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Stilfser Joch | 20.08.2011 | Ein Sommertagstraum

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Montag, der 15.08.2011 – dank des Feiertags befinde ich mich weit außerhalb von München fernab der Alltags-Büro-Welt in Italien. Es sollte der krönende Abschluss einer kleinen Südtirol-Tour werden, die ich mit Münchner unternommen habe. Alle Bahnen, die wir Spinner uns in den Kopf gesetzt hatten (Langkofelscharte, Korblift in Algund, einige ESL um Meran...), konnten wir bei perfektem Sommerwetter fahren – von einigen Wolkenfeldern abgesehen. Noch in der Nacht zuvor standen wir vorm Hotel Franzenshöhe unterhalb des Stilfser Jochs und freuten uns – mit Kamera und Stativ bewaffnet – über den aufklarenden Himmel, der uns nicht nur interessante Vollmondmotive, sondern auch Hoffnung auf einen schönen Sommerschitag bescherte.

Es sollte mein erster Schitag zu jener Jahreszeit werden, doch von der war am nächsten Morgen leider nichts mehr zu spüren. Wolkenbänke verdeckten die Sicht und ein unaufhörlicher Landregen prasselte nieder. Wir fuhren zwar noch zum Pass hoch, entschieden uns aber schweren Herzens, die Tour abzubrechen. Da Münchner am nächsten Tag wieder in seiner Firma den Chefsessel wärmen musste, traten wir verbittert den Heimweg an, auf dem wir uns noch ein bisserl mit einer Besichtigung der ESL-Ruine in Ladis trösteten und unsere Hoffnung auf den Spätsommer setzten.

Doch so lange sollte es nicht dauern bzw. wir es nicht ohne Sommerki aushalten – vier Tage später holte ich Münchner in München direkt vorm Büro ab und der zweite Versuch in Sachen Sommerschi begann...

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Vor Landeck wurde noch billig getankt, dann ging es weiter in Richtung Reschenpass, wo leider noch der Tag der Schnecke andauerte, denn auf einmal schien keiner mehr über 70 fahren zu wollen. Wir hatten ein Hotel direkt am Stilfser Joch oben gebucht, dessen Rezeption nicht die ganze Nacht geöffnet hatte. Wie immer in solchen Situationen, kommt man dann nicht vorwärts und träumt vom James-Bond Auto mit allerlei nützlichen, technischen Dingen...

In Graun wäre ich auch noch gern rechts ran gefahren, um die Kirche im See bei Nacht mit Langzeitbelichtung zu fotografieren, doch wir sahen lieber zu, dass wir zum Pass kamen. Während Müncher am Handy noch die Arbeitswoche fortsetzen musste, verzweifelte ich jenseits den Reschensees hinter einer Ingolstädter Familienkutsche, die Papi nur mit 60 gen Süden lenkte. Schade, dass ein Renault Clio serienmäßig ohne Bordkanone ausgestattet ist ;)

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Angekommen in den 80ern ;) Wir waren den Hotelangestellten sehr dankbar, dass sie noch ein bisserl auf unser Eintreffen gewartet hatten und bezogen das Zimmer mit Blick auf den Pass, wo noch weiter oben in der Dunkelheit auf 3.000 Höhe der Ort unserer Sommerschiträume auf den Sonnenaufgang wartete.

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Blick aus dem Fenster mit l e e r e m Pass (müssten so 2.700 m hier sein) – tagsüber drängeln sich hier die Horden. Draußen war es recht kühl – so 8 Grad vielleicht und ein Wind ließ die Fahnen vor den Nachbarhotels flattern.

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Am nächsten Morgen – zum ersten Mal erlebten wir das Stilfser Joch ohne Regen! Unser Traum sollte also Wirklichkeit werden! Doch wir versuchten, vorsichtig-optimistisch zu bleiben. Schließlich könnte ja noch was dazwischen kommen – ein Bahndefekt, eine Fußverstauchung beim Gang die Treppe hinunter, etc... Münchner hatte ob dieser Ungewissheit kaum ein Auge zugetan, wie er mir beim Frühstück erzählte. Ich hingegen hatte wg. der eigenhändig durchgeführten Autofahrt schnell Schlaf gefunden.

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Morgenstimmung am Pass...

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Diese PB von Hölzl aus den 70ern mit ihren Beton-Stützen prägt den Einstieg ins Schigebiet. Oben als zweite Sektion gibt es noch so ein modernes Ding („Weltneuheit“ in 2000...), ehe noch ein Doppel-SL und zwei einzelne SL auf immerwährender Schneedecke Sommerschifahrer bis 13 Uhr nach oben bringen...

Früher verlief links der Bahn mal ein Korblift, dessen Tal und Bergstation hier auch gut zu sehen sind. (Oder war's doch der ESL?)

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Wir waren heil über den Parkplatz gekommen und wir hatten auch die Gesichtskontrolle am Eingang passieren können. Nun hielt uns nix mehr vom Sommerschi ab!

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Allein schon diese Morgenstimmung hier oben war es wert, hier herauf gefahren zu sein...

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Nachdem wir den letzten und schwierigsten Fallstrick gemeistert hatten, standen wir endlich im Lift. Man muss nämlich von der Bergstation der Bahn über einen Abhang zum Gletscher hinunter steigen, der wenigstens mit Tüchern und Matten ausgelegt ist. Leicht kann's einen so mit Schischuhen und Schiern bewaffnet aufs Kreuz legen.

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Seitenblick Richtung Ortler (stimmt hoffentlich, oder?)

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Blick zurück auf den Teil des Schleppers, den man nur am Morgen benutzt. Den restlichen Tag wählt man den Nachbarn mit seinem Zwischeneinstieg.

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Hier der Zwischeneinstieg am Ende der Piste – weiter unten war später dann Wasserschi angesagt.

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Wie man links im Lift sieht, waren viele Rennteams unterwegs, um hier oben zu trainieren.

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Am SL Cristallo setzte sich das schöne Wetter erst später durch – wir waren aber froh, keinen weiteren Regentag erleben zu müssen.

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Ein Morgen am Stilfser Joch. Mitten im August...

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Leider ein moderner SL, der einen alten Leitner nebenan ersetzt hat. Aber immer noch besser, als eine 0815-KSB.

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Mir gefiel das Ganze hier oben so gut, dass ich gerne einmal kurz stehen blieb, um das Flair zu genießen und ein paar Motive einzufangen.

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Der Vorgänger-Schlepper – hatte bestimmt nen kernigen Dieselsound. Lief der eigentlich mit Kurzbügeln? Dazu noch das alte Rot der Jahre vor 1985...

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Im SL Payer zwischen den Geisterliften und dem Cristallift.

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Blick zum Cristallolift, wo jetzt die Sonne den Kampf gegen die Wolken vorläufig gewinnen hatte.

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Piste für die Leute, die nicht zum Vergnügen hier waren, sondern Trainingseinheiten zu absolvieren hatten. (Da kommt im Geiste immer gleich der gute, alte Nelson und macht „Ha ha“.)

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Endstück des Payerlifts. Der Ausstieg war wohl zu früheren Zeiten weniger kriminell, als der Gletscher noch weiter hinauf reichte.

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Blick nach unten...

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Pistenbedingungen im August!

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Die Abfahrt an den Geisterliften unterhalb der Geisterspitze.

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Beim Bagger hinten standen früher noch ein paar weitere Schlepper, welche der Klimaerwärmung zum Opfer gefallen sind.

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Auch der untere Trassenabschnitt der Geisterlifte fährt auf dünnem Eis...

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Seitenblick bei der Liftfahrt...

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Zurück am Cristallolift mit Blick zum SL Payer.

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Wer hat an der Uhr gedreht?

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Bergfahrt.

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Sommerschi, wie wir es uns erträumt hatten...

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Münchner fuhr meistens rechts, ich bin eher links...

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Hier sieht man noch schöne die alte, rot lackierte Antriebsstation des Vorgänger-Lifts.

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Später vollzog auch ich mal einen Rechtsruck – bzgl. der Pistenwahl...

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An der Bergstation des Cristallolifts hat man ganz gute Ausblicke...

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Altes Liftlerhäusl auf der anderen Seite (links von unten) des Cristallolifts?

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Der Payer...

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Blick vom Winter in den Sommer...

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Cristallo neu und alt...

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Wenig später...

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Münchner in Aktion...

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Aus den Boxen tönte italienische Werbung, was irgendwie passte. Leider kam ansonsten irgendein moderner Schmarrn – irgendwelche 80er-Sachen hätten zum Gebiet besser gepasst.

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Nun bremste der Schnee schon, aber für einen Augusttag hatten wir sicherlich gute Bedingungen. In vielen anderen Gebieten liegt ja eigentlich gar kein Schnee mehr ;)

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Im SL Payer

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Der obere Abschnitt des Payerlifts von der Piste aus.

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Zurück bei den Geisterliften.

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Am Zwischeneinstieg für die Leute, die ihre Wasserschier nicht dabei hatten ;)

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Jetzt wussten wir, warum nach 13 h die Lifte geschlossen sind. Wir waren aber dann auch recht k.o., die Schuhe drückten und der Magen knurrte.

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Mittagsstimmung an der Geisterspitze.

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Einerseits waren wir schon etwas betrübt, dass der Traumtag und DAS ERSTE MAL bzgl. Sommerschi zu Ende ging – andererseits hatten wir es nun endgültig einmal geschafft. Jetzt gab es kein Zurück mehr! Der Regen vom Montag fünf Tage zuvor war vergessen. Definitiv einer jener Schitage, an den man noch Jahre zurückdenkt...

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Am Ende hatten wir als Zugabe nahezu unser Privatschigebiet. Kaum einer befand sich noch hier oben. Dazu die vorbeiziehenden Wolkenbänke. Das hatte echt eine ziemlich schöne Stimmung. Schade, dass uns nicht wenigstens noch 1 Stunde vergönnt war.

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Die freuten sich schon auf ihren Feierabend ab 13 Uhr...

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Der Weg zurück – ich merkte nun schnell, dass meine Jeans nicht wasserdicht ist.

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An der Bergstation der Funifor ruhten wir uns noch kurz aus und knipsten ein bisserl in der Gegend herum.

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Wohl schon ein älteres Schild...

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Der Geisterlift als Geisterlift – nun war hier Feierabend.

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Mir gefiel diese Atmosphäre hier oben irgendwie – mal was anderes, als Wälder, grüne Wiesen und braue Kühe.

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Da musste ich nachher noch mit dem Auto runter.

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Trasse der unteren PB mit den Betonstützen.

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Eine weitere interessante Konstruktion.

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In der PB-Bergstation.

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Zoom zur Korblift-Bergstation mit der Umlenkscheibe vorm Haus. (Oder doch vom ESL???)

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Mei („Nuu“, da wo Münchner früher wohnte ;) – wieder ein Schitag, der sein Ende gefunden hatte.

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Die Bahn fuhr wieder ab.

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Wir liefen dann noch zur Talstation des LSAP-Korblifts.

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Neben der PB noch eine weitere LSAP-Talstation. Müsste die des ESL gewesen sein.

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Bei der oberen LSAP-Station...

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Im Innern...

Wir liefen dann wieder zum Auto zurück. Am Pass selbst herrschte nun Jahrmarktstimmung und wir sahen zu, dass wir Land gewannen. Wir erinnerten uns daran, am Sonntagabend vor dem Regenfiasko recht gut im Hotel Franzensfeste gegessen zu haben und so beschlossen wir, dort noch einzukehren.

Eine langwierige Heimfahrt in sommerlicher Hitze – Münchner saß in der Schihose im Auto – stand uns bevor. Diesmal war recht viel los und so zog sich vor allem die Fahrt über den Reschenpass ewig hin. Für kleine Abstecher wie zur DSB am Mutzkopf oder dem Leitner-Schlepper links der Straße vor der Grenze hatten wir keine Lust mehr.

Froh gelaunt, die Sommerschi-Jungfräulichkeit endlich überwunden zu haben, erreichte ich (in Starnberg musste ich noch Münchner vor seiner Villa abladen) schließlich die bayrische Landeshauptstadt wieder, wo bestes Biergartenwetter herrschte und man den Schitag „passend“ ausklingen lassen konnte.

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Ein sehr schöner Bericht vom Stilfser Joch. Payer und Cristallo sehen ja noch sehr gut aus für den Sommer! Beim Geister ist der Einstieg ja schon bald am Limit würde ich sagen. Wie sieht es denn da aus mit den Spalten ? Waren doch ein paar zu erkennen.

Das Hotel Franzensfeste heißt doch Franzenshöhe oder nicht ? Habe dort letztes Jahr übernachtet, war super!
 
habe auf dem weg von der schweiz ins vinschgau auch am stelvio vorbeigesehen (ohne ski)

der würstelverkäufer vorm hotel stelvio hat mir gesagt, daß das hotel sertorelli seit diesem jahr geschlossen ist; die bluten also weiter aus; ist die baita ortler und das pirovano an der mittelstation noch geöffnet oder haben die auch aufgegeben ?
 
Seeeehr coole Photos!
So gefällt mir das.
Trotz des ganzen Betriebes am Pass ist das nach wie vor ein cooles Sommerskigebiet.
 
Toller Bericht, hab mich schon gefragt wann heuer der erste Bericht vom Stelvio kommt. :D

Schade das alles schon so einen LSAP-Eindruck vermittelt. Da stellt sich mir die Frage,
wie lange es da oben noch so geht? Rentabel ist es ja nicht und auch der Klimawandel
wird sein übriges dazu beitragen.

Hoffe ich komme da auch mal noch hin!
 
Sehr schöner Bericht, aber zum Schifahren bekommt mich da momentan garantiert niemand hoch, dafür ist ja der Winter da!
 
Klar, am Ende muss es jeder für sich selber ausmachen: Aber ich sehe für mich persönlich auch keinen Nutzen dort oben Skifahren zu gehen. Habe mir bisher die Berichte von dort immer angesehen und rein von den Bilder haut es mich nicht vom Hocker was ich bisher gesehen habe, zusätzlich dazu noch die Anfahrt über den Pass. Auch wenn die Fahrt da hoch ohne Diskussion ein Erlebnis ist/sein wird, macht das für mich nicht das "Angebot" dort oben wett. Aber wie gesagt, dass ist rein meine Empfindung und soll keine Watschn für den Bericht sein - der wie die anderen auch sehr gelungen ist - sondern lediglich mein Eindruck darstellen. Mag auch sein, dass dieser Eindruck dadurch verstärkt wird, da ich generell von Sommerski nichts halte.
 
Puh, Nutzen ist in der Hinsicht ein schwieriges Wort, das ich nicht einmal für einen normalen Schitag im Winter verwenden würde. Es ist ja bekannt, dass wir ein wenig nostalgisch veranlagt sind und lieber am Hochfelln als im Hochzillertal Schifahren. Deshalb war das für uns auch ein so wichtiges Ziel, das letzte reine Sommerschigebiet der Alpen, das in seiner Form mit den langsam verfallenden Hotelbauten eine ganz besondere Stimmung innehat, endlich zu besuchen. Auch den Kontrast zu erleben, an einem Tag den Wintersport auszuüben und am nächsten Tag bei über 30° in der Sonne zu liegen, empfinde ich als Bereicherung.

Aber selbst schifahrtechnisch konnte ich den Stunden etwas abgewinnen, konnte man es doch gerade in der griffigen Übergangsphase am Morgen ganz gut laufen lassen.
 
Geniale Bilder mit tollen Motiven, wenngleich mir bei deinen Berichten immer eine kleinere Auswahl reichen würde - mein Laptop hat da immer so seine Probleme...

Besonders geil find ich das Bild von der Agip Tankstelle. Wirkt irgendwie wie ein Apokalypse Moment!

Irgendwann werd ich mir das Sommerskigebiet auch mal ansehen - nicht wegen der Auswahl, sondern weil es eben nur im Sommer offen hat und von daher eine ganz andere Kategorie ist. Zudem find ich den Italo-Style einfach nur geil!
 
Lord-of-Ski schrieb:
Toller Bericht, hab mich schon gefragt wann heuer der erste Bericht vom Stelvio kommt. :D

Schade das alles schon so einen LSAP-Eindruck vermittelt. Da stellt sich mir die Frage,
wie lange es da oben noch so geht? Rentabel ist es ja nicht und auch der Klimawandel
wird sein übriges dazu beitragen.

Hoffe ich komme da auch mal noch hin!

Ohne den "LSAP-Eindruck" wärs da oben doch nur noch halb so cool ... für mich steht und fällt der Stelvio mit seiner Atmosphäre einer vergangenen besseren Zeit die konserviert wurde.
 
Arlbergfan schrieb:
wenngleich mir bei deinen Berichten immer eine kleinere Auswahl reichen würde

Da hast Du natürlich Recht :naja: - manchmal (wie zBsp. auch bei der Winklmoosalm) ist es mengenmäßig eigentlich schon zuviel des Guten. Ich mach zwar schon immer wieder Löschläufe vor Beendigung eines Berichts, um wenigstens die Zahl unter 100 zu drücken. Aber am Stilfser Joch hat es dank der Stimmung dort oben einfach auch sehr viele Motive gegeben. Das nächste Mal mach ich vielleicht dann die Bilder ein bisserl kleiner oder speichere sie bei Irfanview mit 95 % Bildqualität (macht eigentlich keinen Unterschied) um. Dann dürfte das mit dem Durchlesen besser gehen.

Hier noch ein kurzer Clip auf der mittaglichen Rückfahrt:
 
Toller Bericht und tolle Fotos!!!! :biggrin: :biggrin:

snowflat schrieb:
... zusätzlich dazu noch die Anfahrt über den Pass...

Alternativ könnte man über den Umbrailpass zum Stelvio hochfahren ... weniger Kurven sinds und Verkehr hat auch viel weniger ... :wink:
 
vovo schrieb:
[Der Vorgänger-Schlepper – hatte bestimmt nen kernigen Dieselsound. Lief der eigentlich mit Kurzbügeln? Dazu noch das alte Rot der Jahre vor 1985...
Der Sound ist nachwievor der Gleiche. Der Lift hatte einen Elektroantrieb. Die abgeschnittenen Kabel sind am Steher noch zu sehen. Das "Kraftwerk" in Form eines Jamsets steht in der Hütte dahinter.
So wie ich das kenne stehet der neue Caterpillar immernoch unter der Plane neben der neuen Bergstation und der Strom kommt vom alten Aggregat. Lift war mechanisch sehr ähnlich wie der jetztige. Stützen Grün angemalt sofern man die Farbe vor lauter Rost noch erkennen konnte. Einige Rot und weiss oder braun, verbogen usw. Erbärmlicher Zustand. Gehänge Kurzteller leitnertypisch Rot.
 
ATV schrieb:
So wie ich das kenne stehet der neue Caterpillar immernoch unter der Plane neben der neuen Bergstation und der Strom kommt vom alten Aggregat.
Ja, der steht noch da:
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Aber was ist ein Jamset?
 
Notstromgruppe auf Neudeutsch.
 
Sehr schöner Bericht, aber wie ich sehe endet der Payer inzwischen unterhalb der letzten steilen Stütze?? Als ich vor gut 5 Jahren das letzte Mal dort oben war, war direkt an der Baracke ein recht heftiger Ausstieg. Das Steilstück hoch und direkt unter der Stütze abbügeln.

War im Juni 2006 für 3 Tage dort oben, hab damals im Hotel Tibet, daß etwas abseits vom Paß liegt genächtigt und war einer der wenigen Gäste da oben. Dort habe ich auch bisher mein schwerstes Gewitter in den Bergen erlebt. Denn wenn ich Nachts um 3 Uhr senkrecht im Bett stehe und der Strom war auch weg, dann heißt das schon was. Wir, ich als einziger Gast in der Nacht und die Chefin + die einzige Angestellte haben uns dann im Speisesaal getroffen und die Wetterbesserung abgewartet...
War trotz dem schlechten Wetter, deswegen war ich ja 3 Tage dort oben, eine nette Erfahrung.
 
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