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Spitzingsee (DE) Taubenstein-Rotwand 03.08.2008

Spitzingsee (DE) Taubenstein-Rotwand 03.08.2008

Kurzfristig beschloss ich meine neuen Bergschuhe auszuprobieren, so ging es zur Talstation der Taubensteinbahn. Es war halb 9 Uhr morgens, man war gerade dabei die ersten Gondeln aus der Garage zu holen. Mit der Seilbahn bin ich bestimmt das letzte Mal noch im alten Jahrtausend gefahren. In den kleinen grünen sehr rustikal wirkenden Kabinchen schwebt man gemütlich über idyllische Bergwiesen begleitet von Kuhglockengeläute hinweg. Ab der Bergstation waren es noch ca. eine Stunde Fußmarsch auf die 1884m hohe Rotwand. Ab 10 Uhr Vormittags beschlossen auch die letzten Wolken die Sonne freizugeben.

Ein paar Bilder habe ich auch für euch.

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Innenleben der Talstation der 4EUB

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Baujahr 1971 von PHB

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Am Morgen war es noch ziemlich düster.

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Es beginnt allmählich auszureißen

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Gipfel Rotwand 1884m

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Himmel der Bayern – Weiß Blau

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Zoom zu Trasse der 4KSB/B Stümpfling Express mit Beschneiungssee

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Wiesenhänge am Rosskopf… meine Lieblingsabfahrt im Winter am Spitzing

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Almrausch

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Komischer Lichteinfall

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Blick zur Rotwand

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Nochmal Rotwand

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Bergstation Lochgrabenschlepper

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Wendelstein

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Umlenkscheibe

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Rustikale Technik

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Talfahrt

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Danke für den Bericht aus einer meiner Stammecken in den bayrischen Alpen! Ist schon echt schön dort oben, wenngleich es mir bisher leider verwehrt blieb, mit der Taubensteinbahn zu fahren :-(. Steht aber auf meiner To-Do-Liste für nächsten Winter ganz weit oben... Wobei das ganze im Sommer auch recht idyllisch wirkt mit dem Kuhglockengeläute im Hintergrund.
 
Wirklich tolle Bilder und super Video. Eine sehr rustikale Bahn. Aber warum sind die Türen von nichtbesetzten Gondeln offen? Werden die etwa nur manuell betätigt? Werden die Gondeln dort nicht auch nur nach Bedarf eingehängt? Fragen über Fragen ... :)
 
Danke, für den schönen Bericht und ein weiteres gelungenes Video.

@McMaf: Ja, die Türen werden von Hand geschlossen. Bei der Ankunft z.B. in Bergstation gibt es dann jedoch einen Entriegelungsmechanismus. Die Garagierung und der umgekehrte Vorgang werden ebenfalls durch Menschenkraft durchgeführt. Gondeln gehen nur dann auf Fahrt wenn die Fahrt durch einen Mitarbeiter freigegeben wird. So fahren die Gondeln bergwärts nur nach Bedarf.
 
Ich muss dazu sagen gleich am morgen war jede Gondel voll besetzt, da ging nichts mit "auf Bedarf fahren". Die Gondeltüren müssen vom Personal geschlossen werden. Andere Frage: Um welchen Kabinenhersteller handelt es sich bei der Taubensteibahn?

Was mir ebenfall noch am Spitzing aufgefallen ist, dass die Landschaft sehr gepflegt wird, bzw. alle Almen bewirtschaftet sind. Am Brauneck hingegen verkommen die schönen Bergwiesen (überall wachsen Streucher auf), da sich niemand mehr drum kümmert.
 
Lohnen sich solche Bergweiden ohne Subventionen überhaupt noch? Das wäre evtl. ein Grund für verkommene Bergwiesen.
 
McMaf schrieb:
Lohnen sich solche Bergweiden ohne Subventionen überhaupt noch? Das wäre evtl. ein Grund für verkommene Bergwiesen.

Das kann ich dir leider nicht sagen. Aber auf jedenfall ist am Spitzingsee die Gemeinde Schliersee sehr dahinter was dem Fremdenverkehr angeht. Jedesmal wenn ich durch Schliersee durchfahre sei es Sommer wie Winter, ist hier viel los. Wo man sich hingegen in Lenggries wie in einem Geisterdorf vorkommt. Die Neubauten am Spitzingsee wäre auch ohne Rückenwind von der Gemeinde nicht durchsetzbar gewesen.

Nächstes Wochendene wenn es mir zeitlich rausgeht und das Wetter stimmt, dann werde ich eine Braunecktour machen.
 
schöner bericht, sag beim foto von der talstation, ist das links an der talstation mal ne liftanfang gewesen? sieht so verdächtig aus.
 
lift-master schrieb:
schöner bericht, sag beim foto von der talstation, ist das links an der talstation mal ne liftanfang gewesen? sieht so verdächtig aus.

nicht dass ich wüsste. Die Bahn wurde 1971 gebaut, ich denke damals handelte es sich um eine Neuerschließung
 
hmm wg. der Bergwiesen am Brauneck. Also weiter oben (knapp unterm Grat) würde ich sagen ists etwas sehr steil um das entsprechend zu pflegen. Da kommt eine Kuh oder ein Schaf dann doch etwas leichter rauf. Wenn die unteren Wiesen (so Höhe Kotalm), auch verwuchern, dann wird da wohl gespart. Ich bin bisher noch nicht bis runter gekommen am Brauneck (Sommer), weil ich mir die ZUB immer als Aufstiegshilfe für die Benewand hergenommen hab bei den 2x, die ich heuer schon oben war. Und bewirtschaftet wird am Brauneck oben wohl auch noch mehr oder weniger, siehe Kuhfotos beim Benewandbericht vom 26.7. Würde mans ganz verkommen lassen, hätte man da doch nicht das Vieh raufgetrieben, oder?

Wg. Gondeln. Ich find die Bahn am Taubenstein kultig, schön alt mit 70er Jahre Giovanolagondeln (Lizenz soweit ich weiss). Im Winter fährt da aber kaum jemand, während vor allem am WE am Stümpfling die Hölle los ist, vermutlich ist das Teilgebiet (so 5km glaub ich Pisten vs. 20km am Stümpfling) für die meisten zu altmodisch und klein.

mFg Widdi
 
Schöner Bericht! Das ist schon eine sehr kultige Bahn, bin sie im Winter schon mehrmals gefahren, besonders das Schließen der Türen durch das Personal ist schon was sehr besonderes.
Im Winter kann man da auch gut mal einen halben Tag fahren, wenn auf der anderen Seite wieder die Hölle los ist, denn am Taubenstein ist immer sehr wenig los und die Pisten oben an den Schleppern sind eigentlich auch ganz gut.
 
Danke für den schönen Bericht.
Ein Versuch auf ein paar Fragen zu antworten:
- ob die Kulturlandschaft am Brauneck weniger gepflegt ist als im Rotwandgebiet? Weiß ich nicht, werde morgen am Brauneck mal die Augen offenhalten, die Almen dort sind meines Wissens trotz intensiver touristischer Nebennutzung alle noch bewirtschaftet
- Almwirtschaft in Oberbayern: egtl. sehr stabil, signifikant geringerer Strukturwandel als in Gesamt-Bayern, Bestoßzahlen seit Jahren relativ konstant, seit 1965 (Beginn der Förderungen) egtl keine Alm mehr aufgegeben worden (dazu Fernsehtipp: SAT1 Donnerstag, 7.8.08 am 17.30 Uhr, Bericht von der diesjährigen Hauptalmbegehung); Milchviehhaltung zumeist defizitär, Förderungen gleichen Defizit aus, zusammen mit großer Bedeutung der Forstwirtschaft und v.a. Nebenerwerb in Handwerk, Tourismus etc. Almbauern haben also mehrere Einkommensstandbeine, sind zudem sehr traditionsbewusst (das geht bishin zu ökonomischer Selbstausbeutung). Seit neuestem ist der AVO (Almwirtschaftlicher Verein Oberbayern) auch im Internet mit einer "Heim-Seite" vertreten, dort gibt es weiterführende Informationen
 
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