Hälfte aller Angestellten in den Skigebieten der Südhalbkugel von der Nordhalbkugel?
 
Whistlercarver schrieb:
Warum sind dann mehr als die Hälfte aller Angestellten in den Skigebieten der Südhalbkugel von der Nordhalbkugel?

Echt? Hätte ich nicht gedacht. Aber da haben wir es ja! Der Sommerschi bei uns hat die Hälfte aller Arbeitsplätze in den Skigebieten der Südhalbkugel vernichtet! :naja:
 
al.(d)EnTe schrieb:
Starthügel wird seit Beginn des WC Rennens ( > 10 Jahre) aufgebaut. Bis heute wurde noch nie an der Mittelstation vermattet.

Bin auch der Meinung, dass den Stangenfahrern viel Platz gegeben wird, aber wieviele "private" Skifahrer waren heute wieder oben (retorisch, habe ja selber Augen 8O ) ? waren wohl so etwa 10 und einige davon mit Saisonkarte ...


Also dieses Dunkle Eis am Starthügel deutet ja irgendwie schon darauf hin, dass zumindest ein Depot drüber lag, anders kann ich mir das nicht erklären. Bedeutet das in diesem Jahr wurde an der Mittelstation vermattet oder eben überhaupt noch nie? Wir wenn nicht aber sicher künftig nötig sein oder?

Zu den Stangerlfahrern, ich wollte damit auch nicht sagen sie hätte zu viel Platz. Wenn sie dann allerdings auch noch auf dem einzigen freien Stück Piste fahren ist das was anderes. Viele Stangerlfahrer waren es jedoch nicht, sonst wären die "Wartezeiten" andere gewesen. Man gibt den Rennfahrern doch sicherlich vorher Raum auf der Piste - zu dem Zeitpunkt weiß man aber doch überhaupt nicht wie viele Normalos überhaupt kommen. Ich kann mir kaum vorstellen, das man bei unerwartet großem Andrang dann auf einmal zwei gesteckte Strecken abreißt.

Af schrieb:
Aha, sehr interessant... Danke für den Zustandsbericht, der mich nich schockiert, da ich das so erwartet hab.
Das Skifahren an sich war auch nicht schockierend. Mit dem Zustand habe ich ja durchaus gerechnet, vielleicht sogar noch eher ein bisschen schlechter.

bastian-m schrieb:
Das ist etwas anders gemeint, dabei geht es nicht um den Gesamtmassenverlust des Gletschers an sich, sondern um den Eisfluss speziell in Richtung der EUB-Mittelstation. Das kann man schon ganz gut in dem von Foto-Irrer nochmal zitierten Foto erahnen - von oben gesehen steht die EUB-Stütze eben in Eisflussrichtung so weit vor der Mittelstation, dass dieser Bereich merklich vom eh nur noch kargen Eisnachschub abgeschirmt wird. Folge: Es entsteht langsam eine Mulde im vergletscherten Bereich unmittelbar vor der Mittelstation, sprich man muss Schnee hinschieben/vermatten/massiv beschneien, damit man in Zukunft nicht aufsteigen muss.
Genau das habe ich gemeint! Ist nur zwar nur eine Vermutung, aber scheinbar keine ganz abwegige.
 
gernot schrieb:
Werna76 schrieb:
Da gabs mal irgendwo nen Bericht, dass man das unterschätzt hat wie sehr sich diese beheizte Stüzte auf den restl. Gletscher auswirkt.
weißt ev. noch wo? kann mir nicht vorstellen, dass die zusätzlichen paar kilowatt des heizstrahlers die gletscherschmelze massiv erhöht, aber ich lass mir gerne belehren!

War damals selbst in Sölden als die Bahn 2003 gebaut wurde, da wurde ein Loch direkt ins Eis gebrochen, hier auf einem Bild von 2006 schon etwas nach dem Bau (auch sonst eine interessante Bilderserie von starli) kann man das noch erkennen:

Bilder von 2006:
http://ski.inmontanis.info/v/Austria/Tirol/soelden/soelden_2006s/P1100293.jpg.html
http://alpinwiki.alpinforum.com/index.php/Datei:Gletscherstuetze_dm_soelden.jpg

Weitere Bilder des Stütze direkt beim Bau 2003:
http://www.lift-world.info/de/lifts/2839/datas.htm (Bild 1, 3, und 19)
http://www.sommer.at/uploads/media/Rettenbachferner_200415_01.pdf (ist das eine Bild da von lift-world (Bild 3) "ausgeliehen"?)

Die Kanten des Loches oben sind wie von uns damals schon vermutet jetzt inzwischen so weit abgeschmolzen, dass es oben 3-4 mal so gross ist wie damals und so heute die Trasse des SL Karleskogel mit auf dem Gewissen hat.
 
Nun zum 2. und vermutlich uninteressantesten Teil, Zooms in die mittelbare Umgebung. Einige Bilder davon hatte ich bereits in der Aktuelle Schneesituation gepostet.

Zooms Pitztaler Gletscher/Mittelbergferner
Ich weiß nicht obs mittlerweile schneesituationstechnisch noch so interessant ist, da mittlerweile bereits Bilder von vor Ort Besuchen kursieren.

2017-010-04_Pitztaler_Gletscher_01.JPG

Totalansicht Brunnenkogelferner

2017-010-04_Pitztaler_Gletscher_02.JPG

Brunnenkofelferner aus anderer Perspektive. Der rechte Teil des Gletschers wird sich wohl früher oder Später abspalten. Spätestens dann gibt’s hier wohl auch eine SB. Im untereren Bereich hat es am 4.10 noch viel Blankeis, abgesehen von den mit Depotschneeversorgten Pisten und Lifttrasse.

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Zoom Brunnenkogelschlepper, der obere Bereich wird bereits Grundpräpariert.

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Zoom auf die Engstelle am Brunnenkogel SL, wie lange das wohl noch gut geht?

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Auch die schneetechnische Anbindung der von der Wildspitzbahn erschlossenen Pisten ist in Arbeit.

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Linker Bereich des Brunnenkogelferners, Ex Mittelstation der Pitz-Panoramabahn. Vom Standort her wäre auch eine Mittelstation ohne Kurve möglich gewesen. Die Matten lässt man wohl dort vergammeln. Interessant: Das Schneedepot rechts noch unangetastet. Erschreckend hier der Niveauunterschied an der unteren Gletschereiskante. Das hat der Sommer 2012 auf dem Gewissen!

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Pisten an der oberen Sektion der Mittelbergbahn. Hier sieht es schneetechnisch am besten aus.

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Mittelstation der Mittelbergbahn. Schon jetzt ist die Anfahrt darauf nur noch Dank Vermattungen möglich. Das hatten sich die Gletscherbahnen sicherlich anders vorgestellt.

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Toteisfeld unterhalb des ehemaligen Felsriegels der Schlepplifttrasse. Heute mit jährlich angepasstem Pistendurchstich. Ich sag mal in 5 Jahren ist hier das Eis weg. Unvorstellbar, dass vor nichtmals 10 Jahren hier die Schleppertrasse verlief! Heute eine dutzende Meter hohe Felswand.

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Bergstationsbereich Wildspitzbahn mit Nagelneuen Kabinen. Schaut ganz schön aus! Die Frage auch hier, wie lange kann man den Zufahrtsziehweg zu den Pisten halten? Auch hier klafft nach dem Sommer eine beträchtliche Lücke (Bergschrund) zwischen dem vermatteten, am Fels festgefrorenen Eis und dem fließendem Gletscher - Ohne halt von unten wird dies Sicherlich irgendwann nachruchtschen?

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Snowmaker Schneezunge zur Talstation der Gletschersee KSB.

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Zunge des Mittelbergferners. Die Querspalten zeugen vom Nahen Einsturztrichter der das derzeitige noch ziemlich Dicke Zungenende markiert.

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Notweg. Macht sicher Spaß dort durchzufahren, ob mit dem Auto oder auf Ski ;-). Schöne Steilkurven mit Entsprechender Geschwindigkeit. Wurde der Weg eigentlich in den Gletscher geschlage/gesprengt oder ist er reingeschmolzen? Der Weg liegt ja schon beträchtlich tiefer als das restliche Eis.
 
Zooms Skigebiet Rifflsee
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Rifflsee mit Skigebiet. Von jeder Bahn ist mindestens eine Station drauf zu sehen ;-).

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Talstationsbereich Sunalmabahn.

Karlesferner
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Oberer Bereich des Karles-/Hangenden Ferners. Wie man hier bei einer projektierten Verbindung Pitztal/Ötztal runterkommen soll, möchte mir mal jemand zeigen!

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Zunge Karlesferner mit Braunschweiger Hütte. Die rötlichen Moränenablagerungen verlaufen bis weit in den mittlerweile eisfreien Bereich. Mittlerweile ist es kaum mehr vorstellbar, dass es an der Braunschweiger Hütte mal Probleme mit dem vorrückenden Gletscher gab.

Zooms Stubaier Gletscher/Windachferner
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Windachferner mit SL am Stubaier Gletscher. Hier mehr Eisgerutsche als Skifahren.

Zooms Kaunergrat
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Nördlicher und mittlerer Löcherferner am Kaunergrat, oberhalb des Rifflsees.
 
Erschreckend was da in Sölden und auf den anderen Gletschern passiert.
Sölden schneidet sich schon seit Jahren ins eigene Fleisch. Betonflächen neben Eisflächen ==> Abschmelzvorgang beschleunigt sich, vor allem bei neuen schönen dunklen Betonflächen. Sind sie erst mal ausgetrocknet und heller, dann macht es kaum noch einen Unterschied zu den Felsen.
Außerdem ist die beheizte Gletscherstütze schon beim Bau vor 10 Jahren der absolute Witz gewesen - einen Gletscher zu beheizen und nicht weit davon entfernt zu vermatten - herzlichen Glückwunsch!

Der Schlepper wird niemals auf voller Länger laufen ohne versetzt zu werden...
 
Finde die Bilder und Erklärungen auch SEHR interessant.
Gleichzeitig aber auch erschreckend und traurig, wie schnell die Gletscher sich zurückziehen...
 
Hast du das den ganzen Tag ausgehalten mit der einen relativ flachen Piste?
Das muss doch nach 2 Stunden oder so total langweilig werden, oder nicht?

Ansonsten danke natülich für die aufschlussreichen Bilder!
 
Erstmal Danke für die vielen netten Kommentare. Freut mich immer wenn meine Beiträge anklang finden. Teil 3 ist noch in Arbeit.

cMon schrieb:
Hast du das den ganzen Tag ausgehalten mit der einen relativ flachen Piste?
Das muss doch nach 2 Stunden oder so total langweilig werden, oder nicht?

Ansonsten danke natülich für die aufschlussreichen Bilder!

Nein natürlich nicht :wink:. Das hatte ich auch garnicht vor. Für den Kurs von 22€ hab ich vielleicht 15 Abfahrten gemacht und bin danach noch etwas auf dem Gletscher rumgestiefelt.
 
Nun zu Teil 3, der Gletschersituation am Rettenbachferner sowie meinen allgemeinen Eindrücken aus Sölden.

Eins Vorweg: Ich will hier nicht mit Kritik sparen. Ich beschreibe jedoch auch nur den Teil von Sölden, den ich persönlich gesehen habe. Woanders mag es anders aussehen.

Wie bereits beschrieben stellte dies meinen ersten Besuch im Touristenmekka Sölden dar. Da ich bislang auch auf den Besuch ähnlich ausschweifender Wintersportdestinationen verzichtet hatte war auch ich gespannt was mich erwarten würde. Auf der einen Seite war mir natürlich bewusst – Sölden, das ist kein Nationalpark, Straße bis zum Gletscherrand wo Parkplätze liegen, Massive Pistenkorrekturen – teils mit Sprengstoffeinsatz…. Nunja.
Natürlich bin auch ich über die Gletscherstraße gekommen, habe sie sogar wohlwollend genutzt. Auch ich fahre Ski, nutze gerne auch moderne Liftanlagen und begrüße eine durch Beschneiung erst fahrbar gemachte, ja wenn es unbedingt sein muss auch modellierte Abfahrt. Moderner Wintersport und Natur – das sind zwei Dinge die nicht zusammen passen, wohl aber harmonieren können. Ein gewisses, vielleicht teilsweise auch nur im Kopf existentes Naturerlebnis gehört zumindest für mich bei Skilaufen noch dazu. Dies ist in Sölden jedoch offensichtlich, großteils nur mit kaschierender Schneedecke möglich. Derartige Pistenkorrekturen, viele Abfahrten sind auch im Sommer mehr als deutlich als solche auszumachen, haben meine Augen bislang noch nicht erblickt. Entsprechend präsentiert sich auch das Söldener Ortsbild. Massen-, Wintertourismus wie im Bilderbuch. Teils reiht sich Bar an Bar, Kneipe an Kneipe und Hotel an Hotel in einem kitschig nachempfundenen Tiroler Baustil. Klar gibt es das auch in anderen, weniger mondänen Alpenorten – aber eben nicht in dieser Häufung. Ein Wunder für mich, dass sich hierher auch Sommertouristen verirren.

Nun zu den Bildern – nein es ist nur fast auf jedem Bild ein Bagger zu sehen ;-).
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Ortsdurchfahrt Sölden - auf dem Bild nichts besonderes, in der Realität sieht das anders aus. Habe jedoch nicht extra an einer passenden Stelle angehalten.

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Auf der Gletscherstraße bzw. hier schon oben angekommen. Blick ins Winterskigebiet am Gigijoch. Die großen Asphaltflächen am Gletscher stehen den planierten Abfahrten und Bergen kaum nach.

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Die einen vergöttern diese technische Wunderwerk, für die anderen trohnt ein Monster auf dem Gaislachkogel.

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Breiter Wanderweg im Rettenbachtal. Der Bagger darf nicht fehlen!

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Am Gletscher, weitläufige Asphaltflächen. Hier könnte man schöne Inlinehockey Turniere austragen!

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Sogenanntes Gletscherstadion. Für Veranstaltungen in beeindruckender Naturkulisse.

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Parken direkt vorm Gletscher, sowas gibt es nur in Sölden? Wie lange noch?
Dahinter die Weltcupstrecke am Gletscher bzw. dem was davon noch übrig ist. Die Söldener sind derzeit mir Hege und Pflege Maßnahmen für den Gletscher beschäftigt. Hier ist eine neu planierte Fläche zu sehen. Der Gletscher hatte diese soeben erst freigegeben, das Eis was noch dort lag wurde abgegraben. Das Eis Daneben bzw. die Kante ist vielleicht noch 1,5m mächtig. Sprich ohne Sicherungsmaßnamen - nächsten Sommer weg.
Ist das Weltcupopening wirklich so Prestigeträchtig das sich dieser massive Aufwand lohnt?

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Durch den Tunnel zum Tiefenbachferner zum höchsten asphaltierten Punkt Österreichs. Klar das dieser Superlativ Sölden vorbehalten ist. Wo ist bitteschön der Tiefenbachferner? Außer planiertem Geröll und dem verschobenen Rest des früheren Riesenschneehaufens nicht viel zu sehen.

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Schneeverschiebungen. Beim nächsten Schneefall kann man hier wohl öffnen.

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Seiterkar, ohne Planierung wäre hier nur Geröll. Ob nun grobes oder feingemalenes Geröll ist nicht weiter tragisch, leider optisch wenig ansprechend.

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Zoom zu den Eisresten des Tiefenbachferners. Auch hier Bagger am Werk.
 
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