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Stahlbau Raffl ist insolvent

Seilbahnfreund

Nebelhorn (2224m)
http://tirol.orf.at/stories/486140/

Auch bei WITO in Lienz geht die Angst um:
http://www.kleinezeitung.at/tirol/lienz/lienz/2590397/bei-wito-geht-angst-um.story

Fragt sich, ob die Insolvenz Auswirkungen auf die Bergeralm haben wird, laut firmen abc ist das Skigebiet eine GmbH im Privatbesitz der Familie Raffl und damit erst einmal nicht unmittelbar betroffen:
http://www.firmenabc.at/rbg-wipptaler-berglifte-raffl-gmbh_ksl
http://www.firmenabc.at/rbg-berglifte-gmbh_geE

Homepage der Firmengruppe Raffl
http://www.raffl.at

Gruß Seilbahnfreund
 
Ich befürchte jedenfalls, daß die 30%ige Rückzahlungsquote in den angestrebten drei Jahren ohne gravierendste Änderungen an der Geschäftspolitik (Prestigeaufträge ziehen nämlich nicht zwangsläufig auch Gewinne nach sich...) keinesfalls erfüllbar sein wird und somit faktisch das endgültige Ende abzusehen ist.
Aufgrund der Firmenverflechtungen wäre es für den Masseverwalter auch interessant, mal die Aufträge die Raffl bzw. Wito lt. Referenzliste für die Steinacher Bergbahnen durchgeführt hatte genauer durchzusehen; möglicherweise könnten diese auch als indirekter Finanztransfer zur Liftgesellschaft benutzt worden sein.
Hoffe nur, daß zumindest Wito überlebt und nicht auch noch dort Arbeitsplätze und Knowhow (Wito war ja mal ein renommierter Lifthersteller) verlorengehen.
 
Bei der Qualität von Arbeit die Raffel abliefert wundert es mich nicht das sie Pleite sind
 
Ich hoffe, man kann von der Ausführung meiner Bürofenster und Außentüren nicht unbedingt auf Raffl´s allgemeine Qualitätsanmutung schließen denn dann müsste ich Dir zustimmen. Der Gebäudeteil wurde vor paar Jahren "auf Vorrat" gebaut war aber bis heuer noch nicht in Verwendung, Raffl bekam damals den Auftrag für Lieferung und Montage der Alufenster und Türen.
Als wir vor paar Monaten begannen den Trakt zu nutzen, mußte ich mit Dremel und sonstigem Werkzeug bewaffnet einige Stunden investieren um die Türschloßteile erstmal aneinander zu "gewöhnen" denn die Türen ließen sich entweder nicht ent - oder nicht versperren bzw. einrasten weil den Jungs offenbar nicht bekannt war, daß Falle und Schließriegel eigentlich in die zugehörige Ausnehmung am Türrahmen reingehen sollten um ihre Funktionen auch erfüllen zu können...:ja: :biggrin:
 
"Geraffel" wär in Tirol eher der Ausdruck für die ungute Lärmerregung einer Maschine etc.;
bei uns gäb´s aber außerdem noch den mundartlichen Begriff "Graffl" für mistige Teile, dann braucht man überhaupt nur mehr den Buchstaben "G" dem Namen vorsetzen... :wink: :ja:
 
"versehentlich" klingt gut...:mrgreen:
 
Normalerweise sollte man eigentlich Raffl die anscheinend zu 100 % in seinem Besitz befindlichen Steinacher Bergbahnen enteignen und versteigern um damit unter anderem die Schulden bei Wito zu tilgen - geht leider juristisch nicht weil er ja aufgrund des Gesellschaftsrechts nur mit seiner Stammeinlage haftet...:boese:
 
Die Pleite ist durch den Patzer bei der Sanierung der ziemlich grazilen Altersbergbrücke bedingt, bei der es wohl zu immensen Schadenersatzforderungen durch den Autobahnbetreiber ASNIFAG gekommen ist:

Bilanzverluste gab es laut Kreditschutzverband 1870 (KSV) schon seit Jahren. Enorme Verluste (1,3 Millionen Euro) gab es im Zusammenhang mit der Sanierung der Altersbergbrücke auf der Tauernautobahn. Diese sei laut Firmenchef Erich Raffl "daneben gegangen".

(orf.tirol)


Wellenbildung nach der Sanierung- ziemlich beeindruckend:
http://www.kleinezeitung.at/kaernten/spittal/597899/index.do

Altersbergbrücke, Wagner-Biro, 1973
http://www.waagner-biro.at/de/referenzen//type/plate-girder-bridges/reference/altersbergbruecke/
 
Die Altersbergbrückenblamage macht aber nur ~ 10 % der Insolvenzsumme aus und war sicher nur der Auslöser der Insolvenz, für die wirklichen Ursachen müsste man meiner Einschätzung nach tiefer in der Vergangenheit nach Vorkommnissen schürfen die vielleicht durchaus auch das Interesse der Staatsanwaltschaft wecken könnten.
 
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