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Tempolimit auf Skipiste

Tempolimit halte ich für Unsinn, die Geschwindigkeit alleine sagt nichts darüber aus welche Gefahr von einem Skifahrer ausgeht.
Ein Alkohol-Limit macht da schon mehr Sinn, 0,8 Promille schlagen bei jedem etwa gleich ein, da ist also eine gewisse Vergleichbarkeit gegeben.

Beim Autofahren ist das etwas anders, zwar gibt es da auch beträchtliche Unterschiede beim Fahrkönnen, ein gewisses Niveau wird allerdings durch die Prüfung sichergestellt.

Hab so den Eindruck, dass die "Technik" "einfach laufen lassen" in den letzten Jahren bei schlechten Skifahrern stark im Kommen ist. Vor einigen Jahren am Hahnenkamm in Reutte mal einen üblen Crash den eben so ein Harakiri verursacht hat aus nächster Nähe gesehen (danach war ein Heli-EInsatz nötig), zu den Kollegen halte ich Abstand. Sind gottseidank gut zu erkennen:
- stehen ziemlich aufrecht auf den Skiern
- fuchteln dabei mit den Skistöcvken wild umher
- tragen oft Proll-Accessoires, z.B. kennt ihr diese Wikingermützen mit den Hörnern?
- wenn se besoffen sind wird noch gegröhlt (danke für die Warnung)
 
Hmm....Tempolimit? Naja, schlecht durchführbar....

Da bin ich eher für Hohe Strafen bei Fahrerflucht.

Bin auch ein defensiver Fahrer, schau mich immer vor dem Losfahren los(allerdings wohl als einer der einzigen in den Skigebieten) und achte auch beim Fahren auf die umliegenden Fahrer.

Passiert ist mir zum Glück noch nix, meine Freundin ist allerdings in der Warteschlange von der Rotadlbahn schon von einem Gelifteten Bogner-Anzugträger umgefahren worden. Der hat ziemlich dumm geschaut als ich ihn ordentlich angemotzt hab...auch wenns bei Diesen wohl nix bringt.

Dank Rückenprotektor und Helm fühl ich mich schon sicherer, und ne Faust Richtung Weichteile auf mich Zurasender zu strecken, lässt Diese meistens schon lange vorher auszuweichen.
 
Manfred schrieb:
molotov schrieb:
......aber in allen großen skigebieten wär das doch kein problem von ein hundert oder 200km piste fünf oder zehn für anfänger zu reservieren

gibts eigentlich fast überall.
meist gleich in der Nähe der Talstation :roll:

das ist der idiotenhügel ;)
ich mein aber was im richtigen skigebiet also oben das darf dann auch ein oder zwei kilometer lang sein, damit richtiges pistenfeeling aufkommt
 
zum thema fahrerflucht, das ist echt die größte sauerei, aber im prinzip brauchts da keine neuen regelungen, das problem ist ja die verfolgbarkeit.
im prinzip ists ja unterlassene hilfeleistung!
 
seilreiter schrieb:
.......Hab so den Eindruck, dass die "Technik" "einfach laufen lassen" in den letzten Jahren bei schlechten Skifahrern stark im Kommen ist. ...... Sind gottseidank gut zu erkennen:
- stehen ziemlich aufrecht auf den Skiern
- fuchteln dabei mit den Skistöcken wild umher
- tragen oft Proll-Accessoires, z.B. kennt ihr diese Wikingermützen mit den Hörnern?
- wenn se besoffen sind wird noch gegröhlt (danke für die Warnung)
solche Wikingermützen habe ich letzte Woche erst gesehen, in Flachau (übrigens auch ein Skigebiet wo viele mit zweifelhaftem Fahrkönnen unterwegs sind, auf der Flachauer Seite)

aber die die aufrecht am Ski stehen sind schon die besseren - die wirklich üblen Typen stehen drauf als ob man ihnen plötzlich den WC-Sitz weggezogen hätte :wall:
 
molotov schrieb:
das ist der idiotenhügel ;)
das ist aber diskriminierend und beleidigend für die Benutzer :wink:
nur weil eine(r) nicht/kaum gerade auf Skiern stehen kann ist er noch lange kein Idiot. Ich würde es "Flachlandtiroler Run" nennen 8)

molotov schrieb:
ich mein aber was im richtigen skigebiet also oben das darf dann auch ein oder zwei kilometer lang sein, damit richtiges pistenfeeling aufkommt
Skilehrer nehmen, rauf fahren und hinterher :D
irgendwie stehen geführte Anfänger kaum jemals im Weg herum.
 
Ruf nach mehr Tempokontrollen auf Pisten

Nachdem der tödlichen Kollision zweier Snowboarder am Mittwoch im Skigebiet Adamello Trentino werden Forderungen nach schärferen Kontrollen gegen Raser auf Pisten laut. Im Skigebiet Plose gibt es Messgeräte mit Fotozellen, mit denen Sportlern selbst ihr Tempo kontrollieren können.

Solche „Skivelux“ sollen auch in anderen Skigebieten der Dolomiten eingeführt werden, berichteten italienische Medien. Jährlich verunglücken 40 Menschen auf Skipisten, auf denen jährlich 2,5 Millionen Personen unterwegs sind, tödlich. 26.000 Unfälle werden pro Jahr gemeldet. Zwischen 2003 und 2006 mussten die Rettungsteams auf den Skipisten 76.596 Mal ausrücken.

Konsumentenschutzverbände kritisierten, dass ein 2004 eingeführtes Gesetz zur Verbesserung der Sicherheit auf den Skipisten nicht befolgt werde. Damals wurden Vorschriften für Überholmanöver, die Vorfahrt an Kreuzungen und eine etwaige Drosselung der Geschwindigkeit eingeführt. Konkrete Geschwindigkeitsvorgaben sind allerdings nicht vorgesehen. Kinder unter 14 Jahren müssen beim Wintersport Sturzhelme tragen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. 250 bis 1.000 Euro können eingehoben werden, wenn Unfälle nicht sofort angezeigt werden. Außerdem sind Skilehrer gefordert, Pistenrowdys den Behörden zu übergeben.

„Dem Gesetz zufolge wären die Gemeinden verpflichtet, die Sicherheit auf den Pisten in ihrem Einzugsbereich generell zu erhöhen. Dieser Aspekt des Gesetzes ist total ignoriert worden“, sagte ein Sprecher des Konsumentenschutzverbands.
Quelle: stol.it
 
Also eines Tages wird sich die morgendliche Fahrt zur Arbeit nicht mehr vom Schifahren unterscheiden: Stau, gestresste und genervte Fahrer, dutzende Verkehrsregeln... nur dass das eine ja eingentlich ein Freizeitvergnügen sein sollte!

Also meiner bescheidenen Meinung nach ist es die Ausnahme, dass bessere Fahrer auf den Anfängerpisten durchheizen, schon weil die oft sehr flach sind, aber auch weil nach meiner Ansicht, schon ein breites Bewusstsein für Rücksichtnahme vorhanden ist.

Das große Problem liegt meines Erachtens in den mittelschweren und schwereren Pisten, wo sowohl gute Fahrer als auch (sich teils überschätzende) Anfänger aufeinander treffen. Will man dort normal mit vernünftiger Geschwindigkeit durchfahren, kriegt man fast zuviel: vorne fährt einem ständig wer vor die Schi und von hinten wirst du fast überfahren... :roll:

Was mich persönlich sehr ärgert, ist, wenn Leute mit voller Geschwindigekit auf die Liftschlange zu heizen und dann erst auf den letzten 5m eine Vollbremsung hinlegen. Klar, in 95% der Fälle mag das gut gehen, aber in den anderen 5% möcht ich nicht in der Schlange stehen und es ist einfach unnötig! Man kann genauso gut 10 - 15m weiter vorne bremsen und dann die Schi langsam ausgleiten lassen. Denn selbst wenn nichts passiert, ist das für die anderen einfach stressig - und was soll das?
 
trincerone schrieb:
Was mich persönlich sehr ärgert, ist, wenn Leute mit voller Geschwindigekit auf die Liftschlange zu heizen und dann erst auf den letzten 5m eine Vollbremsung hinlegen. Klar, in 95% der Fälle mag das gut gehen, aber in den anderen 5% möcht ich nicht in der Schlange stehen und es ist einfach unnötig! Man kann genauso gut 10 - 15m weiter vorne bremsen und dann die Schi langsam ausgleiten lassen. Denn selbst wenn nichts passiert, ist das für die anderen einfach stressig - und was soll das?
Na ja, wenn man die schon vorher bremst und dann langsam auf die Schlange zugleitet könnte es ja sein, dass in der Zwischenzeit 2-3 Leute mehr in der Schlange stehen! Oder noch schlimmer, man wird von einem anderen Skifahrer überholt! Solche Dinge gilt es um jeden Preis zu verhindern, darum das knappe Anhalten.

Mich nervt das übrigens auch, weil man dann auch noch oft von diesen Bremskünstlern eingeschneit wird.
 
Ich denke man sollte auch mal mehr schauen, dass nicht jede Piste einem Rummelplatz gleicht. Wenn man natürlich jede noch so kleine Piste mit einer 6/8KSB erschließt, kommt es doch zwangsläufig zu beschissenen Situationen auf der Piste.
Auf Talabfahrten würde ich halt einfach an den gesunden Menschenverstand appellieren. Wer sich dort dann nicht zusammenreißen kann, der sollte von mir aus auch eine Verwarnung bekommen. Hier sollte das Prinzip der deutschen Autobahn angewendet werden: Ist die Strecke frei, dann Highspeed und wenn nicht, dann langsames Tempo bzw. Rücksichtsnahme.
 
Also da hat einer was richtiges gesagt, mit voller Fahrt auf die Liftschlange zufahrn, und dann im letzten Moment abbremsen, iss n echtes Unding. Vor allem iss in dem Bereich oft eisig und schlechte Bedingungen, wegen meist zu vielen Leuten, die genau da abbbremsen.
Es stimmt schon, wer rücksichtsvoll fährt, der bremst vorher ab, und lassts dann gemütlich auslaufn.Genau dasselbe gilt auch für Hütten-- da fahrn auch welche voll drauf zua, und bremsen kurz vor dem eigentlichen Schi ab und anschnall Platz. Da laufn auch oft Kinder rum... muß net sein, daß ma da jemand zsammfahrt-- nur weil ma übermütig iss, und vielleicht auch gut fahrn kann.

Zur Talabfahrt, ich war ja gestern in Kaltenbach, und hab echt a bisserl Bedenken ghabt, wegs der Talabfahrt. Zwei 8 er Gondeln, alles voll-- und nur eine Abfahrt ins Tal. Was ich da vermisst hab, einen Hinweis daß diese Abfahrt echt lang iss, und eigentlich nur für Gute bis Sehr gute Fahrer geeignet ist. Zum Glück war sie griffig-- ich fahr sowas immer ganz am rand, da iss sogar der Schnee zeitweise recht pulvrig-- in der Mitte am meisten abgefahrn. Außerdem kann ma im Notfall aus der Kunstschneepiste rausfahrn, und im freien Gelände gefahrlos abbremsen, und auch mal nen Stop einlegen. Besser als mitten auf der Piste.
Aber ich muß sagen, die Leut sind meist echt vernünftig gefahren, überschnelle Raser hab ich da net gesehn-- außerdem gabs verhältnis- wenig Stürze. Nur im ganz unteren Bereich iss die Piste echt eng, da sind dann alle seitlich abgerutscht-- aber es ging wie gsagt besser als ich dachte.
Und auch oben, bis auf n paar Ausnahmefahrer sind die meistn wirklich normal gefahrn-- was ich festgestellt habe, viele Leut fahrn jetzt mit Sturzhelm, aus Sicherheitsgünden. Auch keine schlechte Idee...
 
Heute stand übrigens ein echt lehrreicher Artikel in der FAZ zum Thema Regulierungen auf Pisten und tödliche Schiunfälle! Anlass war der Unfall in Italien. Der Autor nimmt überzeugend und mit vernünftigen Argumenten den gesamten Regulierungsblödsinn auseinander, indem er darlegt, wie unsinnig beispielsweise die komplexe Regulierung in Italien ist, die dazu keiner kennt und außerdem v.a. von den Pistencarbinieri (also der Pistenpolizei) überhaupt nicht eingehalten wird. Ein weiteres Beispiel für übermütige Politiker, die unter dem medialen Druck etwas versucht haben zu regeln, was sie wohl allenfalls teilweise selbst verstanden haben. Wirklich ein lehrreicher Artikel, dessen Fazit ich nur teilen kann: es leben die bewährten 10 FIS Regeln! Ende. ;)
 
broki schrieb:
Hier sollte das Prinzip der deutschen Autobahn angewendet werden: Ist die Strecke frei, dann Highspeed und wenn nicht, dann langsames Tempo bzw. Rücksichtsnahme.

Bloss nicht!!!

Die Anwendung deutscher Autobahn-Prinzipien hätte eine verhundertfachung der Ski-Toten zufolge.

Seilreiter, der geschäftlich einige 10000km auf deutschen AB verbringen "durfte" und der sich auf Autobahen in A/CH immer bestens erholen kann
 
Hi, n Gutes Stichwort-- hab gestern mal verstärkt drauf geachtet, wie die Regel mit dem `` Rückschauen , bevor man losfährt`` beachtet wird. Da schaut keiner, die Snowboarder sitzen aufm Schnee, stehn plötzlich auf, und fahrn gleich drauflos. Das iss echt hammermäßig, sowas hasse ich genauso wie ohne Blinken Spurenwechseln beim Autofahrn.

Es wär vielleicht gar net schlecht, wenn an den Liftstützen statt ``Canon Werbung`` die Fis Regeln dort hängen würden. Vielleicht a bisserl witzig, so wie die `` Baderegeln `` in den Schwimmbädern...
 
OK, jetzt wirds OT, aber ich kann nur sagen, das Gedrängel bei 130 km/h wo einem ständig einer hinten drauf sitzt, der unebdingt 131 fahren will und man nicht rechts rüber kann weil es 2 Minuten dauert, bis man an dem vorbei ist, der 129 fährt - ich finds jedesmal total stressig und freu mich wenn ich bei Lindau wieder auf die A7 komme, jeder sein Tempo fährt, mir keiner im Nacken sitzt und ich den Tempomat bei 140 km/h reinhaue.

Aber ok, das Thema hatten wir ja schon und das kann lang werden. Sollten wir vielleicht nicht in diesem Topic weiter diskutieren... ;)
 
trincerone schrieb:
OK, jetzt wirds OT, aber ich kann nur sagen, das Gedrängel bei 130 km/h wo einem ständig einer hinten drauf sitzt, der unebdingt 131 fahren will und man nicht rechts rüber kann weil es 2 Minuten dauert, bis man an dem vorbei ist, der 129 fährt - ich finds jedesmal total stressig und freu mich wenn ich bei Lindau wieder auf die A7 komme, jeder sein Tempo fährt, mir keiner im Nacken sitzt und ich den Tempomat bei 140 km/h reinhaue.

Aber ok, das Thema hatten wir ja schon und das kann lang werden. Sollten wir vielleicht nicht in diesem Topic weiter diskutieren... ;)

a7 in lindau, da hab ich aber was verpasst;)
 
broki schrieb:
Wenn man natürlich jede noch so kleine Piste mit einer 6/8KSB erschließt, kommt es doch zwangsläufig zu beschissenen Situationen auf der Piste.
Der Meinung bin ich auch. Aber dass in AT endlich mal (wie schon anderswo) eine Regelung kommt, wonach Bahnkapazitäten immer mit der Pistenfläche in m² abgestimmt werden müssen, werd ich glaub nicht mehr erleben :evil:
Naja, derzeit gibt's ja noch genug Alternativen :wink:
 
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