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Stuttgart 21

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Naja es könnte auch noch mal einen Keil in die Gegner treiben. Und zwar zwischen die, die prinzipiell einfach dagegen sind (Rockenbauch) oder Leute wie Palmer denen es eher um die verkehrliche Leistungsfähigkeit geht und sowas zustimmen.

Alles in allem hat man wieder gesehen, dass beide Seiten versucht haben das Ergebniss in ihrem Sinne auszulegen und dabei auch offensichtlich getrickst haben oder einfach zu dumm waren. Auf Bahnseite ist das z.B. die Doppelbelegung der Gleise, die keinesfalls eine Standartprozedur ist, sondern nur bei Überlastung angewandt wird, auf der Gegenseite wurde beispielsweise behauptet, der Bahnhof könne keine Verspätungen abbauen, das wäre alles nur ein Erfolg des tollen Fahrplans den das Land bestellt hat. Beides ist natürlich Blödsinn.

Interessant auch das Verhalten der Gutachter, die dutzendmal betonen, dass sie nicht die deutschen Normen überprüft haben. Deutlicher kann man durch die Blume auch nicht sagen, dass man die Annahmen/Zielsetung der Simulation für unsinnig hält.

Was ich mich noch Frage: Wieso hat man nicht einfach mal Simulationsläufe unter verschiedenen Annahmen gemacht? Und wieso hat man die Anmerkungen der SMA nicht einfach bereits vollständig eingearbeitet. Auf ein paar Wochen hin oder her kommt es bei dem Projekt nun wirklich nicht mehr an ;)
 
so, alea iacta est - zumindest wahltechnisch. Ergebnis: 59:41 pro S21.
Selbst in Stuttgart eine Mehrheit der wählenden Befürworter von S21; das 1/3 Quorum aller Wahlberechtigten in unerreichbarer Ferne. Karlsruhe und Heidelberg sind mehrheitlich dagegen. Kein Wunder, dort bräuchte man auch paar Zuschüsse des Landes...

Als Befürworter der Schnellbaustrecke aber Gegner eines Milliardengrabes denke ich dennoch, dass dies ein gutes Ergebnis ist. Ein nachträglicher Stopp (allein durch Proteste erzwungen) könnte unkalkulierbare Kettenreaktionen auf andere Projekte haben. Damit sei die Bahn und die ehemalige Landesregierung aber von ihren Fehlern in Sachen Transparenz und Kommunikation nicht freigesprochen...
 
Ein Stopp des Bahnhofs (so er denn überhaupt gekommen wäre) hätte auch die Schnellbahnstrecke gestoppt. Die kann man nämlich nicht einfach an den Kopfbahnhof anschließen und das selbe erreichen.
Ich bin eigentlich auch kein glühender Beführworter von S21, es gibt wichtigeres in unserem Land. In Baden-Württemberg wird es jetzt mal endlich Zeit die Rheintalbahn durchzuziehen und die Strecke Mannheim-Frankfurt. Beide sind schon nahe am Kollaps (vor allem die Riedbahn), da kann man verstehen, dass die betroffenen Städte gegen S21 waren (Mannheim, Karlsruhe, Freiburg).
 
^sehe ich genauso!
...jedes Land bekommt das was es verdient! Der "Bürger" hatte die Wahl.
Einige Wähler werden bei der geplanten Bauzeit das Ende des Baus sicher nicht erleben.
Mal sehen wie der Herr MP grün den Kostendeckel da rauf bekommt. Die Bahn hat ja schon mal abgewunken. :mrgreen:
Komischerweise hat auch der Mappus in der letzten Woche bei Merk gekündigt.
Mal sehen wo der jetzt auftaucht, Das wird noch spannend.
 
Gekündigt ist gut, die wollten den nicht mehr haben wenn er sich jetzt wegen seiner Demokratieumgehung verantworten muss. Sowas wirft ein schlechtes Bild auf ein Unternehmen, der bekommt so schnell nichts anderes, zumindest nicht in Deutschland.
 
Hut ab, das Alpinforum ist ja ziemlich repräsentativ. Nur um wenigen Prozentpunkte daneben :D
 
Jedes Volk bekommt was es verdient: Die Schwaben den teuersten Bahnhof Deutschlands ;)

Dann gibt es eben einen neuen, teuren, schicken, verspätungsanfälligen neuen Bahnhof und eine neue Strecke nach Ulm die die bisherige Probleme des Güterverkehs auf dieser Achse für die nächsten Jahrzehnte zementiert. Naja immerhin hat sich das ganze hin und her jetzt erledigt. Und hoffentlich akzeptieren das auch die Baum- und Käferschützer im Schlossgarten
 
Ich hätte mal das Gehäule hören wollen wenn die NBS für Güterverkehr gebaut werden würde. Was glaubst du was das dann kosten würde?
Außerdem ist nicht der Bahnhof verspätungsanfällig, sondern die teilweise idiotisch geplanten Zulaufstrecken.Problem ist hier vor allem der Flughafen und, dass man dort nicht noch mehr Geld in die Hand nimmt um es richtig zu machen.
 
Ich hätte mal das Gehäule hören wollen wenn die NBS für Güterverkehr gebaut werden würde. Was glaubst du was das dann kosten würde?

Muss ja nicht auf der selben Trasse sein. Und ich denke, dass es sicher möglich ist den Engpass Geislinger Steige zu entschärfen.

Außerdem ist nicht der Bahnhof verspätungsanfällig, sondern die teilweise idiotisch geplanten Zulaufstrecken.Problem ist hier vor allem der Flughafen und, dass man dort nicht noch mehr Geld in die Hand nimmt um es richtig zu machen.

Ja gut, da das ganze ja aber scheinbar nur im Paket zu haben ist trifft es für mich auch den Bahnhof.

Eine Sache die mich mal echt interessieren würde und was mir bisher nicht so ganz klar ist: Was macht man wenn die Tunnel der Zulaufstrecken in sagen wir mal 30-50 Jahren irgendwann mal generalsaniert werden müssen? Der Gotthardt wird ja dafür z.B. ein Jahr vollgesperrt. Wie macht man sowas dann bei Stuttgart 21? Geht das im laufenden Betrieb?
 
powder-fan schrieb:
Eine Sache die mich mal echt interessieren würde und was mir bisher nicht so ganz klar ist: Was macht man wenn die Tunnel der Zulaufstrecken in sagen wir mal 30-50 Jahren irgendwann mal generalsaniert werden müssen? Der Gotthardt wird ja dafür z.B. ein Jahr vollgesperrt. Wie macht man sowas dann bei Stuttgart 21? Geht das im laufenden Betrieb?
Das ist den Entscheidern doch egal. Die meisten sind doch dann gar nicht mehr da. Zunächst geht es mal darum Steuergeld rauszuhauen und um die frei werdenden Fläschen zu vermarkten.
 
Natürlich ist sowas immer mit Problemen verbunden, aber man muss ja nicht alles auf einmal sanieren. Durch die eingleisigen Tunnelrühren kann man da immer schön abschnittsweise umbauen und über die verbliebenen Strecken umleiten.
Eine einjährige Sperrung des Gotthard wird sicher lustig (hab ich noch nie von gehört). Wenn sie das machen sollten sie vorher den Lötschberg fertig haben, sonst gibt das gewalltige Probleme. Bis dahin soll ja eine ganze Menge Mehrverkehr auf der Strecke laufen, da reicht es nicht mehr einfach wieder über den Pass zu fahren.

Um die Geislinger Steige zu umgehen sollte man eher an der Alb vorbei fahren. Für Güterzüge müsste man die Strecke über Aalen ausbauen, das ist mit Sicherheit günstiger als eine gütertaugliche Strecke durch die Alb.

Klar, S21 ist ein Paket, und man kann nicht nur Teile davon realisieren. Aber wie man die einzelnen Teile genau ausführt, das ist eine andere Sache. Jeder vernünftige Veerkehrsplaner bekommt doch einen Lachkrampf bei dem was die mit dem S-Bahnhof am Flughafen anstellen.
 
Wenn sie das machen sollten sie vorher den Lötschberg fertig haben, sonst gibt das gewalltige Probleme

Was soll da noch fertig werden?

Eine einjährige Sperrung des Gotthard wird sicher lustig (hab ich noch nie von gehört).

Ich glaube hier gehts auch mehr um den Strassentunnel und weniger um den Bahntunnel... Da weiss man nicht so recht wie mans anstellen soll...
 
Ich glaube hier gehts auch mehr um den Strassentunnel und weniger um den Bahntunnel

Ähm ja sorry das war unklar ausgedrückt. Ich denke aber trotzdem, dass es einen Eisenbahntunnel genauso treffen wird irgendwann. Und dann hat man 1 Gleis zum Flughafen. Das wird eine geniale Sache :-)
 
Lötschberg ist zu zwei Dritteln eingleisig, der ist noch nicht fertig.
Klar wird das problematisch, aber so Probleme wird man immer irgendwo haben. Die NBS Mannheim- Stuttgart muss in ein paar Jahren auch komplett gesperrt werden.
 
Ich fürchte nur dass es auf den sehr knapp bemessenen Zulaufstrecken eines Bahnknotens noch viel härter wird als auf einer NBS. Naja man wird sehen, die Planer haben das ja bestimmt bedacht...

Um die Geislinger Steige zu umgehen sollte man eher an der Alb vorbei fahren. Für Güterzüge müsste man die Strecke über Aalen ausbauen, das ist mit Sicherheit günstiger als eine gütertaugliche Strecke durch die Alb.

Ja das wäre natürlich auch noch eine Option. Hoffen wir, dass für sowas trotz S21 noch Geld übrig bleibt. Sonst wird es dann irgendwann echt peinlich: Die Alpen sind in der Schweiz über die Gotthardt Achse als Flachbahn passierbar während mann über die Schwäbische Alb noch immer Nachschieben muss :-)
 
Die Alpen sind in der Schweiz schon als Flachbahn passierbar, das Problem sind hier die Italiener auf der Lötschberg Route. Trotzdem kann man von Deutschland nach Italien schon ohne Nachschieben fahren.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Die NBS Mannheim- Stuttgart muss in ein paar Jahren auch komplett gesperrt werden.
Ist die schon wieder so kaputt nach 20 Jahren?
 
In der Zeit, in der man sich für die Börse aufhübschen wollte blieb vielleicht nicht genug Geld für Instandhaltung übrig.
 
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