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Stubaier Gletscher || AT || 1. 5. 2005

Bericht Stubaier Gletscher, 1. Mai 2005

Anfahrt: A8-A93-A12-A13-Stubaitalstraße, 1h 50min morgens, 1h 55min nachmittags (eingerechnet morgens Skipasskauf in Neustift, nachmittags Tanken für 0,99 ¤ Super)

Wetter: sonnig, mit mehr oder weniger großen Wolken, aber generell gut, Sicht immer gut, für Anfang Mai nicht schlecht

Schnee: wie ich auf den Vergleichsphotos gesehen habe deutlich weniger als z.B. Anfang Mai 2004, aber vor allem im oberen Bereich noch reichlich. Heute war eher die Qualität das Problem, wegen der großen Hitze bald sehr weich, auch nachts anscheinend nicht richtig durchgefroren, deshalb auch kein Ideal-Firn auf fester Unterlage (wie letztes Jahr in Hochgurgl), sondern eine recht wackelige Angelegenheit. Richtige Sommerski-Verhältnisse.

Geöffnete Lifte und Pisten:
Alle Lifte außer
DSB Gamsgarten
SL Fernau II
SL Daunferner II
Alle Pisten außer
(1b) Gamsgarten Schuss
(2) Silberschneid
(11) Pfaffenschneid
(5b) Gaiskar Buckelpiste
(7b) Wildspitz Schuss
(17) Daunferner Schuss
(18) Steile Zunge
Alle Skirouten

Frequentation: nur die beiden oberen Parkplatz-Ebenen besetzt, drei und vier komplett leer, nirgends warten, Eisjoch-Steilhang und Piste 10 am Fernauferner trotzdem ziemlich voll.


Gefahrene Lifte: bis auf SL Eisjoch II egtl alles, insgesamt etwa 7.000 Hm

Gefahrene Pisten: alle offenen, dazu die gesperrten (2), (11), (18), (15), die teilweise richtig schöne Firn- bzw. Steilvarianten geboten haben.

Präparation: streckenweise enttäuschend. Zu der etwas ärgerlichen Tatsache, dass zwei der schönsten Abfahrten, Silberschneid (2) und Pfaffengrat (11) sowie die Steilpisten am Rotadlkopf aus Sparsamkeitsgründen nicht mehr gewalzt werden (Schnee wäre genug da), kommt der absolute Minuspunkt, dass einige Abfahrten schon um 9.30 Uhr morgens nicht gut zu fahren waren, allen voran die Hauptpiste (1) auf den ersten etwas steileren Metern direkt unterhalb des Eisjochs und der komplette Steilhang, (5a) Gaiskar-Rot, der Steilhang hat auch schon abgefahren ausgesehen und (9) Daunenhang, der gar nicht daunig war sondern bereits zu früher Stunde auf 2850m total pappig und im oberen Teil so gewirkt hat, als wäre gar nicht gewalzt worden. Nachdem was ich letztes Jahr mit den Jungs in Gurgl und Pitztal an Frühjahrspräparierung erlebt habe, war es hier eine ziemliche Enttäuschung, sämtliche steileren Abschnitte waren schon morgens unruhig bis bucklig, dazu Rippen von nicht sehr exaktem Walzen. Ihr könnt euch vorstellen, wenn es morgens noch hart ist, dass solche Waschrumpl-Abfahrten nicht viel Spaß machen. Bei sorgfältigerer Präparation hätten einige Abfahrten auch der Hitze etwas besser standgehalten, meine These. Kein Vergleich zu den Pistenteppichen, die ich Ende Mai 2004 in Hintertux oder auch Anfang August (!) am Rettenbachferner erlebt habe. Off-Piste war es teilweise deutlich angenehmer, z.B. die nicht mehr gepflegte Pfaffenschneid im Vergleich zur holprigen 10er… Ich verstehe es einfach nicht, selbst in niedriger gelegenen Gebieten werden um diese Jahreszeit noch topp-Steilpisten geboten (Ischgl) bzw. die Konkurrenz „kann“ es doch auch (Pitztal, Tux)…

Gefallen:
- bei viel Schnee im Frühjahr tolles Skigebiet (kein Vergleich zum Herbst!). Wenn man immer von ganz oben auf den diversen Abfahrten zur Mittelstation durchfährt sind das immer schöne 800-900 Hm.
- moderne Anlagen mit viel Komfort
- keine Wartezeiten (wiederum, viel besser als im Herbst!)
- Abfahrten „Silberschneid“ (2), „Pfaffenschneid“ (11), „Steile Zunge“/“Gaches Eck“, v.a. die Silberschneid ist echt die schönste und beste Abfahrt zur Mittelstation, auch die v.o. gesehen linke Schleife der (4) gefällt mir gut
- Schnelle Anfahrt, da wenig Verkehr und keine Staus

Nicht Gefallen:
- Temperaturen deutlich zu hoch (von der Wertung ausgenommen)
- Schlampige/nicht zufriedenstellende Präparation

Fazit: 4 von 6 (schöner Tag in der frischen Luft, reicht aber an die Mega-Erlebnisse des letzten Jahres nicht heran)
:D :D :D :D

Photos gibts ein paar im laufe der Woche

Ich möchte betonen, das mir das Gebiet echt gefällt und ich nicht 2mal in einer Saison dorthinfahre nur um mich hinterher zu beschweren. Im Dezember waren die Schneeverhältnisse echt preker, da habe ich ein paar Augen zugedrückt. Die Empfehlung einiger Kameraden aus dem Forum, doch im Frühjahr mal hinzufahren hat sich ausgezahlt, jedoch abzüglich der bemängelten Punkte. Vor allem mit dem Eisjoch-Hang werde ich mich, glaube ich, nicht mehr anfreunden, da gebe ich dem TFH-Hang in jedem Fall den Vorzug.[/b][/u]
 
Es hat sich also, was die Präparation angeht, nichts geändert - zumindest um diese Jahreszeit. Mich würde mal interessieren, wie es im Winter mit der Präparierung aussieht, ob da genauso geschlampt wird.
Ich hab ja schon beim Walzen dort oben zugeschaut von der Hütte aus. Da wird halt drüber gefahren, Vollgas. Von Windeneinsatz keine Spur - wie auch, die meisten Fahrzeuge die ich gesehen habe, hatten gar keine. Ankerpunkte habe ich komischerweise schon mehrere entdeckt.


10.jpg

Vom letzten Jahr, exakt die selbe Zeit - eine der ersten Abfahrten morgens und nicht die einzigste in diesem Zustand. (Sicher nicht ganz unschuldig an der Tatsache, daß ich dieses Jahr mal nicht im Stubai war über den 1. Mai).
 
Hallo Marius,
vielen Dank für Deinen Bericht. Freut mich, dass es Dir im Stubai so gut gefallen hat. Vielleicht habe ich ja zu denjenigen gehört, die Dich bewogen haben, mal im Frühjahr hinzufahren. Nachdem ich einmal im Frühjahr auf dem Gletscher war, werde ich wohl nicht mehr im Herbst fahren. Trotz der Wärme, ist es einfach nur großartig.

War eigentlich im Stubai noch an Talabfahrt zu denken?
 
@k2k:
Die Knollen auf deinem Bild sind typisch für die Triplex-Fräse von Leitner. Wenn es wirklich weich war haben die die Piste doch recht gut hingekriegt! :wink:
Weiter hinten sieht man einige Wellen die sich aber durch den Einsatz einer Winde verhindern lassen würden. Nur scheint man am Stubaier die Winde ab Anfang April ab zu montieren.
 
Alpi, nicht daß wir uns falsch verstehen: Ich weiß durchaus, daß es eine Kunst ist, mit so nem Gerät eine vernünftige Piste hinzubekommen. Bin ja lange genug hier dabei ;-)
Aber ich sehe halt, was ich anderswo geboten bekomme - bei gleich schwierigen Verhältnissen - und was mir im Stubai geboten wird.

Meine Referenz ist immer noch dieser Herr hier, der Mitte April 2004 in Mottaret jeden Abend eine Buckelpiste glattgezogen hat, ohne Übergang und ohne Klumpen. Ob das nur daran liegt, daß der nen Everest fährt?

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k2k schrieb:
Mich würde mal interessieren, wie es im Winter mit der Präparierung aussieht, ob da genauso geschlampt wird.
Ich bin um 2000 im Winter zwei mal ein paar Tagen auf dem Stubaier Gletscher gewesen, damals ist mich von slechten Präparation nichts aufgefallen.
 
@Alpi:

Für mich unwissenden: Warum kann man die Wellen mit einem Windeneinsatz verhindern?

Danke und Gruss

br403
 
Exakt so, wie auf k2ks Bild sah der Eisjoch-Steilhang am Morgen aus, wollte es knipsen, leider kam die nächste Wolke und man hätte nichts gesehen.

Ich weiß durchaus, daß es eine Kunst ist, mit so nem Gerät eine vernünftige Piste hinzubekommen. Bin ja lange genug hier dabei
Aber ich sehe halt, was ich anderswo geboten bekomme - bei gleich schwierigen Verhältnissen - und was mir im Stubai geboten wird.

Genauso sehe ich das auch.
 
Ich wollte damit nicht die offensichtlich schlecht gewalzten Pisten am Gletscher verteiligen, sondern nur sagen das es manchmal einfach nicht besser geht.
Auch macht es sehr viel aus welche Raupe man fährt. Mit einer Everest Fräse habe ich wenig solchen Knollen wie oben, wohl aber kann sich ein kleiner Randwall bilden. Was ich auch nicht verstehe, das die Stubaier anscheinend die Power Fräse vom Leitwolf abmontieren und durch eine starre vom 500er ersetzen.

Zum Thema Winde:
Als ich letzte Woche Nachmittags am Stubaier die 4a zur Fernau Mitte gefahren bin war dort Sulzschnee pur. Wenn die nun am Abend ohne Winde gemacht wird und das wird sie, kanns ja nichts werden.
Wodurch wir wieder bei dem Bild oben und der Frage von Br403 wären.
Wenn man genau hin schaut sieht man das der Raupenfahrer das Schild etwas nach links gestellt hat und links hinter der Fräse kleine Knollen liegen. Würde man das gleiche ohne Winde probieren wär das Ergebnis das man sich nach einigen Metern eingräbt.
Ähnlich verhält es sich beim bergab fahren. Hier muß man das Schild auf die rechte Seite drehen und so macht man den Hang von einer auf die andere Seite. Die oben erwähnten Wellen hat man nicht weil man durch die Winde nach oben gezogen wird und so das Schild auch beim bergwärts fahren voll einsetzen kann.
Ich hoffe ich hab das jetzt verständlich erklärt aber eine genaue Beschreibung würde zu Off-Topic! :wink:
 
Nun einige Impressionen eines schönen Tages in der gleißenden Firnwelt des Hochstubai. Es sind viele Standard-Motive dabei, so dass gut die Schneelage verglichen werden kann:
 

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Fortsetzung
 

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Noch nee Anmerkung zu den Pistenraupen am Stubaier!
Anscheinend hat man wieder auf die roten aus Laupheim umgeschwenkt oder waren die 2 300er Polar letztes Jahr auch schon dort?
 
- Schlampige/nicht zufriedenstellende Präparation

Tja.. interessant wär ja mal:

- haben die Pistenraupenfahrer einfach keine Lust, das besser zu machen
- oder werden sie von der Geschäfts/Betriebsleitung dazu aufgefordert, so schnell wie möglich zu sein, egal welche Qualität dann rauskommt?

Alpi, hast da nicht mal nachgefragt bei deinen Kollegen? :)

Wilde Gruben anscheinend bis weit hinauf schneefrei,

Sorry, aber das kann man doch gar nicht erkennen.. daher bin ich ja letztes Jahr immer "blind" gefahren und hab mich überraschen lassen, wie weit ich noch komm ;)

Der berühmte Eisjoch-Steilhang. War der nicht früher fast 1,5 mal so breit gewalzt?

Würd ich eher verneinen. Meiner Meinung nach hast Glück gehabt, daß der noch so breit präpariert wurde.. die Breite sinkt im Frühjahr jede Woche ;)

Die alte Trassierung der 5 Gaiskar-Süd wird wohl nie wieder kommen. 1998 ist man noch von links in weitem Bogen hinein gequert...

warum eigentlich ... ich versteh dort viel nicht, aber warum man die blaue Abfahrt dort so stiefmütterlich behandelt neuerdings, versteh ich noch weniger ..
 
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