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Ständig diese Spyder Plagiate ...

Ich habe eine alte (Balance Project) extreme Hose, die mit dem Müllmann-Look :lol:
Gekauft im Sportgeschäft. Verschleiß war wesentlich stärker als bei meiner damaligen Peak Performance GTX Hose und vor Allem war sie im Bereich des Mammut Aufnähers vorne nicht ganz dicht.
Neuere Klamotten von Mammut habe ich nicht, aber welche aus Schöller Softshell Stoffen, die mich hingegen qualitativ sehr überzeugt haben. Gefühlt sehr athmungsaktiv bei hervorragender Wasserabweisung und je nach Dicke angenehm kaum wärmend oder bereits recht warm.
 
mic schrieb:
RC-H. schrieb:
mic schrieb:
Kauf Dir so eine Jacke oder lasse es!!!
Und höre bitte auf mit dem MODgelabber auf! Was soll das bitte?? Auch ich bin ein User mit eigener Meinung.
Wenn Du von den Leuten was "hören" willst dann gibt nicht solche Antworten.
Und schönen Tag noch auf der nächsten Kaffeefahrt!

Gibts ja gar nicht wie du dich hier auspielst......
Was ich kaufe oder nicht, kannst du locker mir überlassen.
MODgelaber wie du es nennst ist doch genau das was du ablässt, und zwar von der übelstens und primitivsten Sorte. Dümmliche Vergleiche, Klischees und Schubladendenken - und genau das ist es was einen MOD von einem User der auch jeden Mist schreiben kann, unterscheiden sollte. Aber bei dir ist das offensichtlich etwas anders.
Solche dummen Sprüche wie den mit der Kaffeefahrt kannst du dir mir gegenüber in Zukunft auch klemmen - ich will dir da nämlich keinesfalls begegnen!


Und jetzt wieder zum Thema:

Was mich ja eigentlich dazu gebracht hat, dieses Thema hier zu eröffenen, war ein (privater) Verkäufer, der zugibt dass die Jacke die er bei Ebay als neue Spyder verkauft, keine echte Spyder ist.
Diese Auktion ging heute zu Ende, für 161,- Euro ging die Jacke weg.
Der Käufer geht dabei garantiert nicht davon aus dass er ein Plagiat bekommt sondern eine echte Spyder. Zumal es original Spyder Jacken im (Versand)Handel bereits ab 250 Euro oder noch darunter neu zu kaufen gibt. Somit wäre der Auktionspreis durchaus realistisch für eine originale Jacke.
Ich finde das eine absolute Unverschämtheit wie rotzfrech da die Leute betrogen werden und diese Auktion ist ja kein Einzelfall. Leider gibts aber auch hier scheinbar Befürworter solcher Praktiken und dementsprechend auch Schadenfreude.
Sowas ist zwar ziemlich armseelig, aber jeder darf ja seine eigene - auch total beschränkte - Meinung haben ...
Klar, wer sich bescheissen lässt ist natürlich selbst schuld. Vielleicht sollte man den Tatbestand des Betrugs gleich aus dem StGB streichen, denn wenn sich niemand betrügen lässt gibts auch keinen Betrug. :roll:
 
Ghostdog73 schrieb:
Ich verstehe beim besten willen nicht, warum sich immer noch dieses Gerücht "die kommen eh alle aus derselben Fabrik" hält.
Das ist absoluter Blödsinn. Sicherlich sind das alles Auftragsarbeiten, aber allein die Lieferung der Stoffe erfolgt von anderen Herstellern, ebenso die Reisverschlüsse usw.
Keine Fabrik in China, die für renomierte MArkenhersteller arbeitet, wird es sich leisten, nach Feierabend (den es sowieso nicht gibt), einfach eine Zusatzschicht einzulegen und ihren Hauptabnehmer damit vergrämen.
Gerade der Textilmarkt ist in China derart hart umkämpft - das wäre reiner Selbstmord.
Die Plagiate kommen alle aus irgendwelchen Hinterhofschneidereien und sind von Preis/Leistungs Verhältnis definitiv nicht mehr wert als Markenprodukte.
Aber jedem das Seine.

Genau so sieht es aus!

Aber hier wirft man lieber mit irgendwelchen Totschlagargumenten wie Kinderarbeit rum, aber die Probleme vor der eigenen Tür werden ignoriert.
Dann kommt man auf die Globalisierung und die exorbitanten Margen - nur das ist in vielen Branchen so und grundsätzlich eben nicht strafbar.
Strafbar ist aber in Deutschland der Verkauf von gefälschten Artikeln. Und das zu recht, denn der Käufer hat dann seinerseits ein erhebliches Problem.
Und wer kann eigentlich nachweisen, dass nicht gerade die Plagiate durch Kinderarbeit und unter übelsten Arbeitsbedingungen entstanden sind?


Bei Ebay hat ein User in einem Ratgeber geschrieben, dass ihm von einer Firma aus China Spyder Skijacken angeboten wurden, ab 100 Stück für 30 Euro die Jacke.
Nun könnte man darüber philosophieren ob der Ankauf und Weiterverkauf dieser Plagiate weniger moralisch verwerflich ist als bei Original Spyder Produkten mit hohen Gewinnspannen.
Als nächstes könnte man darüber diskutieren, bei welchen Produkten die Margen auch sehr hoch sind und die Arbeiter in der Produktion unter den in diesem Land üblichen Löhnen verdienen.
Ein paar Ski aus Österreich z.B. wie oben schon erwähnt bekommt man auch locker für 1/3 des Listenpreises, wie niedrig da wohl der EK ist? Und produziert wird ja teilweise auch schon im (billigeren) Ausland, z.B. bei Elan in Slovenien.

Zum Schluss noch eine Super Idee fürs ganze Forum:

Nicht ein Fleece Shirt oder irgendwas einfaches - sondern eine Alpinforum-Spyderjacke.
Direkt in China als Plagiat bestellt kommt die selbst mit fürs Forum individueller Farbe und Beschriftung sicher unter 30 Euro pro Jacke. Und mic übernimmt die ganze Organisation - die richtige Einstellung dazu ist auf jeden Fall vorhanden. :mrgreen:
 
RC-H. schrieb:
Zum Schluss noch eine Super Idee fürs ganze Forum:

Nicht ein Fleece Shirt oder irgendwas einfaches - sondern eine Alpinforum-Spyderjacke.
Direkt in China als Plagiat bestellt kommt die selbst mit fürs Forum individueller Farbe und Beschriftung sicher unter 30 Euro pro Jacke. Und mic übernimmt die ganze Organisation - die richtige Einstellung dazu ist auf jeden Fall vorhanden. :mrgreen:
Ja gute Idee. Für Deine Jacke, natürlich ein Orginal unter UVP, werden wir sammeln! So eine Art Begrüssungsgeld. Übergabe ist dann bei deinem ersten Treffen!! :wink:
 
Mal zwei Beispiele zu den Margen.

Vor einer gewissen Zeit habe ich über einen Händler in D einen in Italien handgemachten Ski bestellt.
Normalpreis ohne Bindung 750 Euro.
Discountpreis des Originalanbieters (bei dem der Händler ebenfalls bezieht) da Frühjahr 50% - 375 Euro.
Der Händler arbeitet offenbar mit geringeren Gewinnspannen und hat mir den Ski für 280 Euro incl. Versand angeboten.
ich habe ihn gefragt, wie das gehe.
Er bekommt beim Originalanbieter als Weiterverkäufer natürlich andere Konditionen und nimmt nicht so hohe Gewinnspannen mit.
Er sagte, dass selbst bei 280 Euro die 3 Parteien: Hersteller, Originalanbieter/Marke (Ski ist gelabelt) und er noch genug dran verdienen.
Der Hersteller selbst verkauft die Skis übrigens auch unter seinem eigenen Markennamen im eigenen Geschäft vor Ort in IT, dann kosten sie knapp 400 Euro und wird sicher nicht draufzahlen.
Der, der die Skis labeln lässt, nimmt dagegen 750 Euro. So geht das.
Die knapp 400 Euro Normalpreis beim Herstellerladen selbst beziehen sich auf einen in IT handgemachten Ski mit Holzkern, Titanaleinlage etc., der auch für 280 Euro noch auskömmlich kalkulierbar ist.
Man stelle sich vor, welche Marge ein bei einem Massenplastikprodukt hat, wenn es zB für 700 Euro im Laden steht.

Weiterer Fall:
Bei Schöller im Werk in Sevelen kann man die Stoffe öfters auch privat kaufen. Zu sehr günstigen Konditionen wird die Überproduktion abverkauft.
OK, die Stoffe sind dann sehr günstig, so dass man Softshellstoffe für eine Hose für unter 20 Sfr bekommt, für eine Jacke etwas mehr.
Maßschneidern in D kann man eine einlagige Hose zB für 120 Euro, eine Jacke für 200-220.
Zusammen mit dem Stoff ist das günstiger als das fertige Fabrikmassenprodukt, und das Maßgeschneidert.
Klar ist der Stoff extremst günstig, aber selbst beim dreifachen Preis dafür wäre man noch nicht über den Preisen der Massenprodukte von der Stange.

Bei beiden geschilderten Fällen kommen keine Billigprodukte, keine gefälschten Stoffe etc. zum Einsatz.
Es ist keine Massenproduktion, kein Fernost, keine Kinderarbeit etc..
Es sind hochwertige Produkte die in der Schweiz, Italien und Deutschland produziert bzw. verarbeitet wurden. Dennoch sind die Preise unter dem, was bei Fernost-Massenware als UVP festgelegt ist.

Soviel zu Margen.
 
Das ist es ja: Nur weil ein bestimmter Name drauf steht, werden überrissene Preise verlangt und grösstenteils auch bezahlt. In diesem Missverhältnis aus Preis und Leistung ist einer der Gründe für die Seuche der Produktepiraterie zu suchen. Ich fahre seit fünf Jahren mit einer Jacke von Tschibo. Klar, kommt auch aus Fernost, aber sie hat knapp hundert Euro gekostet und ist von der Qualität her sehr gut! Ich sehe nicht ein, warum ich das doppelte oder mehr für eine qualitativ gleichwertige und ebenfalls in Fernost gefertigte Jacke zahlen soll nur um ein Markenemblem drauf zu haben. Bei Herstellern, welche in Europa produzieren, sieht der Fall natürlich anders aus. Da bin ich auch bereit, tiefer ins Portemonnaie zu greifen.

Und was heisst schon Markenware? Viele Hersteller haben die Produktion ausgelagert. Beispiel gefällig? Meine Eltern haben im Urlaub auf Sizillen eine kleine Pastamanufaktur besichtigt, welche ihre Eigenmarke nur lokal vertreibt. Aber ausser für sich selber produzieren die auch noch für einen weltweit tätigen Riesen. Die Teigwaren kommen aus der gleichen Maschine, sind gleich zusammengesetzt, unterscheiden sich also nur in der Verpackung. Diejenigen des Grossherstellers sind jedoch dreimal so teuer! Die grösste Supermarktkette der Schweiz ist die Migros. Sie besitzt eigene Fabrikationsbetriebe für die Eigenmarken. Um diese auszulasten, nehmen diese Betriebe auch Aufträge von Dritten an. Gleichzeitig lässt die Migros aber auch Eigenmarken bei Markenherstellern produzieren. Deklariert wird das aber nicht. Mit anderen Worten: Eigentlich ist es egal, ob man das teuere Markenprodukt oder das billige Supermarktprodukt kauft. Es ist gut möglich, dass beide aus der gleichen Fabrik kommen!
 
Nun ich denke man muss da die Fälle schon ein bisschen unterscheiden.

a) Es werden bewusst gefälschte Waren als Original verkauft.
Solche Artikel müssen natürlich aus dem Verkehr gezogen werden und die Verkäufer und Produzenten sollen auch entsprechend wegen Betrug bestraft werden.
b) Es ist selbst für den Käufer offensichtlich dass es sich um eine Fälschung handelt und auch der Verkäufer macht keinen Hehl daraus.
Was solls, solange der Artikel den Zweck erfüllt und die Gesundheit nicht gefährdet, ist dies doch kein Problem ?
Eine originale Rolex kann ich mir eh nicht leisten. Somit erhält der Originalhersteller auch keinen wirtschaftlichen Schaden wenn ich bewusst mit einer Fälschung herumlaufe und sie eventuell auch wieder ausdrücklich als Fälschung weiter verkaufe.
Problem. Auch solche Ware wird in Europa vom Zoll konfisziert und vernichtet ! Und eventuell hat man dann auch noch ein Strafverfahren am Hals. Der CH-Zoll ist zur Zeit besonders giftig ! Darum Vorsicht wenn ihr mit gefälschter Skikleidung in den Schweizer Urlaub fährt...
 
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