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Sonnenschutz für Tiroler Gletscher

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Gaislachkogl (3058m)
Sonnenschutz für Tiroler Gletscher
Eine Art "Sonnenhut" erhalten Gletscher in Tirol verpasst, um weiteres Abschmelzen zu verhindern. Forscher der Innsbrucker Universität zeigen sich mit den ersten Ergebnissen des Projekts zufrieden.

Jahrhundertsommer gab den Anstoß
Die Gletscher werden teilweise eingepackt, um sie vor der Sonnenstrahlung zu schützen und so einen Energieeintritt zu verhindern, berichtete die Universität Innsbruck. Ausschlaggebend sei der Sommer 2003 gewesen.

Gefahren durch Abschmelzung
Ausdehnung und Mächtigkeit der Gletscher haben in jenem Sommer in alarmierender Weise abgenommen. Durch die starke Abschmelzung in allen Höhenstufen seien weit mehr Gletscherspalten freigelegt worden als üblich.

Durch das Hinaufwandern der Permafrostgrenze seien zudem auch bisher stabile Moränenbereiche labil geworden. Eine Erhöhung der möglichen Naturgefahren und des persönlichen Risikos für Bergsteiger und Tourengeher seien die Folge gewesen.

Ausgezehrte Gletscher
Nicht zuletzt habe der Rekordsommer auch an den wirtschaftlichen Grundlagen der Tiroler Gletscherskigebiete gezehrt.


Ein Jahr mit positiver Massenbilanz
Ein Jahr mit positiver Massenbilanz, wie auf einigen Gletschern im vergangenen Jahr, reiche für die Erholung der Gletscher nicht aus, erläuterten die Forscher. Damit die Gletscher wieder vorstoßen könnten, bedürfe es einiger solcher Jahre.


Verschiedene Maßnahmen
In einem Projekt werden seit Juli 2004 verschiedene Maßnahmen zur Verringerung der Abschmelzung von Schnee und Eis im Bereich von Gletscherskigebieten wissenschaftlich erhoben und technisch optimiert.



Sonneneinstrahlung trifft nicht auf das Eis
Eine Maßnahme sieht die "Verpackung" der Gletscher in spezielle Folien vor. "Es funktioniert nicht so wie im Treibhaus, sondern eher so wie ein Sonnenhut. Man nimmt einen Teil der direkten Sonneneinstrahlung weg, die zum Abschmelzen führt, und erreicht damit weniger Energieeintritt und ein geringeres Abschmelzen", berichtete Projektleiterin Andrea Fischer vom Institut für Meteorologie.

Bildquelle: APA


Testflächen in den Skigebieten
In Zusammenarbeit mit den Stubaier, Pitztaler, Söldener und Kaunertaler Gletscherbahnen wurden erste Tests durchgeführt. Auf Testflächen der Projektpartner im Stubai, Pitztal und Kaunertal wurden im Vorjahr erstmals rund 2.000 Quadratmeter Fläche mit einer dünnen Folie eingedeckt.

1,5 Meter Schnee erhalten
Jetzt gibt es Berichte, dass man an exponierten Stellen damit etwa eineinhalb Meter Gletscher-Schneedecke erhalten habe. Der Gletscherrückgang erhöht auch den Wartungsaufwand für Pistenpräparierungen.

http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=6&id=377817

Kaunertaler war mir neu - wo waren dort Matten? Beim Saisonstart im September hab ich jedenfalls keine gesehen ...
 
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