Der vergangene Samstag war mit maximal +20 Grad (im Tal, wohlgemerkt), Nordwind und einem Wechselspiel aus Wolken und etwas Sonnenschein wieder so ein Sommertag ganz nach meinem Geschmack
, den man unbedingt ausnutzen muss. Wohin? Nun, unsere (OK, meine) Wahl fiel auf den höchsten Gipfel der Karawanken, den 2236m hohen Stol, oder Hochstuhl, wie er nördlich der Karawanken heisst (obwohl auch hier manchmal unter dem Namen Stou bekannt).
Es war das zweite Mal dass wir uns diesen Berg vorgenommen haben, wobei unsere erste Besteigung mehr als 15 Jahre zurückliegt, also laaange vor der Forumszeit - ich glaube dass ich damals nicht mal das Internet kannte
. Generell kann man den Berg von 3 Seiten besteigen - erstens aus Richtung Osten vom Loiblpass mit der Benutzung des Zelenica - ESL (geringster HU, aber relativ lang; diese Route nahmen wir bei unserer ersten Besteigung), zweitens von Südwesten her aus Richtung Jesenice und drittens vom Norden her, aus dem kärntner Bärental. Alle Anstiege sind mit 3 - 3.5 Stunden angegeben.
Ein paar generelle Infos zum Berg gibts unter diesem Link. Schon die Anfahrt ist interessant, von Feistritz im Rosental fährt man auf einer schmalen, grossteils asphaltierten, auf den letzten Kilometern geschotterten Strasse durch das schmale Bärental (ja, das Bärental wo ein gewisser vor wenigen Jahren verunglückte Landeshauptmann zuletzt beheimatet war). Auf etwa 1100m versperrt dann eine Rampe die Weiterfahrt und man muss den Wagen abstellen und zuerst etwa 300 HM auf der Forststrasse hinaufgehen, von einigen wenigen Stellen ist das Tagesziel zu sehen:
Auf etwa 1400m trennen sich die Wege: links geht der Normalweg zuerst zur Klagenfurter Hütte und dann weiter über den Bielschitza (Belščica) - Sattel auf die slowenische Seite, wo man auf den von Zelenica kommenden Weg trifft. Wir haben uns aber für den wesentlich interessanteren Klettersteig über die Nordflanke entschieden: http://www.bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=1152
Zuerst heisst es noch über Schotter zu gehen:
Auf etwa 1500m beginnt dann der richtige Spass:
Der Steig ist etwa auf den untersten 150 HM als mittelschwierig zu bezeichnen (offiziell B und B/C), Selbstsicherung ist empfehlenswert und wird auch von allen benutzt, Steinschlaggefahr kann ich hingegen nicht bestätigen - wir waren nicht gerade die einzigen, aber immerhin unter den wenigen die auf einen Helm verzichtet haben. Und es war einiges los:
Fotos vom Steig gibt es kaum, eine Nordflanke bei wolkigem Himmel ist wirklich alles andere als fotogen. Wenn man die ersten 150 HM hinter sich hat, wird der Steig harmlos (A und A/B), da kann man lange Abschnitte ohne Sicherung machen:
Kurz unterhalb des Gipfels erreicht man den Grenzkamm und zum ersten Mal kann man ins obere Save - Tal und zu den Julischen Alpen blicken:
Nach etwas mehr als 3 Stunden ist der Gipfel erreicht ... :
... und es beginnt die Foto - Session
. Richtung Norden liegt das Bärental, die Klagenfurter Hütte, hinter ihr der markante Geissberg und ganz hinten ist auch Klagenfurt zu sehen :
In östlicher Richtung reihen sich die Berge des Karawanken - kamms:
Zoom nach SW zum See von Bled. Wer findet das Skigebiet
?
Nach einer langen Gipfelpause (gerade als wir oben waren gab es die einzige halbe Stunde mit ununterbrochenen Sonnenschein an diesem Tag
) gingen wir dann die 50 HM runter zur Prešernova Koča (Preschern - Hütte), die knapp unterhalb eines wenig markanten südlichen Vorgipfels liegt:
Nochmals Ostblick, links hinter dem Grat auf dem wir runterlaufen ist die Vrtača / Wertatscha und rechts die Begunjščica zu sehen; von letzter gibt es bereits einen Sommerbericht aus dem Jahr 2006: klick! Weiter hinten in Bildmitte die vielen Zacken der Koschuta und noch weiter hinten der Obir, die Petzen und Raduha:
Der weitere Abstieg geht dann durch das unangenehm schottrige Belščica - Kar:
Weiter durch die unerwartet grüne Oase mit dem Namen Sklede:
Wieder auf der kärntner Seite gehts zuerst wieder in so ein Schotterkar ... langsam habe ich genug von den Steinen
:
So ist es schon besser
:
Klagenfurter Hütte, 1663m. Der Strudel kostet hier übrigens weniger als auf der slowenischen Hütte (OK, die Klagenfurter Hütte ist aber auch mit dem Auto erreichbar, Prešernova Koča muss mit der Materialseibahn versorgt werden):
Die letzten 500 HM bis zum Parkplatz sind dann 'Pflichtprogramm', tlw. auf der Strasse, tlw. kann man die Kurven (legal, am markierten Weg) abschneiden. Nette Motive finden sich aber auch hier:
Vom Punkt wo sich der Normalweg und der Klettersteig trennen, nochmals ein Blick zu unserem heutigen Ziel:
Fazit: nette Tour, für unsere Kriterien zwar etwas lang (alles über 1000 HM finde ich etwas mühsam), aber noch OK. Der Klettersteig ist nett, wobei es nur auf den ersten 150HM richtige Kletterei gibt, alles andere ist IMO ein tlw. gesicherter Wanderweg.
Nachtrag: es wird so gerne (leider auch hier im Forum) geschimpft, falls EU - Steuergelder für diverse fragliche Projekte, in erster Linie im Osten und Süden der Union, verwendet werden. Nun, auch in der Alpenrepublik kann man sowas finden:
Und do sieht dann die Investition aus
:
Naja, da ist mir schon lieber wenn Steuergelder in Skigebiete fliessen, sorry
!
Es war das zweite Mal dass wir uns diesen Berg vorgenommen haben, wobei unsere erste Besteigung mehr als 15 Jahre zurückliegt, also laaange vor der Forumszeit - ich glaube dass ich damals nicht mal das Internet kannte
Ein paar generelle Infos zum Berg gibts unter diesem Link. Schon die Anfahrt ist interessant, von Feistritz im Rosental fährt man auf einer schmalen, grossteils asphaltierten, auf den letzten Kilometern geschotterten Strasse durch das schmale Bärental (ja, das Bärental wo ein gewisser vor wenigen Jahren verunglückte Landeshauptmann zuletzt beheimatet war). Auf etwa 1100m versperrt dann eine Rampe die Weiterfahrt und man muss den Wagen abstellen und zuerst etwa 300 HM auf der Forststrasse hinaufgehen, von einigen wenigen Stellen ist das Tagesziel zu sehen:
Auf etwa 1400m trennen sich die Wege: links geht der Normalweg zuerst zur Klagenfurter Hütte und dann weiter über den Bielschitza (Belščica) - Sattel auf die slowenische Seite, wo man auf den von Zelenica kommenden Weg trifft. Wir haben uns aber für den wesentlich interessanteren Klettersteig über die Nordflanke entschieden: http://www.bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=1152
Zuerst heisst es noch über Schotter zu gehen:
Auf etwa 1500m beginnt dann der richtige Spass:
Der Steig ist etwa auf den untersten 150 HM als mittelschwierig zu bezeichnen (offiziell B und B/C), Selbstsicherung ist empfehlenswert und wird auch von allen benutzt, Steinschlaggefahr kann ich hingegen nicht bestätigen - wir waren nicht gerade die einzigen, aber immerhin unter den wenigen die auf einen Helm verzichtet haben. Und es war einiges los:
Fotos vom Steig gibt es kaum, eine Nordflanke bei wolkigem Himmel ist wirklich alles andere als fotogen. Wenn man die ersten 150 HM hinter sich hat, wird der Steig harmlos (A und A/B), da kann man lange Abschnitte ohne Sicherung machen:
Kurz unterhalb des Gipfels erreicht man den Grenzkamm und zum ersten Mal kann man ins obere Save - Tal und zu den Julischen Alpen blicken:
Nach etwas mehr als 3 Stunden ist der Gipfel erreicht ... :
... und es beginnt die Foto - Session
In östlicher Richtung reihen sich die Berge des Karawanken - kamms:
Zoom nach SW zum See von Bled. Wer findet das Skigebiet
Nach einer langen Gipfelpause (gerade als wir oben waren gab es die einzige halbe Stunde mit ununterbrochenen Sonnenschein an diesem Tag
Nochmals Ostblick, links hinter dem Grat auf dem wir runterlaufen ist die Vrtača / Wertatscha und rechts die Begunjščica zu sehen; von letzter gibt es bereits einen Sommerbericht aus dem Jahr 2006: klick! Weiter hinten in Bildmitte die vielen Zacken der Koschuta und noch weiter hinten der Obir, die Petzen und Raduha:
Der weitere Abstieg geht dann durch das unangenehm schottrige Belščica - Kar:
Weiter durch die unerwartet grüne Oase mit dem Namen Sklede:
Wieder auf der kärntner Seite gehts zuerst wieder in so ein Schotterkar ... langsam habe ich genug von den Steinen
So ist es schon besser
Klagenfurter Hütte, 1663m. Der Strudel kostet hier übrigens weniger als auf der slowenischen Hütte (OK, die Klagenfurter Hütte ist aber auch mit dem Auto erreichbar, Prešernova Koča muss mit der Materialseibahn versorgt werden):
Die letzten 500 HM bis zum Parkplatz sind dann 'Pflichtprogramm', tlw. auf der Strasse, tlw. kann man die Kurven (legal, am markierten Weg) abschneiden. Nette Motive finden sich aber auch hier:
Vom Punkt wo sich der Normalweg und der Klettersteig trennen, nochmals ein Blick zu unserem heutigen Ziel:
Fazit: nette Tour, für unsere Kriterien zwar etwas lang (alles über 1000 HM finde ich etwas mühsam), aber noch OK. Der Klettersteig ist nett, wobei es nur auf den ersten 150HM richtige Kletterei gibt, alles andere ist IMO ein tlw. gesicherter Wanderweg.
Nachtrag: es wird so gerne (leider auch hier im Forum) geschimpft, falls EU - Steuergelder für diverse fragliche Projekte, in erster Linie im Osten und Süden der Union, verwendet werden. Nun, auch in der Alpenrepublik kann man sowas finden:
Und do sieht dann die Investition aus
Naja, da ist mir schon lieber wenn Steuergelder in Skigebiete fliessen, sorry