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Thüringer Wald 2019/2020

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Das Wetterkarusell hat sich in der vergangenen Woche weiter gedreht, sodass wieder von allen Wettererscheinungen etwas dabei war.
Einige Loipen konnten gespurt werden, jedoch waren die Schneefälle so lokal begrenzt, dass es für andere Gebiete im TW immernoch nicht zu einer Öffnung gereicht hat.
Es hatte bis Freitag morgen weiterhin kräftig geschneit, sodass für einen Abend in Steinach die rote Piste dank Naturschneeauflage befahrbar war.
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Auch die Piste am unteren Schlepplift haben wir - in der Hoffnung eines nicht zu warmen Sturms - grundpräpariert. In anderen Mittelgebirgen wäre sie wohl direkt geöffnet worden :wink:
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Am Samstag war es dann schon wieder schwierig mit der Naturschneepiste....
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die beschneiten Pisten jedoch noch in einem guten Zustand
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Doch bereits am Samstag Abend begannen wir wieder den Kampf mit den warmen Temperaturen und dem damit einhergehenden Sulz
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Bei 10 Grad über Null muss sich auch die beste Windenmaschine den Schneeverhältnissen geschlagen geben.
Auch wenn noch ausreichend Schnee vorhanden ist, kann dieser knietiefe Sulz derzeit nicht an die benötigten Stellen verschoben werden.
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Vom Präparationsergebnis möchte ich erst gar nicht reden...hier sprechen die Bilder für sich :nein:

In der vergangenen Nacht hat der warme Wind den Großteil des gefallenen Naturschnees weggefressen, sodass wir vor den angekündigten neuen Schneefällen wieder einmal bei Null stehen.
Nüchtern betrachtet, kann man den restlichen Winterverlauf wohl schon jetzt ad acta legen.
 
basti.ethal schrieb:
Auch die Piste am unteren Schlepplift haben wir - in der Hoffnung eines nicht zu warmen Sturms - grundpräpariert. In anderen Mittelgebirgen wäre sie wohl direkt geöffnet worden :wink:

Hättet ihr doch auch eigentlich direkt öffnen können, wenn auch nur für ein oder zwei Tage...
 
GIFWilli59 schrieb:
Hättet ihr doch auch eigentlich direkt öffnen können, wenn auch nur für ein oder zwei Tage...

Im Gegensatz zu anderen Mittelgebirgsregionen haben wir kein riesiges Einzugsgebiet vor der Tür. Wir müssen unsere Gäste also mit Qualität zu uns ziehen.
Seit dem Betreiberwechsel konnten wir die Pistenqualität wieder erheblich steigern - das hat sich rumgesprochen.
Und diesen Ruf wollen wir uns nicht verderben, indem wir für zwei Tage eine Piste öffnen, dienach einem halben Tag schon so ausgesehen hätte, wie einige Pisten aus anderen Grasskiregionen.
Immerhin lagen auf der Piste nur zwischen 5-10cm Pappschnee, der nicht angefroren war. Eine vor Gras oder Steinen schützende Unterlage war nicht vorhanden.
Und dass unsere Gäste bei extrem schlechten Verhältnissen ausbleiben bzw. diese Abfahrten meiden, da sie im TW oder auch Erzgebirge/Fichtelgebirge besseres gewohnt sind, haben wir ja bereits einmal diskutiert.
 
basti.ethal schrieb:
GIFWilli59 schrieb:
Hättet ihr doch auch eigentlich direkt öffnen können, wenn auch nur für ein oder zwei Tage...
Im Gegensatz zu anderen Mittelgebirgsregionen haben wir kein riesiges Einzugsgebiet vor der Tür. Wir müssen unsere Gäste also mit Qualität zu uns ziehen.
Seit dem Betreiberwechsel konnten wir die Pistenqualität wieder erheblich steigern - das hat sich rumgesprochen.
Und diesen Ruf wollen wir uns nicht verderben, indem wir für zwei Tage eine Piste öffnen, dienach einem halben Tag schon so ausgesehen hätte, wie einige Pisten aus anderen Grasskiregionen.
Immerhin lagen auf der Piste nur zwischen 5-10cm Pappschnee, der nicht angefroren war. Eine vor Gras oder Steinen schützende Unterlage war nicht vorhanden.
Und dass unsere Gäste bei extrem schlechten Verhältnissen ausbleiben bzw. diese Abfahrten meiden, da sie im TW oder auch Erzgebirge/Fichtelgebirge besseres gewohnt sind, haben wir ja bereits einmal diskutiert.
Achso, ich dachte, die Auflage wäre dicker gewesen. Bei 10 cm ist es ja schon fast eine Kunst, die Piste mit der Raupe zu befahren, ohne Dreck aufzuwirbeln.
Ich hätte sonst vlt einen Tag aufgemacht, ein Schild aufgestellt "Vorsicht geringe Schneelage" und dann gucken, was passiert.

Was anderes wäre es, wenn die unbeschneite Piste auf eine beschneite münden würde, denn dann könnten sich die Bedinungen auch auf der anderen Piste nachhaltig verschlechtern.

Allerdings frage ich mich, warum ihr dann für einen Tag die rote Piste an der DSB offen hattet ;-)
 
Naja, von 20cm Naturschnee bleiben nach dem Vedichten eben nur noch 5-10cm über. Und gerade bei Naturschnee und nennenswertem Gefälle hält das nicht wirklich lang.
Für einen extrem flachen Hang mit dichter Grasnarbe könnte es evtl reichen....

Die rote Piste war noch nie in diesem Jahr offiziell geöffnet. Im Gegenteil war sie sogar mit Zaun auf voller Breite abgesperrt.
Sehr zum Leidwesen unseres Skiverleihs wurde sie dennoch befahren, da hauptsächlich Gäste mit unseren Leihskiern den Zaun über die Böschung umfahren und somit die Piste "eingewalzt" haben.
Ich persönlich habe meinem Material zuliebe in der vergangenen Woche auf eine Befahrung verzichtet, da ich vom Sessellift viel Schiefergestein im Schnee entdecken konnte :wink:
 
Es geht in die Verlängerung!
Nachdem gestern knapp 15cm Neuschnee gefallen sind, haben wir die allerletzten Reserven aktiviert und die Piste bis zur Mittelsation wieder in einen guten Zustand gebracht.
Mal schauen, wieviel Neuschnee heut noch dazu kommt. Mit Glück gehen sich ab morgen noch einige km Loipen aus.
Die Skiarena Silbersattel ist nunmehr leider das letzte geöffnete Gebiet in Thüringen.
Die Piste in Heubach wurde durch die starken Regenfälle in der letzten Woche leider von unten her weggespült, sodass hier kein Betrieb mehr möglich ist.
Noch ein paar Bilder von gestern:
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Lord-of-Ski schrieb:

Die Durchmischung von Neuschnee und durchnässtem Sulz machte die Sache nicht gerade einfach.
Definitiv war ich mit dem Ergebnis aber auch nicht komplett zufrieden. Auf der anderen Seite sind wir froh, überhaupt noch eine präparierte und durchgängige Piste anzubieten.
Anderenorts werden die Lifte ohne Pisten geöffnet :wink:
 
Ist auf jeden Fall ein cooles Bild geworden!
Ich wünsche euch, dass die Piste noch möglichst lang so bleiben kann...
 
Seit gestern gab es nochmal rund 20cm Neuschnee.
Somit dürften die nächsten 2 Tage die besten der Saison werden.
Die Skiarea Heubach hat ab heut wieder geöffnet. Auch die Skilift in Schmiedefeld wird morgen seinen ersten Betriebstag haben. Warum dort allerdings heute noch nicht geöffnet wird, erschließt sich mir nicht so recht.
Evtl. öffnet auch der Fallbachhang in Oberhof heute.

Endlich gibt es mehr vom weißen Stoff :wink:
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Diesmal in besserer Ausführung #Bullycord
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Allerdings ging es aufgrund eines Achsbruches danach noch in die Nachtschicht...
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basti.ethal schrieb:
Allerdings ging es aufgrund eines Achsbruches danach noch in die Nachtschicht...
Da ist man wohl froh, dass es Schnee und kein Schlamm ist. :)

Vor allem sind die Bilder klasse geworden. Nachts und im Scheinwerferlicht der Pistenraupe ist man ja üblicherweise nicht dabei.

Die realen Umständen werden sonst auch eher wenig oder gar nicht gezeigt. Manchmal gibt es die Werbebilder der größeren Skigebiete aber ich mag es eher Live, auch wenn die Realität nicht immer so schön und in Farbe ist. :)
 
Das vermutlich beste Wintersportwochenende im Thüringer Wald liegt jetzt hinter uns.
Der Neuschnee von bis zu 30cm in der vergangenen Woche hat das dazu geführt, dass 6 Liftanlagen im TW geöffnet waren.
Jedoch war die Freude für die Naturschneegebiete am Sonntag auch schon lieder wieder vorbei. Pünktlich zum Montag begann es dann wieder zu schneien.
Aktuell ist nur der Skilift in Schmiedefeld geöffnet.
Die Skiarena in Steinach bleibt nachfragebedingt bis Donnerstag geschlossen. Danach geht es hier auch weiter.
Wie immer hier noch ein paar Bilder:
Freitag war bisher der beste Nachtski-Tag bei uns. Entsprechend stark waren die Pisten zerfahren.
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Das erste und vermutlich auch einzige mal in dieser Saison vernünftige Bedingungen und ein entsprechend zufriedenstellendes Ergebnis
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Samstag morgens tief verschneit - wenn auch neblig
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Am Sonntag dann wieder die nunmehr vertrauten Dauerfrühjahrsbedingungen :lach: Die Piste Hält
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Da in den letzten Nächten im Thüringer Wald an unseren Schneeerzeugern teiweilse Temperaturen unter -10 FK abzulesen waren, fragte ich mich, ob man in Oberhof die Zeit noch nutzen wird, um das Depot zu füllen.
Ein Blick auf die Webcam bestätigte mich in meiner Annahme. Da ich den Fallbachhang in diesem Winter ohnehin mal einen Besuch abstatten wollte, um mir die neue Schneeanlage anzuschauen, nutzte ich eben jetzt die Möglichkeit, mal dort vorbeizuschauen.
Zunächst ging's in Skistadion. Dort wurde schon gut produziert, jedoch auch schon ein großer Teil per LKW ins Depot gefahren
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Am Schießstand wäre gerade ohnehin kein Training möglich
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Am Depot war ich dann doch überrascht, dass dieses schon zu 3/4 gefüllt ist.
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Allerdings war das Depot in den vergangenen Jahren weiter über die Silowände hinweg gefüllt
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Bis an die Bergstation des Fallbachhnag ist es nicht weit
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Im letzten Jahr wurde hier eine neue Schneeanlage mit 20 Zapfstellen gebaut.
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4x T40 mobil, 2x TF10 mobil, 10x T40 fix - die erste schlagkräftige Schneeanlage im Thüringer Wald
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Auch an der Talstation wurde die Inversionslage zur Schneeproduktion genutzt
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In 42h Schneizeit konnte ein beachtliches Ergebnis erzielt werden
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Am Speicherteich sind die Arbeiten noch nicht fortgesetzt worden
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Die Pumpstation wurde bereits im letzten Jahr fertig gestellt
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Der letzte Stop sollte im Kanzlersgrund sein, denn auch hier wird immer Schnee übersommert
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Das unter der beiden Depots, welche mit Styropor und Plane abgedeckt werden
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Auch im oberen Depot nun nennenswerte Mengen
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So werden die vergangenen Nächte wohl erheblich dazu beigetragen haben, dass man in Oberhof nun entspannter auf den nächsten Saisonstart bzw. Weltcup schaut.
Ohne diese Kaltwetterlage hätte es eher mau ausgesehen.
Leider hat der Breitenwintersport dieses Jahr nichts mehr von diesem Wetter...
 
Ich finde es etwas pervers, unabhängig von der Klimawandeldiskussion, in einem Mittegebirge im März Schnee zu produzieren um ihn dann künstlich über den Sommer einzulagern für einen Wettkampf im nächsten Jahr, von dem man noch gar nicht weiß ob er überhaupt stattfindet?

Wer bezahlt den Spaß dort eigentlich?
 
PtoGo schrieb:
Ich finde es etwas pervers, unabhängig von der Klimawandeldiskussion, in einem Mittegebirge im März Schnee zu produzieren um ihn dann künstlich über den Sommer einzulagern für einen Wettkampf im nächsten Jahr, von dem man noch gar nicht weiß ob er überhaupt stattfindet?

Wer bezahlt den Spaß dort eigentlich?

Ich kann rein theoretisch deine Äußerung nachvollziehen, allerdings muss man beachten wohl auch beachten, dass das die besten Temperaturen der Saison waren. Außerdem wurde der Schnee bei verhältnismäßig sehr guten Bedingungen produziert.
 
PtoGo schrieb:
Ich finde es etwas pervers, unabhängig von der Klimawandeldiskussion, in einem Mittegebirge im März Schnee zu produzieren um ihn dann künstlich über den Sommer einzulagern für einen Wettkampf im nächsten Jahr, von dem man noch gar nicht weiß ob er überhaupt stattfindet?

Wer bezahlt den Spaß dort eigentlich?

Ich antworte darauf jetz einfach mal ganz nüchtern ohne eine Wertung um Nachhaltigkeit oder Notwendigkeit.

Welchen Unterschied macht es, ob der Schnee nun im Januar, Februar oder eben im März produziert wird?
Keinen, die Rahmenbedingungen sind immer gleich. Jetzt im März sogar die besten des ganzen Winters.
Warum tut man das? Ganz einfach. Es ist eine Grundbedingung, um einen Biathlonweltcup zu bekommen. Ohne Schneedepot wird man aus dem Kalender gestrichen und der Weltcup sucht sich einen anderen Ausrichter, der ein Depot vorhält.
Das kann man jetzt mögen oder nicht, aber so sind die Regeln. Mitspielen oder hinten runter fallen. Wobei wir ja schön öfter darüber diskutiert haben, dass Snowfarming wohl immernoch die beste bzw. effizienteste Methode ist, Schnee temperaturabhängig zu einem fixen Zeitpunkt zur Verfügung zu haben.

Wer bezahlt das? Jeder Zuschauer der zum Weltcup ein Ticket kauft (Oberhof ist neben Ruhpolding und Antholz einer der meistbesuchten Weltcuporte im Kalender) und natürlich die Sponsoren und Medien, welche mit der Austragung des Weltcups Geld verdienen bzw. Werbung generieren.

Wissen wir ob es stattfindet? Nein, aber wenn man so denkt, können nun alle Menschen, die derzeit von der Krise betroffen sind, ihre Existenz sofort begraben und sich ein Loch schaufeln.
Als Veranstalter würde ich mich auf jeden Fall wesentlich mehr ärgern, in der nächsten Saison keinen Schnee am Lager zu haben, als evtl. 50h umsonst Energie verbraucht zu haben.
Wobei der Schnee ja neben dem Weltcup auch zum Training des Leistungssportzentrums verwendet wird.
 
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