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Stützenformen bei Pendelbahnen

Christoph Lütz schrieb:
Merkwürdig sind tatsächlich die Stützen der PB Trübsee-Stand. Der Seilabhebebock hat hier sicher keine tragende Funktion für das Stützenjoch. Man hatte einfach die nun bei Von Roll-Habegger üblichen Abhebeböcke verwendet ohne das deren Form diesbezüglich eine Funktion hatte.

Ja kann ich gut verstehen das es merkwürdig ist aber das ist eigentlich einfach :wink: ! Beim Umbau der alten Bahn zur neuen wurden die Stützen von Von Roll-Habegger nur verstärkt ! Wenn ich dazu komme werde ich mal Bilder posten im vergleich der beiden Stützen ! Der obere Stützenschacht mit den Tragseilsätteln ist total neu von Von Roll-Habegger drauf gesetzt worden, nur der Rest wurde verstärkt ! Hoffe dir ein bisschen weiter geholfen zu haben ! MFG TITLIS
 
Hi, die Bahn mit der größten Seilbahnstütze iss wohl die Neue in Zermatt-- Name weiß ich jetzt nicht, und der Gegensatz, die kleinste Stütze könnt die PB aufm Pilatus sein ; stimmts ?


Kennt wahrscheinlich jeder, die höchste Seilbahnstütze der Welt iss aufm Kitzsteinhorn. Aber weiß eigentlich jemand, welche Bahn die längste Stütze hat ? ( incl Kuppengerüste )

Hier mal n Bild vom Kitzsteinhorn, und die vermutl. kleinste Stütze in BRD aufm Predigtstuhl ( mit dieser Bahn bin ich immer noch nicht mitgefahrn)
 

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Beim Vergleich der Stützen darf nicht nur der Stützenkopf in der Ansicht der Bahnachse betrachtet werden. Es gibt auch erhebliche Unterschiede im Längenprofil zwischen den Seilbahnherstellern, z. B. zwischen Von Roll und Habegger.

Bei den klassischen Von Roll-Pendelbahnen ist der Neigungsunterschied auf den Stützensätteln meist klein gehalten. Extreme Neigungsunterschiede werden meist auf zwei bis drei Stützen verteilt. Dieses Prinzip ist auch bei Bahnen anderer Hersteller allgemein üblich. In der Folge wirken die Sattel gedrungen und haben auf ihrer Unterseite eine gerade Kante, während auf der Oberseite natürlich der übliche Ausrundungsradius von 35-40 m ausgebildet ist. Bei der PB Leukerbad - Torrent entsprechen die Stützen 1 und 2 diesem Prinzip, bei Stütze 3 wurden zwei solche Sättel zu einem zusammengebaut (siehe Bild von Michael Meier). Die Stützen stehen oft paarweise und unregelmäßig auf der Strecke.

Habegger hat im Gegensatz dazu meist ausgesprochene "Hängebahnen" mit großen Seilfeldern gebaut und dadurch Stützenfundamente eingespart, dies jedoch teilweise durch höhere Stützen erkauft. In der Folge sind die Seilsättel insgesamt gebogen ausgeführt, und weisen erheblich Längen auf. Die Stützen haben einen rechteckigen Grundriss und wurden sehr regelmäßig, nie paarweise, auf der Strecke platziert. Diese Prinzip (Einsparen von Stützenfundamenten) hat Habegger bereits in der 70er-Jahren auch bei EUB angewendet, als es bei anderen Herstellern (z. B. Doppelmayr) noch lange keine Y-Stützen gab.

Es gibt auch einige Von Roll-Pendelbahnen mit den beschriebenen Habegger-Sätteln, aber dennoch sehr unregelmäßiger Stützenanordnung (z. B. ehem. PB Violettes - Plaine Morte, PB Trockener Steg - Klein Matterhorn).
 

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Grösster Nachteil solche einer Zwillingsanordnung ist der viel Grössere Spannwag der Seile. Vor allem auf der Stütze. Kleine Spannfelder und dann wieder Grosse, sorgen dafür, dass sich das Tragseil mehr verschieben muss. Braucht mehr Fett auf den Sätteln und tieffere Spannschächte. Hätte man die Schildhornbahn mit einer Grossen Habeggerstütze in der Mitte Konstruiert und damit nur 2 Spannfelder nötig gewesen währen, währe der Spannschacht nicht so tief. Aber auch eine seltenere Anordnung. Neben Torrent fällt mir jetzt keine ein die von Von Roll ist und solche Stützenanordungen besitzt. Ausser vielleicht Staldenried-Gspon. Noch ein Paar Beispeiel. Das erste mal auch eine Stütze der Maschinenfabrik Bell sowie Küpfer.
 

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Stützenpaare bei Von Roll-Anlagen, da fallen mir aber noch einige ein:
Iltios-Chäserrugg (Stützen 2+3)
Saas Fee-Felskinn (Stützen 1,2 und 3)
alte Corvatschbahn, Sektion I (Stützen 3+4)
alte PB Violettes Plaine Morte (Stützen 3+4)
Trockener Steg-Klein Matterhorn (Stützen 2+3)
alte Lagalpbahn (3 Stützen)

Manchmal waren die Ablenkwinkel der benachbarten Stützen auch unterschiedlich. Eine Stütze hatte einen langen, die nächste einen kurzen Sattel. Bei Neubauten durch einen anderen Hersteller wurde oft eine Stütze eingespart (Corvatsch I, Lagalp oder Diavolezza).

Die Spannweiten waren bei Habegger immer größer, auch in einem gleichmäßig ansteigenden Gelände (z. B. Laax-Crap Sogn Gion und Crap Masegn). Nur 7 Maste auf 7000 m, diese aber irre hoch (bis 73 m), ist schon faszinierend.

Und die Frage mit der umgebauten Felskinnbahn (4 oder 5 Stützen) haben wir ja auch noch nicht abschließend geklärt. :wink:

:?: ...und noch ne Frage: Die Stützen der Pischabahn sind doch nicht mehr original im Ursprungszustand, oder?
 
Weis nicht, wass an der Pischabahn alles gemacht wurde.

Garaventa hatte auch einige Bahnen mit Zwillingsstützen. Disentis zum Beispiel oder Sunnbüel in Kandersteg.
 
hier ein paar verschiedene Stützen ( breiten ) der neugebauten Seilbahn Nordkettenbahn in Innsbruck. Blick von der Bergstation auf 3 der insgesamt 4 Stützen, wobei mir die schlanke Form von Stütze 4 und auch die nicht sichtbare Stütze 1 am Besten gfalln.

Bild iss vom letzten Samstag ( 18.10.2008) Bahn iss von Leitner

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vis a vis vom Nordpark befindet sich die Patscherkofelbahn, eine der stützenreichsten Pendelbahnen, auf knapp 3800 m fährt man über 11 Stützen. Liegt an der Streckenführung, die Bahn fährt fast immer im Waldbereich, der untere Teil hat kaum eine Höhendifferenz, der größte Teil unter der Bahn iss ein Golfplatz ...
Die Bahn iss von 1928 , eine der ältesten PB `s . Die Nordkettenbahn und Kitzbühler Hahnenkammbahn wurden ebenfalls 1928 gebaut, aber nur die Patscherkofelbahn fährt heute noch als historische Pendelbahn.

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Blick von Heiligwasser auf die 1. Sektion
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Blick von der 1. Sektion kurz vor der Umsteigestelle Heiligwasser
 
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