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St. Peter - Hochwang, 13.12.08 - Freiheit...

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St. Peter - Hochwang: Einer der Bündner Geheimtipps.

St. Peter.
Diese kleine Ortschaft, knapp 150 Einwohner zählend, befindet sich im Herzen des Schanfiggs. Jeder, der nach Arosa fährt, kommt hier vorbei. «St. Peter», sagen wohl die meisten, «Aha. Nie davon gehört.» Und sie fahren weiter. Übersehen kurz vor der Kircher eine Abzweigung nach links, die nach Pagig führt - und nach Fatschél. Fatschél liegt etwa 200 Höhenmeter weiter oben als St. Peter. Hier stehen ein paar Häsuer, unter anderem zwei, drei restaurants. Und einige Ferienhäuser.
Und eine Sesselbahn.
Diese Sesselbahn erschliesst zusammen mit einem weiter oben beginnenden en kleines, weitläufiges Skigebiet mit 20 Pistenkilometern plus Tiefschneehänge par excellence.
Dieses Skigebiet ist wohl vielen nicht bekannt. Aber den Einheimischen. Hier findet man die Jungen von den umliegenden Ortschaften, hier lernen die Kleinen von der Gegend ihre ersten Schwünge, hier treffen sich die Grossen für einen schönen Skitag. Und dann gibt es noch einige Touristen, die dieses kleine Skigebiet schätzen. Vorwiegend aus dem Kanton.
Ich gehöre zu diesen. Vom Skigebiet St. Peter hörte ich im Winter 05/06 zum ersten mal. Prompt besuchte ich es, mir war am Ende dieses Tages klar, dass ich nicht das letzte Mal in St. Peter war. Nun ist es so weit. Nach 3 Jahren Absenz besuche ich St. Peter wieder - und werde hoffentlich wieder mit dem gleichen Gedanken heimkehren.

Heute, 13. Dezember 2008, ist der erste einigermassen schöne Tag seit etwa einer Woche. Im Süden schlechtes Wetter. Genau im Schanfigg befindet sich die Grenze zwischen schöne und schlechtem Wetter - Tschiertschen wird den ganzen Tag kaum Sonne sehen. St. Peter, gegenüber gelegen, wird den ganzen Tag in der Sonne liegen.

Nach der Fahrt mit der Sesselbahn wird sofort der Höchste Punkt des Skigebietes in Angriff genommen, un dann beginnt der Winterspass.

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Ich lasse die Bilder sprechen (bzw. ich hoffe, dass sie so geworden sind, dass sie sprechen können...):


Der Skilift Goldgruben führt auf den Höchsten Punkt des Skigebiets, auf fast 2300m.

Es folgt ein Highlight: Eine herrlich präparierte Aussenrumpiste zurück zur Talstation des Skilifts. Hier habe ich die Möglichkeit, entweder eine weitere Fahrt mit dem Skilift zu machen, oder hinunter nach Fatschél zu fahren - Ich wähle zweiteres. Und zwar aus guten Gründen: Die Talabfahrten sind verzweigt, führen durch den Wald - und das schönste: Sie sind kein bisschen planiert oder bearbeitet. Das bedeutet: Hügel, Wellen etc. So, wie sich wahres Skifahren gehört. Traumhaft.


Die erste Sektion ist 1991 hier aufgestellt worden. Vorher verrichtete sie ihren Dienst in der Alpenarena.


Zoom auf die restliche Strecke. Es existieren nur noch wenige Sesselbahnen, die Portalstützen besitzen.


Die Sesselbahn Fatschél - Triemel wurde ursprünglich von Brändle gebaut.


Ausstiegsstütze des Skilifts Goldgruben. Diese Stimmung war genial.

Über Mittag kommen doch noch Wolken - die sich allerdings als Hochnebel herausstellen. Es beginnt sogar fein zu schneien. Glücklicherweise beginnt gleuchzeitig auf der magen sich bemerkbar zu machen und ein Restaurantbesuch wird unumgänglich. mal sehen, wie es dann in einer Stunde aussieht...


So!

Der Nebel löst sich langsam auf.



Skilift Goldgruben. Es fallen immer noch feine Flocken.


Die Ausstiegsstütze.


Ideales Skigelände! Hier ist alles noch Natur. Es benötigt keine Pistenbegradigungen etc.. Echt toll.


Unten in Fatschél.


Einfach herrlich diese Brändlestützen! Überhaupt, das gemütliche, heimelige Flair dieses Skigebietes ist herrlich.


Oben beim Ausstieg des Skilifts Goldgruben mit Blick Richtung Davos.


Ausblick von der Skihütte Hochwang hinüber zum Skilift.


Blick vom Skilift über die fast unsichtbare Sesselbahn Richtung Arosa.


Der Skilift wurde 1984 von Städeli gebaut, aber von BMF erneuert - wie man an diesem erst kürzlich hinzugefügten Niederhalter sehen kann.


Blick zurück. Im oberen Teil wird der Skilift steil. Insgesamt macht er um die 400 Höhenmeter.


Leer, keine Pistenbegradigungen, und dennoch breit und herrlich zu fahren: Deshalb bin ich hierher gekommen.


Der Skilift ist eine schwere Konstruktion aus dem hause Städeli.


Überblick der Strecke des Skilifts Goldgruben.


Die Talabfahrten sind ein weiterer Höhepunkt. Sie verzweigen sich, führen überall hin, sind voller Kuppen etc.. Einfach toll.


Blick auf Fatschél, das sich oberhalb St. Peter befindet.


Bergstation a la BMF. Mit Unterflurantrieb, wie es bei BMF bis heute bei fixen Sesselbahnen üblich ist.


Talstation Skilift Goldgruben.


Langsam geht ein herrlicher Skitag zu Ende.

Als Abschluss nehmen wir die Talabfahrt Plöngg, die bei der Skihütte Hochwang startet. Auch wenn sie vielen wohl nicht gefällt (man kann die Skier einfach fahren lassen, muss nicht Carven etc.), ich finde sie urig. Dank dieser Talabfahrt landet man direkt bei den Parkplätzen, die sich etwas unterhalb der Talstation befinden.

Alle Bilder dieses tollen Skitags könne hier abgerufen werden: http://www.mircotscharner.ch/galerie/thumbnails.php?album=72

Mein Eindruck dieses Skigebiets hat sich nicht verändert: Ich bin weiterhin der Überzeugung, dass St. Peter mit "nur" zwei Anlagen eine überraschende Vielfalt an Pistenmöglichkeiten bietet. Für den Skifahrer, der nur schwere Abfahrten fahren will, ist St. Peter sicherlich nichts. Aber für alle, die einen Tag einfach abschalten wollen, die Freiheit geniessen wollen, weite, meistens leere Pisten geniessen wollen - denen lege ich St. Peter ans Herz.
 
Sehr schön, gefällt mir gut. Kein unnötiger Schnick-Schnack, nicht alles platt gewalzt, kein Proll-Touri Rummel.Und anscheinend auch keine "künstlichen Eiswürfel aus der Dose". Viel Platz.... Sehr schön. Wie siehts denn preislich aus?
- Tageskarte
- Essen / Getränke
- einfache Übernachtung
 
Tageskarte kostet 40 Fr., also so etwa Mittelmass.
Restaurants gibts zur Genüge, bei der Talstation der Sesselbahn zwei, oben ein Restaurant und die Skihütte. Auch hier würde ich mal sagen, preislich nicht übertrieben.

Übernachtungsmöglichkeiten hat es auch, dazu empfehle ich dir diese Seite: http://www.hochwang.ch/index.php?page=155.

@Tripelmayr: Danke!
 
Vielen Dank für den Bericht + Bilder. Das Gebiet sieht echt gut. Das bestärkt mich in dem Vorhaben, dieses Gebiet diesen Winter zu besuchen :D

Noch eine Frage. Wo stand die DSB führer denn in Flims Laax Falera?
 
Tolle Bilder von einem mir bisher nicht bekannten Skigebiet :D

Wen die Sesselbahn von Flims/Laax ist, kann es eigentlich nur die Brändle DSB sein, die von 1962-72 von Startgels nach Nagens in betrieb war.

Kann es sein, dass sie viel früher hier aufgestellt und 1991 von BMF umgebaut wurde?
 
Danke für die Komplimente!

Das war, wie paddington sagt, die Sesselbahn Startgels - Nagens.

@paddington: Möglich wäre es allemal. Aber vor 1984 stand in St. Peter nichts. Ich meine gehört zu haben, dass man die ersten Jahre bis nach Triemel, wo der Skilift beginnt, hinauffahren musste. Aber keine Gewähr.
 
Wann wurde eigentlich die Brändle-DSB in Churwalden abgebaut? Könnte ja auch die sein. Andere Brändle DSB gab es aber in CH sowieso nicht.
 
Vielen Dank für diesen sehr interessanten Bericht und die tollen Bilder! :gut:
Fürwahr ein Gebiet, dass einen Besuch verdient hat ...

:dankeschoen:

Viele Gruesse von der Kueste

Peter
 
Wunderbarer Bericht. Echt toll, dass es auch noch solche kleinen Gebiete gibt.

Aber irgendwie verkehrte Welt oder? DSB mit Portalstützen und Schlepper mit normalen Stützen. 8O

Vorallem die Landschaft ist ja wunderschön. Diese kleinen Häuser in der Schneelandschaft und dann auch diese lichten Wälder...und oben so viel Platz zum Powdern! Wau! Hoffentlich komm ich auch mal in den Genuss dort einfach mal "abzuschalten"...

Danke!
 
Ein Gebiet wie man es suchen muss, einfach genial heimelig. Das richtige um abzuschalten, sich entspannen und einfach nur skizufahren wie Gott es gewollt hat....ohne Massentourismus, Apre Ski Musik, plattmodellierten Abfahrten, Gedränge beim Anstellen,....ihr wisst was ich mein.

mfg Andi
 
Euch allen ein herzliches Dankeschön!

Ich finde es wirklich toll, dass diese kleinen Skigebiete auch etwas Aufmerksamkeit bekommen hier im Forum - wo doch sicher über 70% der Berichte immer die gleichen, riesigen Skigebiete sind.
 
wahnsinns bericht und bilder :D
hab zwar schon von dem skigebiet gehört, aber nicht gedacht, dass die möglichkeiten dort so geil sind... 8)
 
Nein, mit den tscharners bin ich allgemein wohl ultraweit entfernt verwandt, da ich ja eigentlich Raguth Tscharner heisse. Diesen Namen findest du hauptsächlich in Feldis und Scheid. :) Das Raguth lasse ich dann meistens weg, da bei diesem Namen oft die verrücktesten Versionen entstehen...

In Danusa findest du an den Skiliften teilweise auch die SL-HX.
 
Naja, mit "Jacomet" ist man bezüglich Ausspracheversionen auch nicht besonders gut dran - die Leute sind immer verwundert, wenn sie hören, dass das ein Bündner Oberländer Name ist (Urform: Jagmet). Von "Schaggomee" bist "Tschacometti" versucht man alles - nur nicht das korrekte "Iakomett" oder "Iakumett" mit Betonung auf dem "e". Aber das ist hier definitv OT ;)
 
War heute auch am Hochwang bei wolkenlosem Wetter und Sonnenschein von 8.45 bis 16.15 Uhr
Das Gebiet ist einfach spitze.
Zwar waren am Skilift und Sessellift den ganzen Tag über rund 5min Wartezeit angesagt, aber auf den Pisten herrlich sonnigen Pulverschneepisten waren kaum Leute, so das man herrlich über die gesamte Pistenbreite carven konnte.
Einfach super wenn man an einem Skilift die Wahl zwischen 7 abwechslungsreichen Abfahrten hat.
Gerne wieder !!!
 
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