Leider liegen wie üblich keine technisch interessante zuverlässige Infos vor.
Kenne leider die Bahn nicht. Bzgl. Nivelliersystem, usw. kann man eigentlich vorort innert Sekunden grob beurteilen, ob die technsiche Lösung sinnvoll ist oder nicht. Hoffe es werden keine Gewindetriebe eingesetzt, oder dann nur solche, die wirklich industrietauglich sind.
Ob ab Inklinometer, oder ab Festwertabbelle aufgrund der Fahrzeugistposition vom Kopierwerk die Niveaukorrektur angesteuert wird, weiss ich nicht, technisch jedoch ziemlich trivial und zuverlässig sofern korrekt ausgeführt (u.a. Dämpfung).
Der Hauptantrieb ist als Doppelantrieb ausgeführt, wobei für mich aus nicht genauer nachvollziehbaren Gründen, sowohl die Wahl der Asynchronmotoren wie die der Getriebe etwas unüblich ist.
Bei den beiden ABB Asynchronhauptantriebsmotoren handelt es sich um spezielle durchzugzwangsbelüftete Ausführungen, die eigentlich nur dort eingesetzt werden wo z.B. höhere Leistungsdichten erforderlich ist (z.B. bei Umbauten von DC auf AC wo zuwenig Platz vorhanden ist) oder wo die Leistung der handelsüblichen zwangsbelüfteten oberflächengekühlten Asynchronmotoren (IEC Norm bzw. Transnorm) nicht mehr ausreicht (thermische Auslastung). Bei 1000 kW Nennleistung (Angaben nicht verifiziert) sollte ein normaler IEC ausreichen, oder ggf. eine 1250 kW Ausführung aufgrund der Einsatzverhältnissen (kurzzeitige Überlast, Aufstellungshöhederating, usw.).
Bei den beiden Hauptantriebsgetriebe ist der Gehäusekörper erstaunlicherweise eine Stahblechschweisskonstruktion anstelle der ansonst üblichen Gusshalbschalenkörper. Z.B. bei Flender (leider seit einigen Jahren Siemens, also weniger ein Thema wenn man gerne ABB einsetzt, Flender Ersatzteilliefefristen für Grossgetriebe sind... na ja...) oder SEW kann man entsprechende Getriebe mit Gussgehäuse ab Katalog bestellen, Lieferfristen sind relativ lang, da Auftragspezifisch gefertigt wird.
Blechgehäusekonstruktionen sind nicht unbedingt schlecht, nur würde ich bei einem Getriebe die Gussgehösevariante bevorziehen sofer diese ab Katalog lieferbar ist. Und zudem sieht gem. Fotos der Gehäuseaufbau der Getriebe der Stoosbahn nicht sonderbar robust aus (u.a. Stärke der Flanschbleche sowie die Stärke der angeschweissten Verstrebungen).
Allerdings müsste man sie die Konstruktionszeichnungen ansehen, u.a. die Anorndnung und Wahl der Wälzlager. Auch der Aufbau des Ölaufbereitungsaggregats (Nebenkreis für Rückkühlung sowie Filtrierung) spielt eine Rolle. Kleine Einzelheite wie z.B. korrekt ausgewertete elektrische Filterverstopfungsanzeige können da eine Rolle spielen.
Dass solch ein Getrieb ausser bei falscher Auslegung ausfällt ist bei korrekter Wartung eigentlich unüblich. I.d.R. findet eine Abnützubng statt, deren Verlauf man so verfolgen kann, dass unerwartete Ausfälle eigentlich selten sein sollten.
Schnelle Lagerschäden sind ausser bei Fehlkonstruktion meist auf Fehler beim Einbau, Anschlussgeometriefehler sowie Wartungsprobleme zurückzuführen. Brüche von Zähnen, Wellen, oder Gehäuserirrse bzw. Deformationen usw. sollten kaum vorkommen sofern Teile einwandfrei ausgeführt wurden.
Was genau vorlief ist auch hier wiederum unbekannt, kann man jedoch ernitteln, oft reicht ein Augenschein aus, manchmal sind aufwendige Laboruntersuchungen erforderlich, die Wahrheit findet man sehr oft heraus wenn man wirklich will oder muss und die entsprechenden Mitteln hat (bitte nur nicht à la Mottarone).
Unter gewissen Voraussetzungen kann es sich lohnen, Reservegetriebe sowie Reservemotor vorort auf Lager zu halten, ist jedoch relativ selten, auch wo es sinnvoll wäre.
Edit:
Scheinbar ist die Angabe (S1 Leistung) von 1000 kW falsch, richtig wäre 1150 kW und AFAIR könnte die etwas oberhalb der maximalen Leistung der üblichen FU-gespiesenen 4-poligen ABB Process Performance IEC Niederspannungsasynchronmotoren liegen. Etwas nachteilig ist der höhere Preis sowie die weniger gute Verfügbarkeit von durchzugzwangsbelüfteten Asynchronmotoren i.Vgl. zu den üblichen sog. IEC Ausführungen, die Oberflächengekühlt sind.