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Steilste Seilbahn der Welt?

Über die PB in Norwegen (Garaventa/Doppelmayr, ohne Fangbremse):
https://murbetong.no/wp-content/uploads/2018/04/1703-loen.pdf

Steilste 120+1 PB: Eibsee - Zugspitze (Garaventa/Doppelmayr, mit Fangbremse).
Steilste 125+1 PB: Sektion Col du Pillon - Cabane von Glacier 3000 (Von Roll Transportsysteme/Doppelmayr, Wanderlast max. 20'000 kg (fährt regelmässig mit 100% +/- 1 % Last), mit Fangbremse, Tragseilneigung von -9.29 % bis +103.19 %).

Diese PB (168.55 %) wurde leider rückgebaut (wird ersetzt durch eine neue sehr steile PB):
https://www.youtube.com/watch?v=WKLsiftsNaE
(Regulärer Personentransport falls die PB in 2 gebundenen Sektionen nicht verfügbar war.)


Bei den steilsten Standseilbahnen muss man zwischen klassischen Ausführungen und Windenbahnen unterscheiden.
Die steilsten SSB sind vermutlich Windenbahnen, etweder oberirdisch oder in Stollen, insbes. für Wasserkraftwerke, Werksstollen (u.a. Gas-Pipelines) sowie in klassifizierten Festungsanlagen.
Dabei könnte man noch zwischen SSB und Schrägaufzügen unterscheiden, wobei die Unterscheidung nicht einheitlich klar definert ist.

Auch temporäre Bauseilbahnen stellten Rekorde auf (höchste Wanderlast, längstes Spannfeld, grösste Hydrostatikhauptantriebsleistung,...).

Und hier noch was Historisches (Tragseilneigung max. 156 %, Überresten der urspünglichen Gebäude vom Scex Rouge sind heute noch versteckt vorhanden):
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=bts-002:1965:91::109
 
Hier noch ein Video des Loen Skylift, siehe weiter oben:
https://www.youtube.com/watch?v=dCy_r0Eca6w

Bei ca. 00:00:12 sieht man, dass aufgrund der hohen Tragseilneigung sowie der erforderlichen bergseitigen Längspendelfreiheit im worst-case Bremsfall das Gehänge recht lang wird. Bei sehr steilen fangbremsenbehafteten Pendelbahnen wie die PB120+1 Eibsee - Zugspitze oder PB125+1 Galcier 3000 Sektion Col du Pillon - Cabane ist das Gerhänge i.Vgl. zu einer fangbremsenlosen Pendelbahn mit gleicher Kabinenlänge länger, wobei bei der Eibsee - Zugspitze Bahn das Länge/Breite Verhältnis etwas unterdurchnittlich ist, was bei gleichbleibendender Bodenfläche kürzere Kabinen und kürzere Gerhänge erlaubt, dabei erhöht sich jedoch die Spurbreite.
Diese beiden Pendelbahnen weisen zudem noch Bergefahrzeuge auf und diese erfordern noch längere längenverstellbare Gehänge (bei Glacier 3000 von 12.86 m bis 15.56 stufenweise (Sicherung mittels Verbolzung) verstellbar, Gehängelänge des Bergefahrzeugs wird aufgrund der Tragseilneigung an der Stelle wo sich die gestrandete Kabine befindet eingestellt).

Hier noch das talseitige Ende des Seilsattels Spur 1 von Stütze 2 von Glacier 3000 Sektion 1, unmittelbar vor dem Seilsattel wird die Steigung von 103.19 % gem. Berechnung im Extremfall erreicht, im Foto ist Tragseil A hinter Tragseil B versteckt :) ):
Anhang anzeigen 130813
Talseitiges Ende einer Stütze mit Rollsecure Tragseilhaltevorrichtung


Foto wurde vom Seilsattel der Spur 2 aufgenommen, der schräge Arm mit dem Gelenk (nicht gut erkennbar) gehört zum talseitigen Rollsecure. Tragseilsattel ist ca. 28 m lang.

Hier die bergseitige Rollsecure Vorrichtung von Stütze 1 Spur 2 (seitliche Führung der Tragseile, hier C und D da Spur 2, um die Querwindfestigkeit zu erhöhen, die Klemmplatten sind identisch mit denjenigen der Seilreiter, Tragseildurchmesser 72 mm):
Anhang anzeigen 183164


Siehe ebenfalls Topic hier, die leider rückgebaute PB ist in etwa gleich steil wie der Loen Skylift:
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=5191357#p5191357
 
Zusätzliches Bildmaterial im Zusammenhng mit der Diskussion zum Zwischenfall bei der Karrenbahn in Dornbirn hier:
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=71015

Fotos sind von der 1. Sektion von Glacier 3000, eine Von Roll Transportsysteme/Doppelmayr 125+1 Pendelbahn bei der regelmässig eine Unterlast von 10'000 kg (Wassertank) transportiert wird.

Bei den Rollsecure wird jedes Tragseil eines Tragseilpaares einer Spur getrennt gesichert, die Klemmplattenträger sind horizontal wie auch vertikal drehbar (hier auf ein horizontales Tragseil bezogen), lediglich wird die seitliche Bewegung eingeschränkt.

Es sind mehrere grosse Pendelbahnen mit Rollsecure ausgestattet, weiss allerdings nicht mehr genau welche.

Der Umgreifungswinkel der Tragseilunterlagen ist bei fangbremsenbehafteten Pendelbahnen niedriger als bei fangbremsenlosen Bahnen. Bei fangremsenlosen Pendelbahnen wird teils auf (aussenliegende, bei Entgleisungen nach innen kann ein Tragseil ausser bei extrem unwahrscheinlichem strukturellen Versagen von Stützenteilen nicht abstürzen) Stützen- sowie Stationssatteltragseilfänger verzichtet. M.E. sollten dennoch Tragseilfänger vorhanden sein und die Tragseilentgleisung sollte unbedingt zuverlässig überwacht werden.

Bei Tragseil- sowie Laufwerksentgleisungen sollte man eigentlich die Querschnittsgeometrie der Tragseilauflagen mittels Handheld-3D -Scanner nach Abheben des Tragseiles nachmessen, da je nach Abnutzung die seitliche Führungsgüte i.Vgl. zur den ursprünglichen Berechnungen mit der Zeit abbehmen kann.
Ebenso ist die Geometrie der Tragseilfänger des Laufwerks zu überprüfen (u.a. zu hoch liegender trichterförmiger Bereich sowie mechanische Festigkeit, gewisse Ausführungen bestehen aus nicht allzu grosszügig dimensioniertem Flacheisen).
 

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Wo wäre da Furggen einzuordnen gewesen? 931 m Höhenunterschied auf einer Länge von 2.887 m im Durchschnitt vielleicht eher durchschnittlich - aber da die Bahn keine Stütze auf der gesamten Strecke hatte, hingen die Tragseile ja ziemlich heftig durch, so daß man im obersten Abschnitt einen extrem steilen Verlauf hatte.
 

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Danke für den historischen Hinweis.

Habe mit Google noch dies gefunden:
http://www.retrofutur.org/retrofutur/app/main?DOCID=100004073

Allerdings Denis Creissels als Berater für ein Nachfolgeprojekt zu involvieren, betrachte ich nicht als sonderbar gute Idee. Mit seinem Seilbahngedankengut (oder -schlecht? (!)) kann ich null und nichts anfangen, unnötig viel zu komplexe sicherheitstechnisch teils extrem fragwürdige Seilbahnkonzepte.
Meine Einschätzung basiert auf unzählige exotisch ausgeführte Seilbahnanlagen sowie zum Glück nie ausgeführte Spinnereien wo Denis Creissels (oder DCSA) federführend war. Dazu kommt noch gelegentliche "Fremdfederschmückung" sowie, was allerdings seilbanhnbrancheüblich ist, Patentierung von recht banalen Ideen.
 
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