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Stelvio 24.6.2012 || splendido

Sommerski am Stilfserjoch.

Das Stilfserjoch. Entweder man mag es oder man mag es nicht. Kontrastreich wie kaum eine andere Destination zum Sommerski.

Wo sonst sind morbide Infrastruktur und glänzende Verhältnisse so nahe beisammen?
Wo sonst findet man High-Tech, Hölzl-Beton, Harley-Chrom, Hans-Hubert und dolce vita am gleichen Platz?
Wo sonst wurde der Sommerski so ge-hype`t -- Universitá dello sci! -- und dann so dem Verfall preisgegeben?
(von ehem. 10++ Gletscher-SLs stehen noch 4).

Rein objektiv betrachtet, bietet das Stilfserjoch im Juni mit 700Hm und weitläufigen Pisten inklusive Varianten ein überaus großes Angebot. Rein objektiv betrachtet, kann mann bis 16 uhr skifahren und sogar eine Nachmittagskarte lösen. Rein objektiv betrachtet sind Umgebung und Panorama gigantisch.

Rein subjektiv betrachtet ist Sommerski am Stilfserjoch grandios. Es hütet seine eigene, ganz spezielle Faszination. Eben, entweder man mag es oder man mag es nicht.

(anklicken zum Vergrößern)

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Früh um 6:30 Uhr an der Passhöhe. König Ortler thront über dem Wolkenmeer


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die legendären 48 Kehren


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Auffahrt mit der Hölzl-PB. Trotzt mit Beton jedem Unwetter


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Mit dem Funifor angekommen am Livrio, es wird ein Schneedepot errichtet


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Nochmals Ortler mit Zebru-Ausläufern


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... im Zoom


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mit dem SL zur Geisterspitze


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Panorama zu Weißkugel (links) und Wildspitze (rechts)


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Außenposten Livrio


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Trasse und Piste Payer, am Morgen hart und griffig


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im SL Payer. Musste ausgegraben werden.


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Payer-Trasse im Aufriss. Gegen Ende wird's kritisch.


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Trasse Cristallo. Auch hier musste ausgegraben werden. Etliche Stützen haben schon nach gut einem Jahr Betriebszeit einen Knick im Gestänge. Die flexible Leitner-Bauweise kann das noch ausgleichen.


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Am Cristallo-Joch. Der Blick richtung Bormio und St. Catarina war leider wolkenverhangen.


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Blick aus der Cristallo-Mulde zur Naglerspitze. Am Hang die Bergstation eines SL aus der "1. Generation" -- so hoch stand vor ca 40 Jahren der Gletscher. Am Grat, etwa auf gleicher Höhe, die Bergstation des Nagler der "2. Generation" -- inzwischen auch dem Gletscherschwund zum Opfer gefallen.


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Die beiden Stationen (links alt, rechts neu) in der Frontalansicht


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Auf den weiten Gletscherfeldern in richtung Trincerone


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Nagler-Bergstation


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Nagler-Trasse. Das wird wohl nichts mehr, obwohl auf der Skirama-Tafel immer noch steht: in fase di ricostruzione. Der Starthang ist zu steil, zu brüchig und rutschgefährdet. Auch das Gletschertal liegt mittlerweile gut 30m tiefer als noch vor Jahren.


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Einstieg zur Talabfahrt
 
Talabfahrt. Sie folgt dem natürlichen Geländeverlauf durch Mulden und Kammern und ist daher üblicherweise bis Ende Juni / Anfang Juli befahrbar. Nach dem Superwinter 2001 auch bis Mitte August.

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Fazit:

Hervorragender Schnee bei milden Temperaturen (oben leichte Plusgrade),
etwas "Bremsschnee" nur unterhalb Livrio,
Talabfahrt noch geöffnet, Schließung wurde aber vorbereitet, dürfte noch einige Zeit befahrbar sein; man verschiebt dort keinen Schnee
trotz Sonntag keine Wartezeiten (noch vor Ferienbeginn),
relativ wenige Skiclubs (nur 0,5 Pisten belegt, Rest offen und sehr gut präpariert)

splendido!
 
Vielen Dank für den tollen Bericht! Immer wieder schön ein Bericht vom Stelvio zu lesen!
 
Schöner Bilder, macht Lust mal wieder hinzufahren.

Ist Cristallo-Bergstation (Häuschen und Generator) mittlerweile eigentlich mal fertig geworden? Da stand die letzten Jahre immer nur ein Fundament und Teile der Mauern rum, aber fertig habe ich das kleine Haus noch nicht gesehen.
 
Sehr schön. Mit Talabfahrt im Frühsommer, so soll es sein.
Für den Frühling, den Frühsommer und den Herbst würde ein Lift im Bereich zwischen Trincerone und Livrio, der einen Großteil des Gletscherhanges ausnutzt das Gebiet nochmal deutlich aufwerten.
Ob sowas wirtschaftlich Sinn macht, müsste allerdings bezweifelt werden, da Zahl der Betriebstage wohl eher gering wäre.
 
@Cristallo: hm, habe ich nicht aufgepasst. Ich meine aber, mich an eine neue "Infrastruktur" zu erinnern.... habe leider wegen Wolken gen Süden auch kein Bild gemacht.
Der SL selbst "hängt ganz schön in den Seilen"... verknickte Stützen, torsierte Rollenbatterien, etc.

@unterer Teil: früher wurde der Gletscherbereich unterhalb Trincerone als Trainingshang für Nationalmannschaften genutzt und via Pistenraupe erschlossen - nicht ganz ohne Gletscherspalten. Ich dachte mir schon damals, dass man dies eigentlich auch per Lift machen könnte - z.B. eine SB, die am Gletscherrand vorbei an Trincerone bis zur Naglerspitze geht (ggf. mit Zwischenstation an Trincerone). Mittlerweile bin ich skeptisch. Nicht nur, dass es mit ca. 2 Monaten recht wenige Betriebstage wären, auch der Bereich an der Naglerspitze erscheint mir nicht mehr für eine Erschließung geeignet. (Ohne Gletscher ist es dort recht steil, schlimmer dürfte aber noch der auftauende Permafrost zu sein)
 
PS: was mir gerade auffiel:
Auf bingmaps.de sind noch relativ alte Luftbilder vom Stelvio eingestellt. Nagler, Campo Scuola, Stelvio und Tuckett stehen noch. Die beiden Geister-SL sind gerade neu errichtet und Payer gibt es noch nicht, dafür die alte Querung vom Cristallo zurück ins Hauptskigebiet.
 
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