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Strafverfahren für Bergbahnen Steinach

Jay

Mt. Blanc (4807m)
Ein Artikel aus der Tiroler Tageszeitung:

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Großflächige Umgrabungsarbeiten haben Wanderer, Naturschützer und zuletzt auch die Behörde alarmiert. Foto: Fischer

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Die Wunde bleibt offen, für eine Begrünung ist es zu spät.
Foto: Fischer

Strafverfahren für Bergbahnen

Pistenarbeiten bei den Steinacher Bergbahnen haben Umweltschützer und Behörden auf den Plan gerufen: Ein Strafverfahren folgt.


Lärmende Bagger und aufgerissene Erde: Die weithin hör- und sichbaren Auswirkungen der Arbeiten an der Piste oberhalb von Steinach haben nicht nur Wanderer alarmiert. Dutzende besorgte Anrufer meldeten sich beim Alpenverein, bei der Umweltanwaltschaft und bei der Behörde. Auch Gerhard Liebl, Chef der Umweltabteilung des Landes, berichtet über massive Beschwerden.

Dass ein Strafverfahren eingeleitet wurde, dafür war schließlich ein Sachverständiger verantwortlich: "Er hat gemeldet, dass die Arbeiten nicht bescheidgemäß ausgeführt wurden", sagt Wolfgang Nairz, Leiter des Umweltreferates der Bezirkshauptmannschaft Innsbruck. Bei der Pistenerweiterung wurden Auflagen nicht eingehalten. Die Behörde begann mit Ermittlungen.

"Die neue Fläche wurde nicht sofort ausreichend begrünt", beanstandet Nairz fehlende Rekultivierungsmaßnahmen. "Anstatt die abgeschobene Grasnarbe nach den Planierungsmaßnahmen wieder aufzutragen, damit das Wurzelwerk schnell anwachsen kann, wurde sie gefühllos runtergeschoben." Insgesamt drei Sachverständige - ein Geologe, ein Botaniker und ein Mitarbeiter der Wildbach- und Lawinenverbauung - machten sich zum Lokalaugenschein auf, eine rasche Sanierung ist allerdings unmöglich. Nairz: "Es war schon zu spät für eine Begrünung. Darum hätte man sich in diesen Höhenlagen spätestens im Frühsommer kümmern müssen."

Durch die unterlassene Rekultivierung sei außerdem zusätzliches Gefahrenpotential geschaffen worden - durch Erosion. Bei einer raschen Schneeschmelze im Frühling werden rutschende Hänge nicht ausgeschlossen. Das Siedlungsgebiet sei nicht gefährdet, ein Risiko für die Skihütte wird allerdings nicht ausgeschlossen. Sogar von möglichen Evakuierungen ist die Rede.

Unternehmer Erich Raffl - er will die Bergbahn mit Ende dieses Jahres übernehmen - rechtfertigt sich: "Humusieren bis Ende Juni ist sich nicht ausgegangen. Und wenn ich das später gemacht hätte, wäre der Schaden noch größer gewesen." Das habe er mit den Sachverständigen geklärt.

Er ärgert sich über das Einschreiten der Behörde: "Wenn man sich bemüht, in der Region was zu tun, wird man bestraft!" Weder Umwelt noch Menschen seien gefährdet.

Landesumweltanwalt Sigbert Riccabona sieht die Sache anders: "Auch ein Musterbeispiel von einem Unternehmer, der tüchtig ist und sein privates Geld investiert, muss sich an Auflagen halten."
 
Das man sich an Auflagen halten sollte ist klar, der Rest des Textes ist allerdings purer Blödsinn.
Wenn es dieses jahr nicht mehr reicht zum begrünen macht man es halt nächstes Jahr.
Oder glaubt irgendeiner, das man in 3 Jahren sieht ob einen Winter lang der Schnee auf dem Humus oder dem Rasen lag?
Soche idiotische Argumentationen tragen höchstens dazu bei, das die Grünen halt noch weniger ernst genommen werden.
 
Es wird immer interessanter in Steinach, heute steht in http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=6&id=352321 folgendes:

Sabotage bei den Steinacher Bergbahnen
Im Visier von aggressiven Umweltschützern stehen offenbar die Steinacher Bergbahnen. Immer wieder gibt es anonyme Anzeigen und zuletzt sogar Sabotageakte.

Baggerarbeiten an den Pisten
Im Sommer ist an den Pisten der Steinacher Bergbahnen fleißig gebaggert worden - und das war so manchem Umweltschützer wohl nicht recht. Es folgten anonyme Anzeigen bei der Bezirkshauptmannschaft und auch der eine oder andere kritische Bericht in den Medien. Mittlerweile kommt es vermehrt zu Sabotageakten.

Radmuttern gelockert
So lockerten unbekannte Täter die Radmuttern zweier Lkws, die am Parkplatz der Bergbahnen abgestellt waren. Unlängst wurde auch ein Hydrant der Beschneiungsanlage geöffnet. Ein größerer Schaden konnte dabei nur durch Zufall verhindert werden, der Betriebsleiter war gerade am Weg talwärts und bemerkte den offenen Hydranten.

Gendarmerie hofft auf Hinweise
Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen diesen Sabotageakten und den anonymen Briefschreibern. Bisher tappt die Gendarmerie diesbezüglich aber im Dunkeln. Sie hofft nun auf Hinweise der Bevölkerung, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden.

Kommentieren will ich die Angelegenheit lieber nicht, ich befürchte das ich mich bei einigen schon wegen meiner Aussagen zum Ausgang der US - Wahl nicht gerade beliebt gemacht habe. Deshalb zitiere ich lieber einen der User im ORF - Forum, dort geht es wieder recht heiss zu:
Diese Terroristen...
gelbegummiente, vor 5h 10min
..gehören meiner Meinung nach nackig ausgezogen und in die -noch intakte - Natur in Sibirien geschickt!
:zustimm:
 
Schliesse mich Theo an.

Begrünen ist Pflicht. Wenn allerdings ein früher Wintereinbruch stattfindet, ist halt im ersten Winter der Schnee auf dem Schutt. Ist nicht ideal. Das wird mit den baubegleitenden Naturschutzverbänden meist so abgesprochen. Die Natur hält sich mit dem Winteranfang halt auch nie ans Datum :wink: .
Dann wird eben im Frühling begrünt. Auch bei noch im Herbst begrünten Schneileitungsachsen ist meist im ersten Frühling noch etwas Nacharbeit möglich. Es ist nähmlich auch so, dass vielfach mit den grabarbeiten erst begonnen werden darf, wenn die Kühe nicht mehr auf der Alp sind. Auflage der Bauern. Und das verstehe ich auch.
 
Der Schüssel soll man beim Bush anfragen, ob nicht auf Guantanamo ein paar Plätze für unsere Umweltterroristen frei sind. :lol:

Bin schon gespannt, wann die ersten Liftstützen gesprengt werden. :roll:
 
^^
is doch schon alles vorgekommen! weiß nur net mehr genau wo aber ich glaub in Südtirol oder so! da hat ein ehemaliger seilbahnmitarbeiter auch das seil manipuliert und bin mir net sicher ob das da dabei war wo au noch die ganze station angesteckt wurd!
 
d-florian schrieb:
^^
is doch schon alles vorgekommen! weiß nur net mehr genau wo aber ich glaub in Südtirol oder so! da hat ein ehemaliger seilbahnmitarbeiter auch das seil manipuliert und bin mir net sicher ob das da dabei war wo au noch die ganze station angesteckt wurd!

Also dass mit dem Seil war in Bad Hindelang glaub ich, darum hab ichs ja auch erwähnt!
 
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