(BS) Seit Wochen hat man diesem Tag entgegengefiebert und letzte Woche bereits, als endlich der Schneefall einsetzte, war es kaum noch auszuhalten. Endlich wieder Skifahren! Erst gegen 11.00 Uhr, der Morgen war noch von der ausschweifenden Feier nach der OK-Sitzung für das Iglufest 2005 gezeichnet, war ich für mich überraschenderweise einer der wenigen, der in die Gondel stieg. Mir taten die Leute leid, die heute in ihrer Stube hocken geblieben waren. Ich hatte bereits am Vortag gehört, daß es bereits sehr gut zum skifahren gehen würde, aber die Erwartungen wurden bereits an der Bergstation übertroffen. Hier ist ja bereits richtig Winter! Ein junger Snowboarder, der mit mir den Sessel teilte, meinte, er hätte es sich auch nicht so schön erwartet. Im Tal liegen gerade mal 10 cm Schnee und hier oben bietet sich eine Wintertraumlandschaft. Die ersten Schwünge in Blick zurück auf die Madritschhütte und die beidnen Talstationen der SessellifteRichtung Madritschhütte waren trotz des sehr griffigen Schnees noch etwas verhalten. Der Vortag und die Tatsachen, noch etwas Rost in den Beinen zu haben, mußten wohl schuld sein. Also erst mal Einkehrschwung in die Madritschhütte. Die Iglubar präsentierte sich wie eine Kathedrale inmitten dieser mystischen Bergwelt (siehe Foto oben) und machten mich einen Augenblick fast andächtig. Aber der Drang nach einem heißen Cappuccino rissen mich jäh in die Gegenwart zurück! Hier in der Hütte waren überraschend viele Leute, die wohl um einiges früher aufgestanden waren als ich. Es kann natürlich auch sein, daß sie die selben Symptome zur Saisonseröffnung hatten wie ich. Gestärkt mit Kaffee und Brötchen nahm ich die erste Bergfahrt auf den Schöntauf in Angriff. Der Blick nach hinten auf die Madritschhütte war phantastisch (siehe Foto links)! Alle Pisten sind hier bereits in Betrieb und von hier oben machten sie auch einen sehr guten Eindruck. Die Spannung stieg. Oben angekommen erfuhr ich, daß mein Eindruck der Kälte nicht täuschte, es hatte - 17° C! Schnee hat es hier wirklich genug, stellenweise sicher über einen Meter! Nur noch wenige exponierte Stellen zeigen kahlen Felsen. Die Piste ist perfekt und auch das Gefühl für die richtige Balance stellt sich wieder ein. An der Bergstation des kürzeren Paralell-Sesselliftes angekommen mache ich erst mal Halt. Ich inhaliere förmlich den herrlichen Ausblick. Da sehr wenige Skifahrer Die erste Abfahrtauf der Piste sind, beschließe ich die Abfahrt etwas schneller angehen zu lassen. Es ist herrlich, endlich wieder den Zug der Kanten zu spüren und unwillkürlich entweicht in der ersten Steilfahrt ein lauter Juchizer (Urschrei mancher Einheimischen bei Entladung tiefgehender Gefühle). Meine Nachkommenschaft würde zu dem Gefühl heutzutage wohl "geil" sagen, und das war es auch! Bis zur Bergstation des Vierersesselliftes Madritsch reichte die Kondition gerade noch aus, dann war Pustekuchen. Der Jacky vom Vortag forderte unaufhaltbar seinen Tribut. Nach einer kurzen Pause zog ich weiter in Richtung Madritschhütte. Dort hatten sich erstaunlicherweise sehr viele Snowborder im angrenzenden Funparc eingefunden und versuchten ihre ersten Kunststücke. Es hat mich schon ein wenig überrascht, Im Leben geht mancher Sprung daneben, Spass macht es allemal!was das Pistenteam unter der Leitung von Direktor Pfeifer Erich und Eberhöfer Hans in den wenigen Tagen nach dem ersten richtigen Schneefall hier vollbracht hat. Bereits jetzt bleiben weder für Snowboarder noch für Skifahrer irgendwelche Wünsche offen. Die Snowboarder indes genossen ihre Spielwiese und legten einen Crash nach dem anderen hin, auch sie scheinen sich noch an die weiße Pracht gewöhnen zu müssen. Nach weiteren 2 Abfahrten von ganz oben stellte sich der große Hunger ein und wie immer hier oben genehmige ich mir eine Megaportion "Hirtenmaccheroni" und ein Hefecola. Aus der Mittagspause wird allerdings auf Grund der Anwesenheit vieler bekannter Gesichter eine Fortsetzung des Vortages. Als wir uns endlich wieder auf die Piste machen, neigt der Tag sich bereits seinem Ende zu und nun werde ich endlich sehen, ob die Piste bis zur Bergstation hält, was sich hier oben gezeigt hat. Und in der Tat zeigt sich bis kurz vor der Selbst Tiefschneefahrten sind schon möglich!Bergstation nicht ein Steinchen. Das einzige Problemstück wird bei den herrschenden Temperaturen aber wohl in kaum mehr als zwei Tagen entschärft sein. Die bereitgestellten Schneekanonen werden für den nötigen Schnee schon sorgen. Die Carver, welche ich wohl aus Angst, doch nicht so gute Pisten vorzufinden, beim Skiverleih Thöni ausgeliehen hatte, waren in perfektem Zustand. Die Baden Württemberger mit Hitradio Antenne 1 dürfen sich jedenfalls auf ein gigantisches Skierlebnis am nächsten Wochenende freuen. Ich war wirklich überrascht von dem Zustand des Skigebietes und kann wirklich nur allen Beteiligten für die tolle geleistete Arbeit danken. Sie haben mir und anderen einen schönen Sonntag auf den geliebten Skiern geschenkt!