Grundsätzlich richtig eingezeichnet, insbesondere Stierfall. Das Stierloch selbst ist der schattige Bereich, in denen die beiden von Dir eingezeichneten Routen führen.
Ich bin bisher immer die rechte Route gefahren. Stierfall direkt ist mir als Snowboarder zu heikel, da von oben nicht einsehbar und oft mit Steinen und Eis durchsetzt.
Bei der rechten Route, welche landschaftlich noch beeindruckender ist als das Madloch, fängst Du sogar noch ein Stück weiter oben an Richtung Südwesten zu queren. Einmal um die Kuppe rum, hast Du dann die Wahl, immer weiter zu queren, bis Du was unverspurtes findest (das kann in Deinem Bild auch ziemlich weit nach rechts raus sein) oder die von Dir eingezeichnete Linie abzufahren. Das ist im Grunde NICHT das Stierloch sondern das abgelegene Tal mit dem Spuller See (rechts unten ausserhalb des Bildes). Wichtig ist, insbesondere wenn man als Snowboarder nicht laufen möchte, rechtzeitig die Biege ins Stierloch zu machen.
Am "Stierlochjoch" sind auch Wegweiser vom Wanderweg. Wenn Du dann ins Loch reinfährst, hat es in der Mitte (in etwa wo Deine rechte Spur endet) einen Felsriegel. Dort entweder links (bzw. unten in Deinem Bild) etwas hochstapfen und dann "Unverspurtes" suchen oder weiter rechts durch einen kurzen steilen Tobel zu den Spuren aus dem Stierfall. Unten endet das ganze auf einem breiten Sommerweg, der aber schnell eine gefährliche Eisbahn sein kann.
Vom Stierlochjoch führen auch immer wieder Spuren auf den Schafsberg und weiter auf den Mehlsack, wenn die Leute das Geld für den Heli nicht ausgeben wollen
Aber bitte bedenken. Auf der ganzen Ecke gab es schon jede Menge Lawinentote!
/edit: Wenn Dich die Routen interessieren, gibt es zwei Bücher, die ich Dir ans Herz legen möchte: Offpiste Arlberg von Andy Thurner und Skitouren Arlberg, vom selben Autor.
Offpiste Arlberg (wir haben das englischsprachige Exemplar, heisst auf Deutsch, glaube ich, einfach "Abseits der Piste") beschreibt Routen, die man mit maximal 45min. Aufstieg erreicht. Also z.B. Maroiköpfe in Stuben, Vallugagipfel, Hinterer Rendl, vom Rendl nach Pettneu. Das andere Buch enthält Touren, bei denen Du einige Stunden Aufstieg auf Dich nimmst, also z.B. von Langen auf den Kaltenberg, ohne Heli auf den Mehlsack, von der Valluga nach Kaisers, von St. Anton nach Ischgl, vom Madloch ins Zürser Täli (via dem abseits gelegenen Tal auf Deiner Karte)