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STILLSTAND bei der St. Moritzer Signalbahn

Vadret

Gaislachkogl (3058m)
Registriert
08. Okt. 2006
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3.154
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36
Die Zubringerbahn St. Moritz Bad-Signal steht seit bald 45 Minuten still!
Wie ich soeben beobachte, hängt ein dünnes Seil von der Stütze 1 zur Talstation stark durch! Es wurde versucht die Kabinen in die Stationen zurück zu holen, aber Momentan scheint dies nicht zu klappen. Nach etwa 300 Meter fahrt im Schrittempo steht die Anlage nun seit längerer Zeit wieder Still!
 
Dann muss wohl geborgen werden.
 
Ram-Brand schrieb:
Dann muss wohl geborgen werden.

Dickster Nebel momentan im Bereich Stütze 1-Bergstation. Mehrere Helikopter sind zwar angeflogen, aber denke es wird zu einer Abseilung kommen.... Anlage steht seit den wenigen Meter welche mit Dieselmotor zurückgelegt werden konnten, weiterhin still! Ob die Passagiere inzwischen evakuiert sind, kann ich leider nicht sehen, da die bergwärts fahrende Kabine bereits hinter der Krete ist.
 
Sieht nach Zugseil ries oder irgendwas beim Antrieb ist geriesen oder ähnliches..

Hoffen wir mal das es nihts ernsthaftes ist
 
Pälzer85 schrieb:
Sieht nach Zugseil ries oder irgendwas beim Antrieb ist geriesen oder ähnliches..

Hoffen wir mal das es nihts ernsthaftes ist

Es ist nicht das Zugseil, wie gesagt, irgend ein Steuerkabel, oder sowas ähnliches, (keine Ahnung wie man dem sagt). Jedenfalls laufen derzeit die Reparaturarbeiten auf Hochtouren. Die genaue Ursache, wie sich das Seil lösen oder reissen konnte, kenne ich leider nicht. Abwarten bis komuniziert wird, heisst die Devise...
 
Das ist das Telefonseil. Ist nur für den Windmesser und das Telefon, kann aber auch Lichtwellenleiter enthalten.
Neue Bahnen besitzen eine Zugwage an der Befestigung des Telefonseiles welche die Bahn stillsetzt wenn die Zugkraft zu hoch ist. Ursache meist Eisbehang. Wenn sich der Seilrest ab eram Laufwerk, Stützen usw. verfängt, fährt mana uch mit dem Notantrieb nicht mehr, es sei denn, man brückt alles weg. Siehe Sölden. :naja:

Pälzer85 schrieb:
Sieht nach Zugseil ries oder irgendwas beim Antrieb ist geriesen oder ähnliches..

Hoffen wir mal das es nihts ernsthaftes ist
:rolleyes: Naja
 
Danke für diese Infos. Die Bahn ist nach der ersten, misslungenen Bergung mit Notantrieb ca. eine weitere Stunde stillgestanden. Innerhalb 10 min (während dem Mittagessen) waren dann die Kabinen wieder in den Stationen. Eisbehang könnte durchaus realistisch sein, da zeitweise dicker Nebel zwischen Stütze 1 und Bergstation vorhanden war und sich rauhreifenartig an Metallteilen festsetzte.
 
Danke für deinen Bericht.

Konnte nichts weiteres online finden, die PB ist lediglich momentan noch geschlossen.

Weiss jemand, weshalb es so lange dauerte? Sofern nichts weiteres beschädigt wurde und die gerissenen Seile das Fahren nicht behindern sollte es eigentlich kein Problem sein, die Fahrzeuge in die Stationen mittels Hauptantrieb zurückzufahren (mit reduzierter Geschwindigkeit versteht sich).

Sind keine LWL (Lichtwellenleiter) bzw. Kupferleiter vorhanden, ist die Reparatur wohl nicht so aufwendig. Bei Cu-Leitern und insbes. LWL wird es komplizierter. LWL Spleissen ist nach vie vor sehr teuer.

Weiss zufällig ATV, ob in solchem Falle auf der Strecke gespleisst werden kann mit entsprechender spezieller Zugentlastung? Kenn mich im Bereich überirdisch abgespannten Leitungen zu wenig aus.

Stahlseile mit LWL bzw. Cu-Paaren werden meist auf Kundenanfrage gefertigt, was lange Lieferfristen zur Folge hat, aber wie gesagt, diese Kabletypen kenn ich zuwenig aus eigener Praxiserfahrung.
 
corviglia-fan:

Hast Du gesehen, wo das Seil gerissen ist? Der Rest da unten beim Parkplatz ist noch mit dem Rest verbunden welcher zur Stütze führt?
i5t7g7xs0s.jpg
 
Vermutlich im untersten Streckenabschnitt. Wie Du auf dem Bild erkennen kannst, liegt nur ein kleiner Resten des Seils auf dem Vorplatz. Der ganze grössere Resten von Stütze 1 bis Talstation wurde gestern mit Hilfe von Pistenbullys auf die Wiese oberhalb der Talstation gezogen. Am Tag der Panne musste zudem die Polizei St. Moritz die Strassen Via Somplaz und Chavallera überwachen, da das Seil so tief durchhing.
 
Das Seil ist oberhalb gerissen, auf der Stütze ist es nicht abgespannt sondern über Rollen geführt.
 
ATV schrieb:
Das Seil ist oberhalb gerissen, auf der Stütze ist es nicht abgespannt sondern über Rollen geführt.

Ok, hab gedacht das er an der Stütze auch mit so einem Isolator wie an der Talstation befestigt ist.
 
Nein hat man früher meist nicht gemacht, auch Kostengründen. Stütze hätte stärker gebaut werden müssen.
Morgen sollte die Bahn mit provisorischem Bodenkabel wieder laufen.
Was ist genau gerissen? Dass das Seil einfach so reisst ist unwahrscheinlich, viel eher könnte der Isolator gelassen haben??
Danach hat sich das Seil am Laufwerk verhedert oder sowas??
 
ATV schrieb:
Nein hat man früher meist nicht gemacht, auch Kostengründen. Stütze hätte stärker gebaut werden müssen.
Morgen sollte die Bahn mit provisorischem Bodenkabel wieder laufen.
Was ist genau gerissen? Dass das Seil einfach so reisst ist unwahrscheinlich, viel eher könnte der Isolator gelassen haben??
Danach hat sich das Seil am Laufwerk verhedert oder sowas??

Da ich mit niemanden gesprochen habe, kann ich nur schildern was ich so in der unteren Streckenhälfte beobachten konnte (Strecke Stütze bis BB hab ich leider nicht im Überblick :) ) Wie es passiert ist, hab ich keinen blassen Schimmer.
Mit einem Bodenkabel?? Das heisst, das Seil liegt am Boden, unter der Strecke liegende Strassen aufgerissen, etc.?

EDIT: Bahn ist für morgen als offen Angegeben: http://www.engadin.stmoritz.ch/winter/de/services/pisten/corviglia/
 
Soweit ich informiert bin, nutzt man teilweise die Leitungen der Beschneiung. Der Rest provisorisch offen verlegt. Braucht ja eigendlich nur eine einzige Kupferader.
 
Lagorce schrieb:
Sind keine LWL (Lichtwellenleiter) bzw. Kupferleiter vorhanden, ist die Reparatur wohl nicht so aufwendig. Bei Cu-Leitern und insbes. LWL wird es komplizierter. LWL Spleissen ist nach vie vor sehr teuer.

Vor allem kann man LWL nicht einfach so auf der Strecke reparieren, da braucht es schon eine Klemmstelle aka Spleißbox. Wenn LWL dabei ist, wird es auf ein neues Kabel hinauslaufen.

Gruß, Tom
 
Die Bahn hat aber keine LWL Verbindung. Der Antrieb ist im Berg, die Gegenstation ist nur über diese eine Kupferader angebunden. Es wird neben dem Telefon lediglich mehrere Nothalte sowie Tonfrequenzsender übertragen. Rückleitung über den Saugkreis gegen Erde.
Daher ist es wohl so, Achtung reine Vermutung, dass man einfach eine Verbdindung über eine Reserveader der Beschneiung oder Telefon?? Genommen hat um diese Verbindung wieder zu erstellen. Der Windmesser und die Tragseilüberwachung (Nur Erdschluss) wird man höchst wahrscheinlich über ein Provisorisches Kabel an die Antriebstation anbinden. Wird sicher in der Nähe einen brauchbaren Schacht geben, der Rest fliegend.

Was mich aber interessieren würde, wieso und wo das Kabel gerissen ist. Dass so ein Telefonkabel einfach so reisst ist ausgeschlossen. Eher bricht der Isolator. Kann aber auch Gewalteinwirkung sein. Wind der das Telefonseil an das Laufwerk drückt und so verhängt, dann stellt aber der Saugkreis ab. Oder Blitzschaden, gab auch schon Leute die mit dem StGw Scheibenschiessen auf Seile, isolatoren usw. gemacht haben???

Hat jemand da was neues? Abgeseilt wurde angeblich nicht, sehe ich das Richtig?
 
Konnte Heute mit jemandem Sprechen; ATV, deine Ausführungen betreffen Leitung der Beschneiungsanlagen konnten bestätigt werden, anscheinend soll dies nicht nur ein Provisorium sein sondern nach ein paar Anpassungen nächsten Sommer sogar zum Definitivum werden bis die Bahn in 4-5 Jahren ersetzt wird.

ATV schrieb:
Die Bahn hat aber keine LWL Verbindung. Der Antrieb ist im Berg....
Antrieb ist zu 90% in der Talstation.

ATV schrieb:
Was mich aber interessieren würde, wieso und wo das Kabel gerissen ist. Dass so ein Telefonkabel einfach so reisst ist ausgeschlossen. Eher bricht der Isolator. Kann aber auch Gewalteinwirkung sein. Wind der das Telefonseil an das Laufwerk drückt und so verhängt, dann stellt aber der Saugkreis ab.
Gemäss Angaben, ist das Seil oberhalb der Stütze gerissen, ca. Anhöhe Stallungen Oberalpina. Eisbehang soll die Ursache sein und das Kabel soll so stark durchgehängt haben vom Gewicht des Eises, dass es sich mit einem Laufwerk verfangen hat (Wie das Seil, welcher ja zwischen den beiden Fahrspuren positioniert ist, so weit nach links oder rechts gedrückt werden konnte, dass es sich mit dem Laufwerk verfing, ist mir ungewiss. Eventuell Windstoss, welcher an diesem Tag durchaus vorhanden war??)


^^ungefährer Streckenprofil. Roter Pfeil angeblicher Standort Riss.




ATV schrieb:
Abgeseilt wurde angeblich nicht, sehe ich das Richtig?
Angeblich nicht, aber 75 Personen waren betroffen.
 
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