Wir sind auch immer in St. Ulrich. In der absoluten Hochsaison (Faschingsferien - geht leider nicht anders). St. Ulrich hat gegenüber St. Christina und Wolkenstein vor allem den Vorteil, dass es ein richtiger Ort mit einem richtigen Dorfzentrum, Fußgängerzone etc. ist. Und man kommt eben sowohl auf die Seiser Alm, wie auch über Seceda und Ciampinoi zur Sella Ronda, oder auch einfach nur Dantercepies und Col Rodella (Col Rodella gehört zwar schon zu Val die Fassa, ist aber im Grödner Skipass noch inklusive!).
Ja, in der Hochsaison kann es an der ein oder anderen Stelle Wartezeiten geben. Das muss aber nicht am 2er Lift sein, kann auch ein 6er sein. Meist aber nur zu bestimmten Zeiten, die man dann meiden sollte. Auf der Seiser Alm ist, wenn man von St. Ulrich kommt, der 2er Sessel Sanon am Vormittag ein Problem. Früh genug da sein, oder erst am späteren Vormittag dorthin kommen. Früher gab es eine Umfahrung, mit der man diesen Lift umgehen konnte - gibt es heute leider nicht mehr. Voll sind vor allem auch der 6er Panorama (absolute Anfänger-Piste), wie auch der 4er Laurin. Schön und deutlich leerer sind die Pisten am Goldknopf und am Florianlift. Von Saltria gibt es einen Bus zum Monte Pana über abenteuerliche Strecke - ist allerdings nicht im Skiticket inklusive. Neu in dieser Saison, und im Pistenplan noch gar nicht verzeichnet, ist die Talabfahrt nach St. Ulrich. Diese ist allerdings wohl eher schmal, dürfte Eure Kriterien also nicht erfüllen.
Morgens zum Seceda ist die Pendelbahn (Mittelstation zum Gipfel) ein Nadelöhr. Hier empfiehlt es sich, möglichst früh da zu sein, am besten schon vor offizieller Liftöffnung an der unteren Gondelbahn. Oder man bringt einfach ein bißchen Zeit und Gelassenheit mit. Die Schlange an der Mittelstation sieht zwar oft zum Angsthaben aus. Es ist aber alles sehr gut organisiert, und dauert, wenn man ehrlich auf die Uhr guckt, dann gar nicht so lange wie befürchtet. Ab dem späteren Vormittag leert es sich dann wieder. Die Pisten oben am Seceda und die Talabfahrt nach St. Christina haben aber auch was, und sollten Eure Kriterien erfüllen. Talabfahrt nachmittags vom Seceda nach St. Ulrich kann je nach Wetter und Schneelage absolut häßlich oder mega-genial sein. Wenn der Schnee weich ist, wird es eher häßlich im Laufe des Tages. Eventuell als Anfänger dann auf den unteren (eigentlich sehr schönen!) Abschnitt verzichten und die Gondel nehmen. Ich hatte aber auch schon Tage, wo ich mit meinem Sohn die vermeintlich letzte Talabfahrt des Tages nach langem Skitag gemacht habe, unten in St. Ulrich ankomme, auf die Uhr gucke, und wir quasi den letzten Lift nochmal rauf genommen haben, um die Talabfahrt nochmal zu fahren. Oben hatten sich schon die Carabinieri für die letzte Kontrollfahrt gesammelt.
Sehr schön und absolut Anfänger-geeignet sind auch die Pisten zwischen Piz Sella und Col Rodella. Anfahrt ist über Ciampinoi möglich - der Bereich ist aber eher anspruchsvoll. Alternativ kann man mit dem Skibus vom Antioniusplatz in St. Ulrich nach St. Christina zum 2er Sessel zum Monte Pana fahren. Von dort kann man sich dann durcharbeiten. Rückweg ist genauso möglich. Die Pisten hier sollten alle Euren Kriterien entsprechen.
Den Dantercepies würde ich mir als Anfänger eher sparen. Ist zwar auch für Anfänger machbar, aber die anderen genannten Bereiche sind wesentlich entspannter. Es sei denn natürlich Ihr wollt die Sella Ronda in Angriff nehmen, oder (auch sehr schön) nach Alta Badia und z.B. Colfosco rüberwechseln. Das ist nicht allzu weit, und auch Anfänger-geeignet. Wenn man von St. Ulricht per Ski zum Dantercepies möchte, muss man allerdings ebenso über den Ciampinoi, was für Anfänger eher nicht so dolle ist.