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Sonnenschutz für's Zugspitzplatt

McMaf

Wildspitze (3774m)
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Um den Gletscher zu schützen lassen sich die Zugspitzbahnen etwas ausergewönliches einfallen. Wie auch im letzten Jahr, wir dieses Jahr der Gletscher durch Matten geschützt. Interessant ist, dass in einem Teil des Textes vorkommt, dass andere Gletscher im Sommer beschneien. Das Problem in bayern ist die altgewohnte Baumgrenze...

Sonnenschutz für's Zugspitzplatt

Um das schnelle Abschmelzen des Gletschers zu bremsen, wurden 6000 Quadratmeter Fläche abgedeckt

Er ist der Letzte seiner Art in Deutschland. Und auch er schmilzt und schmilzt. Um das allmähliche Wegtauen des Zugspitz-Gletschers in 2720 bis 2560 Meter Höhe aufzuhalten und selbstverständlich auch, um weiterhin optimale Wintersportbedingungen zu garantieren, haben wir eine aufwändige Rettungsaktion gestartet. 6000 m² des einstmals ewigen Eises wurden mit weißen Matten und Planen zugedeckt: Sie sorgen nicht nur für Kühlung, weil sie das Sonnenlicht reflektieren, sie halten zudem den warmen Sommerregen ab.



An heißen Tagen büßt der Gletscher bis zu zehn Zentimeter Stärke ein. Auf seine Ausdehnung von insgesamt 960.000 m² hochgerechnet, geht dabei ein Drittel der Trinkwassermenge verloren, die eine Großstadt wie München täglich benötigt.

"An den Stellen, die wir mit Matten schützen, retten wir pro Sommer zwischen zwei und drei Meter Schnee", berichtet Stephanie Vogel von der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG. Im Ausland werden Schneekanonen eingesetzt, um die Gletscher im Sommer regelmäßig mit einer weißen Schutzschicht zu bestäuben. Das allerdings geht am Zugspitzplatt aus Umweltschutzgründen nicht, denn oberhalb der Baumgrenze sind nach einem Beschluss des bayerischen Landtags keine Eingriffe in die Natur erlaubt. Bereits seit zehn Jahren werden bestimmte Bereiche des Platts daher in den warmen Monaten zugedeckt – eine ebenso personal- wie kostenintensive Aktion.

Große Freude herrscht über den Neuschnee der vergangenen Tage und Wochen. Er wird zum Schutz neuralgischer Stellen eingesetzt, die nicht mit Matten oder Planen abgedeckt werden konnten. Unsere Mitarbeiter schieben die Schneemassen etwa zu den beanspruchten Lifttrassen oder auch in Bereiche, an denen der Fels hervorlugen könnte. "Wir müssen schon im Sommer dafür sorgen, dass ausreichend Unterlage für die Wintersaison vorhanden ist", erklärt Stephanie Vogel. Im einzigen Gletscherskigebiet Deutschlands beginnt der Liftbetrieb in der Regel bereits im Oktober/November.
 

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Irgendwie sehen diese Planen doch viel dunkler aus, als der Schnee!

Aber ich kann mich erinnern, dass auf starlis Fotos vom letzten Jahr auch Planen zu sehen waren!
 
yep, damals wurde aber nur die halfpipe und evtl. noch ein paar liftstützen geschützt..

.. aber dann sind die jetzt doch wasserdicht, was ja die am Stubaier nicht zu sein scheinen, wie wir in einem anderen topic mal festgestellt hatten ...

Zum thema dunkler: Kann evtl. auch dadurch entstehen, daß die Matten vielleicht eine leichte Spiegelschicht haben, an der die Wolken reflektieren ....

.. schließlich dürfte eine verspiegelte Schicht noch mehr Sonne reflektieren als eine weiße Fläche ...
 
starli schrieb:
Zum thema dunkler: Kann evtl. auch dadurch entstehen, daß die Matten vielleicht eine leichte Spiegelschicht haben, an der die Wolken reflektieren ....

Welche Wolken? Mir scheint das ein sonnenklarer Tag gewesen zu sein, als die photos entstanden sind.
Nur was natürlich blöd ist, ist dass es gerade in den letzten Tagen eher zusätzlich Schnee gegeben hat. Und der Schnee, der dann auf die Plane gefallen ist, ist natürlich total Nutzlos für den Gletscher.
 
JAAA.. wolken .. ich mein den blauen HIMMEL

:)


Blöd ist nur, wenn die Matten dann im Winter nicht weggenommen werden! Wie z.B. am Pitztaler, da ist man letztes Jahr im Frühjahr dann auf alten Matten auf der Liftspur gefahren .... bzw. nicht gefahren, weil die dort ziemlich gebremst haben ;)
 
Naja, der letzte deutsche Gletscher ist der Schneeferner nicht: Höllentalferner, südlicher Schneeferner, Blaueisgletscher.

Würde mich mal interessieren, welcher Gletscher regelmäßig beschneit wird!
 
Ich könnt mich über die deutschen Bürokraten u. Naturfuzzy´s mal wieder totlachen.

Da erlauben sie nicht die Beschneiung über der Baumgrenze (was auch immer das für einen Unterschied macht ?) und verhindern somit, daß ein Gletscher vor dem absterben geschützt wird.

Das ist mal wieder Deutschland live.
 
^^
Echt...!
Prinzipiell ist dieses Gesetz mit der Baumgrenze ja garnicht so flasch und es sind eh wenige Regionen betroffen. Aber wieso kann man nicht eine Ausnahme für den Schneeferner treffen?
Was für Umweltschäden sollten denn da oben durch den Einsatz von schneekanonen entstehen? Es gibt dort keine Pflanzenwelt, weil dort eh alles (noch) vergletschert ist... und ich glaube auch nicht, dass sonderlich viele Tiere dadurch aufgeschrekt würden.
Also was soll das? Reine Schikane der Ökofuzis, egal von welcher Partei.
 
Achja, sonst ist mir noch eingefallen:

Am Stubaier Gletscher sind vor einigen Jahren neue Systeme getestet worden zur Erhaltung des Gletschers. Dort wurde mit Spritzen, Wasser in den Schnee injektiert. Das Wasser gefriert und bietet dem Gletscher halt und festigkeit.
Wäre sowas in deutschland auch verboten?
 
Da erlauben sie nicht die Beschneiung über der Baumgrenze (was auch immer das für einen Unterschied macht ?) und verhindern somit, daß ein Gletscher vor dem absterben geschützt wird.

Wenn du glaubst, dass so etwas funktionieren könnte?! In einem anderen Topic haben wir einmal berechnet, was so etwas an Energie, Wasser, Schneemenge und Aufwand kosten würde. Ist denke ich, sehr unwirtschaftlich.
 
Nachdem sie es letztes Jahr mit Matten versucht haben, scheinen sie es diesmal mit Schnee aufschieben zu versuchen.
Zumindest schaut das für mich so aus, wenn ich mir die Webcambilder anschaue.
Jetzt wo das Summercamp auf der Zugspitze zu Ende ist und der Skibetrieb endgültig eingestellt wurde, scheint man sich nun auf den "Gletscherschutz" zu konzentrieren.
Weiß jemand, ob eine "Vermattung" wie letztes Jahr heuer wieder vorgesehen ist?
Zumindest scheinen sie letzten Sommer den Schnee nicht zusammengeschoben so wie sie es heuer machen.
Bei den großen Schneefeldern die am Zugspitzhang existieren macht das für mich aber auch Sinn, den Schnee auf die Gletscherlifte zu transferieren. Am Hang würde der Schnee doch ungenutzt vor sich her tauen.

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Nun hat man dann also doch mit der Vermattung begonnen,
zusätzlich zu den Schneeverschiebungen.

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Heute Nacht im "Nachtmagazin" kam ein Bericht über die Vermattung. Wenn man das ganze im Panorama sieht, wirkt die winzige Matte im vergleich zu der Riesenfläche schon lächerlich. In dem Bericht wurde auch das Thema Beschneiungsverbot angesprochen. Ein Verantwortlicher sagte, dass man selbst bei einer Erlaubnis nicht beschneien würde, weil das Wasser von unten hochgepumpt werden müsste, was zu teuer sei.
 
^^
warum dass denn?! man könnte da oben jawohl einfach einen beschneiungsteich bauen! versteh ich net so wirklich..
 
d-florian schrieb:
^^
warum dass denn?! man könnte da oben jawohl einfach einen beschneiungsteich bauen! versteh ich net so wirklich..

ja, Beschneiungsteich könntest du überall bauen, auch in Sahara :wink:
das einzige Problem ist Wasser ! und das Wasser vom Tal aufpumpen kostet enorm viel Geld.
Aber vielleicht könnten sie mit dem Schmelzwasser etwas machen und dazu einen Beschneiungsteich errichten
 
man könnte da oben jawohl einfach einen beschneiungsteich bauen

Das Zugspitzplatt ist aber geologisch dafür nicht sonderlich prädestiniert. Oder gibt es bisher auf einem der anderen großen Karstplateaus der Nördl. Kalkalpen einen Speicherteich? Das erste Problem ist der Aushub, IMHO nur durch massive Sprengerei zu bewerkstelligen, dann die Abdichtung in dem von Klüften, kleinen Höhlen etc. durchsetzten Gestein. Auffüllen könnte man das Ding allerdings echt mit Schmelzwasser, oder?
 
Abdichten? Folie rein, fertig. :lol:
 
denk auch wenn se einen teich bauen wollen sollte das nicht das größte problem werden! können ja oses geröll aufschieben, folie rein und mit schmelzwasser voll machen! wenn nicht müssten sie halt noch ein paar m³ erde ausm tal nachoben schaffen wenn´s gar net anders geht!
 
Und es geht weiter...
Nun werden Schneedepots an den Stützen (Schl Gletschersee) angelegt.
Man sieht auch gut die Spuren der Pistenraupen, von wo der Schnee angeschafft worden ist.

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