(Sinnvoll wäre 80er Durschnittstemperaturen über alle Winter vs 2000er)
Bitte sehr! Erneut Schmittenhöhe, Mittelwerte Dezember bis Februar:
1960-69: -6,1°C
1970-79: -4,3°C
1980-89: -4,8°C
1990-99: -3,8°C
2000-08: -4,4°C
Temperatur ist aber natürlich noch nicht alles für eine Naturschneedecke, dazu braucht es auch im richtigen Moment den entsprechenden Niederschlag.
Sommer zum Vergleich, Juni bis August:
1960-69: 8,1°C
1970-79: 8,3°C
1980-89: 8,7°C
1990-99: 9,5°C
2000-08: 10,1°C
Wenn man sich den hypsometrischen Temperaturgradienten dazu denkt (zwischen 0,3 und 0,6°C/100 Hm), dann wird, wie oben bereits festgestellt, aus meiner Sicht klar, warum die Gletscher so stark abbauen: die Gleichgewichtslinie ist viel weiter nach oben gerutscht bzw. gar nicht mehr in einer Höhe, in der der Gletscher liegt (vermute ich beim Schmiedinger Kees). Hier können schon Variationen um weniger hundert Hm entscheidend sein.
Zum Vergleich Zell am See, also eine Tallage:
Winter Mittelwerte Dezember bis Februar:
1960-69: -4,5°C
1970-79: -2,7°C
1980-89: -4,0°C
1990-99: -2,7°C
2000-08: -2,4°C
Also insbesondere im Vergleich zu 1960er und 1980er Jahren in den 2000er Jahren deutlich wärmer, zwischen 2,1 und 1,6°C...
Eine andere Messstation Obergurgl/Vent (Höhenlage 1938 m):
Winter Mittelwerte Dezember bis Februar:
1960-69: -3,8°C
1970-79: -3,1°C
1980-89: -2,9°C
1990-99: -2,6°C
2000-08: -2,6°C
Also ein schlappes halbes Grad seit den 1970er Jahren Erwärmung, je nach Temperaturgradient ein Anstieg einer Schneehöhengrenze um 100 bis 200 Hm. Peanuts?
Sommer zum Vergleich, Juni bis August:
1960-69: 8,9°C
1970-79: 9,0°C
1980-89: 9,4°C
1990-99: 10,1°C
2000-08: 10,6°C
Erwärmung seit den 1960er Jahren um 1,7°C!