Nach meinen Erfahrungen funktioniert der klassische Parallelschwung am besten mit großem Radius.
Den Größten haben bekanntlich die echten Worldcup-Rennski. (Pisten-GS-Rennski haben meist eine (deutlich) breitere Schaufel).
Echte Weltcupski sind mir persönlich zum "wedeln" aber zu "störrisch" und wollen lieber mit hoher Geschwindigkeit gecarved gefahren werden, so dass der Kurzschwung zwar funktioniert, aber mir nicht ideal Spaß macht. Außer dem mag ich deren Fahrverhalten in weichem Schnee nicht.
Nimmt man nun einen "üblichen" Pistenrennski als GS, ist das Skiende nicht so breit, so dass man generell gut driften kann. Die Schwungeinleitung ist aber damit für mich nicht so schön fahrbar wegen der breiten Schaufel.
Man braucht also ggf. einen Pistenrennski mit dem "Shape" eines echten Weltcup GS Skis.
Das gibt es zwar nur sehr selten - aber es gibt es zB hier:
http://blossomski.com/en/productStorePDF.do?pathItem=gs-overlimit-2013
^^mit 27m radius bei 185 und einer 104,6er Schaufel schön schmal auch vorne.
Leider nur bis 185cm, aber ich fahre diesen Ski (unter anderem label) bei dem TE ähnlichen Körpermaßen und bin sehr zufrieden.
Das Teil ist natürlich nicht so stabil, wie ein echter WC-Ski, aber selbstverständlich sauber und ruhig in allen Geschwindigkeitsbereichen und sogar bei Sulz (zumindest für mich) sehr gut fahrbar.
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Dieses Modell:
http://blossomski.com/en/productStorePDF.do?pathItem=gs-overlimit-plus-2013
gibt es zwar auch länger. Es scheint mir aber eventuell wieder eher einem echten Weltcupski zu entsprechen und wäre meiner Erfahrung nach höchstwahrscheinlich für klassich beeinflusste Fahrweise weniger universell geeignet, sondern eher etwas zum richtig Gas geben. Es sei denn, es gäbe trotz "plus" außer den zusätzlichen Längen keinen weiteren Unterschied zu o.g. Modell.
Und dieses Modell:
http://blossomski.com/public/collezione/performance-race-carve/rc-gs-fly-up-2013
entspräche wieder eher dem üblichen GS Racecarver mit breiterer Schaufel, wäre also mE auch nicht ganz ideal.
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Das erstgenannte Modell stellt quasi eine Art Zwichenstufe dar, die kaum jemand anbietet, sich aber für allgemeinen, klassich konservativ beeinflusste Pistenzwecke mE bestens eignet.
Selbstverständlich lassen sich die entsprechend längeren Radien aber auch hervorragend carven.
SG und DH Skis habe ich jetzt mal weggelassen, da ich dazu nicht wirklich viel sagen kann, außer dass ich mal einen SG gefahren bin, der es noch schneller mochte, als ein WC-GS und mir für Publikumspisten nicht sonderlich verträglich erschien.
Soviel zu meinen subjektiven Erfahrungen, die gewiss nicht repräsentativ sein müssen.
chianti schrieb:
...
Werna76 schrieb:
Nachdem ich die Fragestellung bzw Hintergrundinfos von skimen für nicht glaubwürdig halte
Entspricht es denn deiner Beobachtung, dass alle, die mit einem Racecarver auf der Piste unterwegs sind, ausschließlich carven (können)? Das würde mich sehr wundern ...
Also meinen Beobachtungen nach liegt die Quote der Skifahrer, die relativ rein carven bei maximal 10-20%.
Konservative Umsteigschwünge werden auch von ca. 5-20% gefahren.
60-80% fahren leicht angecarved mit mehr oder weniger driftenden Skienden, worauf sich die Industrie durch wieder schmaler gewordende Skienden, aber breite Schaufeln insgesamt auch eingestellt hat.