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Subway will Tiroler Skihütten erobern

Jetzt auch noch den Fast Food-Schrott beim Skifahren, brauchts das wirklich? :nein: Und dann die kleinen Bäckereien und Hütten, die schon seit geraumer Zeit dort stehen einfach zerstören. Aber was hilft jammern, der trendy Skiurlauber will es ja so...

Viele Grüße,
Tobi
 
Ob es wirklich gebraucht wird, muss der Markt selber regeln.

Ich persönlich mag Subway noch am liebsten von den ganzen Fast-Food, aber auf einer Hütte oder so brauch ich sie eigentlich nicht. Aber in Ortschaften wie Kufstein, wo man beim Durchfahren mal schnell anhält, kann ich mir das schon eher vorstellen.
 
tobi27 schrieb:
Jetzt auch noch den Fast Food-Schrott beim Skifahren, brauchts das wirklich? :nein: Und dann die kleinen Bäckereien und Hütten, die schon seit geraumer Zeit dort stehen einfach zerstören. Aber was hilft jammern, der trendy Skiurlauber will es ja so...
Das will nicht nur der Skiurlauber so, dass ist doch ein weit verbreitetes Phänomen, dass der klassische Einzelhandel durch die Riesenkaufhäuser und sogenannte Supermärkte ausgerottet werden.
 
Sooo toll ist das Essen auf vielen Hütten eh nicht, es gibt den Massenfraß. Leider ist die wirklich gute Tiroler Küche oft auf dem Rückzug.
 
Servus!

Ach was, kommt Gott sei Dank eh nicht.
Die letzten die solche Ambitionen hatten waren Mc Doof vor etwa 20-25 Jahren (Planung). Daraus wurde sofern ich mich erinnere nur noch ein mobiler Mc Donalds der vor 15-20 Jahren auf ausgewählten Ski Worldcups aufgebaut wurde (uA. beim Hahnenkammrennen) Und der angeblich einzige jemals gebaute Mc Dreck auf der Skipiste in Riksgränsen, wohl direkt bei den Pipes damals. Beides so 15-20 Jahre her, beides scheinbar nicht rentabel und finden tu ich zu beiden Sachen auch nix mehr.
Ein Subway in Kufstein zum durchfahren? Sicher. Auch in St.Johann, Kitzbühel, Saalbach und ähnlichem.
Auf der Skihütte? Never. Gott sei dank werden wir davon verschont bleiben.

Schöne Grüße,
Jan
 
In St. Moritz gibts (gabs?) doch einen McDonald's auf der Corviglia.

Sehe es wie br403: Bei dem, entschuldigung, Dreck, der einem gerade in Tirol vielfach als "authentische Alpenküche" vorgesetzt wird, machts dann auch keinen Unterschied zu Fastfood-Ketten. Ob ich jetzt eine Currywurst oder einen Hamburger zu den Pommes esse, macht weder hinsichtlich gastronomischen Genusses noch Ernährungswert einen Unterschied. Und da, wo die Gastronomen wirklich gutes Essen, vernünftige Preise und/oder ansprechende Atmosphäre bieten können, werden sie kaum Konkurrenz von solchen Ketten fürchten müssen.
 
Ich möchte nochmal hinzufügen das natürlich nicht jede Hütte schlecht ist. Und wir gesagt, eigentlich ist die Tiroler (Österreichische) Küche sehr gut und abwechslungsreich, leider merkt man das nicht immer.
 
Solange die Subways diese Selbstbedienungs-Massen-Restaurants ergänzen, habe ich damit keine Probleme. Dann gibt es statt der Massen-Curry-Wurst eben mal ein Sub für den kleinen Hunger zwischendurch. Wichtig ist mir aber, dass dadurch nicht die wirklich guten Hütten mit Bedienung, wo ich normalerweise mittags ess, dezimiert werden.
 
Also dann aber bitte mit der Möglichkeit:
Sandwich am Berg bestellen, im Tal abholen und auf der Bergfahrt dann essen! :ja:
Nur keine Zeit beim kilometerfressen verschenken
 
br403 schrieb:
Sooo toll ist das Essen auf vielen Hütten eh nicht, es gibt den Massenfraß. Leider ist die wirklich gute Tiroler Küche oft auf dem Rückzug.

Das sehe ich auch so ( auch ein grund warum ich öfters den Tag durchfahr ).
Wobei das problem dabei meist beim fehlenden (Fach) Personal liegt ( was grade im Winter der Fall ist, da ja dann die Nachfrage nach Personal größer ist als im Sommer )
Mann bekommt kaum noch gutes Personal, welches auch der Deutschen Sprache mächtig ist ( sprich aus AT oder D kommt ) deswegen ist ja in vielen Küchen die Hauptsprache eher CZ oder HU....... und diese habens meisten nicht so mit der Traditionellen (guten) Österreichischen Küche, daszu kenne ich aus eigenen Erfahrung genug Beispiele....leider :evil:
Eins von diesem Früjahr, Bewerber aus Rumänien, gelernter Tischler, hat zuletzt auf ner Almhütte als Koch gearbeitet ( war in Reit i.W. )...... und jetzt denkt er , nachdem er 4 Monate Käsespätzle und TK Kaiserschmarrn :mrgreen: und Schnitzel gemacht hat er kann in nem 4 Sterne S Hotel anfangen........

Aber die Lebensmittelindustrie hat ja bereits darauf reagiert, es gibt ja Mittlerweile fast alle Sachen fertig zu Kaufen , sodass es auch ein KFZ Mechaniker aus Azerbaidschan "hinrichten " kann ( sofern er die Packung aufbekommt :twisted: )
( Nicht Falsch verstehen, ist in keiner Art und Weise Ausländerfeindlich gemeint, es ist aber eben sehr schwierig wenn du Mitarbeiter hast die kein Wort Deutsch verstehen )

Im Prinzip sind viele Hütten nichts anderes als Fastfood Restaurants......( vorallem im SB Bereich )

Da Fehlt eigentlich nur noch der Mc Drive schalter draussen :twisted:

Davon abgesehen ist wohl Subway noch eins der " besserern / frischerern " Restaurants, da bekommt man sein Baguette noch frisch und nach wunsch belegt ( ist doch noch so, war sicher schon 3 Jahre nicht mehr dort :mrgreen: )

Wobei ich mir das mit nem Subway etc. am Berg relativ schwierig vorstelle.
Die meisten Jobs bei solchen Unternehmen sind ja " Minijobs" :arrow: relativ viele Angestellte :arrow: Unterbringung ???? :arrow: Auslastung übers Jahr ( wird sich wohl nur 4 Monate im Winter lohnen......)

Naja, abwarten ist wohl angesagt, kann mir nicht vorstellen das da allzuviele Filialen entstehen werden......., wird sich wohl auf wenige Große Skigebiet beschränken ....
 
Die meisten Jobs bei solchen Unternehmen sind ja " Minijobs" :arrow: relativ viele Angestellte :arrow: Unterbringung ???? :arrow: Auslastung übers Jahr ( wird sich wohl nur 4 Monate im Winter lohnen......)

Dafür lässt sich eine passene Lösung finden. Man muss ja nicht die gleiche Personalstruktur wie "normale" Subways haben.

Sandwich am Berg bestellen, im Tal abholen und auf der Bergfahrt dann essen! :ja:

Wäre in Verbindung mit einem Bestellcomputer, wie es ihn in Amerika und Schweden oft gibt, eine gute Idee. Allerdings bezweifel ich, dass sich Subway zwei Restaurants leisten wird.
 
Die einfachste Lösung für die organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen (die großen Restaurants in klassischen Wintergebieten haben auch nur 4-6 Monate Saison, das ist also nicht anders wie bei einem Subway) wäre es, die Filiale(n) an der Talstation direkt zwischen Lift und Parkplatz zu setzen und schon kann man das ganze Jahr aufsperren.

Die mit Abstand besten Speckknödel meines Lebens kamen übrigens von einem kroatischen Koch auf einer Alpenvereinshütte in Tirol. Gibt also durchaus auch das Gegenbeispiel.
 
Ich denke dass sich ein Subway, selbst wenn er irgendwann mal auf einem Berg in einem Skigebiet stehen sollte, nicht durchsetzen wird.
Wer würde zu Subway gehen :arrow: derjenige, der "schnelles Essen" möchte... quasi der SB-Restaurantbesucher
Da bei Subway alles individuell zusammengebaut wird, kann die Masse gar nicht schnell genug bedient werden (er kann ja schlecht seine angeblich 2Millionen Variationen auf Lager haben ;-) )
 
@ Subway: Kann ich mir in Österreich/Schweiz nur in den grössten Gebieten mit dem entsprechenden Publikum wie Ischgl, Sölden etc... vorstellen. Ansonsten zum scheitern verurteilt. Nicht mal in Wörgl hat das lange durchgehalten. Hat zwar jetzt an neuer Stelle wieder offen, glaub aber ned, dass das lange läuft.

@ Speisenqualität: Das "Ostblock" Personal in Sölden hat mir auch gereicht. Erstens ned verstehen, was ich essen will und dann war das Essen mehr Imbissbudenqualität. Da hau ich mir lieber ne Kleinigkeit rein und ess irgendwo im Tal lecker. Lieber hab ich da auch die kleinen Hütten mit Bedienung.

@ SB-Restaurants: Hier könnte ich mir ggfls. ein kleines Franchise-System vorstellen. Ähnlich wie bei den Serways Autobahnraststätten also nur ein kleinerer Thekenbereich wie Suppentheke, Salattheke etc.... Aber das auch nur in den Gross-Gebieten.
 
Wenn ich an mein letztes HüttenEssen im März auf dem Stubaier Gletscher zurückdenke, graust mir immer noch.
Da wäre jeder McDoof, Subway, whatever eine Bereicherung gewesen.

Aber totzdem bin ich gegen FastFood Butzen in den Skigebieten.
Mir reicht das schon in den Städten, da will ich das nicht noch auf dem Berg haben.

Lieber die Qualität in den bestehenden Hütten erhöhen.
Aber ohne den Druck durch die Konkurrenz geht das vermutlich nicht.
 
"Aber totzdem bin ich gegen FastFood Butzen in den Skigebieten."

Sorry, es geht doch garnicht anders. Wie sollen sonst tausende an Kunden im Skigebiet verköstigt werden? Das geht eben nur mehr industriell, also Self Service mit Speisen die stundenlang in ihren Inox-Wannen aufgewärmt dahinschmoren.
Wer die feinen Zutaten bestaunen will, empfehle ich einen Ausflug in einen Tiroler Metro oder C&C Wedel Markt. Dort finden sich Blechtonnen und Säcke in Müllsackgrösse mit Köstlichkeiten wie tiefgefrorenes Cordon Bleu oder ganz frischer Apfelstrudel.

Ob nun MacDonalds, Subway oder 450 Plätze Murmele SB-Restaurant kommt ziemlich aufs gleiche raus. Im familienfreundlichen Murmele Restaurant sind halt zur Alpeneinstimmung diverse Hirschgeweihe und antike Holzbalken am Stahlbeton aufgeschraubt.

Die Krux liegt also in der massenhaften industriegerechten Abfertigung, die erfolgreiches *hüstel* kontinuierliches Wachstum mit sich breingt. Skifahren ist halt schon lange keine beschauliche Aktivität mehr, war es aber tatsächlich überall einmal.

Wer der Gastronomischen Massenabfertigung entflieht, gehört entweder zur Oberschicht und besucht einzelne exklusiven kleine Chalets mit Bedienung in Adelboden oder Zermatt, oder sucht sich gleich gänzlich andere Ziele ...
 
Servus!

Na gut, wenns teilweise schon um die Umsetzung geht hier ein paar Gründe warum es nix wird.
Subways ist ein Franchisesystem und diese erwirtschaften Ihren hauptsächlichen Kostenvorteil durch Standardisierung der Logistik, der Produkte und der Arbeitsweisen. Nur we4nn diese penibel genau eingehalten werden funktioniert das. Beispiel: Schon mal versucht ohne Theater einen Big Mac ohne Gurke zu bekommen? Genau. :wink:
Sicher ist die Struktur bei Subway etwas flexibler als bei den Großen, dennoch:

Logistik: Anlieferung erfolgt normal per LKW. Im Skigebiet? Umladen auf Skidoo, Pistenraupe, Seilbahn, schießmichtot => Zeitverlust, Personalaufwand, Zusatzkosten.

Personal: Wird regulär nur als Minijobber eingestellt da Kostengünstiger in Lohnnebenkosten, quasi kein Kündigungsschutz, keine gewerkschaftliche Vertretung, schnell ersetzbar. durch die standardisierten Arbeitsabläufe auch schnell einlernbar. Am Berg? Entweder lauter 400 € Leute da Unterbringen (Kostenexplosion) oder dauern für den Schichtbetrieb hoch- und runterkarren. Auch zu aufwändig. Feste Arbeitnehmer? Selbst bei "Eigenanreise" und Einheimischen (wg. wohnen) entfallen alle oben genannten Vorteile der Minijobber -die ganze Personalpolitik wäre dahin => noch krassere Kostenexplosion.

Kommune/Bergbahn iVm. Müll: Bereits heute sieht man an etlichen Fastfoodläden jeweils einen Mitarbeiter draußen auf den umliegenden Straßen rumrennen um die Hinterlassenschaften der Kunden wieder aufzusammeln. Vorm Kitzbüheler Mc Doof zB. ein mal pro Stunde. Freiwillig? Nein, die Stadt droht somnst mit massivem Ärger wenn überall die Fastfoodbecher und -tüten rumfliegen. Der Takeaway-Gedanke wurde ja weiter oben schon gebracht. Jetzt unterstell ich zwar mal, dass die hier im AF anwesenden einen gewissen Anstand haben und Ihren Müll nicht aus dem Lift werfen. Aber was ist mit dem Rest? Gibt's bestimmt etliche. Folge? Mitarbeiter losschicken die den Müll im ganzen Skigebiet aufsammeln. => extreme Kostensteigerung.

Öffnungszeiten: In einem regulären Subways hast du morgens die Leute die noch nicht gefrühstückt haben sowie die, die sich was fürs Büro mitnehmen. Abends die, die noch nix gegessen haben und aufm Heimweg sind und später die Abends Weggeher. Sagen wir auf dem Berg hast du bis ca. 10.00 Uhr noch fast niemand (die meisten Skifahrer frühstücken daheim) und ab 10.00 Uhr fahren alle runter und essen im Tal zu Abend. Alle oben genannten Kunden fallen also völlig weg. Und das ganze auch nur in der Wintersaison, der typische Sommertourist sucht schließlich gerade die Entschleunigung - schlechte Zielgruppe für Fastfood. => drückt die Einnahmenseite gewaltig.

Wir haben bei einem Subways am Berg also gesteigerte Kosten bei verringerten Einnahmen. Ausgleich über den Preis ist nicht möglich - entweder viel zu teuer im Vergleich zur Skihütte oder Gewinnmarge zu gering. Das Todesurteil für die Rentabilität eines fragilen Franchisesystems.

Daher von der wirtschaftlichen Seite aus: Auf dem Berg niemals und wenn wäre das Experiment schnell vorbei.
Im Tal durchaus, aber nur bei einem Standort der auch die oben genannten Zielgruppen außerhalb der Skigebietsöffnungszeiten mit bedienen kann. Bei einer Talstation außerhalb eines Ortes macht das zB. keinen Sinn.

Und stimmt, das Essen auf manchen Hütten ist echt mies, darum geh ich nur noch in ein paar "Stammhütten." :mrgreen: :wink:

Schöne Grüße,
Jan
 
@ Kris: Doch es gibt sie noch, die kleinen Hütten mit handgekochtem Essen (tw. aber auch convenience). Man muss sie nur Kennen und Finden. Und ne Pommes oder n Würschtl kann auch ein SB ned grossartig anderst machen als die kleine Hütte.

Ich fahre auch gezielter in kleinere Gebiet mit guten Hütten. Das ist mir wesentlich wichtiger als Pisten-KM, aber da bin ich in der Masse der Wintersportler leider wieder einmal in der Minderheit.
 
Den Zusammenhang zwischen Bedienung und Speisenqualität, den hier einige sehen, kann ich nicht nachvollziehen .... insb. in den Skihütten, die einen Beidenungsbereich anbieten, bei dem das Essen aber aus der gleichen Küche wie der SB-Bereich kommt.

Den Vergleich Subway und McD/BK versteh ich auch nicht. Subway müsste man doch eher mit Tankstellen-Shops oder Supermärkten mit Café vergleichen, gibt dort ja keine Hamburger und keine Pommes, sondern nur "belegte Brötchen"?!

Von mir aus könnt's in jedem Skigebiet Currywurst-, Hotdog- und Döner-Imbisse geben. Dann würd ich viel öfters mal was im Skigebiet essen, weil das schnell geht und man es im Lift verzehren kann. Außer es ist zu teuer :)

 
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